Reifen
-
-
-
#102 Alles anzeigenNaja, der erste Teil deiner Frage war: "Bei welcher Profiltiefe wechselt ihr Eure Reifen..."
Darauf hat er legitim geantwortet, finde ichStimmt, ich hätte wohl „Sicherheit geht vor“, bei der Frage mehr in den Vordergrund stellen sollen…😉
Gruß Kalle
-
-
#103 Alles anzeigenHallo,
das ist schon klar.
Mir geht es um den sinnvollen Zeitpunkt des Reifenwechsels unter ausreichenden Sicherheitsaspekten !
Gruß Kalle
ah ok, sinnvoller Zeitpunkt wurde noch gefragt....
für mich wäre es sinnvoll wenn , genug Geld auf dem Konto ist und ich das Möpi 1-2 Tage nicht brauche.
Sicherheit.....
früher haben wir die Reifen komplett runtergerockt (da war kein Geld vorhanden) unsicher fühlte sich das nicht an 
aber jetz im ernst....Aquaplaning hatte ich noch nie, von daher liegt mir Persönlich nix an Profiltiefe. Mit 1,8mm zu wechseln ist man gut dabei.
-
#104 Was ist sinnvoll? Gute Frage.
Also, meine Erfahrung ist das Reifen auch mit nur noch 1,6mm Profil sich absolut
sicher fahren lassen. (mit einer Ausnahme, siehe unten)
Es gibt bei Youtube Videos wo Könner Reifen testen welche am Ende gerade an den
Flanken schon bis unter 1mm Tiefe abgefahren sind. Und diese Könner fahren die Reifen
selbst dann noch mit rastenschleifenden Schräglagen die für Otto-Normalfahrer kaum
erreichbar sind.
Hierbei ist zu sehen das der Hinterreifen teilweise driftet und leichter Gummiabrieb,
gerade beim Beschleunigen aus der Kurve heraus zu sehen ist.
Das Ganze bezieht sich auf trockene Verhältnisse und Asphalttemperaturen bis ca. 15°
und Motorräder mit wesentlich mehr Leistung als die NC.
Ist der Asphalt recht kalt, wohlmöglich teilweise noch feucht und kommen Schmutz,
Split, Blätter oder gar Öl ins Spiel lässt die Haftung, egal ob 1,6mm oder 5mm Profil
prinzipbedingt bei beiden gleichmäßig nach.
Der eigentliche Unterschied zwischen 1,6mm und z.B. 5mm zeigt sich eigentlich nur bei
regennasser Straße wobei das Wasser regelrecht auf der Straße stehen muss.
Das vom Auto her bekannte Aquaplaning habe ich noch nicht erlebt. Hierbei muss man
beachten das gerade die Aufstandsfläche eines Motorradvorderreifens nur ein
Bruchteil von dem eines Autoreifens beträgt. Die Kontaktfläche zur Straße ist
wesentlich kleiner wie beim Auto aber dadurch ist der Flächendruck der Aufstandsfläche
beim Motorrad wesentlich größer. Wer bei diesen Verhältnissen seine Geschwindigkeit
anpasst ist auf der sicheren Seite. Wem das Unbehagen bereitet sollte sich einen Reifen
mit hohem negativ-Profilanteil aufziehen und sich an Reifentest's orientieren wo der
"Grip bei Nässe" beurteilt wird.
Einfach gesagt, solange die Straße trocken ist, ist es ziemlich egal ob wir mit 1,6
oder 5 mm Profil unterwegs sind. Da spielt das Grip Niveau verschiedener Reifen eine
größere Rolle. Otto-Normalfahrer wird die Haftungsgrenzen wohl kaum erfahren.
Die Reifen sind bei normalen Verhältnissen sicherer als so mancher glauben mag.
Da ich gerne alles selber mache und meine Reifen selbst umziehe und wuchte fahre ich
sogar die bei vielen verteufelte Mischbereifung (z.B. vorne Pirelli, hinten Bridgestone)
Momentan fahre ich einen Satz Pirelli Angel GT. Aber die Erfahrung zeigt und es deutet
sich schon an das der Vorderreifen an den Flanken dieses Jahr wohl aufgeben wird.
Und ich als hobbymäßiger Sparfuchs habe mir einen gebrauchten Conti-Roadattack3 hin-
gelegt den ich dann aufziehen werde. Dann fahre ich wieder Mischbereifung aus Pirelli
hinten und vorne Conti und erwarte aus der Erfahrung heraus keinerlei Probleme.
Übrigens, für hinten habe ich auch schon einen neuen aber 4 Jahre alten
Metzeler Roadtec Z8. Solange Reifen kühl, trocken und ohne UV-Strahlung gelagert werden
altern sie so gut wie garnicht. Vor ein paar Jahren durften Reifen die laut DOT-Nr.
nicht älter als 5 Jahre waren noch als Neureifen verkauft werden! Es gibt Tests mit "älteren"
(5 Jahre) alten Reifen wo quasi kein Unterschied zum Neureifen auf der Teststrecke
festgestellt werden konnte.
Ja, ich weiß, beim Thema Reifen reagieren viele sehr sensibel, da spielt das Bauchgefühl
eine große Rolle. Das ist o.k. und ich akzeptiere das. Der eine so der andere so.
(Ich beziehe mich hier auf meine über die Jahrzehnte gemachten "persönlichen" Erfahrungen.)Aber eins ist mir aufgefallen. Da sehe ich an z.B. Motorradtreffs quasi neue Reifen die
aber einen großen "Angststreifen" aufweisen.
Da frage ich mich was passiert wenn derjenige etwas zu schnell in eine Kurve fährt, die Straße
eventuell feucht ist, noch ein Hindernis auftaucht und derjenige nachdrücken muss und auf
den nicht angefahrenen Teil des Reifens kommt?

Diesen Leuten kann ich nur sagen, fahrt eure Flanken an! Dazu braucht man nicht schnell
zu sein, einfach in engen Kurven das Mopped ordentlich drücken oder auf einem Parkplatz
ein paar enge Kreise fahren und ordentlich drücken.
Wenn die Reifenflanken nicht angeraut sind und wohlmöglich auch noch Formwachs oder
ähnliches auf den Flanken ist nützt einem der tollste Reifen nichts.
"Reifen und Öl, die unendliche Geschichte."
Gruß, Thomas
-
-
#105 Alles anzeigenfahrt eure Flanken an! Dazu braucht man nicht schnell
zu sein, einfach in engen Kurven das Mopped ordentlich drücken oder auf einem Parkplatz
ein paar enge Kreise fahren und ordentlich drücken.
Wenn die Reifenflanken nicht angeraut sind und wohlmöglich auch noch Formwachs oder
ähnliches auf den Flanken ist nützt einem der tollste Reifen nichts.
Danke für die Erklärung, Thomas!
In einem anderen Thread hier, als ich die Angststreifen meiner Reifen ansprach, wurde ich darauf hingeweisen, dass die bei der NC bauartbedingt normal sind und man die unter normeln Bedingungen auch nicht wegbekommt.
Hast du die "Angststreifen" bei der NC durch Drücken in engen Kurven oder durch das Fahren enger Kreise mit Drücken denn komplett wegbekommen?
-
-
-
#107 Nein, wie ich schon schrieb ist je nach Reifenmodell und dessen Querschnittsform
dieser Streifen größer oder kleiner. Bei manchen Reifen müßte man sich über 50° in
die Kurve legen um den Reifen bis an die Kante anzufahren. Das überlassen wir lieber
den Profis.
Es geht darum die Reifenflanke dort anzufahren (anzurauen) wo man im normalen
Betrieb selten bis nie hinkommt.
Dann hast du eine angefahrenen Sicherheitsbereich falls du aus welchen Gründen
auch immer das Motorrad über das gewohnte Mass hinaus in die Kurve drücken
mußt.
Aber keine Panik, auch ohne die nichtgenutzten Flankenanteile anzufahren ist es nicht
so das dort der Reifen garkeinen Grip aufbaut. Aber ohne Anfahren ist der Grip dort
halt etwas vermindert.
Und wenn man für den Fall der Fälle vorsorgen kann, warum nicht. Nebenbei bekommt
man ein besseres Gefühl dafür wie sich das Mopped im Grenzbereich verhält.
Das schlimmste wäre in solch einer Situation übrigens eine Panikbremsung. Ein
Motorrad kann durchaus ein wenig ins rutschen, driften kommen aber es fängt sich
wieder. Rennfahrer sind beim Anbremsen und in der Kurve quasi immer in solch einem
Driftmodus ohne das sie stürzen.
Gerade im Herbst bei niedrigen Asphalttemperaturen habe ich es schon öfters provoziert
das das Hinterrad am Kurvenauslauf leicht driftet. Solange du nicht schlagartig das Gas
wegnimmst oder noch schlimmer aus Panik bremst passiert garnichts.
Wie gesagt, wohl die meisten hier und dazu zähle ich auch mich, haben die Grenzen ihrer
Reifen noch garnicht erfahren. Sie bieten mehr Sicherheit als man gemeinhin meint.
Gruß, Thomas
-
#108 Alles anzeigenIn einem anderen Thread hier, als ich die Angststreifen meiner Reifen ansprach, wurde ich darauf hingeweisen, dass die bei der NC bauartbedingt normal sind und man die unter normeln Bedingungen auch nicht wegbekommt.
-
-
#109 schönes Bild.
aber es trifft evtl. ein bischen die Wahrheit.
Angststreifen... hmm.. das ist ein sch..... Ausdruck für das Seitenprofil das man bei "normaler" Fahrt einfach nicht benutzt.
Ich persönlich fahre immer ( so 2 - 3 mal im Jahr) meine Lieblingsstrecke mit sehr vielen Kurven und Spitzkehren.
Da trainiere ich mein Kurvenverhalten(Kurvenblick, Anfahren im richtigen Winkel usw. ) und auch das "sichere in die Kurve legen". Dabei wird auch der "Angststreifen" mit bearbeitet.
Ansonsten würde mein Reifen auch sehr "viereckig" aussehen.
Mein Tip ist:
1. Vor der ersten Tour im Jahr ein paar Parkplatzrunden an einem Wochenende wo die Großparkplätze bei Einkaufszentren so schön leer sind und ein bischen Achter fahren
2.Sucht euch eine "Standardtour" mit ansprechenden Kurven aus die ihr zum üben benutzen könnt
Damit solltet ihr auf der "einigermaßen" sicheren Seite sein, was "Angststreifenabrieb" betrifft und damit einhergehendes besseres Seitenprofil der Reifen zu erreichen.
-
-
-
Hey,
dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.
Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.
Jetzt anmelden!