Beiträge von ThomasLIP

    Fraenker


    "Nach meiner Einschätzung stellen die Fahrer die größere Gefahr dar, die sich gar nicht unsicher

    auf ihrem Motorrad fühlen, sondern stattdessen über eine äusserst gesunde Selbstüberschätzung verfügen.

    Von solchen Helden halte ich nach Möglichkeit nur eins: viiiiel Abstand😉."


    Jepp, das ist die andere Seite der Medaille aber das gleiche Problem: RISIKOLLEGEN


    Die andere Fraktion hatte ich in meiner Betrachtung erst einmal ausgeschlossen:

    ".........und rede dabei nicht von den Leuten die mit ihren Supersportlern etc. die Strasse zur Rennstrecke erklären."
    (Wobei man natürlich auch bei diesen unterscheiden muß)


    Ich bezog mich erst einmal auf die die eigentlich recht gesittet fahren aber auffällig unsicher sind.

    Gruß, Thomas :boywink:

    Opa-Kalle

    Eventuell habe ich warum auch immer nur die eher negativen Rezensionen gelesen, mag sein.

    Ich habe das Buch ja nicht explizit verurteilt:


    "......scheint sich die eher psychologielastige Herangehensweise von Spiegel an das Thema nicht

    jedem zu erschliessen."

    "Das war in diesem Fall für mich das k.o. Kriterium, kann man lesen muß man aber nicht? :think:"

    Ich habe den Satz aber bewusst mit einem Fragezeichen versehen.


    Was mir allerdings viel wichtiger war anzusprechen das es wohl Motorradfahrer gibt denen auch

    kein Buch, egal wie es geartet ist, beim verbessern ihrer Fahrtechniken weiterhilft.


    Diesen empfehle ich dringenst ein geführtes Training.

    Problem bei der Sache ist deren Selbstreflektion. Es bleibt die Frage ob diese Fahrer die unsicher

    auf dem Motorrad sind wahr haben wollen das sie für sich und andere eine erhöhte Gefahr

    darstellen.

    Ich habe da so meine Erfahrungen gemacht und rede dabei nicht von den Leuten die mit ihren

    Supersportlern etc. die Strasse zur Rennstrecke erklären.


    Wenn dir jemand in einer Kurve mit gemäßigter Geschwindigkeit aber auf deiner Spur entgegen

    kommt dann kann da was nicht stimmen. Oder Leute die auf der Geraden recht normal fahren

    und vor einer Kurve eine regelrechte Panikbremsung hinlegen um sich dann mit wenig Schräglage

    durch die Kurve zu quälen. Alles schon erlebt.


    Aber egal, wenn du dir „Die obere Hälfte des Motorrads“ zu Gemühte führen solltest würde ich mich

    freuen deine Einschätzung dazu zu lesen. Wie gesagt, ein Rezensent muß nicht zwangsweise mit seiner

    Einschätzung eines Buches richtig liegen.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Hallo,

    ich habe das Buch von Bernt Spiegel „Die obere Hälfte des Motorrads“ nicht gelesen.

    Ich hatte lediglich Rezensionen hierzu gelesen.


    Obwohl ich mich ein wenig für Psychologie interessiere, da man unter anderem erstaunliches

    über sein eigenes Verhalten und Handeln, welches bei weitem nicht so selbstbestimmt ist wie

    man denkt, erfährt, scheint sich die eher psychologielastige Herangehensweise von Spiegel an

    das Thema nicht jedem zu erschliessen.

    Das war in diesem Fall für mich das k.o. Kriterium, kann man lesen muß man aber nicht? :think:


    Natürlich sind Selbstreflexion und Kritikfähigkeit eine Grundvorraussetzung um unser Handeln

    gerade beim Moppedfahren zu verbessern, aber das halte ich für eine Selbstverständlichkeit.


    Es gibt auch beim Motorrad die Leute die ein natürliches Talent hierfür haben und ein Motorrad

    recht schnell beherrschen, mit diesem ein Einheit bilden und die Grenzbereiche erfahren und

    erfühlen. Und wenn sie sich dann auch noch halbwegs an die Stvo halten sind sie recht schnell

    durchaus "gute Motorradfahrer".


    Leider gibt es auch gegenteiliges. Mir fallen immer wieder einmal Motorradfahrer auf die gerade

    vor und in Kurven sehr unsicher sind, Schräglagenangst haben, vom Kurvenblick und der richtigen

    Linie anscheinend noch nie gehört haben und dazu noch ein merkwürdiges Bremsverhalten an den

    Tag legen.

    Spätestens am Motorradtreff bestätigt mir ein Blick auf deren Reifen ob ich richtig gelegen habe

    oder nicht.


    Diesen Leuten empfehle ich in deren eigenem Interesse ein geführtes Training zu buchen. Hier ist

    man unter Gleichgesinnten und lernt unter Anleitung sein Motorrad sowie dessen Grenzen zu

    "erfahren". (Das kann übrigens richtig Spaß machen.)

    In diesen Fällen kann das "beste Buch" die Fahrpraxis einfach nicht ersetzen!


    Auch wenn ich gerne einmal im Blümchenpflückermodus unterwegs bin und die "Motorradbeherrschung"

    damals ohne geführtes training erlernt habe gehe ich auch heute noch hin und wieder die Sache

    etwas sportlicher an. Ich finde es für den Fall der Fälle wichtig die Grenzen was Schräglage, Brems-

    verzögerung etc. anbelangt nicht aus den Augen zu verlieren. Das kann mein Leben retten!

    Ohne Übung kann das schnell mit einer folgenschweren Panikbremsung :shock: enden.

    Wenn ein Reifenwechsel ansteht mache ich gerne ein paar Gefahrbremsungen. Es kann nicht schaden

    wenn man fühlt wie das ABS arbeitet, die NC hinten ein wenig pendelt aber sicher zum stehen kommt.


    Und ich bin mir sicher das ich die absoluten Grenzbereiche der NC und der Reifen, die Testfahrer

    routiniert erfahren noch nicht erreicht habe. Schön das da noch Luft ist, man weiß ja nie.


    Wie gesagt, das beste Buch bringt nichts wenn man das gelesene nicht in der Praxis umsetzt.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Lorenz

    Zugegeben, wahrscheinlich hat sich nicht jeder vorm Kauf einer NC so damit beschäftigt wie

    ich.


    Dazu muß ich sagen das es das erste Honda Pro-Link System schon 1979 gab und mir bekannt

    war wie dieses arbeitet und das es mit einer "echten Progression" arbeitet.


    Dieses System ist jeder sogenannten progressiven Feder, die ja nur einen Umschaltpunkt hat,

    absolut überlegen.

    Durch die Gestaltung der Kinematik kann man eine wesentlich individuellere progressive

    Feder- und Dämpferkennlinie gestalten.


    Es gibt keinen vernünftigen, nachvollziehbaren Grund bei der Entwicklung eines Federbeins

    dessen Feder nicht auf das überlegene Pro-Link System anzupassen sondern stattdessen die

    Feder noch mit einer harten Progression zu versehen die nur dazwischenfunkt. Absoluter Unsinn

    und technisch nicht nachvollziehbar.

    Nicht umsonst sind bei der NC lineare Federn verbaut und die Progression übernimmt das

    Pro-Link.


    Auch wenn das Original Federbein bei geringer bis mittlerer Beladung etwas hart und stuckig,

    mit einem eher mäßigen Ansprechverhalten ist, hat Honda wohl das Beste daraus gemacht.

    Honda hat ja das Problem das das Federbein bedingt durch die recht hohe angegebene Zuladung

    die die NC erlaubt ein noch funktionierendes Federbein liefern muß ohne das dieses laufend

    durchschlägt. (Und preiswert muß es in dieser Klasse auch noch sein.)


    Deshalb wohl auch die hohe Federrate von 145 bzw. 154 N/mm.


    Hohlt man sich ein gutes Federbein mit linearer aber weicherer Feder sowie mit einstellbarer Zug

    und Druckstufe kann man bei diesem für volle Beladung immer noch die Feder mehr vorspannen,

    und Zug und Druckstufe etwas schliessen. Trotz weicherer Feder die, wie ich selbst "erfahren

    konnte", wesentlich komfortabler ist hat man dann bei hoher Beladung immer noch Reserven

    ohne das die Feder durchschlägt und man ein unsicheres Schaukelpferd bekommt.


    Wer meist solo unterwegs ist und mehr Komfort möchte wird um ein Federbein mit einer ge-

    schätzten Federrate von 110 bis max. 120N/mm meiner Meinung nach nicht herumkommen.


    Wilbers z.B. gibt ja keine Federraten an sondern unterscheidet zwischen Komfort, Standard und

    Sportlich.

    Ohne die genauen Federraten zu kennen würde ich bis max. ca. 90Kg definitiv für einen Komfort-

    gewinn das Komfortfederbein mit Zug und Druckstufenregelung nehmen.


    Oder wenn Geld keine Rolle spielt das 641er Competition.

    Wie -BW- in seinem Beitrag schon sagte:

    Den High-Speed-Bereich der Druckstufe (rot) am Ausgleichsbehälter leicht öffnen. Dann werden

    kurze, harte Stöße nicht mehr so stark weitergeleitet und es fühlt sich gerade auf schlechten

    Straßen komfortabler an.

    Low-Speed-Bereich und Zugstufe nach Bedarf ebenfalls anpassen.


    Mir war es halt zu teuer. Aber da ich meist solo fahre reichte bei mir mein gebrauchtes Sachs mit

    einstellbarer Zugstufe. Und glaubt mir, vom Komfort her sind das Welten zum Originalfederbein,

    das nenne ich einen echten Komfortgewinn ohne aus der NC ein Schaukelpferd gemacht zu haben.


    Vielleicht gibt es ja noch andere Anbieter die preislich etwas attraktiver sind, bietet YSS nicht auch

    soetwas an?


    Jepp, ist wieder ein Roman geworden, sorry, aber wen es interessiert. Ist aber auch ein komplexes

    Thema was nicht in 2 Minuten abgehandelt ist.


    Gruß, Thomas :boywink:


    Und zu dem Pro-Link, hier geht's zu Wikipedia:

    Pro-Link – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Fraenker

    Frage zu dem Ruß am Auspuff. Hatte die NC750S den runden Auspufftopf oder den der auch

    bei deiner verbaut ist?


    Ich frage da es auch an der Auspufform liegt ob diese Sprenkel vermehrt auftreten.

    Trotz gleichem Sprit hatte ich diese Sprenkel an meiner BMW seltenst und wenn nur minimalst

    am Auspuff obwohl sie konstruktiv aus den 80gern stammt und der Motor fetter läuft!

    Der NC-Auspuff ist mit der Edelstahlblende und dem hervorstehenden Auspuffrohr strömungs-

    technisch anscheinend anfälliger für diese Sprenkel. Ist mir an anderen NC's mit diesem,

    nicht dem runden Auspuff schon aufgefallen.


    Also auch eine Frage der Auspuffform und wie das Abgas aus diesem ausströmt.


    Hinzu kommt noch folgendes, die Luftfeuchtigkeit. Wenn sich dadurch oder durch eine vorherige

    Kurzstrecke Kondensat im Auspuff gebildet hat, du dann lostfährst und etwas mehr Gas gibst

    kommt dieses rußüberzogene Kondensat in Form von Mikrotröpfchen aus dem Auspuff.

    Stell dich spaßeshalber einmal im Winter hinter ein Auto beim Kaltstart und halte ein weißes

    Tuch hinter den Auspuff. (Kaltstart= unvollständige Verbrennung)


    Und egal welchen Sprit du tankst werden unter diesen Bedingungen diese Mikrotröpfchen aus

    dem Auspuff kommen.

    Es gibt noch keinen Motor der den Kraftstoff zu 100% verbrennt, gerade beim Kaltstart! Und un-

    verbrannter Kraftstoff ist nunmal schwarz.


    Wer mir nicht glaubt der kann ja einmal den Finger in den Auspuff einer mit Aral-Ultimate

    gefahrenen NC stecken. Der Finger wird auch hier schwarz werden.

    O.k. das Ultimate hat eine minimal bessere Verbrennung und rußt tatsächlich etwas weniger.

    Das ist aber technisch gesehen, gerade bei dem NC-Motor absolut belanglos.


    Wie ich hier schon einmal schrieb habe ich letztes Jahr die Brennräume meiner NC endoskopiert.

    Ergebnis: Saubere Ventile, sauberer Brennraum, sauberer Kolbenboden trotz E5 bzw. E10.

    Selbst bei meiner BMW Bj. 1988 sah es nach ca. 25 Jahren nicht viel anders aus.


    Mach dir keine Sorgen, fahr was du willst.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Für mich ist Immanuel Kant "der Philosoph der Aufklärung"!


    Ein Vorreiter der versucht hat durch seine Denkansätze verkrustete Denkstrukturen aufzubrechen.

    "Moderne ist durch rationales Denken alle den Fortschritt behindernden Strukturen zu überwinden

    und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen"


    Nur durch diese Denkstrukturen wurde es möglich und nötig sich mit Themen wie den Menschenrechten,

    der Bildung, den Bürgerrechten, dem Allgemeinwohl etc. rational auseinanderzusetzen.


    Nicht umsonst gehört auch nach über 225 Jahren Kant immer noch zur Pflichtlektüre der modernen

    Philosophie. Ein Freigeist der sich das Denken nicht verbieten ließ und Missstände offen ansprach.....


    Ich weiß, viel zu kurz gegriffen! Aber wer sich einmal mit Kant beschäftigt hat weiß was ich meine.

    (Passt doch auch hervorragend in ein Motorrad-Forum ;) )


    Gruß, Thomas :boywink:

    Fraenker


    Naja, wenn einem Honda schon eine echte Progression der Schwingenfederung anbietet

    finde ich es schon merkwürdig in die Feder ein Progression mit Umschaltpunkt die ja

    eine harte Progression darstellt zu verbauen.

    Das kann dann je nach Zuladung zu ungewollten Effekten führen.

    (Das Thema "Progression mit Umschaltpunkt" etc. hatten wir hier schon einmal sehr ausführlich

    bearbeitet.)


    "Es wird alles angeboten wofür man Abnehmer findet."


    Da muß ich dir leider recht geben. Mit ein paar flotten Werbesprüchen wird der oftmals eher

    unkundige interessent beruhigt und mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen diesem dann

    suggeriert das dieser Artikel exakt auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

    "Damit machen sie garantiert nichts falsch" Ja neee is klaa.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Deutschland und die Digitalisierung!

    0 Artikel für 57,97 :think:


    Ich war vor kurzem beim TÜV, bei der ASU konnte er über OBD einige Werte sowie den

    Readiness-Code nicht auslesen. Peinlich, Begründung war die neue Software die mit

    einigen Fahrzeugtypen noch Probleme macht.


    Beide Ist-Drehzahlen stimmten überhaupt nicht und bei allen 5 abgasrelevanten Werten

    stand unter Ergebnis: nicht i.O. Wenigstens bei der Leerlaufdrehzahl und der erhöhten

    Drehzahl hätte ein i.O. stehen müssen da diese laut Drehzahlmesser korrekt waren!


    Dann haben wir, da mein A2 vor 2006 gebaut wurde nur eine Sondenmessung durchgeführt.

    (das darf bei Fahrzeugen alternativ zur OBD Prüfung bei Fahrzeugen bis 2006 unter bestimmten

    Bedingungen gemacht werden.)

    Leider nicht bestanden, jetzt hat es den schon angezählten Vorkat nach 197tKm erwischt.


    Aber wenn ich wiederkomme ist die Prüfung kostenlos. Wenigstens etwas.


    Übrigens, Kat bestellt und glatt den falschen erhalten, prima. War es wieder ein Softwareproblem

    oder war es der Humanoid vorm Computer? Als dann endlich der richtige kam war die Bühne

    beim Kumpel besetzt. :angry-banghead:

    Über 2 Wochen vertrödelt bis er dann eingebaut war. Wenn jetzt noch was ist wird's langsam eng.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Apropo Feder,


    ich habe irgendwo gesehen das es für die NC auch Federbeine gibt die eine "progressive" Feder

    haben. Warum? :?


    Was mich daran wundert?

    Nun, das in der NC verbaute Pro-Link Federsystem arbeitet progressiv!
    Pro-Link
    heißt übersetzt eigentlich nichts anders als progressive-Anlenkung (Umlenksystem)


    Wenn ich mich nicht irre haben alle NC's im Federbein eine lineare Feder verbaut da die echte

    Progression das Pro-Link übernimmt. (Die Originalfeder meiner NC88 war auf jeden Fall linear gewickelt)


    Würde mich mal interessieren was die Federbeinhersteller für eine Begründung dafür haben

    in einem schon progressiv arbeitenden System zusätzlich eine progressive Feder zu verbauen?


    Sachen gibt's, ich habe da so eine Vermutung.


    Gruß, Thomas :boywink: