Beiträge von NC-750-X


    Nein, ist es natürlich nicht, ganz im Gegenteil! Ein Motorrad steht auf dem Hauptständer um ein Vielfaches stabiler als auf dem Seitenständer. Das liegt am offenbar von vielen Leuten besonders ungeliebten Schulfach Physik: Solange der Schwerpunkt über der aus Reifen und Ständer gebildeten Standfläche bleibt, bleibt das Fahrzeug stabil stehen.


    Um bei einem auf dem Hauptständer stehenden Moped den Schwerpunkt außerhalb der Standfläche zu verschieben erfordert einen deutlich größeren zusätzlichen Neigungswinkel des Fahrzeugs und auch eine erheblich höhere Seitenkraft. Auf dem Seitenständer stehend liegt der Schwerpunkt nicht in der Mitte des Dreiecks, sondern bereits in der Nähe der Kante der Standfläche. Da reicht ein geringer zusätzlicher Neigungswinkel oder eben eine geringe Seitenkraft, um den Schwerpunkt über die Standfläche hinaus zu verschieben und das Moped macht das, was uns damals die Physik- und Mechaniklehrer schon erzählt haben: Schepper!


    Ein Bild mit vier Skizzen dazu:



    Auf dem Hauptständer steht das Moped absolut stabil (ganz links), um in meiner Skizze um zusätzliche 10° geneigt losgelassen kippt das Moped auf den Hauptständer zurück, es richtet sich also wieder auf (zweite Skizze von links). Auf dem Seitenständer steht das Moped deutlich weniger stabil (dritte Skizze), neigt man es ebenfalls um weitere 10° (vierte Skizze), dann liegt der Schwerpunkt bereits außerhalb der Standfläche => Schepper...


    Ich habe in Schule, Fachoberschule und Studium solche Dinge oft genug berechnen dürfen, die Summe aller Momente und die Summe aller Kräfte gebildet... - ich lasse das jetzt hier, denn aus mehr als 30-jähriger Erfahrung kenne ich einen besseren Weg die Zweifler zu überzeugen, dass ein Moped auf dem Mittelständer stabiler steht: Ausprobieren! Weil das im Internet eher schwierig ist, eine Anleitung zum selber Testen:


    Man stellt sich auf der linken Seite neben das auf dem Seitenständer stehende Moped und zieht es mit einer Hand leicht am Lenker zu sich. Es ist kinderleicht, das Moped zum Kippen zu bringen. Man braucht nur sehr wenig zu ziehen, es reicht ein kleines Stück und es geht wirklich leicht. So leicht, dass man das besser mit einer zweiten Person macht, die das kippende Moped mit einem hält, weil das kippende Moped sonst schnell wirklich auf der Seite liegt!


    Nun das gleiche mit dem Moped auf dem Hauptständer: Gar nicht so wenige Mopedfahrer schaffen es mit einer Hand gar nicht, das Moped so stark zu ziehen, dass es sich wie in der zweiten Skizze überhaupt neigt. Selbst wenn man mit beiden Händen und voller Kraft das Moped zu sich hin zieht, ist es schwer, das Moped ins Kippen zu bekommen. Das Moped ist auf dem Hauptständer fast eine Art Stehaufmännchen.


    Um es ganz salopp zu sagen: Das sichere Abstellen eines Mopeds auf den Seitenständer erfordert weit mehr Konzentraion und Sorgfalt, man muss schon sehr genau schauen, dass die drei Berührungspunkte von Ständer und Rädern in der richtigen Höhe liegen ... - also ich parke lieber mehr oder weniger irgendwo irgendwie, weil man bei einem Hauptständer einfach viel mehr Reserven hat. Hauptständer sind für mich deshalb ein Must-have.



    Gruß Michael

    Ich habe es für mein Navi etwas anders gemacht und habe einen Schalter eingebaut. Stecker rein und raus hat zwar einen ähnliche Funktion, aber ein Schalter ist doch praktischer und einfacher. Hier ein paar Bilder dazu:


    Im Batteriefach war es wegen der Zusatzscheinwerfer bei meiner NC recht voll:



    Ich habe dann einen natürlich mit einer Sicherung abgesicherten Schalter in die Klappe eingebaut:



    Mit geschlossener Klappe sieht das so aus:



    Vor der Abfahrt einmal schalten und das Navi geht an, am Ziel wieder schalten und das Navi ist aus.


    Nur so als Anregung für Leute mit Strombedarf am Moped.



    Gruß Michael

    Mal zurück zum Thema: Ich fände es gut, wenn Pkw-Fahrschüler sagen wir mal 6 Fahrstunden à 30 Minuten auf einer 125er machen müssten, um den Pkw-Führerschein zu bekommen. Damit sie eine Vorstellung davon bekommen, wie der Verkehr von einem Zweiradfahrer erlebt wird. Zum Ausgleich für den Mehraufwand und die Mehrkosten sollte dann auch die Klasse A1 in B eingeschlossen sein.



    Gruß Michael

    Ähnliche Zustände kenne ich aus Köln. Zumindest vor Jahren lief es damals so ab: Wer bis zur Uhrzeit x kam (ich glaubbe 12.00 Uhr, aber genau weiß ich das nicht mehr), der bekam eine Wartemarke und wurde an dem Tag bedient. Kurz vor der Abendbrotzeit, wenn man Pech hatte. Um morgens als einer der ersten dranzukommen musste man ewig vor Öffnung da sein - das war also auch keine Zeitersparnis. Händler hatten eigene Schalter, wie gut es dort lief weiß ich nicht, aber die normalen Privatleute brauchten in der Regel mehrere Stunden. Ich habe es selber erlebt, erst am späten Nachmittag drangekommen zu sein. 2, 3, 4 oder 5 Stunden für eine Zulassung waren keine Seltenheit. Wütend machte einen aber etwas anderes: War man endlich aufgerufen worden und durfte in den Schalterraum, dann sah man, wie einige der wenigen Mitarbeiter in aller Seeeeeeeeeleeeeeeeeennnnruhe ein Schwätzchen mit Kollegen hielten u. ä. m.. 5 anwesende Mitarbeiter und davon nur zwei oder drei tatsächlich mit Zulassungen beschäftigte städtische Angestellte waren nicht außergewöhnlich.


    Ich hatte in meinem Leben irgendwas zwischen 100 und 120 Motorräder und auch nicht wenige Autos, deshalb war ich früher in Köln und bin seit mehr als einem Dutzend Jahren hier auf dem Land so oft bei der Zulassungsstelle, dass ich hier bereits mit Namen begrüßt werde. Ich habe also nicht einzelne, evtl. besonders schlechte oder besonders gute Tage erwischt, ich kenne die üblichen Zeiten ganz gut. Die Kölner Zulassungsstelle gibt es in der Form schon seit einigen Jahren nicht mehr, weshalb ich keine Ahnung habe, wie es dort heute ist, aber was man über die aktuellen katastrophalen Verhältnisse in diversen Großstädten so hört und liest erinnert extrem an das, was zumindest früher in Köln normal war.



    Gruß Michael

    Also wenn ich mir eine NC basteln dürfte würde ich den Motor nur sehr moderat aufrüsten, so zwischen 800 und 900 ccm bei einer Leistung etwa im Bereich zwischen 45 und 55 kW halte ich für sinnvoll. Dazu Kardan und ein frühes, hohes Drehmoment. Zuletzt eine große Sitzhöhe, lange Federwege und Speichenräder für die X und geringere Sitzhöhe, kürzere Federwege und Gußfelgen für die S. DCT brauche ich nicht, aber als Option macht es ganz sicher Sinn um am Markt Erfolg zu haben, denn DCT reizt viele Kunden - aber eben nicht alle.


    Eine AT 850 L läge also schon relativ dicht an dem, was ich mir als große Schwester der heutigen NC 750 X vorstellen könnte. So eine 850er AT dient aber ganz sicher nicht als Nachfolger für die NC, sondern als Lückenfüller, um das Programm zwischen NC und der zukünftigen 1100er AT dichter zu machen. Es ist wie bei der VW-Gruppe, die haben mit Audi, Seat und Skoda im Augenblick 13 SUVs auf derselben Plattform im Angebot.


    Das ist auch der Trend bei den Zweirädern, die Crossover oder Reiseenduros sind im Augenblick der wichtigste Markt. Gab es in früheren Jahren bei den Autos eher Kombis und Vans, waren das bei den Motorrädern die diversen Sportler. Der Markt dafür ist kleiner geworden und wird weiter kleiner werden.


    Eine kleine AT ersetzt kein Modell, sie wird zusätzlich kommen. Und sie wird nicht die letzte Ergänzung bei den Zweirad-Suffs sein.


    Schön wäre es, wenn da wirklich mal etwas mit Kardan käme.



    Gruß Michael

    Ich finde die Onlinezulassung überflüssig wie einen Kropf. Wenn die jeweilige Behörde ordentlich organisiert ist, geht es schnell und zuverlässig. Bei der örtlichen Zulassungsstelle dauert es selten mal mehr als 30 Minuten, meist geht es schneller. Und ich spreche nicht von der Wartezeit oder der Zeit des eigentlichen Anmeldens, ich spreche von der gesamten Zeit. Dabei zieht man sich die Wartemarke nicht selbst, sondern bekommt sie erst nach Prüfung der Vollständigkeit der Unterlagen ausgehändigt. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum es so gut funktioniert, denn so gibt es keine Verzögerungen wegen fehlender Unterlagen und keine Streits oder Diskussionen.



    Gruß Michael

    Der Verschleiß sieht sehr eckig aus, fährst Du viel Strecke? Ich frage, weil ich selber überwiegend geradeaus fahre. Da ich erst etwas über 5.000 Kilometer mit den TKC 70 gefahren bin, sind meine Reifen noch relativ gut. Aber der Verschleiß geht voran.



    Gruß Michael


    Das täuscht, es ist noch ein deutlicher Unterschied in der Größe der Scheibe:



    Ich vermute allerdings, mit den Verstellern von Bruudt wird man mit der kleinen Scheibe die Höhe meiner mittelgroßen Scheibe erreichen können. Für mich ist meine jetzige Scheibe ein gelungener Kompromiss: Die kleine wäre funktionell die bessere Wahl, die originale große Scheibe die optisch beste Lösung und meine gekappte Scheibe ist der Kompromiss mit nicht sehr guter, aber guter Optik und nicht sehr guten, aber guten funktionellen Eigenschaften. Ich bin halt Pragmatiker. *lach* So eine Scheibe ist ja kein Selbstzweck, sie muss einen vernünftigen Nutzen haben. Dabei ist die Optik für mich ebenso ein Nutzen wie die Funktion den Fahrtwind sinnvoll zu leiten.



    Gruß Michael

    Ja, richtig, ich habe eine handelsübliche Flex benutzt. Aber mit einer modernen Trennscheibe, also einer, die eher an eine CD als an eine Trennscheibe erinnert. Die schneidet so leicht und schnell und ohne viel Reibung, dass da nichts schmilzt. Das aufgeklebte Kreppband ist dabei aber auch hilfreich, weil die nie ganz vermeidbaren feinen Schmelzfäden eben nicht an der Scheibe kleben bleiben.


    Nun zur Höhe der Scheibe an sich: Mit der Originalscheibe sieht die Front nach meinem Geschmack einfach grauslich aus. Die gefällt mir nicht. Ich habe die originale Standardscheibe mal nachgekauft und probiert, fand die Eigenschaften ganz brauchbar, aber optisch war das so mies, dass ich dann die im Alltag eher schlechtere große Scheibe der Optik wegen behalten habe.


    Weil es mit gesenktem Kopf leise wurde, hatte ich halt den Gedanken, eine Scheibe umzubauen und so einen guten Kompromiss zu schaffen. Was tatsächlich funktioniert hat. Die Scheibe ist noch immer größer als die kleine Originalscheibe und ist mit dem Bügelgedöns zur Befestigung optisch deutlich präsenter. Die große Scheibe von Honda sieht halt auch gekappt einfach besser als die kleine Scheibe aus.



    Gruß Michael