Beiträge von tompeter

    Lord_Buster


    Eigentlich ganz einfach mit den Enten. Nach den ersten Motorrädern und Rollern kam mit der

    Ente 1 ein brandneues Geflügel, welches ich nach Streitigkeiten mit meinem Vater verkauft habe ( Metallic-Rot mit weißen Felgen)

    Ente 2 kam nach der frustrierten Inzahlungnahme meiner CB500, eine Ente in Katzenklo-Grün.

    Ihr folgte die erste Bulldog . Leider soff sie auf langen Autobahn-Etappen wie ein Loch, also kam Ente Nummer3 ins Haus ( Feuerwehr-Rot), die dann doch wieder einer gebrauchten Bulldog wich ( Kupfer mit BOS- Anlage). Nachdem mich in dem Jahr zwei Autofahrer nur um Haaresbreite verfehlten , wollte ich nicht mehr Motorrad fahren, so kam sie weg. Hielt es aber nicht lange aus und kaufte mir ne Virago 535. Doch mit dem Zwergentank taugte sie nicht für die Urlaubsfahrt und es folgte Ente Nummer 4 ( blau mit weißen Felgen), die dann für die erste Deauville 650 abtrat. Die ging dann für die BMW F800ST, dann entschleunigte mich eine Shadow 750, ich vergriff mich mit der Harley und kaufte die zweite Deauville, die leider ihr Leben aushauchte ( kapitaler Motorschaden). da kam dann Ente Nummer 5, wieder ne Feuerwehr. Und da ich glaubte, keine langen Touren mehr fahren zu wollen, tauschte ich Sie gegen eine Grom, diese gegen die Meteor 350 bis hin zur jetzigen Guerrilla. Ach ja, und zwischendurch kaufte ich noch die NC 750 S DCT ( wegen der Touren, die ich eigentlich nicht mehr fahren wollte.


    larsen


    Die Bulldoggen waren prima: super verarbeitet, ab 50km/h alles im 5. Gang fahrbar, schöner Sound, vor allem bei meinem letzten Exemplar mit der BOS- Anlage.

    Hmm, wenn ich da mal so zurückblicke, was da alles schon auf dem Hof stand in den letzten 35 Jahren.


    Ganz viel Honda ( Honda PK 50 E, Honda CB 400N, Honda CB 500, 5X NTV 650, 2X Deauville 650, Honda Shadow 750, Honda NC 750, Honda Vision 110, Honda SH 125, Honda SH 300i)

    ein bisschen Yamaha ( 2X Bulldog 1100, 2X Yamaha Virago XV 535, Yamaha Beluga 125

    jeweils einmal Suzuki ( ( GS 400E), BMW ( F800ST), Harley Davidson ( Sportster 1200), eine Zündapp ZL 25)

    ein paar Vespen ( PX 80 S, PX 80 , 2X Cosa 200, Vespa GT200 L)

    Und seit einiger Zeit habe ich auch Royal Enfield auf dem Schirm. 2,5 Jahre Meteor 350 über 16tkm und nun eine Guerrilla 450.


    Markenverbundenheit?

    Bedingt.

    Honda im Qualitäts- Ranking ganz weit oben, Ärger gab es nur mit der CB 500, die schon nach kurzer Zeit rostete wie blöd und mit einem völlig unüblichen Motorschaden bei einer der Deauville 650.

    Sowohl die anderen Motorräder als auch die Roller liefen wunderbar zuverlässig. Honda ist für mich der Gradmesser der Zuverlässigkeit.


    Die Yamsen, also Bulldog 1100 und XV 535 habe ich auch sehr gemocht. Ebenfalls haltbares Material. Aktuell reizt mich bei Yamaha nichts im Modellprogramm.


    BMW?

    Meine F800ST war schon gut. Spitzenfahrwerk, schnell, sparsam. Aber mit der hätte ich mich irgendwann umgebracht, verleitete mich ständig zum Fahren auf der letzten Rille. Sind aber viel zu teuer , die BMWs und eben technisch oft anfällig und unausgereift.


    Harley Davidson:

    Meine 1200er Sportster ( neu gekauft) war eine herbe Enttäuschung. Rostanfällig, ABS nutzlos, keine anständigen Regenreifen kaufbar. Leider. Der Motor war ne Wucht in Tüten. Bin sie gerne gefahren. Wenige Monate, dann hatte ich den Kanal voll von ihr.


    Die Suzuki war nett zu fahren, rostete aber schon im leichten Regen und hatte dann noch ne defekte Fußdichtung bei Km- Stand 18.000. Ging gar nicht, also ging auch sie...danach kam keine mehr ins Haus.


    Die Blechvespen waren und sind Kult, aber pflegebedürftig, die Cosas waren hässlich, aber haltbarer, mussten viele Autobahnkilometer schruppen, auch im Winter, die GT200 L spulte in anderthalb Jahren 18 tkm völlig ungerührt ab. Mittlerweile sind Vespen überteuerter Kram, der zudem auch noch technische Defizite aufweist, die dem Konzern völlig egal sind. Schade, hübsch sind die Dinger.



    Moto Guzzi fand ich mal spannend, mag das Motorkonzept und den Kardan sehr, aber kaufen?

    Kein Händler in der Nähe, Angst vor der Teileversorgung und Bedenken wegen der Zuverlässigkeit.


    Kawasaki, KTM und andere haben mich nie zum Kauf verführen können. die KTM finde ich allesamt hässlich, einige Kawas sehr schön, aber der Wunsch nach dem Besitzen wollen ist da noch nie aufgekommen.

    Und so eine fahrbare Rasselbude ( Ducati )? Och nö....muss nicht...


    Triumph?

    Schöne Teile dabei, aber auch teuer..



    Dann lieber ne Enfield, auch von der Qualität her mittlerweile auf richtig hohem Niveau. Meine Meteor 350 im Dauereinsatz inkl. Winterbetrieb nach 2,5 Jahren nahezu rostfrei ( bis auf den Sammler), immer zuverlässig, grundsolides Teil.

    Sie wurde nur abgelöst, weil sie mir dann doch zu langsam war, und nun durch die Guerrilla 450 ersetzt, die von der Verarbeitung ( Lackierung, Verschraubung, Elektrik) einen mindestens ebenso hohen Standard aufweist wie die japanische Konkurrenz in der vergleichbaren unteren Mittelklasse. Viel Krad fürs Geld halt.


    Egal ist es mit nicht, was auf dem Schild steht.

    Am liebsten Honda oder ( mittlerweile) Royal Enfield, aber fixiert bin ich da nicht endgültig.


    Baut ein Hersteller ein Motorrad welches mich sofort umhaut, dann könnten auch andere Markennamen draufstehen.


    Nur kein Chinese, nicht KTM, Ducati oder Harley, BMW fällt auch aus wegen Preisgestaltung, Werkstattkosten.


    Ja, es gibt viele Motorräder am Markt, aber halt nur wenige, die mein Herz berühren und dadurch meine Geldbörse öffnen könnten, ohne das der Verstand mahnend eingreift.... :)

    Ich habe ja neben def NC 750 noch ne Honda SH300i.


    Wenn ich Roller fahren will, dann fahre ich Roller, ist mir nach Motorradfahren, dann nehme ich die NC oder die Guerrilla.


    Mir ist der XADV für nen Roller too much und für ein Motorrad kein Ersatz irgendwie.

    Für nen Roller nicht praktisch genug und für den Motorradersatz fehlt mir der Tank zwischen den Knien. ;)

    Sven1976


    Obwohl mich das bei der NC aufgrund des niedrigen Drehzahlniveaus nicht stört.

    3.000 U/ min sollte auch ein kalter moderner Motor vertragen und höher drehe ich die auf den ersten 15km eigentlich nie.

    Danach sollte das Öl auf jeden Fall wohltemperiert sein.

    Mal ein paar Pros and Cons zur Guerrilla 450 nach nunmehr 466km.



    Schwächen:

    - Das Licht ist nicht besonders erhellend. Recht geringe Lichtstärke sowohl im Abblendlicht als auch im Fernlicht.

    Abblendlicht jedoch mit einer schönen weiten Ausleuchtung auch zu den Seiten, Fernlicht eher mau ( im Vergleich zu meinen anderen Krädern als auch zur Meteor 350)

    - Auf glattem Untergrund ( Kopfsteinpflaster bekommt man sie nur rutschfrei vom Hauptständer, wenn man recht viel Druck nach vorne/ unten auf den Lenker ausübt.

    - bei Temperaturen unter 5 Grad auf den ersten 2 Kilometern etwas ruppig bei zu niedrigen Drehzahlen, darüber verschwindet der Effekt.

    - Sie schmeißt vom Hinterrad mit Wasser und Dreck bis auf den Rücken des Fahrers und saut sich die komplette Heckpartie ein ( da war ich von der Meteor 350 echt verwöhnt)

    - Umschalten der Fahrmodi während der Fahrt möglich ( Gasgriff geschlossen, Getriebe in N oder Kupplung ziehen) dauert eine Gedenksekunde. Erst wenn die Anzeige erlischt, ist auch der entsprechende Modus eingeschaltet.

    - nach einem Neustart Neustart ist grundsätzlich Performance vorgewählt.

    - Motortemperatur anzeige läuft über Kühlwasserkreislauf, wenig aussagekräftig. Bei Fahrten im Regen schwankt diese hierdurch stark ( kenne ich von meinem Roller) und lässt nicht wirklich Schlüsse auf die Öltemperatur zu.

    -erster Gang sehr kurz übersetzt, eigentlich reicht der zweite Gang zum Anfahren fast aus. Beim Schalten von 1 in 2 in Performance mit ein wenig zu viel Gas zieht es einem gefühlt das Moped unter dem Hintern raus. Also immer ein wenig Abstand zum Vordermann halten.

    - kleiner Tank mit nur 11 Litern ( bin da von der Meteor 350 und deren Reichweite echt verwöhnt)



    Stärken:

    - Sitzposition bequem auch bei längerer Verweildauer

    - angenehmer Kniewinkel, schöner Tankschluss mit den Knien, keine störenden Kanten.

    - Fußrasten an der Ampel nicht im Weg

    - der breite Lenker sorgt für eine sehr gute Handlichkeit

    - die Guerrilla 450 fühlt sich leichter an als sie ist. Und auch wesentlich leichter als die HIM 450

    - Bedienelemente leicht und logisch zu bedienen.

    - Getriebe schaltet butterweich mit kurzen Wegen und nahezu geräuschlos.

    - Reserveanzeige informiert rechtzeitig bei ca. 3,5 Litern Restsprit, gut für mindestens 50-80km.

    - Das Fahrwerk ist straff, aber dennoch gut abgestimmt, vermittelt viel Feedback von der Straße, Geradeauslauf hervorragend, lässt sich herrlich leicht in Kurven umlegen

    - gute Ausstattung ( Display, Haupt und Seitenständer, Kotflügelverlängerung vorne, Spritzschutz für das Federbein hinten, Warnblinkanlage, LED rundum, Navi etc.) und reichlich Informationen über das Display abrufbar.

    -Verbrauch derzeit bei eher Kurzstrecke und lausigen Außentemperaturen um die 3,5 Liter und somit jetzt in der Einfahrphase auf dem Niveau meiner Meteor 350 im Winterbetrieb bei gleichen Fahrstrecken. Im Echtbetrieb halte ich in der warmen Saison halte ich 3,5-4 -Liter für realistisch

    - Die Fahrmodi unterscheiden sich in den unteren Gängen durch eine deutlich differenzierte Gasannahme, von entspannt ( ECO) bis nahezu explosionsartig in Performance, wenn bei ca. 3000 U/min der Schub einsetzt. ECO macht in der Stadt durchaus Sinn, läuft dann ruhiger und mit niedrigerer Drehzahl an der Ampel los und es ruckelt nicht auf unebenen Straßen.

    - Gasannahme in Performance sehr direkt, schon sportlich, wirkt dadurch sehr kraftvoll. In ECO eher "Enfield- like". Ich mag diese Wahlmöglichkeit.

    - Bremsleistung und Ansprechen auf einem völlig anderen Niveau als bei der Meteor 350. klarer Druckpunkt, knackige Verzögerung sowohl vorne als auch hinten.



    Fazit:



    Der Begriff "Roadster" ist für die Guerrilla 450 schon treffend:

    Ein handliches, bei Bedarf auch recht aggressiv fahrbares Motorrad, welches trotzdem auch eine gewisse Gelassenheit für die gemütliche Tagestour mit sich bringt.



    Für mich passt es :love:


    Mittwoch ist Inspektion, danach darauf sie schon mal satte 6.000U/min drehen.

    Vorfreude....wenigstens 100 auf der Landstraße und 120 auf der Autobahn ..befreiend...

    Hach in dem Video fällt mal wieder so richtig auf, wie hübsch die erste Generation ( und auch die Zweite) doch waren ohne diesen gequetscht wirkenden LED.- Scheinwerfer.

    Vor allem die Integra in Rot. Was für eine wunderschöne harmonische Frontverkleidung mit gut sichtbarem Scheinwerfer. Auf sowas hoffe ich noch für die NC, bis ich mal eine neue brauche.

    Aber der Trend geht ja leider zu diesen fix montierten Taschenlampen...

    Wichtig ist doch eigentlich nur das wir selbst wissen, warum wir eben dieses Motorrad besitzen und schätzen.


    Klar, mit etwas mehr Sorgfalt hätte man ein paar Dinge besser hervorheben können, aber meine Erwartungen an diese "Profi-Tester" sind nie besonders hoch gewesen.

    Viel mehr bringen Nutzer-Informationen oder private Videos.

    Ich verweisen da mal auf die Videos zur Guerrilla 450, die ich kürzlich erwarb.

    Bei der Präsentation sind sie damit wie die Rossis durch die Berge geknallt, immer schön am Begrenzer. Toll.

    So entging den meisten z.B das recht früh anliegende nutzbare Drehmoment, der ECO-Modus fand überhaupt keine Erwähnung und wie sich das Teil auf einer normalen Stadt- oder Landstraßenfahrt benimmt...kein brauchbarer Kommentar hierzu.


    Diese Informationen fand ich dann in 3 englischsprachigen Videos, gespickt mit den Emotionen, die das Kraftrad wecken kann und auch passenden kritischen Anmerkungen.


    Auf den ersten 250km finde ich meine Guerrilla in diesen Videos voll wieder und danke den Erstellern für diese nützliche Entscheidungshilfe.


    Die NC 750 hat halt ein Langweiler-Image, welches von den "Profis" gerne gepflegt wird. Ist halt kein Stammtisch-Bike, mit dem man auf der großen Welle reiten kann.

    Will der NC 750-Interessent/ -Eigner aber auch gar nicht.