Wie schon gesagt: kalt einstellen, passt. So ein Reifen erwärmt sich bei der Fahrt auf 40-50 Grad und der Luftdruck steigt locker um 0,2-0,4 bar. Zu wenig ist kritischer als zu viel.
Für entscheidender halte ich: Viel fahren und ein Gefühl für Deine Reifen bekommen, welches Fahrgefühl Du damit hast, so dass Du erkennen kannst, wenn sich etwas verändert und Du Fahrstil und/oder Reifen anpassen musst. Gerade für Dich als Neuling gibt es aber so viel anderes und Wichtigeres, auf dass Du achten musst als Veränderungen beim Druck während der Fahrt.
Du weißt ja nicht, wie warm Dein Reifen wirklich wird bei der Fahrt. Jetzt kannst Du ein Laserthermometer nehmen und exakt messen, wie warm der Reifen bei welcher Fahrweise und welcher Außentemperatur wird. Und dann kannst Du entsprechend dazu den korrekten Druck ermitteln, bei dem das Fahrverhalten so ist, wie Du das haben möchtest. Yamaha Champ School hat das mal aufwändig in Testreihen gemacht, um unterschiedliche Arten des Warmfahrens gegeneinander abzuwägen und mit Mythen aufzuräumen. Ist schon interessant, wie stark und wie schnell sich Temperaturen und Drücke beim Motorradfahren verändern. Fazit: Du müsstest vermutlich nach längeren Schattenstrecken oder längeren Kurvenpassagen oder Sonnenstrecken immer wieder nachjustieren. Für den normalen Straßengebrauch brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Ein Reifen kann das locker ab.