Winterzeit ist bei mir auch immer ein wenig Musik bzw. HiFi-Zeit.
Ich höre gerne auch über Kopfhörer und das schon seit über 40 Jahren.
Und seit über 40 Jahren bin ich treuer Kunde der Firma BEYERDYNAMIC aus Heilbronn.
Angefangen hat es damals mit der Urversion des DT-880 (600 Ohm), dann ein DT-990 (600 Ohm)
und jetzt habe ich mir einen neuen DT-990 Edition, ebenfalls in der 600 Ohm Version gegönnt.
Da Beyerdynamic leider von einem chinesischen Investor übernommen wird und die alten Serien
bald auslaufen habe ich vorsichtshalber jetzt zugeschlagen. Ich liebe diese Kopfhörer und deren
Klangsignatur!
Ich habe ein Modell aus dem Outlet genommen, laut einer Mitarbeiterin ist es ein Kopfhörer
von insgesamt 15 Stück die lediglich ausgepackt auf einer Messe standen.
Und bei 125 Euro inkl. Versand bin ich dann schwach geworden. Gestern ist er angekommen.
Was soll ich sagen, absolutes Neugerät. ![]()
Wen es interessiert warum ich die 600 Ohm Version genommen habe.
Nun, der Spulendraht des Treibers ist hier dünner ebenso wie die Membran. Je leichter die ange-
triebene Masse ist je genauer kann die Membran dem Musiksignal folgen. Und das macht sich bei
der 600 Ohm Version bemerkbar.
Er hat wärmere Mitten was sich gerade bei Stimmen angenehm bemerkbar macht. Auch der Bass
ist präziser und die Höhen sind nicht scharf sondern silbrig ohne harsch zu wirken.
Die gesamte sogenannte "Auflösung" ist höher wie bei Modellen mit niedrigerem Widerstand.
Ich kann das beurteilen da ich damals nach dem DT-880 fälschlicherweise eine DT-990 mit 250 Ohm
gekauft habe. Den Fehler habe ich aber schnellstens korrigiert.
Nachteil bei 600 Ohm, er braucht einen Kopfhörerverstärker um sein volles Potenzial auszuspielen.
Deshalb habe ich mir damals eine KHV gebaut. Es ist eine Kopie des JLH (John Linsley Hood) Class A
Verstärkers von 1969.
Als Quelle benutze ich meinen PC auf dem Foobar 2000 läuft. Um den Klang anzupassen benutze
ich von RearPlug deren kostenloses VST3 Equalizer Plugin welches nach dem Fast Fourier Transformation-
Prinzip arbeitet. Als Verbindung zwischen PC und KHV benutze ich einen USB-DAC (Digital-Audio-Converter)
Diese Kombination klingt bei richtiger Einstellung fantastisch und beschert mir immer wieder wunder-
schöne HiFi Stunden. Augen zu und nur der Musik lauschen, herrlich. ![]()
Hier noch die Fotos: Links alt, rechts neu. Rechts unten seht ihr meine DIY-KHV.
Schrecklich wie das Blitzlicht Staub und Fingerabdrücke zum Vorschein bringt, könnte mal putzen. ![]()
Gruß, Thomas ![]()