Glaub ihr an Zufälle?
Da haben wir doch gerade von Reifenpannen gesprochen...……..
Und jetzt ratet einmal was mir heute passiert ist?!
Gemäß Murphy's Law hätte ich ja vorgewarnt sein müssen, aber wer glaubt schon an
Vorsehung?
Aber der Reihe nach:
Heute wollte ich einmal wieder in den schönen Solling. Von Lemgo bin ich dann
Richtung Höxter und in Boffzen links ab von wo eine wunderschöne, wenn auch
stellenweise katastrophale Straße Richtung Neuhaus im Solling führt. Auf dem
Höhenkamm angekommen erst einmal ein Päuschen eingelegt um danach die schönen
Kurven runter bis Neuhaus zu genießen.
Soweit, so gut.
Also wieder losgefahren. Und da waren sie, die schönen Kurven. Aber in der ersten
Rechtskurve, ooo ha, hier stimmt was nicht. 
Ein kurzer Blick auf den Hinterreifen, grrrrrrrrr, muss das jetzt sein?
Etwas Luft
war noch drauf, also schnell eine Haltemöglichkeit finden. Fahren wie auf rohen
Eiern, die NC wurde immer kurvenunwilliger! Aber da war er, der rettende, schattige
Parkplatz. 
Angehalten, schöne Bescherung! Gott sei Dank hatte ich letztes Jahr noch neue Gummi-
lösung eingepackt.
In der Ruhe liegt die Kraft! Also erstmal nen Käffchen und dann schaun wir mal.
Der Übeltäter war schnell gefunden. Kaum zu glauben, kein Nagel, keine Schraube,
nee, ein ca. 2cm langer und spitzer Steinsplitter, ich glaub mein Schwein pfeift. 
Also alle Utensilien rausgeholt und es mir auf dem genialen Teleskophocker vor dem
Hinterrad bequem gemacht. Erst einmal das Loch mit der Ahle von länglich auf rund
geraspelt. Und nu?
Reicht der kleine Stopfen oder muss ich den dickeren da reinpfriemeln?
Eigentlich
müsste der kleine reichen, eigentlich...
Pustekuchen! Etwas gewartet bis die Gummilösung trocken war und dann mit der ersten
von drei CO²-Patronen den Reifen gefüllt und danach der Spucketest. Blubber, blubber,
Satz mit x.... 
Also musste es der große Stopfen sein.
Leute, mit einfädeln an der Ahle und reinziehen, kannste vergessen! 
Aber ich hatte noch einen Schraubenzieher mit mehreren Aufsätzen dabei. Also damit
versucht ihn reinzuwürgen.
Oh prima, er hat angesetzt, also jetzt nur noch mittig drücken.
Schwupps, Treffer, versenkt! 
Durch die Gummilösung war der Stopfen so stark angelöst und glitschig das er quasi
ohne Vorwarnung und widerstandslos in den ewigen Jagdgründen verschwunden ist.
NOCHMAL!
Ihr glaubt es nicht, ich habe mich echt konzentriert und bin behutsam vorgegangen!
Ihr werdet es erraten, wieder versenkt. 
So Thomas, viele Stopfen haste nicht mehr, jetzt aber, aha, geht doch. 
Nach über einer Stunde noch einmal beten, hält er dicht? Also erst einmal nur eine
CO²-Patrone genommen und dann kam der Spucke und Horchtest.
Wow, scheint dicht zu sein, also die zweite Patrone auch noch rein.
Na also, immer noch dicht. 
Nur der Luftdruck lies etwas zu wünschen übrig, aber Hauptsache ich kann wieder fahren.
Nun vorsichtig und mit viel Gefühl in den Kurven Richtung Heimat. Nach ca. 30Km, in
Rischenau an der Tanke noch Luft aufgefüllt und ich hatte wieder meine alte NC. Die
letzten 40 Km fuhren sich doch schon wesentlich entspannter.
Und zum Grillen war ich auch nicht zu spät.
Dann hat der Nachmittag doch noch einen versöhnlichen Abschluss gefunden.
Ich habe mal ein paar komprimierte Videosnapshots und Fotos angefügt.






Der rettende Parkplatz

Das Corpus Delicti! Ein Steinsplitter, echt jetzt? 

Hier wird geraspelt das die Gummifetzen fliegen.

Da sieht nach Arbeit aus, aber im Sitzen halb so schlimm!
