• #41

    Hallo, benutze die Helite elektrisch und habe Sie Gott sei Dank noch nicht benötigt.

  • #42

    Jein. Wenn man eine Weste hat die mechanisch auslöst, würde ich nicht unbedingt wechseln. Die Schutzwirkung ist da. Es geht lediglich darum, dass die Schutzwirkung bei elektrischen Systemen nunmal besser ist. Daher wäre die Empfehlung bei Neuanschaffungen hierauf zu achten und den etwaigen Aufpreis in Kauf zu nehmen, wenn möglich. Ausschlusskriterium wäre, wenn man immer vergisst seine Gadgets zu laden. Dann Finger weg von elektronischen Systemen.

    Real happiness lies in the completion of work using your own brain and skills

  • #43

    Nur kurz einige Infos zur Einordnung elektronischer Airbags, die ich von In&Motion gefunden haben. Mich hat das vor dem Kauf der mechanischen Variante auch interessiert:

    Der Screenshot ist aus einem Video von F9 aus den techn. Daten. Die elektronischen Airbags von In&Motion funktionieren danach mit einer Zuverlässigkeit von durchschnittlich 75%, das erst ab einer Geschwindigkeit größer 25 km/h, sofern der Aufprall von vorne kommt und ein GPS-Signal vorhanden ist. Die Daten sind von 2020, mittlerweile ist das sicher besser geworden. Die Mindestgeschwindigkeit von 25 km/h steht aber auch heute noch bei In&Motion. Also kein Unfall bauen im Tunnel, in der Stadt bei langsamer Fahrt oder von hinten oder der Seite angefahren werden. Die Software wurde halt hauptsächlich mit Crashs trainiert, die dort stattfanden, wo Crashs halt zuverlässig stattfinden - auf der Rennstrecke. Da spielen langsame Geschwindigkeiten keine Rolle ;) Wenn elektronisch, dann steigt für mein Verständnis die Auslösezuverlässigkeit, wenn das System einen Abstand zu Fahrzeug als Referenz messen kann. Das geht mit festen Gabelsensoren. Sowas fände ich auch gut.


  • #44

    Hallo,

    wir haben uns die Helite E-Turtle gekauft incl Gabelsensor. Die Bedienung ist einfach. Die Weste ist ohne Abo, das war uns wichtig ebenso wie die Nutzung ohne Netzverbindung ( im Tunnel ist das bestimmt ungünstig) und die Kartusche kann selbst getauscht werden.


    Den Service fand ich sehr gut. Wir bekamen die Westen zum anprobieren in mehreren Größen zugeschickt. Ebenso wie weiteres Zubehör- was nicht gewünscht wird, schickt man einfach zurück.

    Zusätzlich gab es einen Videoanpassservice. Eine Garantieverlängerung konnte man Online mit der Registrierung bekommen.

    Zwar ist die Weste nicht gerade leicht aber das ist ein geringer Preis, sollte sie mir mal das Leben retten. Jeder hofft das es unnötig ist aber Sicherheit geht immer vor und da spart man meiner Meinung am falschen Ende😉


    Gruß

    Melina🙎🏻‍♀️

  • #45

    Hab auch die Helite E-turtle mit dem Gabelsensor und bin froh das ich sie noch nicht gebraucht habe .

    Ich fahre definitiv nicht mehr ohne ,und das Gewicht merke ich eigentlich nur beim anziehen ,während der Fahrt hat es mich noch nie gestört .

    Im Sommer kann ich die Jacke darunter etwas auflassen ,so dass es mir auch nicht zu warm wird .


    Grüße aus dem Sauerland

    Linus

  • #46

    Wie Melina ja schon sagte, haben wir uns für die Helite e-Turtle mit Gabelsensoren entschieden. Die Variante mit manueller Auslösung (Seilzug) kam für mich nicht in Frage, obwohl sie -realistisch betrachtet - vermutlich nicht wirklich mehr oder weniger Vor- und Nachteile besitzt, als die e-Variante. Da ich mich aber kenne, würde ich das Sicherungsseil wohl bei jedem zweiten Absteigen vergessen :doh:


    Von dem Gabelsensor verspreche ich mir auch das letzte Quentchen Extraschutz, sollte einem an der Ampel wirklich mal einer hinten draufballern. Hoffentlich löst die Weste dann schon aus, bevor man rücklings auf der Motorhaube landet. Das Anprobieren via Videochat ist zwar ein nettes Feature von Helite, brachte aber keine nennenswert neuen Infos. Ob die Weste passt, merkt man imho selbst. Falls wer aber doch unsicher ist und zwischen zwei Größen schwankt, wird man kompetent beraten. Auch das zusenden zweier verschiedener Größen ist echt super! Insoweit ist der Service beim Kauf also Top:thumbup:


    Auf die Frage, ob der Gabelsensor denn auch unnötigerweise auslöst, wenn einem das Bike aus Versehen mal umkippt, kam der Berater allerdings etwas ins Stammeln. "Öh...ähm...also...naja...ähhh...nein! Es benötigt schon eine gewisse Beschleunigung, damit das System auslöst!" Wäre auch logisch und sinnvoll, wirkte im Gespräch aber wenig vertrauensvoll, um nicht zu sagen: Nach typischem Marketing-Bla.


    Das man die Weste nach einem hoffentlich versehentlichen Auslösen nicht einschicken muss, sondern einfach eine neue Kartusche einsetzen kann (kostet extrem-happige 69€) ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Bei anderen Anbietern kostet das einsenden und erneuern allerdings imho gleich 100€-150€. Und das bringt einem auf Tour auch gleich Null, da man dann vermutlich noch hunderte ungeschützte Kilometer vor sich hat.

    Bei der Helite kann ich einfach die neue Patrone einsetzen und bin wieder geschützt.


    Und auch der eingearbeitete Rückenprotektor sowie die Tatsache, dass die Weste im Bereich des Halses und Schlüsselbeins im Notfall so stark aufgeblasen wird, dass der Kopf in seiner Bewegung stark gestützt, bzw. eingeschränkt wird, ist imho ein sehr wichtiges Sicherheits-Plus. Halswirbelverletzungen sind ja gerade bei Motorradunfällen leider keine Seltenheit.


    Der Gesamtpreis für Weste, Gabelsensor, Ersatzkartusche, Waschmittel (total dämlich, da man die Weste nicht waschen sondern nur feucht abreiben darf!) und Imprägnierspray ist mit 890€ allerdings auch wirklich happig. Die eigene Gesundheit sollte einem das aber wert sein :handgestures-thumbupright:


    LG,

    Mel

  • #48

    Ich glaube, hier werden ein paar Dinge aus dem In&Motion-Dokument von 2020 durcheinandergebracht bzw. falsch interpretiert, deshalb kurz zur Einordnung:

    Die oft zitierte „durchschnittliche Abdeckung von ca. 75 %“ bezieht sich auf alle erfassten Szenarien – also inklusive Umkippen im Stand, Rangieren, sehr langsamer Fahrt, Abfangen mit dem Fuß usw. Das sind Situationen, in denen ein Airbag bewusst nicht auslösen soll. Es ist also keine Aussage im Sinne von „der Airbag funktioniert nur zu 75 % bei echten Unfällen“. Im selben Dokument steht auch, dass die Erkennungsrate bei typischen Straßencrashs mit höherer Geschwindigkeit deutlich darüber liegt.

    Eine feste Mindestgeschwindigkeit wie „erst ab 25 km/h“ gibt es nicht. Das ist keine harte Software-Sperre, sondern eine statistische Schwelle: Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten sind die Bewegungsmuster oft nicht eindeutig genug, deshalb wird häufig nicht ausgelöst, um Fehlzündungen zu vermeiden. Ein Sturz unter 25 km/h kann aber durchaus erkannt werden.

    Ebenso falsch ist die Aussage, der Airbag würde nur bei Frontalaufprall oder nur mit GPS-Signal funktionieren. Die Auslösung basiert primär auf Beschleunigungs- und Rotationssensoren im Modul, nicht auf GPS. Tunnel, Parkhaus oder schlechtes GPS sind also kein Ausschlusskriterium. GPS dient eher dem Kontext (z. B. Modus, Logging), nicht der eigentlichen Crashentscheidung.

    Seitliche Unfälle, Lowsider, Highsider oder Abflüge ohne klassischen Frontalcrash gehören sogar zu den Szenarien, die sensorisch sehr gut erkennbar sind. Ein reiner Heckanstoß ohne Sturz soll dagegen oft gar keine Auslösung verursachen – ebenfalls gewollt.

    Wichtig auch: Die Datenbasis ist längst nicht mehr „hauptsächlich Rennstrecke“. Straßenfahrer machen heute den Großteil der Daten aus – wir alle, die diese Westen tragen, sind letztlich Datenlieferanten, und die Software wird regelmäßig weiterentwickelt. Zusätzlich gibt es unterschiedliche Modi (Straße, Rennstrecke, Offroad/Cross und Reiten), die die Erkennungslogik an den jeweiligen Einsatz anpassen.

    Kurz gesagt:

    Das zitierte Dokument ist real, aber alt, und die daraus gezogenen Schlüsse (GPS zwingend, nur frontal, Mindesttempo, Tunnel ausgeschlossen) sind so nicht korrekt. Kein System ist perfekt, aber viele der genannten Einschränkungen gibt es in der Praxis schlicht nicht.

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