Beiträge von ThomasLIP

    Auch wenn du, wie ich gelesen habe, gehärtete Düsen verbaut hast und PETG-CF drucken

    könntest bin ich mir sicher das bei deinem Aufbau die Stabilität mit PETG vollkommen

    ausreichend ist. :thumbup:

    Ich selber besitze keinen 3-D-Drucker aber mein Nachbar, dem ich übrigens deinen

    Artikel gezeigt habe, sieht das genauso. Wir haben zusammen schon einige Projekte

    erstellt, deshalb ist mir die Materie nicht ganz fremd.


    Er hatte übrigens anfangs einen P1P und hat auf den P1S upgegradet.

    Guter Anhaltspunkt. :thumbup:


    Und genau das ist mir Anfangs gleich aufgefallen. Obwohl ich recht leicht bin wurden diese 30%

    bei meiner RC88 schon überschritten! :angry-tappingfoot:

    In meinem Fall war es der Federweg von N1 (Motorrad unbelastet) auf N2 (Motorrad belastet mit

    Fahrer)

    (Von N0 (Räder komplett entlastet) nach N2 ist es logischerweise noch mehr.)


    Es wird meiner Meinung nach also unnötig Federweg, der für eine komfortableres Fahrwerk
    genutzt werden könnte, verschenkt. Dies ist wohl zum großen Teil den zu weichen, enger ge-
    wickelten Windungen der progressiven Gabelfeder zu verdanken! :angry-tappingfoot:


    Eventuell haben ja auch andere schon diese Beobachtung gemacht.

    Testen ist mit 2 Leuten ganz einfach.

    Hier der etwas uninteressantere Teil:

    NC auf den Hauptständer stellen und Vorderrad entlasten. Einen Kabelbinder oberhalb vom

    Abstreifring um das Gabelrohr legen und leicht festziehen.

    Vorsichtig Abbocken und wieder Aufbocken. Abstand zwischen Abstreifring und Kabelbinder

    messen. Das ist der Weg zwischen N0 (Konstruktionslage) und N1 (Statischer Negativfederweg,

    der Weg, den das Fahrwerk durch das Eigengewicht des Motorrads (ohne Fahrer) einfedert.

    (Kann man machen muss man aber nicht. Aber wenn man schon einmal dabei ist.)


    Danach kommt der meiner Meinung nach noch interessantere Teil:

    N2, der fahrdynamischer Negativfederweg: Der Weg, den das Fahrwerk durch das Gewicht des

    Motorrads plus Fahrer einfedert.

    Motorrad unbelastet zwischen die Beine nehmen und den Kabelbinder bis zum Abstreifring

    herunterziehen, auf die Sitzbank setzen und die Beine vorsichtig einmal kurz anheben und

    dann wieder aufstehen und den Abstand zwischen Abstreifring und Kabelbinder messen.


    Wäre einmal interessant was bei euch da so für Werte herauskommen. Wenn ihr sie angeben

    wollt ergibt das aber nur Sinn bei Angabe eures Körpergewichts und der Modellangabe, da sich

    ja je nach Modell (z.B RC90) und Baujahr etwas an der Gabel geändert haben kann.

    Ich glaube hier ist bei dem was ich geschrieben habe ein falscher Eindruck entstanden. :?

    Genau wie auch "viericks" sagte ist die NC für mich eine "EierlegendeWollMilchSau".
    Sie vereint für mich in einzigartiger Weise konstruktive Besonderheiten die mir sehr entgegen-

    kommen. Ich bereue den Kauf keine Sekunde, im Gegenteil, sie scheint mir wie auf den Leib

    geschnitten zu sein. Ich schaue mir gerne andere Motorräder und deren optische und technische

    Lösungen an, aber wenn ich danach wieder auf der NC sitze. :)


    Um zu verdeutlichen das ich mir meine Meinung zu der unsensiblen Gabel nicht aus den

    Fingern gesogen habe hier noch einmal dem Sinn nach das was der "renommierte Hersteller

    Wilbers" z.B zu der Gabelfeder sagt:


    "Die Original Feder hat einen zu weichen Teil der dann zu früh in den zu harten Teil übergeht da der
    weiche Teil bei N2 (Federweg Maschine + Fahrer) zu früh aufgebraucht ist.

    (Weicher Teil ca. 6,5 N/mm - Harter Teil ca. 11,5 N/mm)"

    Genau das ist einer der Gründe warum die Gabel suboptimal und unsensibel bei unebener Fahr-

    bahn arbeitet.


    Und da frage ich mich halt warum Honda das im Gegensatz zu so manchem Konkurrenzprodukt

    in der gleichen Preisklasse nicht besser gelöst hat. :think: Zeit hatten sie genügend.


    Allein durch eine andere Federcharakteristik, die keinen Cent mehr gekostet hätte und durch

    Anpassung des Luftpolsters, der Ölviskosität bzw. der Ölbohrungen hätte man die NC etwas

    komfortabler auslegen können. ;(


    Und genau das kreide ich Honda an und dafür gibt es in meinen Augen keine Ausrede.


    Und das Federbein? Da ist es das gleiche. Eine etwas ander Federcharakteristik, Anpassung der

    fest vorgegebenen Zug und Druckstufe, alles durchaus möglich.


    Und um noch einmal ein Missverständnis anzusprechen. Hier wird immer wieder vom Verstellen

    der Federvorspannung des Federbeins gesprochen. Das ändert hauptsächlich die N1 bzw. N2

    Lage bei der eigentlich nur der Hintern der NC höher oder niedriger kommt. Um ein Durchschlagen

    bei höherer Beladung zu verhindern erhöht man die Stufe. Das ändert so gut wie garnichts an der

    Dämpf bzw. Federcharaktaristik. Etwas hart und unsensibel bleibt es trotzdem.


    Das etliche meine Meinung zur Original-Fahrwerksabstimmung teilen zieht sich hier seit Jahren

    wie ein goldener Faden durch's Forum. Und leichten Personen mit wenig Sitzfleisch wie mir scheint

    es besonders aufzufallen.

    Aber wie hier schon gesagt wurde "jeder Arsch ist anders" ;)

    Die Medaille hat ja immer zwei Seiten!


    Was ich der Standardgabel zu Gute halten muss ist das Gefühl für das Vorderrad.

    Man fühlt den Untergrund und ist nicht entkoppelt von der Straße. Der Grenzbereich

    ist zu spüren wenn z.B. eine Kurve unerwartet stärker zumacht und der Reifen in

    den Grenzbereich kommt.


    Das es aber komfortabler auf schlechten Straßen geht konnte ich vor Jahren auf einer

    Suzuki SV650 erleben. Die SV ist prädestiniert für einen Vergleich da sie im gleichen

    Preissegment angesiedelt ist und insgesamt vergleichbar ist.

    Die Gabel ist schluckfreudiger und bedämpft Schläge wesentlich besser. Dies gilt

    übrigens auch in gewissen Maße für das Federbein. Das Gefühl für das Vorderrad ist

    aus der Erinnerung heraus allerdings etwas weniger ausgeprägt obwohl die Sitzhaltung

    etwas lenkerorientierter ist.


    Für sportliches Fahren im Grenzbereich ist das ein gewisser Nachteil da etwas mehr

    Unruhe ins Fahrwerk kommen kann. (Sie ist allerdings nicht unterdämpft so das sie

    sich aufschaukeln könnte). Das ist allerdings weniger gefährlich und eher eine

    Sache der Gewohnheit. Aber ich denke auch das jedem klar ist das das Konzept beider

    Motorräder und deren Fahrwerksauslegung nicht auf den sportlichen Fahrer ausgelegt

    ist und in dieser Preisklasse auch nicht leistbar ist. (Z.B. einstellbare Zug-Druckstufe bei

    Gabel und Federbein etc.)


    Ich für meinen Fall kann nur sagen das ich beim ersten befahren einer meiner Haus-

    strecken, die an manchen Stellen einem Stoppelacker ähnelt, erschrocken war wie

    schlecht die NC (RC88) Unebenheiten glättet und fast ungefiltert in Hände und Rücken

    leitet.

    Mir war sofort klar, so kann das nicht bleiben. Dagegen war die Suzuki fast eine Sänfte

    obwohl diese eine sehr dünne, recht schlecht dämpfende Sitzbank hat.


    Natürlich hat es auch etwas mit meinem geringen Gewicht zu tun. Aber die Suzuki zeigte,

    es geht auch in dieser Preisklasse besser.


    Ich hatte durch Fahrten mit verschiedenen Motorrädern wie der besagten SV650 eine

    gewisse Erwartung was den Fahrkomfort auf schlechteren Straßen anbelangt und da

    wurde ich leider enttäuscht.


    Aus der "Erfahrung" sehe ich es so wie "Krid":


    "Das Fahrwerk ist so wie es ist einfach unnötig schlecht das kann man nicht schön

    reden... aber beim eigenen Kind ist wohl immer alles entschuldigt...

    Bezüglich des Fahrwerks verdient Honda mit der NC ganz sicher keinen Daumen nach oben.

    Fahre übrigens eine RC90. 3cm mehr Federwerk zur Aktualität machen den Kohl auch nicht

    fett..."


    So verschieden können die Empfindungen sein.

    Wenn Honda selbst bei der RC90 mit 150mm Federweg und Dual-Bending-Technologie es

    nicht hinbekommen hat das Fahrwerk etwas komfortabler zu gestalten ist das definitiv keine

    Glanzleistung.

    Man hätte vielleicht ein wenig bei der seit Jahren bewährten SV650 abkupfern sollen die

    auch nur über ein Standardfahrwerk ohne Einstellmöglichkeiten verfügt.


    Wer gutes Sitzfleisch hat und ein wenig mehr auf die Waage bringt der mag das unsensible

    Fahrwerk eventuell gar nicht so wahrnehmen wie ich.

    Und auch wenn ich mich wiederhole, wer meist auf guten Straßen unterwegs ist dem mag

    das eventuell kaum auffallen.

    Oftmals bringt erst ein echter Vergleich Klarheit.

    In dem Video haben sie die "Active-Track-Funktion" auch vorgestellt

    die übrigens zum Vorgängermodell wesentlich besser geworden sein soll.

    Sie erkennt mittlerweile sehr kleine Gegenstände wie Zweige etc. und umschifft sie

    mit traumwandlerischer Sicherheit. :thumbup:


    Die DJI Mini 5 Pro ist eine "Treue Drohne" und folgt einem überall hin, da kann sich so

    mancher Hund mal ein Beispiel dran nehmen. Die braucht kein Leckerli. ;)


    Nein, ich bin begeistert und muss mich zusammenreissen das ich nicht auf dumme

    Gedanken komme. Man kann nicht alles haben

    Da hast du dich ja nicht lumpen lassen und was ganz feines gekauft. :thumbup:


    Ich habe mir gerade einmal aus Interesse 2 Testvideos zu der DJI Mini 5 Pro

    angeschaut. Da gibt es bis jetzt wohl nur positives zu berichten. :)

    Einfach begeisternd was diese Drohne leistet. Das ist von professionellen

    Kameradrohnen, die wesentlich größer sind und ein x-faches kosten, kaum noch

    zu unterscheiden.


    Und es hat schon seinen Reiz die Gegend in der man sich mit dem Motorrad

    bewegt auch einmal in der "3ten Dimension" zu sehen.


    Ich denke du wirst in Zukunft ein paar Drohnenaufnahmen in deine Videos einbauen.

    bin schon gespannt.

    Für soetwas kann ich mich immer begeistern. :)


    Kaufen kann jeder, aber individuelle Lösungen die auf dem eigenen Mist gewachsen sind. :thumbup:

    Eine Lösung die besser aussieht wie jede käufliche und dazu noch professionell aussieht

    und passgenau ist, was will der Mensch mehr.


    Da kann man die 10 Eur Lehrgeld doch locker wegstecken.


    Drücke dir die Daumen das es beim zweiten Anlauf klappt.

    Krid


    Ich finde das ist keine Nestbeschmutzung!
    Das ist eine in meinen Augen sachliche Feststellung die ich aus meiner Erfahrung heraus

    und durch die Vergleichsmöglichkeit mit anderen Motorrädern machen konnte und deine

    Beobachtungen bestätigen.


    Was mich erstaunt ist, das selbst die RC90 welche du besitzt, trotz 30mm mehr Federweg

    und Dual-Bending-Gabel vom Fahrkomfort her gesehen laut deiner Aussage auch nur maximal

    mittelklassig ist. :?

    Das ist in sofern schade weil da garantiert ein Komfortgewinn rauszuholen gewesen wäre.

    Schade Honda, das habt ihr ja wohl voll verbockt, das können andere wohl besser, auch

    in dieser Preisklasse. :angry-banghead:


    Ich habe bei meiner NC-Gabel unter anderem ein YSS-Gabelventil verbaut welches wie

    das Dual-Bending-Ventil der RC90 arbeitet. Bei starken Schlägen öffnet zusätzlich zu den

    Ölkanälen ein einstellbarer, federbelasteter Ventilteller der dann einen größeren Ölvolumen-

    strom bei gleichem Druck erlaubt und so starke, langhubige und schnelle Schläge, wie sie bei

    Schlaglöchern auftreten, bedämpft.


    Das Gabelventil allein macht sich allerdings nur bei starken Schlägen bemerkbar die nicht

    mehr so unbedämpft in die Handflächen geleitet werden. Die Front wird in diesen Situationen

    ruhiger und man hat nicht mehr das Gefühl auf einem Springbock zu sitzen.

    Für den Gesamtkomfort habe ich eine lineare Feder mit einer niedrigeren Federrate von

    7N/mm verbauen müssen, ein niedriger viskoses Öl eingefüllt und das Luftpolster, welches

    progressiv parallel zu Feder wirkt, vergrößert (weniger Gabelöl).

    Nur in dieser Kombination ist für mich Leichtgewicht ein spürbarer Komfortgewinn zu ver-

    zeichnen.


    Ich werde aber das Gefühl nicht los das Haftreibung und Gleitreibung bei der NC-Gabel

    überdurchschnittlich sind und dadurch das Ansprechverhalten ein wenig eingebremst wird.


    Insgesamt kann ich mit meiner Gabellösung gut leben und werde es dabei belassen.


    Und das Federbein?

    Viel gelesen und dann ein in den US-Foren für die NC oft empfohlenes Sachs-Federbein

    (gebraucht, Kleinanzeigen) mit einstellbarer Zugstufe verbaut welches auch in der Aprilla Tuono

    zu finden war.

    Das war der echte Gamechanger! :)

    Tolles Ansprechverhalten auch bei kleinsten Unebenheiten und durch die niedrigere Federrate

    komfortabler. Durch einstellen der Zugstufe habe ich trotzdem kein Schaukelpferd.

    Und das Beste, im Gegensatz zum Original komplett zerlegbar! Ich habe mir für den Fall der

    Fälle gleich noch einen kompletten Dichtsatz besorgt. Damit ich lange etwas von dem Feder-

    bein habe, habe ich es komplett gekapselt damit die Kolbenstange geschützt ist.


    Eine Sache musste ich allerdings ein wenig ändern.

    Und zwar die N0-Lage. Ohne Fahrer, also unbelastet steht sie hinten jetzt etwas höher.

    In der N2-Lage Motorrad inkl. Fahrer steht sie dann hinten nur noch minimal höher. Das ist der

    weicheren, komfortableren Feder geschuldet die beim Aufsitzen mehr einfedert.


    In dieser Kombination ist die NC genau so wie ich mir das vorgestellt habe, bin begeistert. :)

    Wie ich hier schon einmal schrieb fahre ich auch gerne kleine und kleinste

    Kreisstraßen die teilweise in einem bedauernswerten Zustand sind.


    Wenn man dann auch noch recht leicht ist bekommt man Buckel und Senken beim

    Originalfahrwerk recht ungefiltert zu spüren. Das war mir persönlich zu ungesund

    und unkomfortabel so das ich selbst Hand angelegt habe.

    Gerade das Federbein ist wesentlich schluckfreudiger geworden, eine Wohltat.


    Auf normalen Straßen war und wäre ich auch weiterhin mit dem Fahrverhalten der

    NC mehr als zufrieden. :thumbup: Aber bei besagten Straßenverhältnissen ist das Original-

    fahrwerk doch zu unsensibel und alles andere als schluckfreudig. Die Dämpfelemente

    und deren Auslegung, Ansprechverhalten ist in meinen Augen leider nur untere

    Mittelklasse und verbesserungswürdig.


    Wenn man allerdings meist auf halbwegs guten Straßen unterwegs ist kann man auch

    mit dem Originlfahrwerk leben.

    Wie das Fahrwerk bei der RC90 mit 150mm Federweg mit Dual-Bending-Gabel ist kann

    ich allerdings nicht beurteilen.


    (Meine Beobachtung beruht auf meiner RC88)