-BW-
(Aus gegebenem Anlass: Wen das Thema nicht interessiert, bitte nicht weiterlesen! Wer einfach nur
meckern will möchte das bitte woanders tun. DANKE)
Du schriebst: "Die Ketten-O-Ringe, nicht nur meine, waren - wenn kaputt - immer spröde und hart.?"
Leider fehlt mir wegen langjährigem Fahren mit Kardanantrieb die Erfahrung mit O und X-Ring-Ketten.
Aufgequollene O-Ringe die ja meist aus Synthesekautschuk in unterschiedlicher Zusammensetzung bestehen
sind mir über die Jahre schon mehrfach unter die Finger gekommen.
Bei diesen ist allerdings die Einbausituation meist eine andere und es fand keine Bewegung statt,
sie waren meist statisch verbaut. Diese gequollenen Ringe waren meist stark thermisch belastet und
kamen in Kontakt mit heißem Öl, Kühlmittel, Benzin etc..
Die Ketten X-Ringe sind hingegen kaum thermisch belastet und UV-Strahlung die zur Aushärtung führt
kann man wegen der Einbaulage fast ausschließen.
Aber deine Beobachtung das die X-Ringe spröde und rissig werden finde ich interessant.
Bloß wie kommt das? Härten die Ringe über die Jahre einfach aus, also verlieren sie die Weichmacher
bzw. Elastifizierer?
Oder sind es aggressive Inhaltsstoffe von Kettenreinigern bzw. Kettenfetten und Ölen die das Aus-
härten im Zusammenspiel mit der oszillierenden Bewegung begünstigen?
Solange die richtigen Werkstoffe wie HNBR, EPDM oder FKM etc. verwendet werden sollte das eigentlich
nicht der Fall sein.
Eine Verhärtung und Versprödung durch zu hohe Temperaturen macht sich bemerkbar durch kleine feine
Risse die sehr tief gehen. Das können wir auf Grund der mäßigen Temperaturen aber fast ausschließen.
H-Risse die senkrecht zur Spannungsrichtung verlaufen entstehen durch UV-Einstrahlung und Ozon-
einwirkung. Je nachdem wie das Motorrad steht und auf Grund der Einbausituation und Abdeckung durch
Kettenfett oder Öl kann man das aber auch quasi ausschließen.
Ich habe ja immer noch die Kettenreiniger in Verdacht aber es könnten auch Inhaltsstoffe in Fett bzw.
Öl sein.
Ärgerlich wäre es wenn es auf die minderwertige Qualität der verwendeten X-Ringe zurückzuführen
ist. Denn je resistenter ein X-Ring gegen vielerlei Einflüsse ist je teurer ist er.
Nee, iss das kompliziert. 
Die genauen Hintergründe werden wir wohl nie Erfahren warum beim einen die Kette A länger hält wie
Kette B bei jemand anderem.
Aber falls noch jemand etwas in Erfahrung bringt. Ist bei mir nur rein interessehalber und es mag so
manchen langweilen.
Solange keine neuen Erkenntnisse vorliegen warum die X-Ringe den Geist aufgeben werde ich wohl bei
meiner recht unaufwändigen Kettenpflegemethode bleiben.
APROPO Kettenpflege, es gibt ja immer wieder Hirnies die die Kettenpflege übertreiben! 
Gefunden auf honda-board:
Mein DID Kettensatz ist nach nur ca. 10.000 KM und ca. 1,5 Jahren "durch"... (525VX3).....
.....Zusätzlich habe ich die Kette gequält mit dem Hochdruckreiniger von der Reifen Lorenz SB-Wasch-
anlage. Motorrad auf Hauptständer - 1. Gang rein und im Standgas laufen lassen, dazu mit dem Hoch-
druckreiniger immer voll auf die Kette drauf...
Irgendwie schon voll absichtlich, weil ich dachte, so geht der Dreck am besten runter, aber nicht
gewollt, dass ich dadurch die Kette beschädige...
Wollte aber immer ein sauberes Kettenblatt haben und man sollte natürlich auch die schöne gold-
farbene Kette auch sehen und nicht den ganzen Dreck der dran hing.
Sachen gibt's 
Gruß, Thomas 