Beiträge von thomas_s

    Heiko, wenn man sich konstant mit einer Materie beschäftigt und davon leben will, ist es klar, dass man im Laufe der Zeit das System perfektioniert. Und das ist auch gut so. Die ersten CLS Kettenöler waren afaik ohne Abhängigkeit vom Unterdruck elektronisch gesteuert, aber noch ohne Temperaturkompensation.


    Mein Bekannter machte das nicht hauptberuflich, es war ein einmaliges Projekt, weil er mit anderen Unterdruck-Ölern nicht zufrieden war. Er hatte auf der Felge noch einen Magneten befestigt, um die Geschwindigkeit zu zu erfassen und zu berücksichtigen. Für die damalige Zeit und die Umstände nicht schlecht.

    Ich finde den CLS Kettenöler prima. Wobei ein Bekannter vor ca. 30 Jahren sowas selbst gebaut hat unter Zuhilfenahme von Komponenten einer Standheizung.


    Wichtig ist für vergessliche und unglaublich faule Menschen wie mich (nach 37 Jahren auf Motorrädern mit Gelenkwellenabtrieb), dass man den Kettenöler im Betrieb praktisch vegessen kann. Und beim Tanken sieht man sowieso den Vorratsbehälter und füllt gelegentlich nach. Fertig. Und man muss nicht auf dem Boden rumkrauchen und keine Felgen putzen.

    Das gibt es noch was:


    Unter dem Stickwort "Dichtschraube Reifen" wird man bei amazon und auch ebay und bestimmt einigen anderen fündig.


    Das sind mit Gummi ummantelte Senkkopf - Stahlschrauben mit Grobgewinde. Braucht wenig Platz unterwegs. Eindringling entfernen und Schraube reindrehen. Fertig.

    Es gibt noch eine andere Möglichkeit, den Reifendruck indirekt zu überwachen, zumindest bei Autos wurde das schon so gehandhabt. Kostet ein Stückchen Software.


    Man vergleicht die Drehzahlen der Räder, was man mit Hilfe der ABS-Sensoren recht gut machen kann. Verliert ein Reifen Luft, ändert sich der Durchmesser und damit die Drehzahl. Vielleicht ist das bei Motorrädern zu grob oder durch die dynamische Radlastveränderung unzuverlässig.

    Die Tireguard Reifendruck Sensoren kenne ich nicht.


    Ich hatte an meiner BMW originale Reifendrucksensoren eingebaut, mit denen ich gemischte Erfahrungen gesammelt habe.


    Positiv:

    Sie haben 14 Jahre lang gehalten (vermutlich induktiv geladen), konnten kalibriert werden und der Druck wurde im Motorraddisplay angezeigt.


    Negativ:

    Die Kalibrierung war nach kurzer Zeit perdu und die Dinger haben immer zu wenig Druck angezeigt. Dadurch ging öfter eine Warnleuchte an und man fühlte sich genötigt, den Druck an der nächsten Tanke zu prüfen. Nach ein paar solcher Aktionen lässt man das bleiben.


    Fazit: Wenn das nicht absolut zuverlässig funktioniert und der Druck während er Fahrt abgelesen werden kann (mindestens Warnsignal - bei einstellbaren Druckgrenzen), kann man sich das Geld sparen.