Übrigens hatte ich vorhin meinen ersten nordafrikanischen Ausländerkontakt, der sich folgendermaßen abgespielt hat:
Ich bin mit meiner Tochter aus Zwickau, von der UNI kommend, nach Hause gefahren, und weil ich sie natürlich nicht immer fahren und abholen kann, wollte ich ihr unterwegs noch schnell so eine Vierfahrtenkarte aus dem Automaten ziehen.
Der war aber gerade von einem dunkelhäutigen Ausländer afrikanischer Herkunft blockiert, welcher gestikulierend ein Handygespräch führte.
„Bitte helfen...“, meinte er zu mir, „Nach Berlin fahren… Drei Uhr...“
Ob nachmittags oder nachts um drei, konnte er mir nicht sagen, weshalb ich mich mit seiner Frau oder Freundin, die am Telefon war, dahingehend in fast akzentfreiem Deutsch abgestimmt habe…
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Sein kleiner Sohn stand daneben und hat mich aus mir unerfindlichen Gründen die ganze Zeit extrem angelächelt, so dass es mir herzlos erschienen wäre, diesbezüglich nicht irgendeine Reaktion zu zeigen.
Ich war kurz versucht, ihm einen Euro meines Wechselgeldes in die Hand zu drücken, dachte dann aber, dass der Vater sich vielleicht als Bettler hingestellt und irgendwie negativ abgestempelt fühlen könnte.
Also habe ich ihm, während der Drucker druckte und die Geldwechseleinrichtung Geld wechselte, vorsichtig in die sehr krausen Haare gefasst, die sich sehr kraus und fest und ganz anders als die Haare unserer Kinder anfühlten…
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Der Vater entnahm, nachdem er die Szene schmunzelnd beobachtet hatte, die Fahrkarte nebst ein paar Münzen und bedankte sich noch mal.
Als ich die paar Schritte zum Auto ging, wurde mir klar, dass meine „pro-Asyl“ eingestellt Tochter alles beobachtet haben musste und dass nun mit Spott zu ist…
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„Wenn das deine AfD erfährt...“, hat sie gemeint, und dann während der Fahrt irgendwelchen Quatsch gesungen, den ich nicht richtig verstanden habe:
„Mein Vater hat ein weiches Herz...“ oder irgendeine ähnliche hundsgemeine Lüge...

Es grüßt
sin_steinernes-herz