Honda NC 750 X RC 90 Bremsklötze Tausch hinten Erfahrungsbericht

  • #1

    Bon Jour a tous,


    soderle, hier mein


    Erfahrungsbericht zum Bremsbelägetausch an NC 750 X , Schalter RC 90 , BJ. 2016,


    eine der allerersten RC 90. die produziert wurden. Km Stand 7 TK - feines Teil !


    Wie hier bereits beschrieben, hat mein Vorbesitzer, der sie sonst wirklich gut gepflegt hat, die hinteren Beläge glasig gefahren,

    sodaß die Bremse stumpf und nicht mehr in den ABS Regelbereich kam. Tüv verweigert dazu in aller Regel seinen Segen.


    Zu meiner Vorbereitung zählten :


    Ein Satz neuer Bremsbeläge LUCAS TRW in Sinterausführung ( mittlerer Reibwert ) mit Starßenzulassung , organische mit moderatem Reibwert gäbe es auch noch. ( 25,-€ )

    Kupferpaste von Liqui moli ( 10,-€ )

    Reinigungsmittel / Spüli / Schwamm / Tücher

    Proxxon Industrie Ratschensatz ( kann was ) 65 ,-€

    Schraubendreher breit, Ringschlüsselsatz


    Dann Moped auf den Hauptständer gewuchtet ( 220 KG - nicht gerade Rückenfreundlich )


    Auspuff demontiert, da er den Bremssattel abdeckt. Geht wunderbar leicht - versucht das mal an einer Vespa :)


    Kleine Halteschraube der Beläge ( 9er ? ) etwas gelockert , dann die zwei Bremssattelschrauben ( vorne 14 er und hinten 12 er Nuß ) gelöst,


    Bremssattel ließ sich nun spielend leicht abheben und drehen, sodaß man die Bremsklötze sieht.


    Beläge mit breitem Schraubendreher auseinandergedrückt.


    Halteschraube entfernt und schon hat man die Beläge in der Hand.


    Im Grund des Bremssattels sitzt innen eine Haltefeder, die von oben auf die Klötze drückt


    Diese sah bei mir aus wie neu, habe ich drin gelassen, nur etwas gereinigt.


    Eine zweite Feder an der Schwingenbefestigung blieb ebenfalls wegen Neuzustand drin. Sie dient als hinterer Anschlag / Positionierung der Beläge.


    Nun habe ich die neuen Beläge außen ( nicht zuviel ! ) und alle beweglichen Kanten und die drei Schrauben dazu mit Kupfer - Gleitmittel eingecremt.


    Dann Beläge richtig herum eingelegt und Halteschraube der Beläge handfest angeschraubt.


    Jetzt Bremssattel über die Scheibe geschoben und die richtige Positionierung der hinteren Enden der Klötze an der Feder kontrolliert. Lag bündig an. :)


    Erstmal die beiden Halteschrauben handfest angezogen, alles kontrolliert und dann festgezogen. Haltestift der Klötze ebenso.


    Fußbremse betätigt, bis Klötze an der Scheibe anliegen. Bremsflüssigkeit kontrolliert


    Auspuff wieder drangeschraubt : Schellenschraube unten angezogen, Halterung oben - lange 12er Schraube mit 12 er Mutter - angezogen.


    Alles nochmal mit Schwammtuch gereinigt, da viele Fingerabdrücke zu sehen waren.;)


    Da es anfing zu wettern, war nur eine kurze Probefahrt von 500m möglich.


    Fühlte sich erstmal genauso an, wie vorher - muß halt erst noch sorgsam eingefahren werden.


    So, Bilder folgen zu jedem genannten Schritt hier noch, heute zu spääät.


    So hier die versprochenen Bilder :


    38815071ip.jpg

    38815070sa.jpg

    38815069pk.jpg

    38815068ya.jpg





    Meine Arbeiten an der Bremse bitte nicht als Anleitung betrachten, sondern nur als Erfahrungsbericht.



    VG Jochen

  • #2

    Sehr schön, das macht ja richtig Mut es selbst zu machen :handgestures-thumbupright:

    Einziger Kritikpunkt ist die Kupferpaste. Die wird schon lange nicht mehr verwendet, da einzelne Spritzer der Paste den ABSsensor irritieren können. Statt dessen besser eine Bremsenmontagepaste auf Keramikbasis oder Plastilube verwenden! Am besten sehr sparsam, damit sich das "Fett" nicht mit Staub vermischt.
    Ansonsten danke für den schönen Beitrag!

    LG Mike

    Trau keinem Autofahrer der blinkt und schon gar keinem der nicht blink!
    Ein Motorrad das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert!

  • #3

    Danke Mike für den Zuspruch! :)


    Ja, die richtige Bremsmontagepaste habe ich weder hier im Hagebau noch bei dem Internetanbieter der mir die Beläge geschickt hat gefunden.


    Leider gehen die Bilder ziemlich durcheinander, werde versuche, sie zu sortieren.


    VG Jochen

  • #4

    Schöner Bericht nur ich frage mich wie fährt man Bremsbeläge glasig liegt es nicht vielmehr mehr an der Qualität der Belege als an der Fahrweise?

    Alle möglichen Legeprodukte bekommst du bei den üblichen verdächtigen wie Tante Luise und Prollo auch ins Haus geliefert wenn du keine Filiale alle in der Nähe hast.

    Nur die die ab und an an ihrem Verstand zweifeln haben einen.


    🇺🇦

  • #5

    Danke,! Ja, die Frage ist absolut berechtigt. Meine Vorbesitzer sind zu zweit gefahren ca. 200 KG und dazu sportlich ( ! ) unterwegs.

    Bei längeren Bergabfahrten kam das gute Bremschen hinten an seine Grenze. Fuhren viel im Bayrischen Wald, etc.


    Ich fahre da viel mit Motorbremse, überhole nicht viel und beschleunige nicht bergab bis zu nächsten Kurve... In den Alpen bin ich vermutlich einer der gemächlichen Biker, was mir gerade recht ist. Ich möchte kein Rennen fahren, sondern die Natur / Aussicht genießen :)


    Mit der NC kann man durchaus die Großen ärgern, nur gibt mir das nicht viel.


    VG Jo

  • #6

    Ich öffne vorher den Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters und lege da einen Lappen aussen herum. Durch das Zurückdrücken der Bremskolben beim Einsetzen von neuen Belägen kann der Behälter überlaufen .

  • #7

    Danke Markus für den Hinweis und herzlich Willkommen hier im Forum!

    Ich umgehe das dadurch, dass ich immer dann, wenn ein Wechsel der Bremsflüssigkeit (in der Werkstatt) ansteht, vorher selber für den Tag die alten, aber meist noch für viele tausend Kilometer guten Bremsbeläge gegen Neue austausche. Hin- und Her Tauschen geht schnell und so kann bei der Montage ein paar Monate später nichts überlaufen. Außerdem kommt die Werkstatt so nicht auf die Idee, mir teure Beläge anzudrehen.

    Gruß Winterfahrer


    Ein guter Mann auf einer NC 750 X - das kann für weit
    mehr als 25.000 km eine optimale Kombination sein.
    (frei nach F.J.S.)

  • #8

    Winterfahrer: Du machst wirklich die alten Bremsbeläge raus und neue rein, fährst in die Werkstatt und tauschst danach wieder?

    Das heisst, du zahlst die Werkstatt u.a. dafür die Bremse und den Flüssigkeitsstand zu prüfen um danach den alten Zustand herzustellen?

    Wieso sagst du nicht einfach, dass die Beläge nicht getauscht werden sollen, da die Stärke noch passt?

    Einmal editiert, zuletzt von mnk () aus folgendem Grund: Tippfähler

  • #9

    Hallo Markus, da hast du mich möglicherweise falsch verstanden. Wenn ein Wechsel (und nicht nur eine Prüfung) der Bremsflüssigkeit bei der Inspektion ansteht, sorge ich durch den (zweimaligen) Wechsel dafür, dass der Flüssigkeitsstand von der Werkstatt auf neue Beläge abgestimmt wird. Ich habe schon schlechte Erfahrungen damit gemacht, was bei der Fahrzeugannahme nicht an den Mechaniker weitergegeben wird. Die paar Minuten für den Wechsel hab ich - und laufe später nicht Gefahr zu diskutieren.

    Wenn ich dann ein paar Monate später selber die neuen Beläge einbaue, brauche ich mir nicht die von dir in Beitrag 6 geschilderten Gedanken zu machen.

    Ich fahre meine NC fast täglich schon seit über 40.000km, da steht immer was an. Wie ist es denn bei Dir, Du hast Dich ja wohl noch nicht vorgestellt?

    Gruß Winterfahrer


    Ein guter Mann auf einer NC 750 X - das kann für weit
    mehr als 25.000 km eine optimale Kombination sein.
    (frei nach F.J.S.)

  • #10

    Kurzer Ergebnisbericht :


    Nach ein paar Kilometer deutlicher Effekt spürbar. Hab sie ein paar mal eingebremst und muß sagen, genau der richtige Mittelweg:

    Bissig, aber nicht zu aggressiv. Bremsflüssigkeit war auf Maximum, sollte passen.


    VG Jochen

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