Unterschiede NC750X DCT RC72 RC90 RH09

  • #1

    Moin


    Ich fahre seit September 2023 meine RH09 DCT und bin sehr zufrieden.
    Obwohl ich 1.95m bin komme ich super mit der Sitzposition und dank einer kleinen Scheibenerhöhung auch mit der Windlast zurecht.


    Da meine Frau ebenfalls sehr von der NC750X angetan ist, vor allem vom DCT, möchte ich mich auf der Suche nach einer für Sie machen.. ;)

    Eine zweite neue Maschine ist aktuell leider nicht drin daher suche ich nach einer gebrauchten.
    Es stellt sich die Frage wie groß sind die Unterschiede zwischen den Modellen wirklich.

    Ich denke mal der Leistungsunterschied ist zu vernachlässigen aber man liest auch immer wieder, dass das DCT verbessert wurde.
    Klar gibt es auch noch einige andere technische und optische Veränderungen aber was davon ist wirklich wesentlich bzw. merkbar?


    Vielleicht gibt es hier jemanden der zwei oder gar alle drei Modelle gefahren hat und mir ein wenig über die Unterschiede erzählen kann.

    Gruß und Danke im voraus!

    Daniel

  • #2

    Ich finde die NC 750 S ab 2016 deutlich besser, da sie drei Fahrprogramme für Stufe S hat. Ich bevorzuge bei zügiger Fahrweise die mittlere Position, da hängt sie schön aktiv und agil am Gas.

    Das andere Display ist eher Geschmacksache, ebenso wie die modifizierte Heckpartie.

  • #3

    Ich weiß nicht, wie groß Deine Frau ist. Die älteren X-Modelle (alles vor RH09) sind 3cm höher. Bis 2020 gab es noch die 750S, die Naked-Variante mit der gleichen Sitzhöhe wie die RH09.

    NC750X DCT (01/23)

    Spritmonitor.de

  • #4

    Meine Frau ist von der RC90 auf die RH09 umgestiegen. Hier ein Auszug Ihrer Erkenntnisse nach dem Fahrzeugwechsel:


    Doch was hat sich nun im Detail geändert?

    • Die Federwege wurden um ca. 30 mm gekürzt und damit eine um 30 mm auf 800 mm verringerte Sitzhöhe erzielt. Das ist gravierend! Und obwohl ich nicht zu den "Kurzbeinern" gehöre, erleichtert es das Aufsitzen deutlich und ergibt einen noch sicheren Stand. "Enduro-Fahren" gehört damit wohl der Vergangenheit an, doch mit schlechten Straßen und mecklenburger Kopfsteinpflaster wird das Fahrwerk immer noch prima fertig!

    Die Sitzhöhenänderung hat übrigens keine Nachteile für den Kniewinkel oder die Schräglagenfreiheit!

    • Der Gasgriff wurde von Seilzug auf "Fly-by-wire" umgestellt. Der kleine Ruck beim Öffnen der Drosselklappen gehört damit der Vergangenheit an - gut!

    Damit einher geht auch die neue Auslegung der Fahrmodi Standard, Sport, Rain und "USER" (individuell belegbar), sowie der Traktionskontrolle.

    • Jetzt sind auch die Blinker auf LED umgestellt und hübsch zierlich geworden. Vorne leuchten sie als "Positionslampen" stets mit. Das verbessert die Sichtbarkeit und klappt gut. Bei einer Notbremsung schaltet sich die Warnblinkanlage automatisch ein.
      Auch der Hauptscheinwerfer erfuhr eine positive Änderung: Sein Abstrahlwinkel wurde verbreitert und nun ist "Licht an" auch schräg von vorne deutlich zu sehen.
    • Die Batterie wanderte von Lenkkopfnähe zur Fahrzeugmitte vor den Fahrersitz: Das verbessert die Schwerpunktlage.

    Einen kleinen 1-l-Zugewinn an Stauraum erzielte dabei das Ablagefach unter der Tankattrappe. Jetzt passt wohl auch ein Helm mit größerer Außenschale rein. Ich nutze es allerdings eher für Regenzeug, Reiseproviant und Kleinkram.

    • Bei der Überarbeitung des Motors auf EURO 5 stieg die Motorleistung um 5 auf 59 PS. Davon profitiere ich bei meiner gedrosselten "48-PS-Version" naturgemäß nicht. Deutlich spürbar ist jedoch auch in meiner Version das um ca. 600 U/min (auf 6750 U/min) verbreiterte Drehzahlband in Kombination mit den kürzer übersetzten ersten drei Gangstufen. Beim Beschleunigen aus engen Kurven und bei Überholvorgängen ist dies ein deutlicher Gewinn!

    Dabei blieb der Durchschnittsverbrauch bei erfreulichen ca. 3,5 l/100km. Damit ermöglicht der 14-l-Tank tankstoppfreie 300 km und lässt dann noch 50 bis 80 km "Reserve", um die nächste Tanke anzusteuern - prima!

    • Das Anzeigen-Display ist jetzt aufgeräumter und dank größerer Darstellung deutlich besser ablesbar. Die Oberfläche ist bei Sonneneinstrahlung weniger spiegelnd - gut! (Allerdings dürften die Verfasser der Bedienungsanleitung gerne einen Einsteigerkus für Lyriker belegen! Gruselig, diese verwirrende Anleitung!)
    • Das DCT-Getriebe kann wie bisher über Schaltwippen an der linken Lenkerarmatur manuell gesteuert werden. Die beim Vorgängermodell verfügbare Nachrüstlösung, dies auch über einen Fußschalthebel zu machen, wurde leider nicht mehr realisiert.

    Im Ruhestand, da fährt man viel und weit - warum auch nicht, man hat die Zeit


  • #5

    Hallo,


    ich hatte die NC750X, RC72, von 2015. Bis 2021 erreichte ich damit rund 70.000 Km. Seither habe ich die RH09. Aktuell habe ich über 33.000 Km auf dem Tacho. Bei der RH09 kann man nicht einfach so die DCT-Stufen wechseln. Es gibt keinen D-, S1-, S2- und S3-Modus und einen entsprechenden Schalter dafür. (Die RC72 hatte auch nur den D-und S-Modus.) Bei der RH09 wechselt man die 4 Fahrmodi Sport-, Standard-, Rain- und Usermodus. Mit den Modi werden aber nicht nur die DCT-Schaltzeitpunkte gewechselt sondern auch die Motorpower, die Traktionskontrolle und die Wirkung der Motorbremse.

    Ich meine die AT und die NT1100 usw. haben wie die RC90 einen eigenen DCT-Schalter. Ich weiß nicht wie das beim X-ADV oder dem Forza 750 ist.


    Lorenz

  • #6

    Ich fahre ja eine 750 S der ersten Generation, also mit den Modi "D" und "S" und dem Wechselschalter zwischen "A" für Automatik und "M" für reincmanuelles Schalten.

    Natürlich kann auch ich in D und S manuell eingreifen.


    D könnte auch für defensiv stehen

    Da schaltet sie für höchste Effizienz im Kraftstoffverbrauch je nach Gasgriffstellung sehr früh hoch.

    In 30er-Zonen zu früh in den 4. Gang und wird dann zu schnell, daher fahre ich dort meist in S oder M.

    D taugt perfekt für die ruhige Tour, wenn die Kurven locken, dann ist S die bessere Wahl

    Den M-Modus nutze ich auf der Landstraße nur, wenn sich enge und weite Kurven abwechseln und ich nicht immer mit dem Gasgriff bewusst den Motor in S in höheren Drehzahlen halten möchte.


    Ich brauchte zu Beginn ein paar Tage, um das jeweils'für mich passende'Setup zu verinnerlichen, aber seit dem läuft es rund.

    Würde gerne mal das aktuelle Modell ausprobieren, ob es wirklich so viel bessere Optionen bietet, auch wenn sie mir optisch nicht so gut gefällt wie meine "olle S". :)


    Einfach nur aus technischem Interesse, weil ich eigentlich mit den Möglichkeiten des "Ur-DCT" gut zurecht komme.

    Ebenso mit den schmalen 48 PS.

    Optisch finde ich von den X-Versionen die X-Version zwischen alt und neu eigentlich am schönsten, da reichen aber meine kurzen Gehhilfen nicht sicher auf den Boden :D .

    Ein Leben ohne Motorrad ist möglich, aber sinnlos... :)

  • #7

    Ich hab gelesen das man bei der RH09 im User Modus auch unter der Option D das schaltverhalten einstellen kann,ob mit wenig oder viel Drehzahl gefahren werden soll. Ich meine in 4 Stufen verstellbar. Das hatte ich bei meiner Probefahrt gar nicht ausprobiert.

  • #8

    Kann man. Bei den voreingestellten Modi ist der Schaltpunkt bei Sport auf 4, bei Standard auf 2 und bei Rain auf 1. Ich habe es bei Usermode auf 3 und "Überraschung" das liegt dann zwischen Sport und Standard. Aber weiterhin gilt wie tompeter das beschrieben hat auch durch die Stellung des Gasgriffs hat man Einfluß auf den Schaltpunkt.

    NC750X DCT (01/23)

    Spritmonitor.de

  • #9

    Ebenso habe ich den Usermode bei mir auch eingestellt und fahre nahezu immer in diesem. Passt für mich gut.

    Gelegentlich, abhängig von Lust und Laune, kommen aber auch der Standart- oder Sportmodus zum Einsatz.

    Zwei mal habe ich versehentlich in den Rain-Modus geschaltet und gleich gedacht, der Motor ist kaputt ^^

    Gruß

    Dietmar

    Kreidler (TM) 50ccm, Honda CB 250, Honda CB 400 Four, BMW R 65, Yamaha XJ 900 (4BB), BMW K 1100 LT

    aktuell: Honda Pan European ST 1300, Honda NC 750 XD

  • #10

    Naja... ich frage mich wie Technik- Affin deine Frau ist. Ob sie das alles braucht/will, oder eigentlich nur ganz entspannt und relaxed im D-Modus fahren mag.

    Ich habe eine RC72 und meine Frau hat sie auch schon gefahren. Letzendlich war ihr die RC72 schon "zu viel" deshalb hat sie sich für eine NC750S - Schalter entschieden.


    ... letztendlich kann man das nur durch eine Probefahrt entscheiden, und das sollte deine Frau (Optisch & Technisch).


    Wir Männer neigen oft dazu etwas "verspielt" zu sein, und ggf. damit die andere Person zu überfordert, oft ist weniger dann mehr.


    Somit macht es Sinn hier zu beschreiben was die techn. Änderungen seit der RC72 waren.

    Mit diesen Fakten müsst iht dann selbst entscheiden.

    (... gibt es auch Fakten ohne Probefahrt, zb Helmfachgröße, Traktionskontrolle, Fly-by-wire, Optik ...)

    Piaggio PX80E Lusso --> Honda CB400N --> Piaggio Sfera50 --> 25J NIX --> BMW F800ST --> Honda NC750XD + NC750S

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