Opa-Kalle
Meine Freunde und ich haben da Jahrzehnte lange "Erfahrung" im wahrsten Sinne des Wortes.
Das ging schon zu unserern Mopedzeiten los wo Reifenpannen bei Gelände und Waldfahrten
schon fast an der Tagesordnung waren.
So ein Stopfen der innen und aussen einen Pilzkopf bildet wird, selbst wenn er einmal leicht undicht
würde niemals rausfliegen.
Denn der Luftdruck der von innen wirkt ist fast zu vernachlässigen.
Druck ist ja Kraft mal Fläche. Bei 6mm Duchmesser des Lochs haben wir eine Kreisfläche von ca. 0,28cm².
1Bar= 1kg pro cm²
0,28 mal ca. 2,9 Bar Reifendruck ergibt einen Kraft von ca. 0,85Kg die versucht den Stopfen aus dem
Loch zu drücken, das ist garnichts. Der Druck der auf den größeren "Pilzrand" drückt ist einfach gesagt
zu vernachlässigen da er ja innen auf den Reifen drückt.
Selbst ohne die vulkanisierende (verklebende) Gummilösung würde der elastische Gummistopfen
niemals, auch durch die leichte Walkarbeit nicht, aus dem Loch gedrückt werden können.
Jetzt gibt es ja Leute die sagen, "aber der Reifen ist doch beschädigt!"
Ja ist er, aber wenn man sich
den Aufbau des Reifens mit seinen verwobenen und verklebten bzw. vulkanisieten mehrlagigen Gürteln
anschaut erkennt man das diese auch bei einer leichten Beschädigung unmöglich aufröbbeln können
und sich dadurch die Schadenszone erweitert.
Bei absoluten Hochgeschwindigkeitsreifen, egal ob Auto oder Motorrad, wo bei hohen und höchsten
Geschwindigkeiten sehr hohe Fliehkräfte, eine stärkere Walkarbeit sowie höhere Temperaturen wirken
und sich der Reifen stärker verformt sollte man das allerdings nicht machen.
Aber ich kann gut verstehen wenn dir dein Bauchgefühl sagt, lieber einen neuen Reifen aufziehen.
Wie ich schon sagte, es gibt es hier im Forum Leute die es genauso gehandhabt haben und den
Reifen klaglos bis zur Verschleissgrenze gefahren haben. 