Beiträge von Emil


    Das geht mir ähnlich. Wie es in der MOTORRAD zum Test der 1000XR treffend steht: "Den Begriff „Gelände“ vermeiden die Weiß-Blauen jedoch eisern und reden lieber von Schlechtwegpassagen, also von Schotterstraßen oder sanften Feldwegen. [...] Denn natürlich bringen lange Federwege mehr Bewegung in die Fuhre, dazu steigert der erhöhte Schwerpunkt die Wheelie- und Stoppie-Neigung. "


    Ich würde hinzufügen: nicht nur aus sportlicher Sicht wie im Artikel benannt, sondern bei jeder Fahrt über 80 km/h, wenn einem auf den hohen Dingern die Windwirbel um den Kopf pfeifen und man sich gar nicht tief genug ducken kann mit der bürostuhlähnlichen Sitzhaltung. So zumindest meine Erfahrung mit der S, von sowas wie der AT gar nicht zu reden.


    @elmold
    Hast du jetzt schon die A-Aufstiegsprüfung gehabt?

    Für die Inspektion der 800F hatte ich freundlicherweise eine fast neue VFR1200FD als Leihfahrzeug bekommen. Also begann der Test der großen Schwester, aus Sicht des Späteinsteigers mit 3 Jahren Fahr"erfahrung", garantiert ohne finanzielle Interessen. ;)
    Ich hatte die 1200F schon 2x probegefahren; einmal auf dem Startup Day in Embsen und einmal bei der Abschlussveranstaltung der Sternfahrt nach Soltau. Da konnte ich aber noch nicht ausreichend fahren und war in Kurven mit dem Gerät klar überfordert. Das hatte ich eigentlich auch jetzt wieder erwartet, doch es war alles erstaunlich einfach. Im Einzelnen:


    Verbesserungen seit der 2010er-Version: Tank 19l statt 18,5, geringerer Verbrauch, DCT Softwareupdate, Drosselung des Motors in den ersten beiden Gängen leicht zurückgenommen, Traktionskontrolle.


    Stadtverkehr: DCT-üblich ganz einfach, wie ein großer Roller. War auch heute im dicksten Berufsverkehr ein Gedicht.
    Bei Ampelstarts schießt die 1200F los wie blöde, wie zu erwarten bei 173 PS und vor allem 129 Nm.


    Gewicht, Handlichkeit: bei einer 277-kg-Brumme mit 1545mm Radstand natürlich nicht so toll. Braucht ordentlich Druck in Kurven. Allerdings gar nicht mal so viel mehr als die 800F. Kam gut zurecht damit, natürlich mit Vorsicht, wie anzuraten bei €2500 Selbstbeteiligung. ;)


    Motor: Wirklich super. Rauscht und pfeift bei niedrigen Drehzahlen Ufo-mäßig, irgendwie futuristisch. Huiii.... pfiuuu.. Schiebt dabei immer gut an.
    Bei Vollgas wirds lauter, und es wird geschoben, dass einem Bange werden kann. Der Hinterreifen wird butterweich, einmal hatte ich kurz ein leichtes Pendeln. Mit Nasser-Sack-Körperhaltung könnte es einen leicht abwerfen. Ehe man sich versieht, ist die 200-km/h-Marke überschritten (Schaltversion 0-200 in 8,9s).


    Sitzposition: hier kamen die ersten deutlichen Zweifel. Der Lenker ist mir zu weit hinten am Körper. Bei der 800F kann man mit Körperspannung, d.h. mit Bauchmuskeln und zusammengedrückten Knien, die Handgelenke gut entlasten, wie es sein soll. Bei der 1200F ging das so nicht, obwohl der Lenker deutlich höher ist. Die vermeintlich touristischere Sitzposition war für mich viel unbequemer, und die Sitzbank ist relativ hart. Ich kam mir regelrecht befreit vor, als ich wieder auf meine umsteigen konnte. Ganz dickes Minus!
    Kleiner Lichtblick: geduckt hinter der Scheibe ist es leiser als bei der 800er.


    Verbrauch, Reichweite: der zweite Pferdefuß. Der Minimalverbrauch, also Tacho 70 im 6. Gang, liegt bei satten 5 Litern. Durchschnitt 7-7,3 bei 19l Tankinhalt. Vergleich 800F: unter 5l mit 21,2l Tank. So viel schneller als mit der kann man gar nicht fahren, um die zusätzlichen Tankstopps rauszuholen.


    DCT-Firmware: noch schlechter als bei der NC, bei der ich sie auch schon unausgewogen finde. D-Modus wirklich penetrantest auf niedrigsten Verbrauch getrimmt, mit einem bei 60 im 6. Gang polternden und klöternden Motor, dass es einem noch mehr Bange wird als bei Vollgas - diesmal nicht, weil man Angst um die Knochen hat, sondern um die teure Technik. Ja, so gehen dann auch 4,6l/100 km.
    "S" gewohnt viel zu hochtourig. Gib uns endlich eine Einstellmöglichkeit der Schaltlogik, Honda. Nein, die Lernfunktion reicht nicht aus. Bis dahin: manueller Modus und optionaler Fußschalthebel, Wechsel zu S bei Kreuzungen oder Stop & Go.
    Die Schaltvorgänge selbst sind wesentlich geräuschvoller und spürbarer als bei der weiterentwickelten DCT-Version der NC. Der Assistent der 800F, der nur fürs Raufschalten geht, arbeitet weicher. Ehrlich gesagt, mit einem "Schaltassistent Pro" wie bei BMW, der auch runterschalten kann, sähe ich in dem aufwendigen DCT außerorts fast keinen Sinn mehr.


    Cockpit, Licht: natürlich deutlich weniger nett als das transflexive Display und LED-Fahrlicht der 800er. Da wird deutlich, dass das Modell 5 Jahre auf dem Buckel hat.


    Fazit: interessantes Teil, aber unstimmig. Irgendwie wollte Honda da zu viel auf einmal. Das ist wie mit den japanischen Videorekordern mit 128-Tasten-Fernbedienung in den 90ern.
    Ich bin ja echt Technikfan, aber das Teil würde ich entweder nur mieten oder ganz günstig gebraucht schießen, egal wie toll der Motor anschiebt.
    Zugegebenermaßen sähe es mit einem Sitzkomfort wie bei der 800F schon ganz anders aus, das mag auch von den Körpermaßen abhängen.


    [attachment=2]vfr1200_15_1.jpg[/attachment]
    [attachment=1]vfr1200_15_2.jpg[/attachment]
    [attachment=0]vfr1200_15_3.jpg[/attachment]

    Die Neue hat nun ihre 1000er-Inspektion hinter sich. Der Schaltassistent wurde angebaut. Der ist super! Das Hochschalten bei mittlerer Drehzahl ist mit einer NC750 DCT in "D" vergleichbar, und auf jeden Fall sanfter als das polternde Schalten der aktuellen VFR1200FD. Bei niedriger Drehzahl ruckt es ein bisschen, aber da hat man ja auch Zeit zum Auskuppeln. Hohe Drehzahlen habe ich nicht probiert, Berufsverkehr und Regen..


    Der Gesamtverbrauch liegt bislang bei 4.9, letzte Tankfüllung 4.7. Nach der Forumstour am Sonntag stand die Anzeige auf 4,5. Man kann also mit dem 21,2l-Tank immer bequem erst nach 400 km Ausschau nach einer Tanke halten.

    Das ist ja was. Die 800F hat den Hauptständer serienmäßig.
    Leistung, naja.. man gewöhnt sich an alles. Hab heute die 1200F als Leihfahrzeug für die Inspektion der 800er. Gegen deren Schub ist das alles recht bescheiden. Im Gegensatz zum 800er-Motor passiert da auch unterhalb der Abregeldrehzahl der NC einiges.


    Hier glaube ich nicht, aber im britischen Forum hat jemand so einen Umbau gemacht - Hinterradbremse wie bei beim Integra, der Rest (also auch die Feststellbremse) wie gehabt. Die haben allerdings auch keine TÜV-Abnahme da, aber ich denke, das sollte kein Problem sein.

    Super Runde, hat sich gelohnt!


    [attachment=4]IMG-20150802-WA0001_s.jpg[/attachment]
    [attachment=3]IMG-20150802-WA0003_s.jpg[/attachment]
    [attachment=2]IMG-20150802-WA0005_s.jpg[/attachment]
    [attachment=1]IMG-20150802-WA0011_s.jpg[/attachment]
    [attachment=0]IMG-20150802-WA0014_s.jpg[/attachment]

    Das ist ja inzwischen quasi schon Standard bei Tourenreifen.
    Kriegt man die ollen BT21 überhaupt noch? Auch die 23 sind ja eigentlich längst durch die T30 ersetzt (die ich fürchterlich fand auf meiner S wegen ihrer Kippeligkeit).
    Die Pirelli Angel GT passen super.


    Kostet aber nur 20,83 TÜV-Gebühr plus Gebühr der Fahrschule, und ist ein ziemlicher Selbstgänger - anders als die Aufstiegsprüfung für A2 zu A. Nervig ist natürlich das Absitzen der Stunden, aber da lernt man eben per App (€3) für die Prüfung.



    Nicht ganz. Der Fahrlehrer muss sich davon überzeugen, dass der Prüfling vor der Anmeldung zur Prüfung tauglich ist für diese. Und das kann er nicht ohne mindestens eine Stunde.


    Meistens läuft es am Ende auf ähnliche Kosten hinaus, außer natürlich man verzichtet auf den Aufstieg. Aber dann nicht mal ne neue NC750 probefahren können.. welcher Händler hat sowas schon gedrosselt herumstehen. Abgesehen davon, dass starke Motoren auch einfach Laune machen.


    Als ich meine Klasse 3 gemacht hab, musste man noch 27 PS fahren für 2 Jahre, unabhängig vom Alter. Das war ja mal ein Mist.. ;)