Das mit dem "mehr Leistung lässt einen ruhiger fahren" redet man sich denke ich ein. Eher beschleunigt man mindestens genauso stark, merkt es aber nicht, weil der Motor weniger angestrengt ist. Der Fahrstil wirkt für einen selbst ruhiger, ist es aber nicht.
Das Problem ist, dass man gleich in abwegigen Temporegionen unterwegs ist, wenn man wirklich mal durchzieht. Dann wird überholt, wenn man es mit der NC vielleicht sein gelassen hätte, und mit einem Affenzahn. Ich lag mit der 1000er schnell beim "Limit pro Achse" beim Überholen.
Das ist schon eine nicht ungefährliche Verlockung.
Der Nervenkitzel durch die Leistung greift sich aber auch ab. Als ich erstmals ein Auto fuhr, das echte 250 erreicht, bin ich erstmal wie ein Verrückter damit über die Bahn gebügelt, aber schon bald war das nichts neues mehr, und die Nachteile (gefährlich, 30 Liter Verbrauch) traten für mich in den Vordergrund.
Ich hab die 1000er die meiste Zeit mit Sozia gefahren, dabei entspricht das Leistungsgewicht ziemlich genau dem der Fahrschul-CBF600 mit mir alleine drauf. War also nicht neu und kam mir bald ganz normal vor. Dafür hab ich mich gleich über einen Fußweg geärgert, den ich einschieben musste, weil das Staufach fehlte (musste was abholen).
Der wichtigere Unterschied liegt bei Fahrwerk und Federung. Gerade zu zweit war die CBF da eine andere Klasse. Selbst bei meiner alten CB500 konnte man zumindest die Vorspannung einstellen, so dass es keine Durchschläge mehr gab.