Beiträge von ThomasLIP

    Dann wollen wir mal hoffen das der Kundenberater jetzt nicht versucht seinen

    Lebensunterhalt damit zu bestreiten den Indianern Pferde zu verkaufen.


    "In ihrem Alter ist der drahtige "Araberhengst" nichts mehr für sie! Ich empfehle ihnen

    daher ein "Schleswiger Kaltblut".

    Was ist sinnvoll? Gute Frage.


    Also, meine Erfahrung ist das Reifen auch mit nur noch 1,6mm Profil sich absolut

    sicher fahren lassen. (mit einer Ausnahme, siehe unten)


    Es gibt bei Youtube Videos wo Könner Reifen testen welche am Ende gerade an den

    Flanken schon bis unter 1mm Tiefe abgefahren sind. Und diese Könner fahren die Reifen

    selbst dann noch mit rastenschleifenden Schräglagen die für Otto-Normalfahrer kaum

    erreichbar sind.

    Hierbei ist zu sehen das der Hinterreifen teilweise driftet und leichter Gummiabrieb,

    gerade beim Beschleunigen aus der Kurve heraus zu sehen ist.

    Das Ganze bezieht sich auf trockene Verhältnisse und Asphalttemperaturen bis ca. 15°

    und Motorräder mit wesentlich mehr Leistung als die NC.


    Ist der Asphalt recht kalt, wohlmöglich teilweise noch feucht und kommen Schmutz,

    Split, Blätter oder gar Öl ins Spiel lässt die Haftung, egal ob 1,6mm oder 5mm Profil

    prinzipbedingt bei beiden gleichmäßig nach.


    Der eigentliche Unterschied zwischen 1,6mm und z.B. 5mm zeigt sich eigentlich nur bei

    regennasser Straße wobei das Wasser regelrecht auf der Straße stehen muss.

    Das vom Auto her bekannte Aquaplaning habe ich noch nicht erlebt. Hierbei muss man

    beachten das gerade die Aufstandsfläche eines Motorradvorderreifens nur ein

    Bruchteil von dem eines Autoreifens beträgt. Die Kontaktfläche zur Straße ist

    wesentlich kleiner wie beim Auto aber dadurch ist der Flächendruck der Aufstandsfläche

    beim Motorrad wesentlich größer. Wer bei diesen Verhältnissen seine Geschwindigkeit

    anpasst ist auf der sicheren Seite. Wem das Unbehagen bereitet sollte sich einen Reifen

    mit hohem negativ-Profilanteil aufziehen und sich an Reifentest's orientieren wo der

    "Grip bei Nässe" beurteilt wird.


    Einfach gesagt, solange die Straße trocken ist, ist es ziemlich egal ob wir mit 1,6

    oder 5 mm Profil unterwegs sind. Da spielt das Grip Niveau verschiedener Reifen eine

    größere Rolle. Otto-Normalfahrer wird die Haftungsgrenzen wohl kaum erfahren.

    Die Reifen sind bei normalen Verhältnissen sicherer als so mancher glauben mag.


    Da ich gerne alles selber mache und meine Reifen selbst umziehe und wuchte fahre ich

    sogar die bei vielen verteufelte Mischbereifung (z.B. vorne Pirelli, hinten Bridgestone)

    Momentan fahre ich einen Satz Pirelli Angel GT. Aber die Erfahrung zeigt und es deutet

    sich schon an das der Vorderreifen an den Flanken dieses Jahr wohl aufgeben wird.

    Und ich als hobbymäßiger Sparfuchs habe mir einen gebrauchten Conti-Roadattack3 hin-

    gelegt den ich dann aufziehen werde. Dann fahre ich wieder Mischbereifung aus Pirelli

    hinten und vorne Conti und erwarte aus der Erfahrung heraus keinerlei Probleme.


    Übrigens, für hinten habe ich auch schon einen neuen aber 4 Jahre alten

    Metzeler Roadtec Z8. Solange Reifen kühl, trocken und ohne UV-Strahlung gelagert werden

    altern sie so gut wie garnicht. Vor ein paar Jahren durften Reifen die laut DOT-Nr.

    nicht älter als 5 Jahre waren noch als Neureifen verkauft werden! Es gibt Tests mit "älteren"

    (5 Jahre) alten Reifen wo quasi kein Unterschied zum Neureifen auf der Teststrecke

    festgestellt werden konnte.


    Ja, ich weiß, beim Thema Reifen reagieren viele sehr sensibel, da spielt das Bauchgefühl

    eine große Rolle. Das ist o.k. und ich akzeptiere das. Der eine so der andere so.
    (Ich beziehe mich hier auf meine über die Jahrzehnte gemachten "persönlichen" Erfahrungen.)


    Aber eins ist mir aufgefallen. Da sehe ich an z.B. Motorradtreffs quasi neue Reifen die

    aber einen großen "Angststreifen" aufweisen.

    Da frage ich mich was passiert wenn derjenige etwas zu schnell in eine Kurve fährt, die Straße

    eventuell feucht ist, noch ein Hindernis auftaucht und derjenige nachdrücken muss und auf

    den nicht angefahrenen Teil des Reifens kommt? :think:


    Diesen Leuten kann ich nur sagen, fahrt eure Flanken an! Dazu braucht man nicht schnell

    zu sein, einfach in engen Kurven das Mopped ordentlich drücken oder auf einem Parkplatz

    ein paar enge Kreise fahren und ordentlich drücken.

    Wenn die Reifenflanken nicht angeraut sind und wohlmöglich auch noch Formwachs oder

    ähnliches auf den Flanken ist nützt einem der tollste Reifen nichts.


    "Reifen und Öl, die unendliche Geschichte."


    Gruß, Thomas :boywink:

    Die Breite des sogenannten Angststreifens ist von Reifen zu Reifen, selbst bei identischer

    Fahrweise (Schräglage), verschieden.

    Manche Reifen fallen zu den Flanken hin steil ab und manche sind im Querschnitt eher

    rundlicher etc............

    Ich habe mir schon etliche Videos angeschaut wo Könner Reifen in den Grenzbereich

    gebracht haben aber trotzdem noch ein "Angststreifen" zu sehen war.


    Die Breite sagt nur bedingt etwas über die Schräglagenfreudigkeit des Fahrers aus.

    Wenn ich bei meinen Pirellis den "Angststreifen" eliminieren wollte wären die Fussrasten weg,

    der Auspuff wäre durchgeschliffen und die Krankenschwester würde mir mein Brötchen

    in einer Schnabeltasse servieren.


    Ach so, die Physik spielt da ja auch noch eine Rolle! Je niedriger der Gesamtschwerpunkt aus

    Fahrer und Motorrad ist je stärker muß sich dieser bei gleicher Kurvengeschwindigkeit in die

    Kurve legen, sprich der Neigungswinkel wird größer.

    Natürlich sind Entscheidungen immer individuell und die Beweggründe von Mensch

    zu Mensch verschieden.


    Der eine entscheidet spontan aus dem Bauch heraus, der nächste macht sich vor

    einer Anschaffung etwas mehr Gedanken...

    Wir haben hier ja auch Motorradfahrer die schon über 10 oder sogar über 20

    Motorräder besessen haben. Da ist eine "Fehlentscheidung", wenn man es so nennen

    möchte, kein Beinbruch, gibt es nächstes Jahr halt etwas anderes.


    Ich bin da anders gestrickt und wusste vor der Entscheidung das ich auch das neue

    Mopped länger fahren werde.

    Da habe ich halt ein Brainstorming gemacht und mir tatsächlich eine Wunschliste

    gemacht. Das Ergebnis kennt ihr.


    Gegenüber z.B. "OpaKalle" hatte ich den Vorteil das ich nicht Jahrzehnte aus dem

    Geschäft war. Ich bin immer wieder einmal andere Moppeds von Bekannten probe-

    gefahren und hatte so einen Anhaltspunkt was mir eher zusagt und was nicht.


    Wie ich schon einmal sagte, hätte es die NC nicht gegeben wäre es wohl eine

    Suzuki SV650 geworden.


    Ich finde es trotzdem interessant wie individuelle Entscheidungen zustande kommen

    und welche Faktoren da eine Rolle spielen, that's Life.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Hallo Alex,


    das erste Video fand ich besonders interessant. Der Fahrer der CB500 ist kein Unbekannter.

    "Schaaf" der unter anderem für 1000PS arbeitet hat wohl schon so ziemlich jeden 2-rädrigen

    Untersatz gefahren. Auf seinem Kanal gibt es jede Menge solcher Videos.


    Aber was ich besonders lustig an dem Video fand war wie der alte Hase mit einer älteren CB500

    in den Kurven eine 1000er Kawa vor sich hertreibt, gelernt ist gelernt.


    Er hat auch einmal eine RH09 über Gran Canaria getrieben. Leider sieht man nur die Rückfahrt

    da ihm auf der Hinfahrt sein Voicerecorder ausgefallen ist. Er war deshalb etwas stinkig so das ihm

    ein paar kleinere Fahrfehler unterlaufen sind. Aber egal, trotzdem schön anzuschauen.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Mel


    Du schriebst:

    "Ich kann natürlich nur für mich selbst sprechen, doch die NC ist für mich alles andere als ein Vernunftkauf"


    Nicht das du das mit der "Vernunft" falsch verstanden hast.


    Die "Vernunft" bezog sich in meinem Fall z.B. auf emotionale und rationale "Vernunftentscheidungen"

    die vor dem Kauf ganz oben auf meiner Liste standen.


    Meine Ansprüche und Erwartungen an ein Motorrad haben sich über die Jahre einfach geändert.

    Mit 64 Jahren wollte ich ein Motorrad das diesen geänderten Ansprüchen gerecht wird. Nach jeder

    Menge gesammelter Informationen kristallisierte sich die NC mit DCT als die für mich eierlegende

    Wollmilchsau heraus. Kein anderes Motorrad konnte das so vollumfänglich bieten. :thumbup:


    Sitzhöhe, bin 174 - Drehzahlniveau und Leistungsabgabe - Niedriger Schwerpunkt mit nicht zu

    kurzem Radstand, ergibt leichtes Handling mit gutem Geradeauslauf - gute Sitzergonomie - Ein

    Staufach für das Nötigste (Topcase, Koffer, bei mir nur wenn's nicht anders geht) - Niedriger

    Spritverbrauch, ein angenehmer Nebeneffekt des Motorkonzepts, nehme ich doch gerne mit. - Und

    das DCT? Für mich der absolute Gamechanger auch wenn ich meist mit den Wippen schalte, einfach

    herrlich. - Solider, langlebiger Motor, das hat sich ja mittlerweile herauskristallisiert -


    Nachdem ich Fahrwerk, Sitzbank und ein paar andere Dinge angepasst bzw. geändert habe ist die

    NC jetzt "mein Motorrad".


    Und sie fährt sich alles andere wie ein reines "Vernunftmotorrad" Nein, für mich ist sie rundherum

    eine Spaßmaschine die all meinen Wünschen gerecht wird und mir nach 17tKm auf jeder Tour

    noch immer das Grinsen ins Gesicht treibt.


    Kurz gesagt, Vernunft und Selbstreflektion vor dem Kauf bringt maximale Fahrfreude und

    Zufriedenheit nach dem Kauf. Bei mir hat's geklappt. :)


    Gruß, Thomas :boywink:

    Schaut euch das einmal an:

    NC750X RACE
    NC750X RACE. Su adesiviestampe.it
    www.decalmoto.com

    https://www.ebay.de/itm/273817990536

    NC750X ROTHMANS
    NC750X ROTHMANS. Su adesiviestampe.it
    www.decalmoto.com


    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Problem ist leider oftmals das

    Eigenkreationen vom Farbkonzept, der Dimensionierung etc. nicht schlüssig sind.

    Das sieht dann gebastelt aus. Da sollte man ein Auge für haben.

    Ich habe schon einige Verschlimmbesserungen gesehen. :think: :puke-front:


    O.k. meine Meinung und eben immer auch Geschmackssache.

    Da steckt ein ganzes Geschäftsmodell hinter:


    Ramy RC ist ein bekannter Modellbau-YouTuber, der sich auf den Bau und Flug von extrem

    großen, ferngesteuerten Flugzeugen (RC-Fliegern) spezialisiert hat. Bekannt für Projekte wie

    eine riesige Boeing 777X und einen Airbus A380, baut er diese Modelle oft in Zusammenarbeit

    mit Tyler Perry in den USA.


    Seine Videos zeigen den Einsatz von 3D-Druck, Kohlefaser und speziellen Klebstoffen.

    Kooperationen: Er arbeitet oft mit dem Schauspieler und Regisseur Tyler Perry zusammen, der

    die Jungfernflüge seiner Großmodelle fliegt.

    Hintergrund: Ramy ist ein 33-jähriger Modellbauer (Stand 2020), der seinen Nachnamen aus

    Gründen der Privatsphäre nicht nennt. Ramy RC dokumentiert den gesamten Prozess von der

    Konstruktion bis zum Erstflug auf seinem Kanal.


    Übrigens, das bescheidene Anwesen gehört dem Medienmogul und Schauspieler Tyler Perry.

    Der Mann scheint ein Universaltalent zu sein, er fliegt in dem Video auch die 777, das muss man

    auch erst einmal beherrschen, Hut ab.

    Leider sind an derartigen Prämien nicht nur die Verunfallten schuld.


    Wie ich hier schon einmal erwähnte habe ich eine leicht verunfallte NC750S-DCT (RC88)

    mit gerade einmal 3017 Km gekauft. Der Verkäufer war UKD-Haaren (Unfall-Krad-Depot),

    die unter anderem Versicherungsschäden auf und verkaufen. Meine war auch so ein Fall.


    Ich habe sie mit quasi neuwertigen Gebrauchtteilen inkl. Lackierung in Eigenleistung für

    etwas über 300 Eur wieder fitgemacht.

    Aus Neugier habe ich einmal bei Honda Parts nachgeschaut was lackierte Teile etc. kosten.

    Bei der Aufstellung bin ich inkl. Arbeitslohn auf unglaubliche ca. 6.500 Euro gekommen.

    Was allein bei Honda einige Kunststoffteile kosten da wird einem regelrecht schwindelig. :shock:


    Da wundert es mich nicht das schon bei relativ leichten Unfällen eine ein paar Jahre alte NC

    von der Versicherung schnell zum Totalschaden deklariert wird.

    Ja, und wer zahlt das alles im Endeffekt? :think:


    Richtig........


    Aber meinen Informationen zufolge ist es bei anderen Marken auch nicht viel besser.

    Kannste nix machen. :angry-tappingfoot: