Ich habe aus interesse gerade einmal ein wenig geschaut.
Es ist ja ganz nett das Carbonhelme etwas leichter sind aber wie ich gesehen habe
bringt Carbon oftmals keinen Sicherheitsgewinn! Es gibt sogar Carbonhelme die
beim Aufschlagtest unterdurchschnittlich abschneiden!
Hier ein Auszug eines Testfazit von "MOTORRAD":
"Nur wenn die beiden X-lite-Helme direkt nacheinander bei einem Speed von über 200 km/h
gefahren werden, ist das geringere Gewicht der Carbonvariante zu spüren, weil die Belastungen
vor allem beim Drehen des Kopfes schwächer ausfielen. Beim Landstraßenspaß war kein Unter-
schied festzustellen. Daher gilt: Weniger Gewicht ist gut, aber entscheidend für viel Freude an der
neuen Racing-Mütze sind Faktoren wie Tragekomfort und Passform. Hier liefern alle Helme gute
bis sehr gute Ergebnisse ab – mit kleineren Unterschieden im Detail."
Ich beziehe mich hier beispielhaft einmal auf meinen nicht mehr ganz neuen Shark Skwall 1.9,
den ich nicht gekauft sondern geschenkt bekommen habe. Diesen habe ich nicht gegen einen
anderen ausgetausch, da er mir sehr gut passt und all meine Anforderungen erfüllt:
MOTORRAD sagt zum D-Skwal:
Positiv aufgefallen am Shark D-Skwal
- Relativ einfaches Auf- und Absetzen
- gute Passform, Kopf gut umschlossen, sehr komfortabel (trifft bei mir zu)
- gute Brillentauglichkeit (war mir als Brillenträger wichtig)
- aerodynamisch weitgehend unauffällig (leichter Impuls beim Seitenblick)
- niedriges Geräuschniveau
- einfach zu bedienende Belüftungsschieber, am Oberkopf mit guter, am Kinn mit befriedigender Wirkung
- einfache Sonnenblenden-Bedienung, deckt sehr gut ab
- Visier dichtet gut ab, praxisgerechte Belüftungsstellung, einfacher Visierwechsel
- befriedigende bis gute Verarbeitung (Ich habe aber auch garnichts an der Verarbeitung auszusetzen
)
Negativ aufgefallen am Shark D-Skwal
- Sichtfeld relativ klein, Seitenblick etwas eingeschränkt (das stimmt, manchmal muß man den Kopf etwas mehr drehen)
- starker Wassereinbruch nach 90 Sekunden über Belüftung (Ich bin 1x in einen Wolkenbruch geraten und war klitschnass,
Kopf und Haare waren allerdings trocken, da müssen sie einen Montagshelm erwischt haben
)
Und zum niedrigen Geräuschniveau: Mir war er noch nicht leise genug und ich habe nachgebessert, leiser geht immer.

Was ich eigentlich sagen will:
Ein teurer Carbonhelm ist nicht zwangsweise besser und sicherer.
Und wie oben zu lesen ist der Gewichtsvorteil von ca. 10-20% im "Normalbetrieb" nicht spürbar.
Und auch bei Carbonhelmen ist der Geräuschpegel je nach Modell unterschiedlich.
Beim Helm gilt, Immer probetragen und wenn es dann, wie bei mir, ein preiswerter Helm aus
Polycarbonat ist, dieser aber passt und gefällt, einfach kaufen, Carbon hin oder her.
Bis auf den nicht spürbaren Gewichtsvorteil sehe ich da keine Überlegenheit.
Ich bin immer noch mit meinem Franzosen der in Portugal gefertigt wurde zufrieden. Ich kann
für den Shark und wohl auch andere preiswerte Helme sagen das ein Helm für ca. 200Eur absolut
sicher, bequem und praktisch sein kann.
Und wenn dir ein 500Eur Carbon-Edelteil einmal runterfällt
, das tut bestimmt mehr weh.
Ein Helm ist in gewisser Weise ein Gebrauchsgegenstand der bestimmte Anforderungen erfüllen soll
und erst in zweiter Linie ein Designobjekt, oder?
Gruß, Thomas 
Kurzer Nachtrag: Habe den Skwal der eine große XL-Helmschale hat gerade einmal gewogen. Mit
Headsetlautsprechern und Kabeln sowie montiertem Pinlockvisier wiegt er 1556 Gramm.