Reise nach Mallorca mit der NC

  • #1

    Hi zusammen,


    wie in einem anderen Thread schon angedeutet, geht die Reise nach Mallorca bald los.

    Ich werde entweder schon am Freitag, oder ein zwei Tage später starten. (Bin aktuell noch etwas angeschlagen)

    Geplant ist die Fahrt von Bonn nach Barcelona zum Fährhafen auf direktestem Weg.


    Feste Übernachtungsspots habe ich noch nicht festgelegt, sondern einige Favoriten entlang der Route, da ich die knapp 1.400 Kilometer nicht in einem durchfahren möchte. Habe definitiv keinen Iron Butt. ;)


    Die NC ist soweit möglich vorbereitet.

    Seitenträger für Koffer und eine Gepäckrolle mit Rok-Straps.

    Das Topcase (SH39) möchte ich nach Möglichkeit frei halten um dort den Helm bei Pausen deponieren zu können.

    Mit Helm auf Klo ist irgendwie befremdlich :D


    Ich habe noch ein zwei Fragen an die erfahreneren Tourer, bzw. auch an alle die überhaupt schon einmal Touren unternommen haben.


    Gepäck:

    Gibt es Tipps zum Packen?

    Geplant ist Klamotten in die Rolle zu packen und Schuhe, Wechsel Motorradjacke/-Hose in die Seitenkoffer zu tun. Eventuell auch den Kulturbeutel in die Seitenkoffer?

    Ein Tankrucksack ist ebenfalls vorhanden. Oben wird das Bip&Go Gerät drin sein, damit ich die Telepass Spuren nutzen kann.

    Muss bissl mehr mitnehmen, da ich 2 Wochen Urlaub auf der Insel machen werde, also keine reine Motorradtour.

    Vielleicht gibt es irgendwas banales was ich nicht auf dem Schirm habe.


    Pausen:

    Die Gepäckrolle wird mit Klamotten gefüllt sein. Wenn ich beispielsweise Pause mache, nehme ich die Rolle dann mit wenn ich mal auf Klo muss oder irgendwo was Esse? Tankrucksack ins Helmfach? Wertsachen natürlich am Mann.

    Wie macht ihr das? Oder einfach drauf lassen, weil in den 5-10 Minuten schon nichts passiert?

    Wenn eine Übernachtung in Frankreich und Spanien ansteht, würdet ihr die Seitenkoffer abmachen? Habe mir nur Hotels in vernünftigen Gegenden gesucht.


    Fähre:

    Wie verhält es sich auf der Fähre? Topcase und Koffer bleiben am Motorrad. Was ist mit der Gepäckrolle? Muss ich zudem auf etwas achten wie am Flughafen hinsichtlich der Kontrollen? (Nagelscheren, Rasierer, etc.)

    Sollte ich solche Sachen lieber in den Koffern verstauen?


    Ich wäre auch über Aha-Erlebnisse dankbar, die ihr bei euren Touren gemacht habt und die euch für die Zukunft gelehrt haben 8o


    Danke vorab für eure Beiträge!


    Viele Grüße,

    Jay

    Real happiness lies in the completion of work using your own brain and skills

  • #2

    Das wird ein schönes Erlebnis - viel Freude wünsche ich Dir!

    Die Fahrt Richtung Barcelona ist schön, das habe ich auch schon gemacht (allerdings in einem Rutsch, das läuft schön flüssig), auf Mallorca selbst war ich nur mit dem Auto unterwegs - hatte aber den Eindruck, dass da auch viele unterwegs sind, die mit Kurven und Spurhalten nicht so vertraut sind (gerade die Strecke übers Tramontana nach Sa Calobra, was eigentlich eine tolle Tour wäre)


    Zu Deinen Fragen einfach mal meine Routine, evtl. hilft es Dir:


    Fahrt/Maut:

    Kreditkarte habe ich am Unterarm in einer Tasche/Schweißband. Das beschleunigt Mautstationen und Tankstellen, weil ich nicht kramen muss, sondern nur den Arm dran halten. Mit Bip sollte Dir das allerdings egal sein können.


    Helm:

    entweder am Motorrad festmachen - ich nehme das Hiplock Z lok, das ist abschließbar - oder dabei haben und ich habe einen Minigurt mit Saugnapf oder Haken, so dass ich den an der Toilette außer Gefahr aufhängen kann oder auch an die Jacke hängen könnte.


    Rolle/Gepäck

    Rolle bleibt bei Pause und Fähre auf der Maschine, die kommt da nicht weg. Zur Not spät hoch- und früh wieder runter gehen; und beim Essen/Halten gerne in Sichtweite aus dem Restaurant

    Seitenkoffer würde ich über Nacht immer abmachen, es geht ja nicht nur um Diebstahl, auch um möglichen Vandalismus

    ganz oben oder außen und mit schnellem Zugriff: Regensachen

    Tankrucksack ist bei mir einer, der als Rucksack verwendbar ist und da habe ich Wertsachen/Foto drin und der kommt mit; oft lasse ich ihn inzwischen gerne ganz weg, der versperrt nur den Weg ins Fach und bringt nicht sooo viel mehr an Platz.


    Aha:

    Man braucht viel, viel weniger als man glaubt.


    sonst noch:

    Minikompressor mit Luftdruckmesser macht unabhängig


    Gute Fahrt!

    Viele Grüße,

    Michael

  • #3

    Das wird sicher ein großartiges Erlebnis. Alles Gute jedenfalls. 8)


    Gepäck:

    Auf meiner Nordkapreise nutzte ich Seitenkoffer, Topcase und Gepäckrolle am Soziussitz. Tankrucksack nutzte ich keinen.

    In die Seitenkoffer gab ich alles, was gerne am Motorrad bleiben konnte, wie Bekleidung, Regenbekleidung, Überschuhe, Müllsäcke,...

    In die Gepäckrolle gab ich die sperrigen Gegenstände wie Zelt, Sessel, Schlafsack, Toilettenbeutel, Badeschlapfen, Schuhe, Kleidung für den Abend, zum Übernachten... was ich beim Zelten gebraucht hätte (wenn ich gezeltet hätte) und so in die Unterkunft mitnahm. Zum Trocknen der Regenbekleidung nahm ich die fallweise natürlich auch mit in die Unterkunft.

    Im Topcase ließ ich auch Platz, beispielsweise Einkaufstaschen, Getränke,...


    Pausen:

    Den Helm nahm ich eigentlich immer mit, ich hättte ihn aber auch im Topcase lassen können. Offen am Motorrad würde ich ihn nicht lassen.

    Das von mir benutzte Navi wird über ein Kabel aus dem Topcase mit Strom versorgt und wandert dann einfach ins Staufach. Das ist ein Handgriff. Die Koffer sind ja gut gesichert, für die Gepäckrolle nutzte Expander und zum Abschließen so einen abschließbaren Gurt: ExtaSea abschließbarer Zurrgurt Spanngurt mit Diebstahlschutz für Kajaks hier im Transport & Lager Zubehör Online-Shop günstig

    Für meine wichtigen Sachen (Smartphone, Kopfhörer, Reisepasse,...) habe ich in meiner Bauchtasche genug Platz.


    Fähre:

    Dafür musste ich nichts anders machen als in Pausen, weil alle Gegenstände gesichert am/im Motorrad waren und der Helm, Bauchtasche bei mir waren.


    Paul

  • #4

    genau diesen abschließbaren Gurt habe ich auch, wenn ich mal eine längere Wanderung einlege und ein paar Stunden nicht am Motorrad bin - empfehlenswert deswegen, weil dieser hier nur ein Drittel kostet als woanders. Nur auf Fahrten lege ich den ungern um, weil das An- und Ablegen bei Tankstops umständlich ist.

    Viele Grüße,

    Michael

  • #5

    Sodele, bin nach fast drei Wochen am Donnerstag Abend zurückgekehrt.


    Ich hatte vor der Abreise nicht mehr wirklich Zeit zu Antworten.

    Ich habe eure Beiträge aber sehr wohl gelesen und bin sehr dankbar für die Tipps die hier beigetragen wurden. Hatte daraufhin auch nochmal etwas umgepackt :thumbup:


    Anbei ein kleiner Reisebericht in mehreren Etappen. Es ist viel passiert und die Reise hat mich auch zu einer Erkenntnis hinsichtlich der NC geführt.


    Los ging die Reise am 25.09. kurz nach der Arbeit gegen 12:00 Uhr. Hatte mir einen halben Tag frei genommen.

    Die Fähre ab Barcelona ging am 29.09. um 15:30. Von Bonn aus sind dies ca. 1400 Kilometer. Von dort braucht die Fähre 3,5 Stunden um nach Mallorca zu gelangen.

    Ich hatte mich für den Start am Freitag (statt Sonntag) entschieden, da ich noch nie so eine lange Tour gemacht habe und mir ausreichend Puffer lassen wollte.

    Zudem war ich bisher auch nicht so beladen unterwegs und wusste nicht genau wie es sich mit den Tankstopps etc. tatsächlich verhalten würde.


    Mein erstes Etappenziel war Dijon in Frankreich. Ca. 580 Kilometer. Die Strecke empfand ich zunächst als guten und entspannten Einstieg in die Tour. Die Fahrt entpuppte sich als sehr anstrengend.

    In Deutschland war die Fahrt noch recht angenehm. Allerdings gab es in Luxembourg Straßensperrungen, sodass mich das Navi an der Grenze zwischen Deutschland und Luxembourg entlangführte über Landstraßen. Kurz nach der Grenze habe ich in Luxembourg die erste Pause eingelegt. Tanken musste ich noch nicht, hätte ich aber tun sollen, hätte ich die Straßensperrungen auf dem Schirm gehabt. So wurde es dann etwas teurer in Frankreich X/

    Hier ein Bild der NC in voller Beladung während der Pause :)


    Die ersten 20-30 Kilometer in Frankreich ging es weiter auf LAndstraßen und druch Dörfer. Schöne Landschaft, langsames vorankommen und seeeehr viel Verkehr.

    Danach ging es auf die Bundesstraße Richtung Dijon. Auch hier gestaltete sich die Fahrt mühsam und führte mitten durch die Städte Metz, Nancy etc. Das hat die Verkehrslage nicht entspannt sondern leider noch verschlimmert. Dies hat dazu geführt, dass ich erst um kurz nach Acht in Dijon angekommen bin.


    Zum Glück hatte ich mir für den ersten Stopp ein Hotel mit Garage ausgesucht, sodass zumindest die NC sicher stand.


    Habe dennoch die Koffer mit aufs Zimmer genommen und die Rokstraps entfernt, damit diese nicht wegkommen.


    Es hat auch etwas länger gedauert, da die Tankstopps doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hatten, als ich dachte. Die Rolle immer wieder lösen und festzurren war nicht schwierig oder problematisch, aber hat dennoch immer Zeit und logitischen Aufwand erfordert.

    --> Absteigen --> Rokstraps lösen ---> Rolle abnehmen und neben die Säule stellen --> NC aufbocken, damit man möglichst voll tanken kann --> Zapfsäule freischalten --> Tanken --> Abbocken und vorscheiben um die Säule nicht zu blockieren (überall lange Schlangen) --> Rolle draufwuchten --> Rokstraps festmachen

    Es kostet netto nicht viel Zeit, aber schlaucht mit der Zeit schon ein wenig. Zumindest mich.


    Mit letzten Besorgungen (Wasser, bissl was zu Essen) hatte ich dann um 22:00 Uhr die erste Etappe abgeschlossen und war entsprechend KO.

    Ich hatte mich bei der Buchung auch dazu entschieden am Samstag einen Tag Pause einzulegen und mir die Stadt anzuschauen.

    Mehr dazu beim nächsten Part :thumbup:


    Viele Grüße,


    Jay

    Real happiness lies in the completion of work using your own brain and skills

    2 Mal editiert, zuletzt von JayLL ()

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