Beiträge von Schocki

    Moin,

    letzte Woche habe ich die im Juli installierte Dashcam wieder ausgebaut:cursing: und durch eine andere ersetzt. Dazu mussten Fahrer- und Soziussitze, Soziushaltegriff links, Rückleuchte sowie die Seitenverkeidungen oben und unten links abgebaut werden. Zusätzlich mussten die beiden hinteren Heckauslegerschrauben und die beiden oben liegenden Bürzelschrauben entfernt werden.

    Einige der Verkleidungsschrauben hatten sich nach 2000 km deutlich gelockert, eine Rücklichtmutter fehlte ganz8|. Schlagartig wurde mir klar, warum einige Verkleidungsschrauben zuvor so fest angeknallt waren, dass sie nur mit Überlast im Kopfeingriff gelöst werden konnten.

    Nun habe ich alle gelösten Verkleidungsschrauben mit etwas flüssiger Schraubensicherung mittelfest wieder eingesetzt. Das Rücklicht wird von Stoppmuttern gehalten.


    Gibt das Werkstatthandbuch bezüglich Anzugsdrehmomente oder Schraubensicherung dieser Verbindungen irgendetwas her?

    Moin Miketronik,


    ja, die saubere Linie verbietet so nah der Fahrbahnmitte zu fahren.

    Sonnenscheins Situation ist aber genau die Abweichung von der Idealbedingung, dass meine Fahrbahnseite frei und sauber ist. Bei meiner letzten Tour waren auf einem sehr kurvigen Streckenstück immer wieder die sicheren Außenkurven schippenweise mit kleinen Steinen gepökelt- also mit entsprechender Voraussicht ab nah der Mitte.

    Den besagten Hasen von links hatte ich auch schon. Um das arme Tier nicht in Schräglage bei übersichtlicher aber nach außen abfallender Kurve zu überrollen, entschied ich mich für noch mehr Schräglage und einen kleineren Kurvenradius. Wozu sollte man verfügbaren Verkehrsraum ohne Not künstlich verringern?

    Die Situation Fahrzeug gegen Fahrzeug auf der Mittellinie wird durch Kurvenkünstler (zwei- wie vierrädrig) verursacht, denen die optischen Sperrlinien vermutlich eh egal sind, fahren Sie doch perfekt mit weitem Blick voraus ...


    Um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen:


    letztens bin ich eine Ducati 797 probegefahren (angeblich das leiseste Motorrad im Sortiment). Eine Klappensteuerung schließt ab etwa 46 bis 48 km/h. Jeder im Ort darf sich also über mein tolles Motorrad und dessen Anfahrsymphonie mitfreuen. Wenns mal nicht reibungslos oder verkehrsberuhigt zugeht auch die ganze Stadtfahr lang.

    Die zuvor gefahrene Supersport ist so laut, dass mich meine Nachbarn selbst bei Schleichfahrt in der Zone 30 über den Zaun ziehen würden.

    Eine MV Agusta Brutale 800 säuselt im Ort nur so dahin; bei mehr Drehzahl hört man sie bereits von ganz weit weg und noch lange nach.

    Eine KTM 790 Duke knallt zusätzlich zur ohnehin deutlichen Lebensäußerung bei jedem Gaswegnehmen.

    Die Fat Bob, die gestern hinter mir an der Ampel stand, hat mich zweifeln lassen, ob mein Motor noch an ist.


    Die älteste "Klappe", die ich kenne, wurde in der FZR 1000 einengend vor dem Endschalldämpfer verbaut und diente der Drehmomentkurve. Heute hat selbst ein Audi S1 eine Klappen- und Einspritzsteuerung um beim Gaswegnehmen oder Schalten den Lauten zu machen. Die Geräuschdämpfung eines Porsche Cayenne wird mit großem Aufwand auf maximal zulässige Schallabstrahlung "optimiert".


    Ohne gesetzlichen Druck werden die Hersteller liefern, was der sozialunverträgliche Kunde - Auto wie Motorrad - bezahlt.

    Sucht mal nach den 10 leisesten Motorrädern oder schlicht nach den Standgeräuschangaben von Fahrzeugherstellern.

    Selbst bei unseren Lieblingsmaschinen köchelt ständig die Diskussion über den besten Nachrüstschalldämpfer.


    Gegen Lärmbeschränkungen zu protestieren ist Abstimmung mit den Füßen, bei denen alle Seiten verlieren.


    Lustig: nach sechs Hubschraubern heute vormittag ziehen gerade eben drei Eurofighter im Tiefflug und voller (90 Grad-) Schräglage exakt über mein kleines Schlafstädchen in der Südheide. Vermutlich gesteuert von den gleichen Menschen, die sich nach der Arbeit in das Verkehrgetümmel am Boden stürzen ...

    Moin,

    da ist sie wieder meine Berufskrankheit: fehlersuchender Bedenkenträger.

    Bei normaler Solonutzung meiner Dodo (RC88) wird etwa die Hälfte der freien Standrohrlänge genutzt. Bei einer Extrembremsung die ganzen 120 mm Federweg.

    Im Stand (Hauptständer) taucht die Gabel knapp 5 mm ein. Als Rest bleiben dann laut Freigangsuntersuchung 101 mm. Dann ist entgültig Schluss - die Kotflügelverlängerung berührt in Nennlage (rote Linie, Idealform, toleranzfrei) den unteren mittigen Halter des Kühlers. Im Ernstfall geraten die Kotflügelverlängerung und der Kühler im vor auf-Block-gehen der Federgabel also aneinander. Kommt hier noch die Querstrebe eines Sturzbügels dazwischen, verkeilt sich schlimmstenfalls noch früher blitzartig die Kotflügelverlängerung zwischen Strebe, Kühler und Reifen. Die Folgen kann man sich denken, möchte man aber nicht erleben ...

    So gerne ich das Kühlernetz auch vor Steinschlag und Dreck schützen möchte: dieses Risiko werde ich nicht eingehen.

    Moin KARL,

    ja, die Sitzposition ist anders.

    Da "anders" aber ein gleichsam absoluter wie dehnbarer Begriff ist, gilt auch hier: Versuch macht klug. Das gilt auch für den Kniewinkel.

    Gänzlich anders sind in jedem Fall die Anströmungen von Oberkörper und Helm. Was dem Ersteren bei normalen Temperaturen zugute kommt, fabriziert bei Letzterem zumeist mehr Geräusch. Über 80km/h ist bei meinem Helm eh Schluss mit lustig: ob unverkleidetes Rauschen oder Wummern hinter hoher Scheibe - Lärmschutzstöpsel sind so oder so angesagt (wobei die gegen Wummern allerdings prinzipbedingt machtlos sind).

    Eine Probefahrt mit dem Objekt deiner Begierde solltest du dir so oder so antun.

    Hallo Kon,

    ein einfacher Test ohne Kettenlaser, dafür aber mit Haupt- oder Montageständer:

    Hiev das Hinterrad hoch und schau dir den Spalt zwischen Kettenlaschen und Kettenblatt beim händischen Drehen des Hinterrades an. Bei schrägstehender Hinterradachse gibt es drehrichtungsabhängige einseitige Daueranlage. Die Genauigkeit der Markierungen der Spanner ist mitunter leider dürftig.