Alles hat sich gegen mich verschworen,
selbst mein Toilettendeckel fällt mir in den Rücken.
Alles hat sich gegen mich verschworen,
selbst mein Toilettendeckel fällt mir in den Rücken.
Du schriebst: "Deswegen bin ich auch total Glücklich das man mit Mischbereifung fahren darf
"
Das kann ich nur unterschreiben und handhabe es genau so.
Selbst der Gesetzgeber hat was die "Mischbreifung" bei Motorrädern anbelangt ab dem 1.1.2025
seine Aussagen noch konkretisiert, erweitert und für viele vereinfacht da selbst diesem klar
geworden ist das eine Mischbereifung unter Beachtung gewisser Regeln absolut unbedenklich ist.
Denn wie ich kürzlich schon schrieb: Selbst die Tester sagen das es heutzutage keine schlechten
bzw. unsicheren Motorradreifen mehr gibt!
Ich hatte auf meiner NC als Erstbereifung einen Satz Bridgestone Battlax T30. Als der Vorderreifen ab-
gefahren war habe ich vorne einen gebrauchten Pirelli Angel GT(1), der nen Appel und nen Ei gekostet
hat, aufgezogen.
Ab da fuhr ich eine gesetzeskonforme Mischbereifung. Diese war vollkommen unauffällig und ver-
mittelte jede Menge Sicherheit! Alles gut.
Der Hinterreifen, Bridgestone Battlax T30, hat dann noch etwas über 4 tKm gehalten bevor auch dieser
fällig wurde und der gebrauchte Pirelli auch so gut wie blank war.
So muß das sein, das nenne ich recourcenschonend.
Und da mir der Pirelli in schnell gefahrenen Kurven sehr gut gefiel fahre ich momentan eine Satz
Angel GT(1)
Und ich höre sie schon wieder die Unkenrufe: Wie kann man soetwas machen, bei Reifen macht man
keine Experimente.............
Aber ich persönlich denke das hat mit Experiment nichts zu tun. Wenn selbst der Gesetzgeber das
absegnet, natürlich nicht ohne sich vorher die Expertise von Fachleuten eingeholt zu haben, kann
so schlimm nicht sein.
Auf der K75 habe ich dieses Experiment auch schon gewagt. Damals war es noch schwieriger da im
Schein der K75 noch eine Reifen-Markenbindung eingetragen war und man eine Unbedenklichkeits-
bescheinigung des nicht eingetragenen Reifens mit sich führen musste.
Aber der Gesetzgeber hat wohl begriffen das das ein unnötiger bürokratischer Akt ist.
Und das in Deutschland, man höre und staune!
Zu dem Thema hatte ich hier schon einmal einen ausführlicheren Beitrag eingestellt wo unter anderem
die Änderungen ab 1.1.2025 erklärt werden.
Wen es interessiert:
Gruß, Thomas ![]()
Du musst schon den Lastindex von Vorder und Hinterreifen addieren, dann hast
du die Gesamttraglast.
Die Angaben sind ja nicht in Stein gemeißelt und sind eher ein Maß für die durchschnittliche
Dauerbelastung die der Hersteller bei allen zu erwartenden Fahr und Lastbedingungen bis
zu seinem Lebensende garantiert.
Stell dir vor du machst eine Vollbremsung bei der fast das ganze Gewicht auf den Vorderreifen
wirkt, da ist der Lastindex schnell überschritten aber trotzdem steckt der Reifen das locker weg.
Gruß, Thomas ![]()
Auch euch einen besinnlichen 1. Advent. ![]()
Na, das nenne ich mal einen originellen Adventskranz. Die Kolben kommen bestimmt aus einem Diesel,
die "Glühkerzen" stehen ja noch oben drauf. ![]()
Eine Frage habe ich noch zur "Norton", ist das ein Modell oder eine gut gemachte Fotomontage?
Ich vermute 2tes aber man weiß ja nie.
Gruß, Thomas ![]()
Gestern war für mich auch die Saison vorbei: 03-11
Bei dem Mix aus Sonne und Wolken und ca. 6 bis 8° hat es noch einmal halbwegs Spaß gemacht.
Es sind noch einmal ca. 130Km, gepaart mit mehreren Pausen, zustande gekommen.
Aber die Straßenverhältnisse?
Nee, man muß sich doch schon sehr konzentrieren und die wechselnden Straßenverhältnisse im
Auge behalten um nicht einen unfreiwilligen Bodenkontakt herauszufordern. Feuchtigkeit, Blätter,
Schmutz von Landmaschinen etc..
Bei sowas ist für mich persönlich mittlerweile der Punkt wo ich sage, jetzt ist es ersteinmal gut.
Irgendwie kommt da kein richtiger Flow mehr zustande. Aber das ist das was ich unter anderem
am Motorradfahren liebe. Und nur trockene Bundesstraße mit entschärften Kurven? Das ist
nicht meine Welt. Selbst die schönen Kurven meiner Hausstrecke(n) bedurften großer Konzentration
und wurden mit gedämpftem Schaum durchfahren, suboptimal.
Ich lasse es jetzt ohne Reue erst einmal gut sein. Vorfreude ist ja bekanntlich...................
Gruß, Thomas ![]()
Du schriebst:
"Diagonalreifen sind normalerweise max. bis Kategorie H zugelassen. Bei größeren Geschwindigkeiten
platzen sie zwar nicht gleich, dehnen sich aber mehrere cm auf den Durchmesser gesehen aus. Dann
kann der Reifen mit Anbauteilen kollidieren."
Das passt soweit. Aber "mehrere cm" ist wohl etwas hochgegriffen, das gilt wenn überhaupt wohl eher
für Diagonalreifen auf PKW's, aber egal.
Die von mir angesprochenen Reifen die ich für absolut sicher halte und die auf meiner K75
aufgezogen waren, waren Diagonalreifen: Bridgestone BT45 - MITAS MC50
Über Geschwindigkeitsindex H bis 210 Km/h gab's die wie du schon sagtest auch meines Wissens nicht.
Diese Reifen sind besonders interessant für Youngtimer mit eher ungewöhnlichen Reifenmassen
die es teilweise garnicht als Radialreifen gibt.
Z.b. K75 hinten: 120/90-18 TL 65V - vorne: 100/90-18 TL 56V
Mir ist für die Reifendimensionen der NC allerdings momentan kein Reifen mit Diagonalaufbau bekannt.
Wir müssen Radialreifen fahren. ![]()
"Moderne Radialreifen (R) sind als Straßenreifen normalerweise immer gleich für die Kategorie W ausgelegt.
Für V oder darunter eigentlich nur, wenn der Gummi weicher, profilierter oder stollig sein soll, z.B. für
Adventure-Reifen. Da zum Erreichen der hohen Geschwindigkeiten bei Straßenreifen auch viel mehr Leistung
benötigt und der Schlupf groß wird, muss das Reifenmaterial damit umgehen können. Daher sind die Reifen
normalerweise abriebfester, zumindest in der Mitte der Lauffläche."
Erklärt die Sache ganz gut ![]()
Gruß, Thomas ![]()
"Aber das ist dann schon wieder nicht mehr stumpf physikalisch-mathematisch.
"
Danke für den Zwinkersmiley
. Der geht voll in Ordnung und wurde verstanden
.
Damit hast du mich glatt zum Schmunzeln gebracht.
Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Gruß, Thomas![]()
Um jetzt keine Diskussion anzufachen beziehe ich mich einmal auf die sogenannten
Markenreifen.
Bei diesen ist der allgemeine Konsens bei den Testern: Es gibt heutzutage keine schlechten
bzw. unsicheren Reifen mehr, egal ob etwas teurer oder preiswerter.
Das bezieht sich auch auf Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex so lange diese
die im Fahrzeugschein eingetragenen Angaben erfüllen bzw. übertreffen.
Und trotzdem performen diese Reifen in verschiedenen Disziplinen unterschiedlich.
Das tun sie allerdings auf einem mittlerweile sehr hohen Grundniveau.
Wenn ich da noch an meine Reifen Anfang der 2000er denke, die haben mir gerade
in der kälteren Jahrezeit durch recht unkontrollierbaren Gripverlust den ein oder anderen
Schrecken eingejagt, noch schlimmer wenn es in Richtung Verschleissgrenze ging. Da hat
sich aus meiner Erfahrung heraus einiges getan.
Ich hatte zuletzt auf meiner K75 einen "No Name Reifen" den Mitas MC50 der zur Markt-
einführung äusserst preiswert war. Ich habe ihm eine Chance gegeben und wurde nicht
entäuscht. Gut fahrbar und im Grenzbereich sicher und berechenbar. Vorher bin ich den
für Youngtimer bekanntermassen gut fahrbaren und sicheren Bridgestone BT45 gefahren.
Der fuhr sich vorne gerne spitz ab aber war von der Fahrbarkeit, Berechenbarkeit etc. um
Welten besser als alles was ich bis dahin gefahren habe und in diese Kategorie stufe ich auch
den Mitas MC50 ein.
Es hat sich was geändert!
Heute kann man sich einen Reifen quasi nach eigenen Vorlieben aussuchen ohne das dabei
die Sicherheit auf der Strecke bleibt.
Möchte ich mehr Komfort nehme ich einen Reifen mit einer weicheren Karkasse der mehr
Eigendämpfung bietet solange der Traglastindex passt. Für Allwetterfahrer gibt es die
Spezialisten die eine gute Wasserverdrängung bieten und selbst bei Eis und Schnee noch
halbwegs fahrbar sind.
Und für den Winter gibt es auch Spezialisten die aber in der warmen Jahreszeit an Performance
verlieren, schneller verschleissen und dann eigentlich nichts mehr auf dem Mopped zu suchen
haben, es sei den man fährt dementsprechend. (meine Meinung)
Und für die Kurvenwetzer gibt es Reifen die eine sehr griffige aber auch verschleissanfälligere
Compoundmischung an den Flanken bieten und sich dann gerne etwas spitz abfahren.
Da "Opa-Kalle" den Pirellei Angel GT2 anspricht.
Ich fahre gerade den GT1 nicht GT2! Den Reifen stufe ich als kurvenwetzertauglich ein. Leider
fährt er sich durch die weichere Flankenmischung etwas spitz ab wobei gerade die NC dann
schon sehr leicht in die Kurve fällt. Ist aber alles nur Gewöhnungssache.
Der GT1 hat gerade bei Wärme Kurvengrip ohne Ende, wenn du da die Grenzen ausloten willst
sind die Angstnippel Geschichte. Ob ich das brauche?
Vorher hatte ich den Bridgestone BT 030 aufgezogen der im Profilschnitt etwas runder ist aber
sich nicht so spitz wie der Pirelli abfuhr.
Vom Grenzbereich und allem anderen auch ein guter Reifen ohne Auffälligkeiten.
Was ich sagen will:
In meinen Augen sind beide Reifen und auch der oben genannte MITAS MC50 moderne Reifen
die ihre jeweiligen Qualitäten haben aber von der Sicherheit her alle jenseits von Gut und Böse
sind.
Wenn da etwas passiert liegt's weniger an den Reifen sondern viel mehr an dem-derjenigen
die auf dem Motorrad sitzt. Wir fahren immer noch auf Reifen, nicht auf Schienen.
(All das bezieht sich natürlich hauptsächlich auf Motorräder wie die NC und nicht auf Supersport-
Motorräder weit jenseits der 100PS die dementsprechend bewegt werden).
Gruß, Thomas
"@hansibo"
beanstandete ja das die meisten Reifen für die NC Reifen mit dem Geschwindigkeits-
index W (bis 270 Km/h) sind und preiswertere aber ausreichende H-Reifen (bis 210 Km/h)
quasi nicht zu bekommen sind.
---------------------------------------
Ich frage mich wo überhaupt die Unterschiede z.B. zwischen einem Reifen mit
Geschwindigkeitsindex H (bis 210 Km/h) und einem mit z.B. W (bis 270 Km/h)
liegen. Hat der W-Reifen eine festere Karkasse durch mehr Lagen oder sind einfach
nur die einzelnen Fasern dicker? ![]()
Oder wird hier eine andere Compoundmischung verwendet oder eine andere Back-
temperatur genommen die die Compoundmischung auch in ihren Eigenschaften verändert? ![]()
Wir werden wohl nur raten können.
Wenn beim H-Reifen z.B. die Karkasse weniger Lagen hätte bzw. dünneres Gewebe
verwendet würde müsste bei diesem ja auch der Traglastindex niedriger ausfallen.
Da müssten wir erst einmal etliche Reifen vergleichen um das beurteilen zu können.
Aber wer macht das schon.
Die nächste Frage ist, hält der H-Reifen genau so lang wie der mit Geschwindigkeits-
index W? ![]()
Denn wenn der W-Reifen länger hält weil er z.B. eine etwas verschleissfestere
Compoundmischung hat würde sich der Mehrpreis ja eventuell über die Jahre gesehen
relativieren.
Und ja, H-Reifen sind etwas preiswerter. Das variiert aber allein schon zwischen
Vorder und Hinterreifen und je nach Anbieter. Wenn man da etwas Geld sparen wollte
könnte es passieren das man den Vorderreifen bei Händler A und den Hinterreifen bei
Händler B bestellen müsste.
Ob das H-Reifenpaar so lange hält wie ein W-Reifenpaar?
Fragen über Fragen die sich nicht eindeutig beantworten lassen.
Nur so nebenbei, die NC hat ja einen sehr langen 6ten Gang der als Overdrive ausgelegt
ist. Wenn man einen Berg bei Rückenwind herunterfährt könnte die NC ziemlich genau
200 Km/h erreichen bis sie in den Begrenzer läuft. Da würde selbst bei der NC ein Reifen
mit Geschwindigkeitsindex-S (bis 180 Km/h) nicht ausreichen. Flottes Mopped halt. ![]()
Gruß, Thomas ![]()
Die Reifengrößen der NC sind sehr gängig. Mach dir keine Sorgen, jeder namhafte
Hersteller hat für die NC passende Reifen im Angebot.
Gängig und meist verbaut sind sogennate Touring bzw. Sport/Touring Reifen.
Und was deine Unsicherheit beim Geschwindigkeitsindex W (über 270 Km/h) anbelangt,
keine Panik, den erfüllen sie in der Größe praktisch alle.
Gruß, Thomas ![]()