Unverhofft kommt oft. Oder anders gesagt, manchmal ist der Wurm drin.

  • #1

    Letzten Samstag wollte ich noch eine kleine Runde drehen.

    Allerdings bin ich nur ca. 1,5Km weit gekommen. An einer Bushaltestelle bin ich über etwas drüber-

    gefahren und bei jeder Radumdrehung machte es dann klack klack.

    Sofort angehalten, einmal gelauscht... Mist, der Reifen verlor hörbar Luft. X(

    Ein Aluminiumstück (siehe Foto) hatte sich mit einer Spitze in den Reifen gebohrt.

    Sofort umgekehrt und mit halb plattem Reifen zu Hause angekommen.


    Den schönen Tag sollte mir das allerdings nicht vermiesen.

    Also Reifen flicken.

    Gott sei Dank hatte ich mir nach meiner letzten Reifenpanne vor ca. 3 Monaten neues Flickmaterial

    zugelegt. :) Ich entschied mich für die Lösung mit einer gummierten Schraube (siehe Foto) das war

    schnell gemacht. Nur ein kleiner Metallfitzel, von dem ich nicht wusste wie tief er in den Reifen ein-

    gedrungen war und den ich einfach nicht raus bekam, habe ich mit dem Dremel ausgeschliffen (siehe Foto).

    Ein bisschen mehr Negativprofil kann ja nie schaden. :)


    Danach habe ich noch eine schöne Runde gedreht.

    Der Reifen ist übrigens nach ca. 300 Km immer noch dicht und die Schraube sitzt an Ort

    und Stelle. Da der Reifen noch max. 1500 Km hält wird die Schraube da bleiben wo sie ist,

    da habe ich keinerlei Bedenken. :)



    --------------------------


    Jetzt sollte man ja meinen die Pechsträhne sei vorbei, weit gefehlt. ;(

    Am Sonntag habe ich eine längere Tour gemacht auf der ich bei der Freilichtbühne Bellenberg

    eine Pause einlegen wollte.

    Auf dem geschotterten Parkplatz angekommen fiel mir auf das weiter oben auch noch ein Park-

    platz zu sein scheint.

    Neugierig und in der Hoffnung das man weiter oben besser sehen kann bin ich den schmalen Weg

    hochgefahren. Oben angekommen musste ich aber feststellen, nix Parkplatz, nur ein schmaler

    Schotterweg der zu schmal zum wenden war. :(

    Da ich noch nicht angehalten hatte wollte ich in einem Schwung unterhalb des Schotterwegs etwas

    über's Gras fahren um zu wenden. :)

    Also über's Gras, eine gute Idee :think:

    Ich war schon fast rum und das Vorderrad war quasi schon wieder auf dem Schotter, da drehte das

    Hinterrad plötzlich durch, der Motor heulte auf und dann :?:


    Ratet mal. :think:

    Ich lag sammt NC wie Karl der Käfer auf dem Rücken. Perfekte Landung. :angry-tappingfoot:

    Bei meinem Abgang habe ich noch das Mikrofonkabel meiner Kamera abgerissen, aber da die

    Kamera noch lief habe ich diesen denkwürdigen Augenblick zumindest im Bild festgehalten. :)


    Was ich nicht wußte und erst nachher gesehen habe, das Erdreich unter dem Gras war recht

    frisch aufgeschüttet und butterweich, wer soll das ahnen. ;(


    Da ich aber bei der Anfahrt vor der Freilichtbühne ein paar Leute gesehen habe dachte ich mir,

    bevor ich mir den Rücken ruiniere gehste mal runter und fragst freundlich. :)

    Keine 10 Minuten später und nach dem ich den Leuten mein Missgeschick geschildert habe stand

    die NC wieder auf den Rädern. Ausser etwas Dreck an diversen Teilen ist nichts passiert. Na ja und

    das abgerissene Mikrofonkabel und ein wenig gekränkter Stolz? Es gibt schlimmeres. ;)


    Was lerne ich daraus? Man sollte bei unbekannten Terrain doch immer etwas skeptisch sein.

    Ja ja, selbst schuld, aber hätt ja noch mal jot jejange. :thumbup:


    Da man hier keine Videos einstellen kann habe ich ein paar Screenschot's gemacht.


    Der Weg zum vermeindlichen Parplatz.


    Ganz schön schmal für einen Parkplatz :think:



    Na dann wende ich doch über die Grasnarbe, es hätt noch immer jot jejange.


    Plötzlich war da aber so viel Schräglage und warum heult der Motor auf :think:


    Sauber gelandet! :angry-tappingfoot: Geh ich doch erst einmal Hilfe holen. :(


    Hilfe naht in Form von zwei freundlichen Wanderern.


    Kurz und schmerzlos, die NC ist wieder aufgerichtet.


    Die beiden freundlichen Helfer auf dem Rückzug.


    Für Gesprächsstoff war übrigens gesorgt, beide sind nicht nur passionierte Wanderer sondern ebenfalls Motorradfahrer.

    Nachdem ich mein Mopped und meine Jacke ein wenig vom gröbsten Dreck befreit habe, habe ich meine geplante Tour

    so fortgesetzt als wenn nichts gewesen wäre. :)


    Ja ja, ist wieder mal etwas mehr geworden, aber bei dem Wetter, ich hatte einfach Bock und nebenbei höre ich Musik,

    why not. :)

  • #2

    Es gebe die Möglichkeit, das Video auf Youtube zu stellen und hier zu verlinken.


    Beim Reifenflicken bin ich anderer Ansicht. Ich würde so schnell wie möglich Reifen tauschen.

    Ist jeden seine eigene Entscheidung.


    Das mit Schotter und Gras.. ist oftmals teuflisch. :confusion-seeingstars: Gut, dass dir und dem Möppi nichts passiert ist. Da hilft wieder das weiche Gras.


    Nächste Mal wird besser, ich glaube daran. :angelic-halofell:

  • #3

    Natürlich wäre Youtube eine Möglichkeit. Ob man es glaubt oder nicht, ich bin

    bei youtube nicht einmal angemeldet. Hab's einfach noch nicht ernsthaft gebraucht.

    Und bevor ich mich irgendwo und gerade bei Datenkraken anmelde.

    Zugegeben, ob angemeldet oder nicht, bringen tut es quasi garnichts.


    Zu meinem quasi "Umfall"

    Ja das war schon echt blöd. Ich habe den frisch aufgeschobenen Boden am Rand des

    Schotterwegs nicht gesehen. Es sieht so aus als wenn eine Raupe eine Rinne für den

    Schotter geschoben hat und ein Teil des "Aushubs" sich am Rand des Schotterwegs verteilt

    hatte. Die Grasnarbe ca. 2m vom Schotterweg war bombenfest. Da habe ich mich leider

    drauf verlassen. :angry-tappingfoot:


    Falscher Fehler ;(


    Man erkennt das im Nachhinein sogar am anderen Graswuchs und das am Rand des

    Schotters ein leichter "Aufschubhügel zu erkennen ist.

  • #4


    Das war vorgestern, und dabei hat der Reifen noch 4mm. Hat jemand einen Tipp, wer im Bereich Gifhorn zu akzeptablem Kurs aufzieht und wuchtet?

    Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann!

    (Peter Darbo)

  • #5

    Hallo,

    dann möchte ich auch Mal eine Sturz-Story der anderen Art erzählen.

    Wir hatten letztens auf einer Tour, eine Burgruine auf einer Anhöhe besichtigt.

    Beim Weg bergab (ziemlich Steil) bin ich auf der glitschigen Steintreppe ausgerutscht und habe mich die nächsten 10 m etwas unsanft, fallender- und rutschenderweise fortbewegt. Dank der Motorradbekleidung ist nichts passiert, bis auf Abschürfungen an der rechten Hand (weil ja keine Handschuhe an).

    Ich glaube, ohne den Schutz der Motorrad-Klamotten wäre das ganze nicht so glimpflich abgelaufen.


    Gruß Kalle

  • #6

    Da kannste mal sehen, selbst per pedes haben Motorradklomotten noch ihre Berechtigung. :thumbup:


    Ich kenne das auch. Es wäre nicht das erste Mal das ich eine Treppe, einen Schotterweg

    oder auf einem feuchten Waldweg ein wenig die Kontrolle verloren habe und unsanft gelandet bin.

    Aber "shit happens" :(


    Ich musste schon als kleiner Junge überall, ohne Rücksicht auf Verluste, rumkrackseln.

    Meine Mutter dann immer, selbst Schuld, warum machst du das auch, hoffentlich haste was gelernt.

    Meine Antwort war meist, ja ja, was ja bekanntlich nichts anderes heißt wie... ihr wisst schon ;)


    Und wie ihr gerade sehen konntet, selbst mit dem Mopped, kein geschotterter Feldweg zu eng, kein

    Gras zu rutschig....

    Würde meine Mutter noch leben würde sie wohl sagen:

    "Hat der Junge denn immer noch nichts dazugelernt"

    Wie oft bin ich schon Feldwege hochgefahren um an einem stillen Örtchen die Aussicht zu geniessen,

    einen Kaffee zu trinken und die Natur und oftmals auch einfach die Stille zu geniessen.

    Selbst meine BMW habe ich bei solchen Exkursionen schon 2x flachgelegt.

    Ja ja, der junge....


    Und würde mein Lehrer noch Leben würde er wohl sagen, Thomas "wieder einmal das Thema verfehlt" :lachen:


    In dem Sinne... und das bei dir die Abschürfungen schnell verheilen.

  • #7

    Heute morgen das Hinterrad der SH 300i ausgebaut, morgen bekommt sie einen neuen Reifen hinten. Nach 14tkm reicht das Restgummi nicht mehr über den Winter.

    Der Ausbau nervt schon so durch die Vielzahl der zu lösenden Komponenten, aber heute...

    Schrauben der Auspuffhalterung okay, aber die Auspuffschelle...Natürlich riss die Schraube ab, natürlich hat es die Dichtung zerlegt. Letztere hatte ich als Ersatz, die Schelle kostet bei Honda 28,61Euro !!!!!


    Gut, wird morgen bei Tante Louise für 8,99 Euro geholt.

    Die Achsmutter, die sich bisher mit abgezogener Bremse und langem Hebel lösen ließ, verlangte heute nach nem Schlagschrauber ( die Honda wird nicht jünger und sie rächt sich wohl für die vielen Schlechtwetterfahrten).


    (Sowieso, ich mag das Ding. Die Honda ist zuverlässig, kräftig, bietet guten Wetterschutz.

    Aber....der Hinterrad-Ausbau nervt, zum Bremsflüssigkeitswechsel müssen Scheibe, Spiegel und Verkleidung runter, selbst zum Kerzenwechsel muss Plaste entfernt werden, der Vario-Deckel wird von 10 Schrauben fixiert. Boah ey ..

    Aber, wenn sie mich dann wieder treu wie ein Muli bei Wind und Wetter begleitet, dann ist die Nerverei wieder vergessen)


    Apropos Nerverei:

    Lange hatte sie einen schleichenden Plattfuss vorne. Kein eingefahrener Fremdkörper, kein defektes Ventil oder Ventilgummi, nein, es war Korrosion an der Innenseite der Felge. Herausbekommen habe ich es, als ich dem Vorderrad ein Bad in der großen Maurerpütz gönnte und minimale Luftblasen am Felgenhorn aufstiegen.

    Also gab es vorne nen neuen Reifen, das Felgenhorn wurde innen geschliffen und versiegelt, dann der Reifen aufgezogen und nun ist Ruhe.

    Ein Leben ohne Motorrad ist möglich, aber sinnlos... :)

  • #8

    Von wegen schleichender Plattfuß.


    Ich habe einmal vor X-Jahren von einem Freund einen Satz Winterreifen auf Stahlfelgen

    für meinen BMW gekauft. Seinen hatte er trunken und im Liebeskummer zum Totalschaden

    umgeformt.


    Die ersten 2-3 Winter war alles o.k. doch dann fing es an das beide Reifen der rechten Seite

    leicht Luft verloren.

    Genau wie du habe ich dann einen großen Maurerpütz genommen und siehe da, fast ums

    ganze Felgenhorn herum bildeten sich nach einiger Zeit kleine Luftbläschen.


    Bei Nachfrage stellte sich heraus das diese beiden Reifen in seinem Keller auf dem Boden

    gelegen haben. Und dieser stand durch einen Rohrbruch dann auch noch eine zeitlang

    knöcheltief unter Wasser.

    Und so hat der Zahn der Zeit seine Arbeit verrichtet und der Rost ist unter dem Reifenwulst

    bis ins Innere der Felge vorgedrungen.


    Ich bin die Reifen noch 2 Winter gefahren, habe ab und zu den Reifendruck kontrolliert und

    sie dann entsorgt da sie hart geworden sind.

  • #9

    Dienstag wurde unsere neue Küche montiert.

    Abends wollte meine Frau den Geschirrspüler einmal laufen lassen, nachdem dieser 4 Wochen lang untätig in der Gegend herumstand.

    Nur wenig später erklang ihr Hilferuf, dass er nicht genug Wasser bekäme.

    "NICHT SCHON WIEDER", dachte ich nur, weil das gleiche Problem vor guten 3 Monaten schon einmal aufgetreten war.

    Das Abschaltventil am Anschluss der Wasserversorgung zickte da schon einmal rum, konnte aber zur Mitarbeit überredet werden.

    Also weiter aufgedreht....Ich hätte das lieber lassen sollen...und schwupps schoss der ganze Einsatz aus der Verschraubung und mit ihm das Wasser. Mit dem Daumen versuchte ich die Fontäne zu stoppen und bat meine Frau den Hauptwasserhahn abzusperren...den sie nicht fand. Also tauschten wir die Plätze und sie durfte ebenfalls duschen.

    Danach haben wir erst einmal die Küche trockenlegen dürfen. Das Spritzwasser "schaffte" es übrigens bis zum gut 5 Meter entfernten Kamin.... =O .


    Es wäre wohl besser gewesen einfach am nächsten Tag das Ventil zu ersetzen bevor man versucht hätte den Geschirrspüler auf Teufel komm raus abends um 21:30 Uhr in Betrieb nehmen zu wollen....


    Nachher ist man halt immer schlauer...


    Aber gut, das neue Ventil sitzt und der Geschirrspüler darf wieder arbeiten...

    Ein Leben ohne Motorrad ist möglich, aber sinnlos... :)

  • #10

    Geschichten die das Leben schreibt. ;(


    Mein letztes "Erlebnis" mit einer ungewollten Leckage war an meiner BMW.

    Sie lief unsauber und ich vermutete verharzte Einspritzdüsen.

    Sie waren tatsächlich verharzt und ich habe die Düsen und die eingebauten Minifilter

    gereinigt.


    Um zu testen ob die Düsen nach der Reinigung die gleichen Einspritzmengen liefern

    und einen sauberen Sprühkegel haben, habe ich mir einen spritfesten Schlauch

    besorgt und diesen direkt am Tank, indem auch die Spritpumpe sitzt, angeschlossen.


    Danach den Schlauch mit den Einspritzdüsen verbunden und mit einem selbstgebauten

    Taktgeber angetaktet und in ein Glas gehalten um den Sprühkegel und die eingespritzen

    Spritmengen zu testen.


    Das hat bei den ersten beiden Düsen auch wunderbar geklappt und mir ist nichts

    ungewöhliches aufgefallen.


    Bei der dritten dann ein dumpfer Knall und der angeblich spritfeste Schlauch war

    geplatzt. :angry-tappingfoot:

    Von wegen spritfest ;(


    Von oben bis unten voll mit Sprit. Ich habe gestunken wie... riesen Sauerei :angry-screaming:

    Da ich immer auf das Glas geschaut habe ist mir garnicht aufgefallen das der Schlauch

    langsam aber sicher anfing aufzuquellen.


    Nach der Reklamation beim Lieferranten haben sie mir tatsächlich einen spritfesten

    Schlauch nachgeliefert und sich entschuldigt. Ein Mitarbeiter hätte sich da wohl aus

    Versehen vergriffen.

    Einfach dumm gelaufen.

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