Gestern kam ein Geschäftspartner mit dem Motorrad zum Termin, R1200GS. Im Anschluss habe ich ihn gefragt: ' Und, Schaltassistent?'. Er: 'Nein, aber bald. Ich habe Probleme mit der Hand und das kuppeln schmerzt und verleidet das Fahren.' Von DCT hatte er noch nie was gehört, war aber begeistert und will die AT mit DCT Probefahren. ![]()
Beiträge von Ritzelschleifer
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Jeder findet Seins!
Das isses

Ich bin am Wochenende - Supersporttag bei Honda - die neue 1000er Fireblade gefahren. Die Kiste zoomt den Horizont heran, einfach unglaublich. Aber für mich ist das nichts, das bedarf auf öffentlichen Straßen derart viel Disziplin, dass ich wahrscheinlich nach einer Woche den Führerschein los wäre. Ich gebe zu, dass ich sogar etwas Angst hatte angesichts der Beschleunigung. Anschließend war ich auf der NC unterwegs und habe mich auf der Landstraße wie auf einem Traktor gefühlt. Nach ein paar km ist´s dann aber wieder besser geworden. Irgendwie macht es mir halt doch mehr Spaß einen Motor auch mal ausdrehen zu können, ohne im ersten Gang gleich 150km/h zu fahren - oder einfach mal in Schräglage ans Gas zu gehen ohne das es anfängt am Hinterrad zu schmieren. Und - da ist es wieder - das DCT macht einfach den Kopf frei und 20-30PS gegenüber stärkeren Motorrädern wett.
Wie du so schön sagst: jeder findet seins.
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tho_schmitz: Danke, jetzt habe ich einen Überblick. Ist dann das von Yamaha bei der FJR 1300 verbaute "YCC-S-Getriebe" dem automatisierten bzw, sequentielle Schaltgetriebe (SMG) vergleichbar?
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@ -BW-: Dann hast du nicht verstanden, worauf ich hinaus möchte. 0-100 ist in der Praxis egal, Durchzug und komfortable Bedienung ist wichtig.
Ich kann nur von meinem Fahrverhalten ausgehen: normalerweise rolle ich in einem relativ hohen Gang dahin und wenn ich auf ein Hindernis auftreffe, dann möchte ich da im Regelfall vorbei. Je nach Verkehrssituation kann es ein, dass ich eine Lücke im Verkehr abwarten muss. Das kann dauern, weshalb ich dann nicht längere Zeit in einem niedrigen Gang und hoher Drehzahl hinter dem Vorausfahrenden hinterherfahren möchte, sondern von einer Sekunde auf die andere schnell vorbei möchte. Oder ich bleibe in einem hohen Gang und muss dann in der kurzen Lücke sowohl die Konzentration für den Gegenverkehr, den eigentlichen Überholvorgang und das runterschalten sowie korrekte kuppeln und Gas geben aufbringen.
Du hast natürlich Recht, wenn du sagst, dass man in der Regel weiß, welche Beschleunigung man in den nächsten Sekunden abrufen möchte. Bei dem beschriebenen, alltäglichen Beispiel bedeutet das mit einer manuellen Schaltung aber immer einen Kompromiss zwischen Komfort oder hohen Drehzahlen für schnell anliegende Leistung. CVT ist dagegen perfekt: rollen - niedrige Drehzahl, Gas aufdrehen - ansatzlose Beschleunigung; DCT ist ein guter Kompromiss: rollen - niedrige Drehzahl, Gas aufdrehen - minimaler Schaltmoment und dann Beschleunigung.
Im Alltagsbetrieb ist ein Automatik- oder automatisiertes Getriebe daher für mich(!) in der Regel schneller und vor allem immer stressfreier und komfortabler.
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Hätte ich damals die Knete gehabt, dann hätte ich die Mana genommen. Ein tolles Konzept mit für 76PS beeindruckenden Fahrleistungen: 60-100 in 2,7sek einfach aus dem Handgelenk ohne Schalten, da kommt kein 1000er Supersportler mit.
Über eine Erklärung für den Unterschied Schalt- und Automatikgetriebe freue ich mich dennoch. Gern auch ein Artikel online, ich bin wissbegierig.
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Erklärst du mir den Unterschied zwischen Automatik- und Schaltgetriebe? Ich verstehe es nicht.
Gibt es einen Unterschied zwischen der Begrifflichkeit im Blick auf die Technik und im Blick auf die Auswirkungen der Technik auf den Fahrer? Automatik bedeutet für mich als Fahrer, dass sich eine Maschine vollautomatisch ohne mein Zutun um die Gangwechsel kümmert. Das tut das DCT - außen vor ist dabei, dass ich im Zweifel auch jederzeit eingreifen kann. Oder ist das dann nur ein automatisiertes Schaltgetriebe? Und ist ein Automatikgetriebe nur eine Wandlerautomatik oder ein CVT? Aber dort nimmt mir die Maschine ja auch alles ab? Ich verstehe es nicht, sorry.
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Die Erstbereifung auf meiner X ist durch. Grundsätzlich war ich mit dem Bridgestone BattleWing recht zufrieden, nur hat der Vorderreifen die letzten km extrem schnell abgebaut. Nach nur 3500km ist er fertig. Verwundert hat mich insbesondere, dass er sehr ungleichmäßig abgefahren ist. Hinten würde das Profil noch für ca. 1000km reichen, was auch nicht gerade viel für einen Tourenreifen ist. Nach den ersten km hatte ich vermutet, dass der Satz ca. 10000km hält. Ich frage mich woran es liegt. Ich fahre zügig, aber gleichmäßig und bremse tendenziell eher wenig und sanft. Strecken bestehen ausschließlich aus Kurven (Hochschwarzwald um Freiburg). Dennoch ist er vorne schneller abgefahren als hinten. Vielleicht sind die Reifen der Erstauslieferung auch einfach weniger gut, als die Ware auf dem freien Markt...na, wer weiß. Ich habe mir einen Satz Michelin Pilot Road 4 bestellt, über den liest man viel Gutes.
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Weshalb hat dir der Instruktor das geraten? Weil das Profil runter war? Bei 5200km wundert es mich nicht, dass der Händler da nicht mit macht. Das ist zwar keine herausragende Fahrleistung, aber eben auch nicht so wenig, dass es ungewöhnlich wäre.
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@NCRobert700: Meinst du den - mittlerweile nicht mehr produzierten - 500er Beverly? Ich schätze, dass der noch raubeiniger und aufgrund der größeren ungefederten Massen noch unkomfortabler wäre. Mehr Leistung als der SH 300 braucht´s für mich auch gar nicht unbedingt.
Was ich an Rollern so faszinierend finde ist die Leichtigkeit, die sie beim Fahren vermitteln. Einfach aufsteigen, anlassen und los geht´s. Ich mag das wuselige Fahrverhalten, die ansatzlose, weiche und doch nachdrückliche Beschleunigung beim Anfahren und Durchzug sowie die entspannte Sitzposition und den erstklassigen Windschutz. Gut gemacht verströmt ein Roller sehr viel Gelassenheit und animiert dennoch dazu die kleinen Lücken im Verkehr zu nutzen. Meine NC X ist klar flotter, liegt stabiler und kann engagierter gefahren werden, aber mit der Leichtigkeit eines SH 300 kann sie nicht mithalten. Leider kann ich hier nirgends einen fahren, aber mich würde brennend interessieren, wie sich ein T-Max anfühlt: ist der schon zu groß und zu schwer für´s Roller-Gefühl oder ist es das Beste aus zwei Welten?! Der Integra vermittelt mir dieses Gefühl nicht mehr, ist schon zu viel Motorrad. Der (vor längerem gefahrene) BMW-Roller hat einen großartigen Motor und Getriebe (mMn besser als das DCT), aber ist auch schon weit weg vom Roller im Blick auf Handlichkeit und Unbeschwertheit. Ich probiere mich sicherlich noch etwas durch´s Programm (Honda hat mich mit dem DCT ja erst auf den Automatik-Trip gebracht; ich könnte mir nicht vorstellen nochmal ein Zweirad mit konventioneller Schaltung zu fahren) - verspreche aber nicht mehr den Freude-Thread zuzumüllen

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Jaja, ich war mal wieder Roller fahren und da es sich hier um ein Motorradforum handelt fasse ich mich kurz

Ich wollte eigentlich den Kymco Xciting 400 Probefahren. Der Händler hatte ihn auch da, aber leider war er schon verkauft. Die ganze Modellpalette von Kymco geht wohl recht gut - langsam spricht sich auch herum, dass es sich bei Kymco um einen der erfahrensten Rollerbauer der Welt handelt, bei dem Große wie BMW und Kawasaki Motoren fertigen lassen. Insbesondere der 400er Xciting verkauft sich wie geschnitten Brot. Also auf dem nur eine kleine Sitzprobe: straffes aber bequemes Polster, extrem viel Platz für die eigenen Beine und genauso viel für den Sozius, aber eben auch im Stand schon ein entkoppeltes Gefühl vom Vorderrad. Es erinnert immer etwas an Chopper. Zudem meinte der Händler, dass er doch recht hart in der Federung sei. Nun - das kannte ich ja vom X-Max 400 schon und darauf konnte ich gut verzichten.
Nachdem ich berichtet hatte, dass ich den SH 300 ziemlich gut fand, hat er mir den Piaggio Beverly 350 gezeigt: Großrad, aktive Sitzposition und kräftiger Motor. Also nicht lange gefackelt und los. 70km, 1000hm, und eine Stunde später kann ich als Fazit ziehen: der SH 300 kann´s mMn besser.
Beim Berverly 350 fällt sofort auf, dass es sich um einen Einzylinder alter Schule handelt. Schon im Leerlauf schüttelt sich das ganze Moped, beim Lauf fallen starke Lastwechselreaktionen und ein kerniges Verbrennungsgeräusch auf. Dadurch wirkt die Beschleunigung subjektiv kräftiger als beim SH 300, objektiv scheint er mir aber nicht viel besser zu gehen. In jedem Fall ist es "männlicher", aber aufgrund der Vibrationen und Lautstärke anstrengender als beim SH 300, der die Beschleunigung gefühlt "nebenbei" aus dem Ärmel schüttelt: 1:0 für Honda.
Beim Fahrwerk bin ich zwiegespalten: auf der einen Seite liegt der Beverly schon recht satt und sicher auf der Straße - recht motorradähnlich -,auf der anderen Seite ist er aber recht stuckerig bei kurzen Bodenwellen und leicht nervös in engen Kurven. Zudem hat Piaggio die unbeschwerte Leichtigkeit im Hakenschlagen der Stabilität geopfert. Alles in allem 2:0 für den SH 300.
Bleibt noch der Sitzkomfort. Tjy, Sitzposition hervorragend, schön aktiv und vorderradorientiert. Leider ist die sitzbank eine Zumutung, da viel zu eng geschnitten. Ich hätte es keine 50km mehr ohne Schmerzen ausgehalten. 3:0 für den SH 300.
Sehr gut ist die Verarbeitung und die Qualitätsanmutung. 10000er Wartungsintervalle sind auch schwer in Ordnung (Honda 12000, Kymco nur 5000km). Unentschieden.
Preislich trennt die beiden kaum etwas. UVP beim Beverly, ungefragter Rabatt beim Händler auf 5400Euro. Auch wenn das Design des Beverly mich ehr anspricht, beim Motor, Fahreigenschaften und Sitzkomfort können die Italiener noch viel von Japan lernen.

