Neue RH23 fühlt sich ruckelig an

  • #51

    Wir jammern hier schon wieder mal auf sehr hohem Niveau.

    Selbstverständlich ist bei dem Einstandspreis der NC kein Weltwunder an "Anpassbarkeit" zu erwarten, welches auf den unterschiedlichsten Terrains genau das macht was man sich gerade wünscht.


    Ich bin hier mehr auf der Seite von Opa-Kalle


    Ich bin froh über jede Rückmeldung die ich vom Vorderrad bekomme, und wenn es mir zu viel ruckelt, fahre ich halt langsamer.

    Ich habe als Motorrad diese "EierlegendeWollMilchSau" namens NC gekauft und muss halt die Einschränkungen dafür das sie sehr sehr vieles gut aber eben nix sehr gut kann in Kauf nehmen.


    Außerdem wird es immer die beiden Typen geben:

    - Einer der immer alles verbessert haben will: "Das hätte man aber mit geringem Aufwand deutlich besser machen können"

    - Der Andere der sagt, "Ach nee, das passt schon so".

    Existieren kann man überall, aber Leben.... Leben kann man nur in Bayern

  • #52

    Es gibt noch einen weiteren Typen:

    - Einer der der sagt: "Das passt schon alles so. Mir macht es aber trotzdem Spass, das eine oder andere bei vertretbarem Aufwand zu optimieren".


    Das ist ja eigentlich die treibende Kraft in allen Technikforen die es für Männerspielzeuge gibt.

    Einmal editiert, zuletzt von Fraenker ()

  • #53

    Hallo,

    ich möchte gar nicht in Frage stellen, ob bei mir nicht auch langfristig der Wunsch nach einer Fahrwerksoptimierung aufkommt.

    Motorrad und vor allem der Fahrer werden ja auch älter...😎

    Nur zur Zeit, nach 5 Monaten und > 5500 km, bin ich sehr zufrieden mit der NC und weiterhin überzeugt das richtige Motorrad gekauft zu haben.

    Kurz um, beim Fahrwerk gibt's (noch) nichts zu meckern und auch die Standard-Sitzbank reicht mir.

    Gut, wir haben in diesem Jahr noch zwei größere Touren vor uns (Frankreich-Bretagne und Italien-Gardasee), vielleicht rede ich danach ja anders...😉

    Unsere größte Tour war bisher 1100 km über ein Wochenende, da hatte ich mich auch nach 300 km durchgehender Fahrt (Tankpause) noch wohl gefühlt.


    Gruß Kalle

  • #54

    Hallo,

    denk auch an den Reifendruck! Bei Sonne/Wärme habe die Reifen gerne mal plötzlich etwas mehr Druck, werden dadurch härter. 0,3 bar machen bei meiner NC schon viel aus, was den Fahrkomfort angeht. Ich fahre meine Reifen immer etwa 0,3 bar unter dem Max. Druck (Metzler Roadtech 2) 2,2 vorne und 2,6 hinten.


    Grüße,

    Bengt

  • #55

    Ich glaube hier ist bei dem was ich geschrieben habe ein falscher Eindruck entstanden. :?

    Genau wie auch "viericks" sagte ist die NC für mich eine "EierlegendeWollMilchSau".
    Sie vereint für mich in einzigartiger Weise konstruktive Besonderheiten die mir sehr entgegen-

    kommen. Ich bereue den Kauf keine Sekunde, im Gegenteil, sie scheint mir wie auf den Leib

    geschnitten zu sein. Ich schaue mir gerne andere Motorräder und deren optische und technische

    Lösungen an, aber wenn ich danach wieder auf der NC sitze. :)


    Um zu verdeutlichen das ich mir meine Meinung zu der unsensiblen Gabel nicht aus den

    Fingern gesogen habe hier noch einmal dem Sinn nach das was der "renommierte Hersteller

    Wilbers" z.B zu der Gabelfeder sagt:


    "Die Original Feder hat einen zu weichen Teil der dann zu früh in den zu harten Teil übergeht da der
    weiche Teil bei N2 (Federweg Maschine + Fahrer) zu früh aufgebraucht ist.

    (Weicher Teil ca. 6,5 N/mm - Harter Teil ca. 11,5 N/mm)"

    Genau das ist einer der Gründe warum die Gabel suboptimal und unsensibel bei unebener Fahr-

    bahn arbeitet.


    Und da frage ich mich halt warum Honda das im Gegensatz zu so manchem Konkurrenzprodukt

    in der gleichen Preisklasse nicht besser gelöst hat. :think: Zeit hatten sie genügend.


    Allein durch eine andere Federcharakteristik, die keinen Cent mehr gekostet hätte und durch

    Anpassung des Luftpolsters, der Ölviskosität bzw. der Ölbohrungen hätte man die NC etwas

    komfortabler auslegen können. ;(


    Und genau das kreide ich Honda an und dafür gibt es in meinen Augen keine Ausrede.


    Und das Federbein? Da ist es das gleiche. Eine etwas ander Federcharakteristik, Anpassung der

    fest vorgegebenen Zug und Druckstufe, alles durchaus möglich.


    Und um noch einmal ein Missverständnis anzusprechen. Hier wird immer wieder vom Verstellen

    der Federvorspannung des Federbeins gesprochen. Das ändert hauptsächlich die N1 bzw. N2

    Lage bei der eigentlich nur der Hintern der NC höher oder niedriger kommt. Um ein Durchschlagen

    bei höherer Beladung zu verhindern erhöht man die Stufe. Das ändert so gut wie garnichts an der

    Dämpf bzw. Federcharaktaristik. Etwas hart und unsensibel bleibt es trotzdem.


    Das etliche meine Meinung zur Original-Fahrwerksabstimmung teilen zieht sich hier seit Jahren

    wie ein goldener Faden durch's Forum. Und leichten Personen mit wenig Sitzfleisch wie mir scheint

    es besonders aufzufallen.

    Aber wie hier schon gesagt wurde "jeder Arsch ist anders" ;)

  • #57

    Guter Anhaltspunkt. :thumbup:


    Und genau das ist mir Anfangs gleich aufgefallen. Obwohl ich recht leicht bin wurden diese 30%

    bei meiner RC88 schon überschritten! :angry-tappingfoot:

    In meinem Fall war es der Federweg von N1 (Motorrad unbelastet) auf N2 (Motorrad belastet mit

    Fahrer)

    (Von N0 (Räder komplett entlastet) nach N2 ist es logischerweise noch mehr.)


    Es wird meiner Meinung nach also unnötig Federweg, der für eine komfortableres Fahrwerk
    genutzt werden könnte, verschenkt. Dies ist wohl zum großen Teil den zu weichen, enger ge-
    wickelten Windungen der progressiven Gabelfeder zu verdanken! :angry-tappingfoot:


    Eventuell haben ja auch andere schon diese Beobachtung gemacht.

    Testen ist mit 2 Leuten ganz einfach.

    Hier der etwas uninteressantere Teil:

    NC auf den Hauptständer stellen und Vorderrad entlasten. Einen Kabelbinder oberhalb vom

    Abstreifring um das Gabelrohr legen und leicht festziehen.

    Vorsichtig Abbocken und wieder Aufbocken. Abstand zwischen Abstreifring und Kabelbinder

    messen. Das ist der Weg zwischen N0 (Konstruktionslage) und N1 (Statischer Negativfederweg,

    der Weg, den das Fahrwerk durch das Eigengewicht des Motorrads (ohne Fahrer) einfedert.

    (Kann man machen muss man aber nicht. Aber wenn man schon einmal dabei ist.)


    Danach kommt der meiner Meinung nach noch interessantere Teil:

    N2, der fahrdynamischer Negativfederweg: Der Weg, den das Fahrwerk durch das Gewicht des

    Motorrads plus Fahrer einfedert.

    Motorrad unbelastet zwischen die Beine nehmen und den Kabelbinder bis zum Abstreifring

    herunterziehen, auf die Sitzbank setzen und die Beine vorsichtig einmal kurz anheben und

    dann wieder aufstehen und den Abstand zwischen Abstreifring und Kabelbinder messen.


    Wäre einmal interessant was bei euch da so für Werte herauskommen. Wenn ihr sie angeben

    wollt ergibt das aber nur Sinn bei Angabe eures Körpergewichts und der Modellangabe, da sich

    ja je nach Modell (z.B RC90) und Baujahr etwas an der Gabel geändert haben kann.

  • #58

    dasete: Fahre auch seit 4 Monaten eine RH23, mittlerweile knappe 3tkm drauf. Es gibt "sensiblere" Fahrwerke, kein Thema, ich empfinde es hinten als realtiv hart, vorne aber in Ordnung, außer beim massiven Anbremsen taucht die Gabel definitv zu schnell und zu weit ein. Aus meiner Sicht aber nicht besser oder schlechter als der Schnitt in dieser Preisklasse. Habe die Federvorspannung hinten auf Stufe 4 gestellt da ich oft zu zweit fahre, hätte ich mir ersparen können. Ich sehe diesbezüglich wesentlich mehr potenzial bei der Bereifung, mit denen bin ich überhaupt nicht zufrieden, wie der Großteil hier im Forum.

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