Reifendruck Toleranzbereiche

  • #1

    Hoi Motorradfreunde :)


    Bei unserer Tagestour heute hat mir der hintere Reifendrucksensor eine Warnung angezeigt, da er den eingestellten Toleranzbereich überschritten hatte. Laut Hinterradschwinge soll die NC750X (2026) vorne 2.5 und hinten 2.9 Bar haben. Toleranzbereiche habe ich +- 0.3 Bar eingestellt. Der hintere Reifen hatte nach ~50km bei 29°C Außentemperatur dann 3.3 Bar.


    Nun stellt sich mir als absoluter Neuling natürlich die Frage, wie hoch/niedrig darf dieser minimal/maximal werden? :/


    THX und LG,

    Mel

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  • #2

    In der wärmeren Jahreszeit, wo sich der Teer durch Sonneneinstrahlung stark

    aufheizt, ist das je nach Beladung und Fahrstil nicht zu vermeiden.


    Das können die Reifen aber ab. Ich würde den Reifendruck in diesem Fall um ca.

    0,2 Bar absenken aber nicht mehr. Ist der Reifendruck zu niedrig walken die

    Reifen zu sehr, werden wiederum wärmer, verschleissen schneller und -

    das Fahrverhalten wird instabiler.

  • #3

    Wenn der vom Hersteller angegebene Reifendruck bei kaltem Reifen (vor der Fahrt) passt dann ist das ok.

    Ein höherer Druck bei warmen (gefahrenen) Reifen ist ok.

    Trau keinem Autofahrer der blinkt und schon gar keinem der nicht blink!
    Ein Motorrad das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert!

  • #4

    Wieder einer, der keine Ahnung hat,... aber Ratschläge erteilen möchte,...


    wie Miketronic schreibt, soll der Reifendruck bei kaltem Reifen eingestellt werden, und es passt,...


    weil wenn der Reifendruck abgesenkt wird, walken die Reifen wieder mehr, erwärmen sich weiter und der Reifendruck steigt wieder,....

    dann wieder Druck reduzieren,.... und das Spiel beginnt von vorne,.....

  • #5

    Ich würd alle 50 km messen und immer wieder ablassen.


    Die kalten Reifen dann erst auf Körpertemperatur erwärmen (Fieberthermometer) und dann wieder aufpumpen - möglichst bis auf Millibar genau.


    So, und jetzt ohne Ironie:

    Deshalb gibt man den Reifendruck ja bei KALTEM Reifen (sprich, vor der Fahrt) an. Der einzige relevante Wert.


    Der versierte Fahrer kann - abhängig vom Einsatzzweck - natürlich andere Drücke fahren (Schotter, Ralley, etc.), aber dann bewusst und i.d.R. nicht für die Straße.


    Und ja, es gibt auch Fahrer, die den Druck aus Komfortgründen unterschreiten - aber die wissen dann was sie tun (zumindest meistens :D )

  • #6

    @'HONDA NC 750 X DCT


    Na, da hast du aber nur das rausgelesen was dir passt um mir "keine Ahnung"

    zu unterstellen.


    Was meinst du denn was ich mit "....ist das je nach Beladung und Fahrstil nicht zu

    vermeiden. Das können die Reifen aber ab." gemeint habe.


    Und wenn ihn die 3,3 Bar verunsichern dann kann er den Reifendruck ohne

    großartige Nachteile bei hohen Asphalttemperaturen um max. 0,2Bar auf

    3,1 Bar absenken.

    Die Begründung, warum nicht mehr habe ich ja gleich mitgeliefert.

    Bei max. - 0,2 Bar fangen die Reifen noch lange nicht an richtig zu walken um sich

    dann durch die stärkere Walkarbeit wieder stärker zu erwärmen.


    Das ist allerdings nur Meinung und Erfahrung, mehr kann ich dazu nicht sagen.


    Was andere dazu sagen und Google dazu auf die Schnelle ausgespuckt hat:

    Ein zu hoher Reifendruck beim Motorrad im Sommer ist häufiger als man denkt, da sich die Luft

    bei Hitze ausdehnt. Zwar ist ein etwas höherer Druck meist weniger kritisch als zu niedriger Druck,

    dennoch beeinträchtigt er das Fahrverhalten. Quelle: 1a autoservice


    Auswirkungen von zu hohem Reifendruck:

    Schlechteres Handling: Das Motorrad fühlt sich "kippelig" an und fährt sich ungenauer.

    Reduzierter Grip: Die Aufstandsfläche des Reifens verringert sich, was besonders auf nasser Fahrbahn

    gefährlich sein kann.

    Erhöhter Verschleiß: Der Reifen nutzt sich stärker in der Mitte der Lauffläche ab.

    Weniger Komfort: Unebenheiten werden ungefiltert an den Fahrer weitergegeben.

    Schwierigkeiten bei der Temperatur: Der Reifen kommt langsamer auf Betriebstemperatur,

    da er weniger walkt. Quelle: ChainBrothers


    Wie gesagt, durchaus kontrovers zu diskutieren. Aber mit einem pauschalen "du hast keine Ahnung"

    ist es nicht getan, wie du siehst gibt es schon ein Für und Wider.

    • Hilfreichste Antwort
    #7

    Wie schon gesagt: kalt einstellen, passt. So ein Reifen erwärmt sich bei der Fahrt auf 40-50 Grad und der Luftdruck steigt locker um 0,2-0,4 bar. Zu wenig ist kritischer als zu viel.

    Für entscheidender halte ich: Viel fahren und ein Gefühl für Deine Reifen bekommen, welches Fahrgefühl Du damit hast, so dass Du erkennen kannst, wenn sich etwas verändert und Du Fahrstil und/oder Reifen anpassen musst. Gerade für Dich als Neuling gibt es aber so viel anderes und Wichtigeres, auf dass Du achten musst als Veränderungen beim Druck während der Fahrt.


    Du weißt ja nicht, wie warm Dein Reifen wirklich wird bei der Fahrt. Jetzt kannst Du ein Laserthermometer nehmen und exakt messen, wie warm der Reifen bei welcher Fahrweise und welcher Außentemperatur wird. Und dann kannst Du entsprechend dazu den korrekten Druck ermitteln, bei dem das Fahrverhalten so ist, wie Du das haben möchtest. Yamaha Champ School hat das mal aufwändig in Testreihen gemacht, um unterschiedliche Arten des Warmfahrens gegeneinander abzuwägen und mit Mythen aufzuräumen. Ist schon interessant, wie stark und wie schnell sich Temperaturen und Drücke beim Motorradfahren verändern. Fazit: Du müsstest vermutlich nach längeren Schattenstrecken oder längeren Kurvenpassagen oder Sonnenstrecken immer wieder nachjustieren. Für den normalen Straßengebrauch brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Ein Reifen kann das locker ab.

    Viele Grüße,

    Michael

  • #8

    Hallo,


    ich finde, man kann es wieder mal übertreiben. Z.B. was heißt bei kaltem Reifen messen. Im Sommer steht das Motorrad draußen im Freien in der Sonne. Ich schätze mal der Reifen hat 'kalt' vor der Fahrt bereits 30°. Im März vielleicht knapp 10°. Also, was ist denn nun richtig?


    So ein Messinstrument ist ja doof, es kann nicht denken. Wir Menschen müssen das mitdenken übernehmen und nicht gleich Panik bekommen bloß weil ein Messinstrument mal Alarm schlägt. Wir entscheiden dann, 3,3 bar sind in dem Fall ganz normal, 2,3 bar wären es nicht.


    Lorenz

  • #9

    wenn die Kurven nicht mehr so ganz wollen wie sonst könnte es am zu niedrigem Luftdruck liegen.......aber wer nur alle paar Wochen fährt merkts ev nicht...

    .

    bei der Vultus merkte ich es gut

    Physik ist nur trocken , wenn der Tank leer ist

  • #10

    Machts doch nicht so kompliziert.


    Vielleicht sollte man "kalter" Reifen durch "Reifen vor Fahrtantritt" ersetzen.


    Da sollte der Reifen hinten 2,9 Bar haben - egal ob im März oder im August.


    Die aufgewärmte Temperatur während der Fahrt ist ja auch abhängig von der Außentemperatur.

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