Hallo aus Lemgo,
ja, der Motorradkauf ist oftmals keine rationale sondern eher eine emotionale Entscheidung.
Der eine kauft eine echtes "abenteuerfähiges Männermotorrad aus Bayern" was auf Grund des Firmenlogos,
welches auf dem Tank prankt, doch wohl über jeden Zweifel erhaben sein muß!?
Kosten hin oder her, man gönnt sich ja sonst nichts, man ist oben angekommen und meine Kumpels.........
Scheiß was auf die Kohle, sone fette Karre muß her. (Vorurteilmodus aus, aber könnte es sein das................)
Wie so mancher GS-Treiber diese bewegt wage ich allerdings zu bezweifeln ob er das richtige Moped fährt.
Mit der Aussage sitze ich zwar in der Zwickmühle weil die Aussage Neid impliziert, aber glaubt mir, ich bin
schon eine, zwar nicht aktuelle ältere GS 1200 R ausgiebig gefahren. Für die Langstrecke, gerade zu zweit, un-
bestritten komfortabler wie eine NC und sie ist handlicher als man annehmen sollte. Aber meine Wunschliste die
ich auch anhand meines Fahrprofils erstellt habe brachte mich zur NC mit DCT. Das ist definitiv "mein Moped", o.k.
einige Umbauten waren nötig. Als Selbermacher und bei meiner Kilometerleistung wäre auch eine gebrauchte
Boxer im Rahmen geblieben. Meine K75 hat's auch 22 Jahre bei mir ausgehalten.
Auch der Kauf einer GS450 wird wohl eher durch emotinale Gründe sowie Freundesmeinungen, Zeitschriften,
Youtube, trockene tech. Daten, eigene nicht exakt begründbare Vorlieben etc. beeinflusst. Ob das neue Moped
dann tatsächlich zu einem passt stellt sich oft erst später heraus.
Ich glaube der Motorradkauf ist so individuell wie wir Menschen, für den einen ist der große Auftritt wichtig, der
nächste möchte etwas "praktisches", der nächste nimmt für eine schnelle Beschleunigung und hohe End-
geschwindigkeit schmerzende Handflächen, Rücken und Knieschmerzen in Kauf und ist sich sicher das Motorrad-
fahren nur so Spaß machen kann. Aber ist das wirklich so? Fragen über Fragen!
Ich glaube wir Mopedfahrer sind einfach auch nur Menschen.
Gruß aus Lemgo, Thomas 