Starterkabel

  • #41

    Andreas


    Danke für deine Erklärungen.

    Hätte ich das allerdings auch noch aufgebröselt wären mir die Powerbankbesitzer

    mit den ominösen Angaben wie z.B. 6000A wohl gleich an die Kehle gesprungen.


    Bei den 5V Powerbanks wird intern ein Step-Up-Converter verwendet um die

    Zellenspannung von max. 3,7V auf 5V zu bringen.

    Ob in reinen 12V Starterpacks auch ein Step-up-Converter verwendet wird?

    Dort könnte man die Zellen ja einfach in Reihe schalten (4 x 3,7V= 14,8V)

    Die 14,8 Volt für den Startvorgang sehe ich nicht als Problem.


    Wenn du da mehr weißt, habe ich mich noch nicht mit auseinandergesetzt.


    Wie du schon sagtest, die ehrlichste Angabe wär die Angabe in Wattstunden (Wh).

    Aber damit können viele erst einmal nichts anfangen.

    Und leider sagt das auch noch nichts über die Qualität der Zellen aus, da sind

    leider auch immer noch schwarze Schafe unterwegs.


    Da hilft nur das Prinzip Hoffnung.

  • #42


    Ja, 3,7V auf 5V hochsetzen, z.B. in Powerbanks, ist gängige und unkomplizierte Technik.


    In der von mir beschriebenen kombinierten Starterpack-und-Powerbank sind drei Li-Ion-Zellen in Reihe geschaltet und die versorgen die "12V-Start-Sektion", wie auch die "5V-Powerbank-Sektion". Das Gerät wird via USB-5V-Quelle geladen und daher muss für die Ladung ein Step-Up-Wandler von 5V nach 3 x 4,2V = 12,6V zum Einsatz kommen.


    Wenn deine Frage ist, ob die 12V Start-Spannung aus 3,7V erzeugt wird - oder werden könnte - dann können wir das getrost ausschließen. 12V aus 3,7V erzeugen ist kein Problem, aber dabei einen Laststrom von 150A oder 500A zu liefern zu wollen, ist vollkommen aussichtslos.


    Die Spannung der Li-Ion-Zelle müsste um das dreifache angehoben werden, was bedeutet, dass der aus ihr entnommene Strom das dreifache des 12V-Laststroms betragen müsste (in unserem Beispiel wären das dann 450A bzw. 1500A). Da sind Verluste noch nicht einkalkuliert, und die Verluste wären enorm. Die Bauteiledimensionierung wäre ein Alptraum. Niemand auf diesem Planeten würde so etwas versuchen wollen.



    Naja, die maximale Ladespannung pro Zelle ist 4,2V. Mit vier frisch geladenen Zellen würdest du die Bordspannung auf 16,8V anheben. Ich würde das eher nicht machen.

  • #43

    Andreas


    "Wenn deine Frage ist, ob die 12V Start-Spannung aus 3,7V erzeugt wird - oder werden könnte -

    dann können wir das getrost ausschließen. 12V aus 3,7V erzeugen ist kein Problem, aber dabei

    einen Laststrom von 150A oder 500A zu liefern zu wollen, ist vollkommen aussichtslos."

    Das ist mir soweit klar. Eine 3,7V Zelle würde trotz Step-up-Wandler den Strom nicht liefern

    können und sofort dicke Backen machen. Und ein Step-up-Wandler für derartige Stromstärken?

    Na, das wäre aber ein Okolyt. :shock:


    Mit den 4 Zellen in Reihe, da habe ich die Ladeschlussspannung nicht beachtet. 16,8V wären

    trotz leichtem Spannungsabfall wohl doch zu viel.

    Meinen Akkuschrauber mit 4 Zellen lade ich nie ganz voll da die Akkus es nicht so mögen wenn

    sie oftmals mehrere Monate unbenutzt und vollgeladen in der Schublade liegen.

    Der Normalfall bei den meisten Nutzern wäre aber die Ladeschlussspannung des Ladegeräts,

    also für den Anwendungsfall zu hoch.


    Also wird auch hier, je nach Zellenanzahl, mit einem Step-up bzw. Step-down-Schaltwandler

    gearbeitet.


    Danke dafür, jetzt ist mir alles klar und meine Neugier befriedigt. :thumbup:

  • #44

    Und wenn wir nun schon bei den Details der Starthilfegeräte angelangt sind, will ich auf das ansteckbare Zusatzgerät mit den Batterieklemmen eingehen. Bei meinem Starthilfegerät war eines dabei und ich habe das bei anderen Geräten auch schon gesehen - vielleicht haben ja alle dieses Zusatzgerät (?). Im Prinzip könnte das, was in dem Zusatzgerät ist, auch in das eigentliche Starthilfegerät integriert werden. Den Grund, warum der Hersteller eine separate Komponente vorsieht, vermute ich in der einfacheren Anpassung des gesamten Starthilfegeräts an länderspezifische Bestimmungen.


    Das ansteckbare Zusatzgerät mit den Batterieklemmen soll Fehlbedienung verhindern. Es enthält ein Relais und etwas Intelligenz, die sicherstellt, dass die Starthilfe nur dann durchgeführt werden kann, wenn die zu unterstützende Batterie eine gewisse Restladung hat und mit der richtigen Polarität angeschlossen ist.


    Ansonsten würde ein Irrtum bezüglich der Polarität, oder der Versuch, auf einen Kurzschluss einzuspeisen, das Starthilfegerät und die Leitungen in Sekundenschnelle in ein Gemisch aus glühendem Kupfer und flüssigem Kunststoff verwandeln. Von den möglichen Schäden am Fahrzeug mal abgesehen.

  • #45

    Hallo,


    ich gestehe, ich habe von dieser Technik keine Ahnung, aber ich vermute so Angaben wie '6000A' sind einfach ein Übersetzungsfehler vom Chinesischen ins Englische und dann ins Deutsche. Der Übersetzer hat von Technik genau soviel Ahnung wie ich. Von Sprachen versteht er dafür mehr.


    Lorenz

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