Reifendruck Toleranzbereiche
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#53 Ich habe mich noch einmal informiert und folgendes herausgefunden:
Bei heutigen Motorrädern wird meist, wie bei der NC, nur noch ein Luftdruck
angegeben, während früher der Luftdruck für Solofahrer und für Fahrten mit
voller Beladung angegeben wurde. (siehe mein Beispiel für die K75)
Das bedeutet das der bei der NC angegebene Luftdruck (2,5-2,9Bar) für volle
Beladung gilt!
Im Umkehrschluss bedeutet das, das der angegebene Luftdruck für Solofahrten
zu hoch ist, irgendwie logisch.
Auswirkungen zu hohen Luftdrucks:
höherer Verschleiß der Reifen an der Lauffläche,
späteres Erreichen der Betriebstemperatur der Reifen,
geringerer Komfort durch harte Federung,
schlechtere Stabilität des Motorrads,
Gefahr von Fahrwerksschäden oder geplatzten Reifen,
(Quelle: Motointegrator)
Ich als meist Solofahrer senke also logischerweise und nachvollziehbar den Kalt-
luftdruck um 0,2 bis max. 0,3 Bar um mir derartige Nachteile nicht einzuhandeln.
Soweit verständlich, oder?
Jetzt gibt es aber Situationen in denen der Reifendruck durch z.B. hohe Asphalt-
temperaturen, Fahrweise, Geschwindigkeit, Beladung etc. über 0,4 Bar gegenüber
dem Kaltluftdruck ansteigen kann.
Und dann ist ein kritischer Luftdruck erreicht der die oben genannten negativen Er-
scheinungen zum Vorschein bringt.
Das war bei "Mel" der Fall. Und man braucht nur ein wenig Erfahrung um zu sagen
das in diesem Fall sein Kaltluftdruck hinten bei ca. 2,9Bar gelegen haben muss,
da, wie ich mehrfach gelesen habe, die max. Luftdruckzunahme bei ca. 0,5Bar liegt.
(Rennstrecke einmal ausgenommen)
Wenn er jetzt also den Reifendruck um 0.2Bar absenkt und dann immer noch mit
3,1Bar unterwegs ist, ist das weder gefährlich noch sonst was, im Gegenteil, es
ist absolut vernünftig.
Sein Reifen wird es ihm danken.
Gefährlich niedriger Luftdruck ist etwas anderes, da muss dieser schon ca. 0,5Bar
unter dem Kaltluftdruck liegen! Dann wird's schwammig und gefährlich und der Reifen
beginnt richtig zu walken was ihn auf Dauer schädigt.
Es gibt nicht den einen Luftdruck!
Wer allein bei normalen Temperaturen unterwegs ist und nicht 130Kg auf die Waage
bringt ist im Interesse des Reifens und der Fahrbarkeit-Sicherheit gut damit beraten
mit ca. 0,2Bar niedrigerem Luftdruck unterwegs zu sein.
Wer bei voller Beladung und höheren Temperaturen einen Spanienurlaub plant sollte
den empfohlenen Luftdruck fahren und diesen unbedingt auch während der Fahrt
kontrollieren. Und wenn dieser zu hoch wird erst einmal etwas absenken um wieder in das
"Wohlfühlfenster" des Reifens zu kommen.
Und ja in solchen Fällen ist eine mehrfache Luftdruckkontrolle ratsam!!
"thomas_s" schrieb:
"Stell dir vor du bist in Kreta bei 45 Grad und senkt den Druck ab. Nach einer frischen
Nacht fährst du morgens vollgepackt bei 15 Grad los. Gute Idee?"
Dazu sage ich folgendes:
Behalte den Luftdruck bei solchen extremen Temperaturschwankungen im Auge, lieber
einmal zuviel wie zu wenig prüfen. Mit so etwas sollte man in solchen Ländern rechnen und
sich darauf einstellen.
Und nebenbei, wir reden hier von 0,2Bar Absenkung nicht um 0,5Bar und mehr!
"Honda nc 750x dct" schrieb:
"Reifendruck sollte man bei kaltem Reifen einstellen,..."
Da hast du vollkommen Recht und das habe ich nie bestritten! Es geht hier um den Sonder-
fall der Überhitzung und einem dementsprechend grenzwertigen Reifendruck!
"ob jetzt der Beladung angepasst oder nicht, sei jedem überlassen,..."
Da sehe ich definitiv anders. Die Erklärung ergibt sich aus meinem Text!
"aber bei warmen Reifen den Druck anpassen (reduzieren) sollte man unterlassen,...."
Auch das sehe ich anders. In Situationen wo der Reifendruck zu stark ansteigt und sich
die beschriebenen Nachteile ergeben ist es im Interesse des Reifens und der Sicherheit
und Fahrbarkeit durchaus sinnvoll und zweckmäßig den Reifendruck um ca. 0,2Bar ab-
zusenken. Dabei ist allerdings wichtig nach einer solchen Fahrt den Kaltluftdruck
zu kontrollieren und ihn gegebenenfalls zu korrigieren, aber das sollte jedem klar sein.
"(ausgenommen Experten, die wissen, was sie machen, aber sicher kein Laie)"
Dazu braucht man auch kein Experte zu sein. Wenn der Reifendruck auf über ca. 0,4 bis
0,5Bar über den Kaltreifendruck für die volle Beladung ansteigt ist er zu hoch und es
ergeben sich bei Nichtabsenkung die oben beschriebenen Nachteile, ganz einfach.
"Wir hatten in diesem Forum schon einmal einen, der hat auch immer Halbwissen und
Nichtwissen verbreitet,.... und dein Rat mit Druck absenken geht in diese Richtung,....
bitte verbreite hier keine gefährlichen Ratschläge,..."
Ich gehe einmal davon aus das du den Rein... meinst. Ich habe mich mit ihm mehrfach
per PN ausgetauscht und festgestellt das er ein recht schlaues Bürschchen mit Universi-
tätsabschluss ist.
Auch ich habe ihm gesagt das seine Art Wissen zu vermitteln und sein teilweise ver-
wirrender Textaufbau nicht immer zum Verständnis beigetragen haben und er sich damit
oft selbst ein Bein gestellt hat.
Aber er hat trotzdem eine Menge technisch fundiertes Wissen weitervermittelt,
zumindest an die, die es denn interessiert hat.
Ja, und jetzt hab auch ich schon wieder eine halbe Doktorarbeit geschrieben obwohl
ich ahne das viele weiterhin stoisch vorne 2,5Bar und hinten 2,9Bar in die Reifen
pumpen werden...…

Aber ich war gerade so im Flow das ich die Zeit vergessen habe und mein Bauch vor sich
hin grummelt. Ich habe HUUUNGER

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#54 Hallo,
also, Honda gibt nur einen Luftdruck an. Daraus kann man jetzt vieles folgern. Z.B., das gilt für volle Beladung und für Solofahrten sollte man den Luftdruck . . . Das steht da aber nicht im Handbuch. Man kann auch daraus folgern, das das alles nicht sooo wichtig ist. Es wird nicht geschrieben wieviele Grad mit 'kalt' gemeint ist, usw. Man kann in diese eine Information 2,5 und 2,9 alles mögliche hinein interpretieren.
Auch den Vergleich zu früher, z.B. bei BMW, halte ich nicht für sehr zielführend. Früher hatten wir ganz andere Reifen mit ganz anderen Eigenschaften. Die vielfältigen Angaben früher waren damals sicherlich richtig. Bei den heutigen Reifen scheint das nicht mehr so wichtig zu sein. Das ist meine Interpretation aus dieser einen Angabe bei Honda.
Man kann aus allem eine wissenschaftliche Doktorarbeit machen und alles bis auf die mind. 2. Nachkommastelle ausrechnen und messen. Und darauf bestehen, dass alle anderen Meinungen und Vorgehensweisen falsch sind und dem Motorrad und den Reifen schadet.Tut es das wirklich?
Lorenz
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#55 Alles anzeigenich ahne das viele weiterhin stoisch vorne 2,5Bar und hinten 2,9Bar in die Reifen
pumpen werden...
Ich bin einer von den Vielen…!
Gruß Kalle
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#56 Warum schreib ich überhaupt wenn du es nicht liest oder verstehst.
Bei allen Motorrädern die nur noch eine Druckangabe haben stehen diese für den
Kaltdruck bei voller Beladung! Diese information wurde mir mehrfach bestätigt.
Und das das nicht im Handbuch steht habe ich ja bemängelt. Honda geht wohl
davon aus das man das wissen muss.
"Man kann auch daraus folgern, das das alles nicht sooo wichtig ist."
Ich glaube dazu möchte ich lieber nichts sagen, sonst geht mir noch der Draht aus
der Mütze.
"Es wird nicht geschrieben wieviele Grad mit 'kalt' gemeint ist, usw. Man kann in diese eine
Information 2,5 und 2,9 alles mögliche hinein interpretieren."Definition: Ein Reifen gilt als kalt, wenn das Motorrad länger als zwei Stunden nicht
bewegt wurde oder weniger als 3 km bei mäßiger Geschwindigkeit gefahren wurde.
Motorradreifen erreichen im normalen Straßenbetrieb meist Temperaturen zwischen
30 °C und 60 °C, wobei etwa 35 °C als angenehm warm für guten Grip gelten. Bei sport-
licher Fahrweise oder auf Rennstrecken können Reifenoberflächen jedoch deutlich
über 100 °C heiß werden. Ideale Betriebstemperaturen liegen je nach Reifentyp im
Bereich von 50 °C bis über 80 °C."Früher hatten wir ganz andere Reifen mit ganz anderen Eigenschaften"
So anders waren die Reifen auch nicht! Der Aufbau von Karkasse und Flanken war auchschon in den 80ern fast immer ein Nylongürtel. Was sich verbessert hat sind die Kautschuk-
Silica-Mischungen die mehr Grip bieten, Temperaturschwankungen besser wegstecken etc.
Aber was sich nicht verändert hat ist die Physik dahinter! Egal ob weichere oder härtere
Karkasse bzw. Flanke: Der Reifendruck ist dafür verantwortlich das der Reifen die Masse des
jeweiligen Motorrads tragen kann und die Kontaktfläche am Boden weder zu klein
(zu hoher Luftdruck) bzw. zu groß (zu niedriger Luftdruck) ist.
Der Flächendruck ist entscheidend: 1Bar = 1Kg / Cm² (Quadratzentimeter) Ob steifere oder
weichere Karkasse bzw. Reifenflanke ist dabei nicht so entscheidend. Auch ein stabiler Reifen
mit wenig Eigendämpfung wir z.B. bei minus 0,5Bar schwammig.
Beispiel: Zwei Motorräder mit der gleichen Bereifung, eins wiegt 200Kg das andere 300Kg.
Jetzt rate mal welches Motorrad den höheren Luftdruck benötigt um vernünftig fahrbar zu sein?
Garnicht so kompliziert. Und deshalb ist es auch wichtig den Reifendruck ja nach Beladungs-
zustand zu erhöhen oder zu erniedrigen.
Und wenn dann noch verschiedene Temperaturen ins Spiel kommen, der Reifen aber auch hier
seine optimale Performance bieten soll ist die Änderung des Luftdrucks manchmal unumgänglich.
O.K. fährt auch so, aber der Reifen leidet unnötig und das Mopped wir instabiler etc.
"dass alle anderen Meinungen und Vorgehensweisen falsch sind"
Ich habe niemanden persönlich angesprochen das seine Vorgehensweise falsch ist. Ich habe erklärt
warum ich es anders sehe, habe Quellen dafür benannt und versucht es nachvollziehbar zu erklären."und dem Motorrad und den Reifen schadet. Tut es das wirklich?" Ja
Hier nochmal extra für dich aus meinem vorherigen Thread anhand der
Auswirkungen zu hohen Luftdrucks:
höherer Verschleiß der Reifen an der Lauffläche,
späteres Erreichen der Betriebstemperatur der Reifen,
geringerer Komfort durch harte Federung,
schlechtere Stabilität des Motorrads,
Gefahr von Fahrwerksschäden oder geplatzten Reifen,
(Quelle: Motointegrator)
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