Sorry, da habe ich wohl etwas falsch interpretiert. Ich dachte das sich dein Beitrag auf die "etwas schwache
GB350" bezog die hier ja Thema war.
Kleines Missverständnis.
Gruß Thomas ![]()
Sorry, da habe ich wohl etwas falsch interpretiert. Ich dachte das sich dein Beitrag auf die "etwas schwache
GB350" bezog die hier ja Thema war.
Kleines Missverständnis.
Gruß Thomas ![]()
Hallo,
wie auch Sven1976 hat nicht jeder einen Kompressor. Ich muß sagen das ich so eine Vakuumhandpumpe
jahrelang im Einsatz hatte und vom pumpen weder Muskelkater noch eine Senenscheidenentzündung
bekommen habe. Das geht schon ganz gut.
Jetzt benutze ich allerdings eine elektrische Vakuumpumpe mit einem selbstgebauten Abscheidegefäß.
Hauptsächlich wird sie allerdings zum evakuieren von Klimaanlagen etc. verwendet. Ich habe sie halt nur
zweckentfremdet.
Gruß aus Lemgo, Thomas ![]()
Dann wäre doch eventuell die BSA Gold Star 650 etwas für dich, ein klassischer Eintopf.
Aber wenn du hier auch die CB1300 anführst scheinst du ein recht breites Beuteschema zu haben.
Der Mann meiner Nichte hatte für kurze Zeit eine gebrauchte CB1300. Vom Fahrwerk, dem Handling
etc. war er nicht begeistert. Er fand sie auch irgendwie langweilig.
Konzeptionell merkte man ihr ihr Alter schon an. Der seidenweich aggierende Motor hat schon was
aber das ist nicht alles was ein Motorrad ausmacht, halt Geschmackssache.
Und wie ich mir schon gedacht habe ist er danach wieder einmal bei Triumph gelandet. Ich meine es wäre
seine vierte? Jetzt fährt er eine gebrauchte Tiger 1050 und auch seine Frau fühlt sich als Sozia wesentlich
wohler auf der Tiger.
Der eine so, der andere so, se la vie.
Gruß aus Lemgo, Thomas ![]()
Sorry, hatte mir das Gerät nicht genau angeschaut.
Aber wie gesagt, ich halte die Vakuumpumpe hier für geeigneter, besonders wenn man alleine entlüftet
und keine Pressluft zur Verfügung steht.
Ich hatte eben zu meinem Beitrag noch etwas ergänzt was du sicherlich noch nicht gelesen hast, lies dir das
doch noch kurz durch, ergibt ein runderes Bild zum Thema Bremsflüssigkeitstausch.
Gruß Thomas ![]()
Hallo Sven, ich glaube du hast da etwas falsch verstanden.
Für den Bremsflüssigkeitswechsel benutzt man eine sogenannte Vakuumpumpe. Diese soll unter
anderem verhindern das wenn man den Entlüftungsnippel am Bremssattel zu langsam schliesst in
diesem Moment wieder etwas Luft zurück in das Bremssystem gelangt.
Anders gesagt, das Vakuum das du mit der Pumpe erzeugst sorgt dafür, das so lange Bremsflüssigkeit
aus dem Hohlnippel am Bremssattel gesogen wird bis du den Nippel wieder verschliesst.
Pressluft wird hier nicht benötigt!
Du benötigst keinen Überdruck sondern einen durch die Vakuumpumpe erzeugten Unterdruck der die
alte Bremsflüssigkeit absaugt!
Ich habe der Verständlichkeit halber gerade einmal dazu bei youtube ein Video herausgesucht.
Nicht besonders geschickt gemacht aber für das Verständniss reicht es, es gibt sicherlich bessere Videos.
Hier der Link:
Der Ersteller des Videos sagt zum Schluss das er die Pumpe eigentlich nicht benötigt. Dazu sage ich folgendes,
wenn keine zweite Person zum helfen, also zum pumpen am Bremshebel zu Verfügung steht ist eine
Vakuumpumpe ein gutes Hilfsmittel.
Noch ein kleiner Tipp: Wenn ihr am Bremshebel pumpt um die alte Bremsflüssigkeit aus dem System zu pumpen
bitte diesen nicht ganz bis zum Lenker durchziehen.
Warum? Ganz einfach, der Kolben des sogenannten Geberzylinders hat einen kürzeren Arbeitbereich bei
befülltem Bremssystem. Wenn ihr den Nippel am Bremssattel löst könnt ihr den Kolben am Geberzylinder weiter
durchdrücken was aber zu Problemen führen kann die ihr nicht gleich bemerkt.
Der Kolben ist ja mit einem Dichtring abgedichtet und dichtet diesen in seinem Arbeitsbereich ab. Kolben und
Dichtung sind in diesem Arbeitsbereich aufeinander eingespielt. Fährt der Kolben beim Entlüften nun weiter nach
vorne, also über den alten Arbeitsbereich hinaus kann es sein das durch Ablagerungen (Oxydation) am Kolben
der Dichtring beschädigt wird!
Normalerweise gibt es keine Probleme, aber bei älteren Fahrzeugen hat dies schon oftmals zu Problemen geführt
und man konnte nach dem Neubefüllen des Bremssystems den Bremshebel, das Pedal durch den beschädigten
Dichtring langsam aber sich komplett durchdrücken.
So eine Bremse wollt ihr nicht haben. Also zur Sicherheit einfach einen "Abstandshalter" zwischen Lenker und
Bremshebel anbringen oder einfach nur kurze Pumphübe ausführen.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Hinteradbremse.
Ich hoffe ich konnte dir, euch helfen.
Gruß aus Lemgo, Thomas ![]()
Kleiner Nachtrag: Verschiedene Bremsflüssigkeiten, also verschiedene DOT-Typen, niemals mischen! Wenn
euer Modell wie z.B. meine RC88 mit einer DOT4 Bremsflüssigkeit befüllt ist zur Neubefüllung wieder eine DOT4
verwenden!
Niemals mit DOT5.1 etc. befüllen. Von welchem Hersteller ist egal, Hauptsache den richtigen Typ (DOT)
Du schriebst: "So nebenbei, die Verbrauchsanzeige in der Baureihe ist so ziemlich das unnötigste Feature"
Ich würde sagen jein, ist halt Ansichtssache. Ich halte sie für nicht ganz unnütz.
Anfangs habe ich bei meiner NC-SD (RC88) die Tankquittungen aufgehoben und den Verbrauch ausgerechnet.
Zur Kontrolle habe ich bei jedem Tanken den TRIP-Zähler "B" genullt und den beim nächsten Tanken angezeigten
Durchschnittsverbrauch mit dem per Tankquittung errechneten Verbrauch verglichen.
Das Ergebnis war das die Verbrauchsanzeige bei meiner RC88, egal ob ich eher sportlich oder eher relaxter unterwegs
war "sehr genau" war. Sie zeigt maximal 0,2 Liter zu wenig an.
Kein einziges Mal war ein Aussreisser dabei!
Bedeutet das man sich recht gut auf die Anzeige verlassen kann, einfach 0,1 bis max 0,2 draufrechnen und es passt.
In wie weit das bei diesem recht sparsamen Moped eine Rolle spielt und in wie weit es jemanden interessiert sei
einmal dahingestellt, aber wen es interessiert der kann sich schon recht genau auf die Anzeige verlassen, zumindest
bei der RC88.
Was es mit dem "RechenBUG" der angesprochenen RH09 auf sich hat und wie er zustande kommt kann ich nicht sagen.
Einen solchen "Fehler" konnte ich bei mir nicht beobachten.
Was ich interessant finde ist wie der anfängliche Verbrauch nach dem Kaltstart mit den höheren bzw. niedrigeren Aussen-
temperaturen variiert. Gerade bei meinen letzten Touren im November hat sie sich Anfangs doch einiges mehr an Sprit
reingeschlabbert.
Das liegt bekanntermassen an den von dir schon angesprochenen "Kondensationsverlusten", also der Tröpfchenbildung
des "Kraftstoffnebels" an den kalten Zylinderwänden.
Mit der von dir angesprochenen Ölverdünnung, bei der auf wundersame Weise der Ölstand steigt, ist wohl kaum zu rechnen.
Die meisten Motorräder werden ja nicht als Kurzstreckenfahrzeuge missbraucht und dementsprechend ist mit einer Öl-
verdünnung durch Kraftstoff auch bei niedrigen Temperaturen nicht zu rechnen.
Der Motor wird bei unseren Mopeds meist warm genug, eventueller Kraftstoffeintrag im Öl verdunstet und wird über die
Kurbelgehäuseentlüftung abgesogen und mit verbrannt.
Bei einer Sache muß ich dir definitiv zustimmen, eine "Öltemperaturanzeige" hätte ich auch gerne! Auch wenn ich meine
NC nach dem Kaltstart warmfahre wüsste ich doch gerne wann sie tatsächlich warm ist und ich sie ohne Reue "fordern kann".
O.K. der NC-Motor ist ein solider unkaputtbarer Dauerläufer, aber mir tut es immer etwas weh wenn so manch einer seinen
kalten Motor ordentlich tritt. Ich leide mit der toten Materie.
![]()
Kurz noch einmal zur Verbrauchsanzeige:
Im Zeitalter der digitalen Motorelektronik ist das ganz einfach umzusetzen. Die MCU wertet Daten wie z.B. die Drosselklappen-
stellung, bzw. den momentanen Luftdurchsatz, die Motortemperatur etc. aus. Daraus errechnet sie wie lange (in Millisekunden)
die Einspritzventile im jeweiligen Lastzustand geöffnet werden müssen um das ideale Kraftstoff-Luftgemisch zu erreichen.
Bei der dann errechneten Öffnungszeit wird eine definierte Spritmenge eingespritzt.
Jetzt macht die MCU einfach gesagt nichts anderes als die Einspritzmengen pro Arbeitstakt und Zylinder zu addieren und diese
Menge mit der zurückgelegten Wegstrecke zu vergleichen. Und schon haben wir unseren Momentanverbrauch.
Dann werden noch die schwankenden Momentanverbräuche auf 100 Km hochgerechnet und wir haben unseren Durchschnitts-
verbrauch pro 100Km. O.k. stark vereinfacht aber im Prinzip läuft es so ab.
So, das war es schon
Gruß aus Lemgo, Thomas ![]()
Das ist ja verrückt, ich habe gerade eben in der Rubrik: "Frisch gekauft - eure neuesten Anschaffungen"
eine Beitrag der auch Fotos vom Aufpolstern meiner Sitzbank zeigt, eingestellt.
Falls es interessiert hier der Link:
Gruß, Thomas ![]()
Schön geschrieben und für mich absolut nachvollziehbar. Ist halt eine Frage der Einstellung sowie eigener Vorlieben.
"tompeter" hat es meiner Meinung nach mit folgenden Worten auf den Punkt gebracht:
"Langhuber sind Seelen-Masseure"
Ich für meinen Teil bin mir sicher das ich mit einem für viele wohl "untermotorisierten" Langhuber auch sehr viel
stressfreien, entspannten Spaß haben könnte.
Als "Universalmoped" ist für mich die NC allerdings passender, aber das eine schließt das andere ja nicht aus.
Gruß, Thomas ![]()
Hallo aus Lemgo,
Wow, der Niklas scheint sein Handwerk zu beherrschen, saubere Arbeit.
Wie auch ich bei meiner Sitzbank verwendet er, wie fast alle Polsterer, Verbundschaumstoff.
Obwohl sich dieser bei mir Anfangs härter wie der original-Schaum von Honda anfühlte sitze
ich auf dem Verbundschaum gerade auf längeren Etappen besser. Meinen Popo freut's.
Wo liegt nur der Unterschied zwischen dem standardmäßig meist verwendeten PU-Schaum
und Verbundschaum. Mehr als eine Vermutung habe ich nicht, weiß jemand mehr?
Verbundschaum wird ja in verschiedenen Härtegraden angeboten. Bei dir wurden ja auch 2
verschiedene Härtegrade verwendet, vorne grauer und hinten roter Verbundschaum. Die Festigkeit
richtet sich hier nach dem Raumgewicht "RG".
Ich habe mich auf Grund meines geringen Gewichts und nach etwas Recherche z.B. für RG100
entschieden. Du weißt nicht zufällig welche Härtegrade bei dir vorne bzw. hinten verwendet wurden?
Hier einmal ein paar Fotos von meiner "Operation Sitzbank".
Bei dieser hatte ich leider den Schaum etwas tief eingeschnitten weil ich wohl unaufmerksam war
und nicht beachtet habe das ich die Fläche ja im Gegensatz zum Original gerade haben wollte, also
hinten mehr abarbeiten wollte.
Egal, sitzt sich prima und ich kann die Sitzposition immer einmal leicht verändern ohne mich zu
verkrampfen.
Hier die Fotos:
Gruß aus Lemgo, Thomas ![]()
Hallo,
der hauptsächliche Grund warum man Bremsflüssigkeit einmal wechseln sollte ist meiner Meinung
nach wohl folgender:
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das bedeutet das sie Wasser aufnehmen und binden kann.
Hat die Bremsflüssigkeit über die Jahre Wasser gebunden das z.B. durch die Bremsschläuche in die
Flüssigkeit diffundiert ist, sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit.
Das bedeutet sie siedet, "kocht" schon bei niedrigeren Temperaturen, der im Wasser "H2O" gebundene
Sauerstoff "O" gast aus. Da der ausgetretene Sauerstoff kompressibel ist, sich also verdichten lässt wird
die Bremse "weich" und man kann den Bremshebel weiter durchziehen. Im Extremfall reicht dann ein
voll durchgezogener Bremshebel-Fußbremshebel nicht mehr aus um stark zu verzögern.
Das geschieht allerdings erst wenn die Bremse z.B. bei einer Bergabfahrt länger beansprucht wird und
der Bremssattel so heiss wird das die Flüssigkeit bzw. das gebundene Wasser zu sieden beginnt und der
komprimierbare Sauerstoff ausgast.
Da sich die Gasblasen am Bremssattel bilden ist die Wahrscheinlichkeit das sie bis zum ABS-Block gelangen
meiner Meinung nach gleich 0.
Was ich damit eigentlich nur sagen will:
Befüllt und entlüftet man die Bremse wie gewohnt an den Bremssätteln bzw. dem Ausgleichsbehälter ist das
vollkommen o.k.. Sollte noch etwas "alte Bremsflüssigkeit" am ABS-Block verbleiben ist das nicht wild. Die Gas-
blasen haben kaum eine Chance bis hierhin vorzudringen und der ABS-Block wird auch niemals so heiss das
hier die Flüssigkeit sieden könnte.
Eine Standardmässige Neubefüllung über den Ausgleichsbehälter und das gleichzeitige Entlüften über
den Entlüftungsnippel am Bremssattel, möglichst mit einer Unterdruckpumpe, reicht meiner Erfahrung nach
voll und ganz aus.
Und wie so oft halte ich die "Wechselintervalle" die so mancher Motorradhersteller vorgibt für absolut
übertrieben und für Geldschneiderei. Das gilt übrigens auch für die Kühlflüssigkeit.
Ich habe in all den Jahren bei meinen Kraftfahrzeugen diese Intervalle nie eingehalten und bin bestens
damit gefahren. Hier wird meiner Meinung nach mit der Angst und Unwissenheit vieler Konsumenten gespielt.
Bei meiner K75 habe ich nach dem Kauf die Bremsflüssigkeit gewechselt und wir sind dann 14 Jahre später
spontan nach Italien gefahren. Da gab es vollbeladen so einiges zu bremsen, alles im grünen Bereich,
kein weicher Bremshebel, nichts, alles normal. (Danach habe ich sie allerdings dann doch gewechselt).
Macht euch euren Reim drauf. Im Endeffekt muß es doch jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich halte
die "einzuhaltenden Intervalle" so mach eines Herstellers, Honda einbezogen, für übertrieben.
Gruß aus Lemgo, Thomas