Hallo Honda Freunde ![]()
Ich bin wieder Zuhause.
Es gab genau zwei Gründe, weshalb ich wieder nach Hause wollte:
Grund 1:
Meine Motorrad Unterwäsche, hat sich an der Naht im Sitzbereich verhärtet, was zur Folge hatte, dass ich Schmerzen hatte am Popo.
Um es ohne Bild genauer zu beschreiben, es wurde schon zu einer blutigen Angelegenheit und verdammt schmerzhaft.
Ich bin zwar robust, aber das war mir too much.
Grund 2:
Ich habe eine neue Brille, die ist super toll, aber die hat auch dickere Henkel als meine alte Brille.
Mein Helm drückte auf die Brille und die wiederum auf mein Ohr.
Ergebnis: Das Selbe wie am Popo, nämlich sehr schmerzhaft und entzündet.
Italien / Sizilien 2026
Die Reise war wunderschön, jede Minute war toll.
Italien ist ein wunderschönes Land und die Menschen, die dort leben sind nett, hilfsbereit und sehr freundlich.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich habe neugierige Menschen erlebt, wir haben uns mit Deepl, Gestik und Mimik verständigt.
Die Highlights der Reise waren:
Die Autobahn, ich liebe es Autobahn zu fahren, vor allem im Ausland.
Die Autobahn bei uns.
Die Autobahn in der Schweiz, das satte Grün, die klare Luft, die Berge.
Die Straßen von Sizilien - Landstrassen - Autostrada, die Fähren, einfach toll.
Der Ätna. Wahnsinnig schön und auch Furchteinflößend, das Lavagestein, unglaublich toll.
Der schiefe Turm von Pisa.
Rom.
Die Autostrada in Italien.................................. ein Fall für sich.
Ab Mailand bis nach Villa san Giovanni, immer das Gleiche, 130 km/hoder schneller, immer, egal ob Tunnel oder Baustelle.
Das ist das einzige Gesetz. Sämtliche Schilder sind Deko. Motorradfahrer werden auf der Autobahn "geschnitten".
Es scheint eine sehr spezielle Mentalität zu sein, die ich so noch nirgendwo anders erlebt habe.
Anfangs habe ich es noch als Agression abgetan, da es sich aber immer wieder wiederholte, stellte es sich als Normalität ein.
Gerne wird aus einer Dreispurigen Autobahn auch mal eine Vierspurige, zur Not auch mal zu fünft nebeneinander. Das Alles ohne Hupen oder Stress, es wird einfach gemacht und es ist ok. Denn es gibt was das anbelangt, keine Regeln. Niemanden kümmert es wie die Leute fahren.
Also passt man sich an. Überholen von rechts oder über den Standstreifen sind völlig normal und werde nicht als ein Akt der Agression wahrgenommen. Es ist einfach eine Notwendigkeit. Gleiches auch bei Stau auf der Autobahn. Jeder Zentimeter wird genutzt.
Die Polizei fährt übrigens einfach mit und schaut sich das Spektakel an.
Die einzige Regel: Es gibt keine Regel.
Landdtraßen und Innerorts ist es wiederum was anderes, dort wird kontrolliert und geblitzt.
Polizeipräsenz häufiger.
In den großen Städten wiederum, Florenz, Rom, Pisa, Mailand - innerhalb der Stadt wird gerast als wenn es kein morgen gäbe.
Unglaublich volle Straßen, wenig Platz, jeder kämpft um Zentimeter. ABER friedlich, kaum Hupen, wenig oder keine Aggro.
Die Italiener halten zusammen, sie sind ein Volk und so fahren sie auch. Am Ende bremst der Hintere und lässt Platz, Zweiräder werden immer vor gelassen, die kleinen Gassen im Verkehr bleiben frei, weil jeder weiß, der Roller oder das Moped fährt vorbei und dann ist wieder Platz für den nächsten.
Ein herrliches Zusammenspiel. Keine Unfälle. Niemand steigt aus und schreit.
Unterwegs musste ich noch erledigen:
Nach ca. 3400km musste ich die Kette nachspannen, das war in knapp 15 Minuten erledigt.
Ketten-Spannwerkzeug "Immerdabei":
Die NC mag 30-35mm und bekommt sie auch, dann schaltet das DCT butterweich, dafür habe ich mein
Mess-Stöckchen immer dabei.
Ein Muss für Unterwegs.... für Popo und wenn man Kettenfett an den Fingern hat
Die Rückfahrt:
Durch Italien alles top, tolles Wetter, beste Sicht.
In der Schweiz durch den Gotthard Strassentunnel bis hin nach Mulhouse.
Auf dem Rückweg war ich noch ein wenig in der Schweiz, habe ja ein Jahreabo für die Autobahn.
Doch dann begann für mich der Albtraum........
Regentropfen so groß wie Walnüsse.
Bis Zuhause:
Eine Stunde Regen - Eine Stunde kein Regen.
Eine Stunde Regen - Eine Stunde kein Regen.
Eine Stunde Regen - Eine Stunde kein Regen.
Da ich Nachts unterwegs war, waren es nur 7°C, zum Teil auch weniger.
Die Regenklamotten hielten dem Wasser irgendwann nicht mehr Stand, ich war zum Teil Nass und kalt.
Sehr unangenehm. Zudem noch der Schmerz am Popo und am Ohr........ was für eine tolle Mischung ![]()
ABER
Ich würde (werde) fast alles genau so wieder machen, nur eine Sache tatsächlich nie wieder, und zwar, bei Nacht unter 10°C mit oder ohne Regen fahren. Das habe ich mir auf jeden Fall direkt abgewöhnt ![]()
Zusammenfassung:
Aktueller Kilometerstand: 52017
Gefahrene Kilometer: 4945km
Benzin verbraucht: 211 Liter
Durchschnittlicher Verbrauch: 4,26 Liter (Mit 140Liter Reisetasche und Koffern) ich wiege 92kg
Wunderschöne Dinge gesehen: unzählbar viele
An Erfahrung gewonnen: Wieder mal eine ganze Menge
Irgend etwas bereut: Ja, die Rückfahrt bei Nacht und Regen und Kälte ![]()
Ich habe immer noch die Reifen drauf mit denen ich im Balkan war.
Ich habe immer noch die Kette drauf, die ich in Spanien bekommen habe, eigentlich mit zu geringer Zugfestigkeit. Die ist immer noch Top.
Danksagung - und jetzt kommt das Wichtigste:
Danke liebe NC, dass du mich seit nun mehr über 52.000km begleitest und mich noch NIE, nichtmal ansatzweise im Stich gelassen hast.
Wir können wirklich dankbar sein ein solches Wunderwerk der Technik, das meine ich ernst, fahren zu dürfen.
Ich würde sie jederzeit ohne mit der Wimper zu zucken wieder kaufen.
Danke fürs lesen und schauen ![]()