Ob diese kurzen Wartungs-Inspektionsintervalle tatsächlich nötig sind wage
ich ja zu bezweifeln.
Ich vermute, damit sollen Motorradhändler gelockt werden die Vertretung für eine
chinesische Marke in ihr Portfolio aufzunehmen. Je kürzer die Intervalle je mehr Geld
bleibt bei den Händlern hängen. (Mit Speck fängt man Mäuse)
Noch sind die Verkaufszahlen chinesischer Modelle zu gering um großflächig eigene
Händlernetze aufzubauen, chinesische Subventionspolitik hin oder her.
Ich denke eigene Vertretungen wird es erst in den Ballungszentren mit genügend
Kundschaft geben und die Fläche wird über Händler bedient die mehrere Marken
unter einem Dach vereinen.
So wie ich die Chinamänner kenne arbeiten sie vehement daran.
Was passieren kann wenn man markenunabhängige Händler stiefmütterlich behandelt
zeigt das Beispiel SUZUKI. In den 80ern bis in die 2000er Jahre gehörte Suzuki noch
ganz selbstverständlich zum Strassenbild und ein Händler fand sich in der näheren
Umgebung.
Und jetzt. Gerade einmal ein Modell in den Top50 ![]()
Das hat nicht nur etwas mit verfehlter Modellpolitik zu tun. Wer hat schon Lust und
Zeit für jeden Service weite Strecken zurückzulegen. Und wenn was ausserplanmäßiges
passiert ist einem der Händler um die Ecke sicherlich lieber. Durchaus auch ein Aspekt
der in die Auswahl einer Motorradmarke mit hineinspielt.
Bin mal gespannt wie sich das alles so entwickeln wird. Und wenn die Konkurrenz nicht
aufpasst und sich in Zukunft E-Moppeds nennenswerter Verkaufszahlen erfreuen sind die
Chinesen wieder vorne an und haben dann schon ein dichtes Händlernetz vorzuweisen.
Die Chinesen packen auch mehrere Marken unter ein Dach, wenn's denn verkaufsfördernd
ist.