NC-750-X: du hast es meines Erachtens auf den Punkt gebracht. Ich erlebe aktuell an mir selbst, wie stressfrei und entspannend es sein kann, wenn man etwas weniger Leistung hat. Bei mir im Hochschwarzwald geht´s zwar auch viel und steil bergauf und bergab, aber es gibt kaum Geraden, die länger sind als 100m. Die NC war schon handlich und mit dem DCT locker zu fahren. Die kleine CRF 250 L legt da aber noch eine Schippe drauf: wenig Gewicht und gute Geo lassen sie ohne Mühen in Schräglage kippen, die schmalen Reifen sorgen dafür, dass für hohe Kurvengeschwindigkeit weniger Schräglage benötigt wird. Vorgestern habe ich wieder erlebt, wie große 1000er mit 180er-Hinterreifen durch die Kurven eiern, während ich noch innen überholen konnte.
Bei mir kommt zudem dazu, dass ich bei einer PS-stärkeren Maschine auch immer im Hinterkopf habe: "jetzt erwarten, die Fahrer hinter oder vor mir, dass ich hier einen tollen Strich ziehe". Das strengt unterbewusst an. Bei der kleinen 250er erwartet keiner was, vielmehr war die Überraschung groß, dass ich im Rückspiegel nicht kleiner geworden bin. Einfach nur Alltag aus und Spaß haben. Es ist ein bisschen wie Mountainbikefahren - nur mit Motor.
Edit: 1: Ich weiß aber auch, wie es ist, wenn sich erstmal ein Gedanke im Kopf breit gemacht hat: "Ich will ein neues Motorrad". Das bekomme ich kaum mehr raus - und letztlich ist Motorradfahren auch Herz und viel weniger Verstand.
Edit 2: Die CRF 250 bewirkt bei mir auch, dass meine linke "Grußhand" nun deutlich weniger zu tun hat. Die meisten halten die CRF aufgrund ihrer schmalen Statur von vorn für eine 125er - und im hubraumverliebten Deutschland wird das ja nicht für ein echtes Motorrad gehalten. Schade eigentlich....