Lob & Hudel

  • #1

    Nur mal so zwischendurch - von Samstagnachmittag bis Sonntagabend 900 km durch die Alpen abgerissen, Achensee-Reschenpass-Stilfser Joch- Gaviapass-Tonalepass-Mendelpass und dann ab Bozen zurück über die Brennerautobahn, ab Brenner im strömenden Regen - noch nicht mal 'ne Fehlzündung, und selbst die Kette sah nach knapp 300 km Regenfahrt noch ganz ordentlich aus. Wind- und Wetterschutz (mit MRA-Spoilerscheibe) sehr gut (fast wie ein vollverkleideter Tourer), Fahrwerk auf den zum Teil sehr üblen Fahrbahnen auch. Sitzbank recht hart, aber (deswegen?) auf langen Strecken überraschend bequem.

    Bin als Fahrer bislang eher "klassischer" Motorräder schon beeindruckt, dass ich nicht einmal das Werkzeug auspacken musste!

    Verbesserungsvorschläge: Eine gekapselte Kette a la MZ oder ein Zahnriemen wär noch besser - und das Handling bzw. Rangieren im Stand find ich durch das unsinnig weit nach hinten gezogene Trittbrett immer noch... äh, sehr gewöhnungsbedürftig: Ich bin immerhin 1,84, wie sind denn die eher zierlichen japanischen Ingenieure bloß damit klargekommen?!=O Und die linke Lenkerarmatur find ich etwas überladen, statt der Hupe treff ich "blind" regelmäßig entweder den Blinker, oder ich schalte runter - mal sehen, ob das Gewohnheitssache ist.

    Aber nochmal - insgesamt bin ich von der Maschine schwer begeistert!:romance-heartsthree:

  • #2

    Hallo,

    die Alpen hat meiner noch nicht gesehen, den Rest kann ich nur bestätigen.

    Ich habe mir einen 'Pickel' auf den Hupenknopf geklebt. Dann dann ich ihn blind zuverlässig ertasten. So ein kleiner Silikon-Möbelschoner oder Türanschlag.

    Für den Blinker gäbe es die Möglichkeit einer automatischen Rückstellung. Kostet natürlich etwas Geld und etwas mehr Arbeit zur Installation. Das Kabel zur Schaltereinheit links ist allerdings sehr gut zugänglich und mit einem Stecker getrennt.

    Fürs Zurückschalten hatte ich noch keine Fehltritte, liegt aber vielleicht daran, dass ich den Blinker nicht ausschalten muss.

    MZ-Kettenschutz fand ich auch toll, ist aber wohl nicht ansehnlich genug. Als Ersatz einen automatischen Kettenöler, der hält die Kette auch sauber und geschmiert. Den Rest des Hinterrades aber nicht! Zahnriemen ist konstruktiv problematisch, da der keine Längenänderung bei Bewegung zulässt, d.h. das Abtriebsritzel muss exakt im Drehpunkt der Schwinge liegen.

    Weiter viel Vergnügen!

    RT

    Zündapp KS50, Piaggio Boxer, BMW R75/5, MZ TS250/1, MZ ETZ250, BMW R90S, BMW R1100R, Yamaha-Majesty, Yamaha-FJR, Honda X-ADV

  • #4

    Grad zurückgekommen, Route des Grandes Alpes (mit Abstecher unterwegs zum Matterhorn bzw. nach Breuil-Cervinia): Petit St. Bernard, Col de Iseran, Col de Galibier, Col de Lautaret, Col d' Izoard, Col de la Bonette, auf dem Heimweg heut noch aus Jux übern San Bernardino - 2468 km in 5 Tagen, bisschen bulimisch... Honda ist brav bei jeder Höhe und jedem Wetter gelaufen, mir tut der Hintern weh... Aber schee war's!8)

  • #6

    Nee - bin über den Lago Maggiore, das Aostatal und den Petit St-Bernard (ekelhaft enge Spitzkehren!) zum Iseran, dann schon die Route bis zum Bonette, danach zwar weiter nach Nizza bzw. Menton, aber nicht über die Route-Strecke - das zieht sich ewig. Landschaftlich am schönsten fand ich neben dem Izoard den Telegraphe vor dem Galibier, obwohl der gar nicht so spektakulär hoch ist. Generell fand ich die Passtrassen in Frankreich besser ausgebaut und leichter zu fahren als in Italien - die Abfahrt vom Gavia ist regelrecht gefährlich, wenn dir da einer unvorsichtig entgegenkommt, brauchst du schon einen Schutzengel auf Speed...

  • #8

    In 14 Tagen bin ich da! Ich freu mich wie ein kleines Kind. Mein zweites Mal dort. Der col de Iseran ist mein Favorit. Und der wird gefahren.

    Mit den Unterkünften halte ich es so, dass ich ab 16:00 Uhr die Tourenfahrerempfehlungen ansteuere. Wenn es klappt, wird Abends noch eine Runde gedreht, wenn nicht, dann wird weitergesucht. In Frankreich gibt es zum Zimmer meist noch ein Menü und ein Frühstück.

    Ich hatte da noch nie ernsthafte Versorgungsprobleme.

  • #9

    Hab die Tour vor 30 Jahren (mit 31) schon mal gemacht - war eins der Dinge, die ich in diesem Leben noch mal machen wollte, solange es noch geht...

    Hab in (einfachen) Hotels übernachtet, wobei die französischen Hochalpen zur Hochsaison ein teures Pflaster sind - andernorts gibts zum gleichen Preis ein 4*-Hotel incl. Frühstück; und wenn das Wetter schlecht wird, machen die ohnehin schon hohen Übernachtungspreise vermutlich wegen der hohen Nachfrage durch die vielen Rad- und Motorradtouristen nochmal einen hübschen Hüpfer nach oben.

    Weil man am Vortag oder auch am Morgen natürlich nie so genau weiß, wo man abends sein wird, hab ich so zwischen 15 und 17 Uhr über booking oder CHECK24 gebucht, das klappte immer gut. Außerdem hab ich mir während der Vorbereitung der Tour eine Merkliste von möglichen Hotels immer im Abstand von ca. 50 km angelegt, die ich dann bloß noch abfragen musste - da sieht man dann auch rechtzeitig, was noch frei ist.

    Ich hab aber trotzdem in recht einfachen 2*-Häusern pro Übernachtung zwischen 70 und 80 Euro gezahlt - das Frühstück kam dann nochmal auf ca. 10 Euro. Aber bei zwei Übernachtungen alle 30 Jahre geht das schon mal...8) (Und unverschämt find ich's trotzdem!:cursing:)

  • #10

    P.S.: Am Bonette muss man sich übrigens sehr vor suizidalen oder adrenalingeilen Murmeltieren hüten, die plötzlich Zentimeter vor dem Vorderrad über die Straße wetzen - das ist kein Witz!:scared-ghostface:

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