Warum schreib ich überhaupt wenn du es nicht liest oder verstehst.
Bei allen Motorrädern die nur noch eine Druckangabe haben stehen diese für den
Kaltdruck bei voller Beladung! Diese information wurde mir mehrfach bestätigt.
Und das das nicht im Handbuch steht habe ich ja bemängelt. Honda geht wohl
davon aus das man das wissen muss.
"Man kann auch daraus folgern, das das alles nicht sooo wichtig ist."
Ich glaube dazu möchte ich lieber nichts sagen, sonst geht mir noch der Draht aus
der Mütze.
"Es wird nicht geschrieben wieviele Grad mit 'kalt' gemeint ist, usw. Man kann in diese eine
Information 2,5 und 2,9 alles mögliche hinein interpretieren."
Definition: Ein Reifen gilt als kalt, wenn das Motorrad länger als zwei Stunden nicht
bewegt wurde oder weniger als 3 km bei mäßiger Geschwindigkeit gefahren wurde.
Motorradreifen erreichen im normalen Straßenbetrieb meist Temperaturen zwischen
30 °C und 60 °C, wobei etwa 35 °C als angenehm warm für guten Grip gelten. Bei sport-
licher Fahrweise oder auf Rennstrecken können Reifenoberflächen jedoch deutlich
über 100 °C heiß werden. Ideale Betriebstemperaturen liegen je nach Reifentyp im
Bereich von 50 °C bis über 80 °C.
"Früher hatten wir ganz andere Reifen mit ganz anderen Eigenschaften"
So anders waren die Reifen auch nicht! Der Aufbau von Karkasse und Flanken war auch
schon in den 80ern fast immer ein Nylongürtel. Was sich verbessert hat sind die Kautschuk-
Silica-Mischungen die mehr Grip bieten, Temperaturschwankungen besser wegstecken etc.
Aber was sich nicht verändert hat ist die Physik dahinter! Egal ob weichere oder härtere
Karkasse bzw. Flanke: Der Reifendruck ist dafür verantwortlich das der Reifen die Masse des
jeweiligen Motorrads tragen kann und die Kontaktfläche am Boden weder zu klein
(zu hoher Luftdruck) bzw. zu groß (zu niedriger Luftdruck) ist.
Der Flächendruck ist entscheidend: 1Bar = 1Kg / Cm² (Quadratzentimeter) Ob steifere oder
weichere Karkasse bzw. Reifenflanke ist dabei nicht so entscheidend. Auch ein stabiler Reifen
mit wenig Eigendämpfung wir z.B. bei minus 0,5Bar schwammig.
Beispiel: Zwei Motorräder mit der gleichen Bereifung, eins wiegt 200Kg das andere 300Kg.
Jetzt rate mal welches Motorrad den höheren Luftdruck benötigt um vernünftig fahrbar zu sein?
Garnicht so kompliziert. Und deshalb ist es auch wichtig den Reifendruck ja nach Beladungs-
zustand zu erhöhen oder zu erniedrigen.
Und wenn dann noch verschiedene Temperaturen ins Spiel kommen, der Reifen aber auch hier
seine optimale Performance bieten soll ist die Änderung des Luftdrucks manchmal unumgänglich.
O.K. fährt auch so, aber der Reifen leidet unnötig und das Mopped wir instabiler etc.
"dass alle anderen Meinungen und Vorgehensweisen falsch sind"
Ich habe niemanden persönlich angesprochen das seine Vorgehensweise falsch ist. Ich habe erklärt
warum ich es anders sehe, habe Quellen dafür benannt und versucht es nachvollziehbar zu erklären.
"und dem Motorrad und den Reifen schadet. Tut es das wirklich?" Ja
Hier nochmal extra für dich aus meinem vorherigen Thread anhand der
Auswirkungen zu hohen Luftdrucks:
höherer Verschleiß der Reifen an der Lauffläche,
späteres Erreichen der Betriebstemperatur der Reifen,
geringerer Komfort durch harte Federung,
schlechtere Stabilität des Motorrads,
Gefahr von Fahrwerksschäden oder geplatzten Reifen,
(Quelle: Motointegrator)