Beiträge von ThomasLIP

    Hallo aus Lemgo,


    ich habe spasseshakber mal bei OVDB, dem in Frankreich ansässigen Anbieter nachgesehen.

    Hier für interessierte der Link:

    LED-Bremslicht mit integrierten Blinker HONDA MSX CBR650F / CB650F / CTX 700 / NC 750 2014 - 2023
    LED-Bremsleuchte mit integrierten Blinkern, eine ideale Lösung für stärkere Beleuchtung und höherer Sicherheit für Sie, mit tollem Look für Ihr Motorrad
    avdb-moto.fr


    Und was lesen wir da? Das was zu erwarten war. Natürlich sind die integrierten Blinker in Deutschland nicht

    zulässig, E-Prüfzeichen hin oder her.


    Hier der Text unter dem Angebot:


    Diese Leuchte mit integrierten Blinker bietet Ihnen 3 Funktionsmöglichkeiten :

    1. Da wir dieses Modell nicht ohne die integrierten Blinker anbieten, und um die Genehmigung der Leuchte zu erhalten, haben Sie die Möglichkeit die für die Blinker vorgesehenen Kabel nicht anzuschliessen, und nur die Licht- und Bremslichtfunktion mit dem dafür vorgesehenen Stecker zu verbinden.
    2. Um Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, können Sie ebenfalls ganz einfach die Blinker dieser Leuchte mit den Original-Blinker, oder mit anderen diskreten Blinkern koppeln.
    3. Oder Sie entfernen Ihre Original-Blinker um nur die Blinker dieser Bremsleuchte zu benutzen, was durchaus geduldet wird, aber die, wie alle Bremslichter mit integrierten Blinkern auf dem Markt, auf Grund des zu kurzen Abstands zwischen beiden Blinkern, niemals genehmigt sind.

    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Jens-Peter


    Hallo, ich hatte mich zum Thema Reifen einmal ausgiebig informiert.

    Da bei 80% der Befragten der Reifen der gerade aufgezogen ist "der Beste" ist und sie zufrieden sind hatte das für mich weniger Aussagekraft und ich habe mich selber über die verschiedensten Reifen informiert.


    Auch über den Eurogrip habe ich so einiges zusammengetragen.

    Hier meine Zusammenfassung des gefundenen 1:1 kopiert:


    PREISWERTER REIFEN AUS INDIEN:

    In der aktuellen Motorrad News testen die auf einer Yamaha Tracer 7 GT einen Reifen Namens Roadhound von der Firma Eurogrip.

    Das ist ein langjähriger Reifenhersteller aus Indien und eine Tochter von TVS. TVS baut unter anderem für BMW die G310.

    Die haben in dem Bericht bisher 6300km mit dem Reifen gefahren. Ungewöhnlich für einen günstigen Reifen hat dieser auch eine gute Nasshaftung. Vorne haben die Reifen noch 3,4mm und Hinten 4,5mm Restprofil. Bei der Tracer ist die Reifendimension 120/70ZR17 und 180/55ZR17. Der Preis für den Satz war 160€. Tester die nicht wussten was aufgezogen ist haben den Reifen für den Metzeler Roadtec gehalten.


    Eurogrip Roadhound 120/70 ZR17 TL (58W) Vorderrad 12.2024: 65,93 bei tirendo.de

    Eurogrip Roadhound 160/60 ZR17 TL (69W) Hinterrad 12.2024: 80,10 bei tirendo.de

    146,03


    Eurogrip wurde 1982 gegründet und verfügt über globale Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie modernste Technologie. Eurogrip produziert weltweit branchenführende Reifen für den Motorradsektor. Das Unternehmen verfügt über ein Designzentrum in Mailand, Italien, das das Forschungs- und Entwicklungszentrum des Werks mit Reifen unterstützt, die auf dem gesamten Weltmarkt unter allen Bedingungen getestet wurden. Straße und Gelände. Eurogrip-Reifen und -Schläuche sind in über 85 Ländern weltweit erhältlich.


    Test: 17.000 Km NC750 - https://www.justbikes.com.au/n…ip-roadhound-tyres/983535


    Erfahrungen:


    Ich habe den Reifen momentan drauf auf meiner 1200MÜ Bin bisher 3000km gefahren.

    Ich finde das er bei langsamer Fahrt in den Kurven ein sehr starkes Aufstellmoment hat. Mann muss ihn dann in Schräglage etwas zwingen. So ab 30 bis 40 sachen ist das vorbei und ich finde ihn sehr gut und auch sportlich Fahrbar. In Tirol war das soweit kein Problem. Nur in sehr engen Kurven war das Aufstellmoment gewöhnungsbedürftig wenn mann halt dementsprechend langsam war. Die Laufleistung kann ich noch nicht beurteilen. Aufgrund des Preises habe ich ihn halt mal getestet.

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    Ich habe mir den Eurogrip Roadhound aufziehen lassen, auf meine 1000er Honda CBF. Der Reifen funktioniert gut und unauffällig. Ich hatte vorher Michelin Pilot Road 5 drauf, aber die werden immer teurer, der neueste 6er ist nochmal 1/4 teurer im Satz, irgendwann ist Schluss mit Lustig. Die Maschine lässt sich gut und neutral Steuern. Vom Vorderreifen kommt etwas singen hoch, wie beim Metzeler Roadtec 01. Nässe wird dauern, denn dazu müsste es erstmal die konstellation geben, dass ich bei Nässe unterwegs bin.

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    Von mir nochmal ein kleiner Bericht. Habe den Reifen jetzt 3400 km gefahren. Der Vorderreifen ist jetzt nicht mehr fahrbar. V Förmig dadurch extrem kippelig. Der Hinterreifen wird schätze ich nochmal 3000 halten. Für den Preis finde ich das OK ein Bridgestone als Beispiel, kostet mehr als doppelt so viel und ist bei mir nach 6000 km gar. Hatte keine Rutscher etc. Immer nur das im 2. Post erwähnte Fahrverhalten.

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    Fazit: Reifen funktioniert. Bin diese woche auf Reise, bisher 1000 km Landstraße, auch Nass. Der Reifen stellt sich beim einbremsen in Kurven mehr auf als ich es von anderen Reifen kenne, erfordert also mehr kraft um ihn in die Schräglage zu bringen. Der Vorderreifen ist laut und singt sein Lied. Der Hinterreifen wird in den Flanken rauh, wie ein Conti. Nass unauffällig. Wie von Benny erwähnt, fühlt sich der Reifen bei niedrigen Tempo schwerfällig an, förderlich bei Stop&Go, bisschen nervig in langsamen Kurven. Karkasse Hoppelig.



    Was ich persönlich denke:

    Wie die einzelnen Tester gefahren sind kann ich nicht beurteilen, aber der eine hat ihn ja wohl richtig rangenommen und nach 3400 Km vorne V-förmig gefahren hat. Das bedeutet das der Eurogrip auch in Kurven genügend Grip aufbaut, also sicher ist.

    Und die Infos von Motorrad-News klingen auch nicht schlecht.

    Ich persönlich würde den Roadhound ohne Bauchschmerzen aufziehen.


    Wer wie ich vor ca. 25 Jahren einmal die damals gängigen Metzler ME 33-55 oder 880 und andere gefahren hat weiß wie schlecht damals

    teilweise Reifen waren.

    Der erste gute und in allen Lebenslagen sichere Reifen auf meiner K75 war der Bridgestone BT-45.

    Egal ob bei Regen, in Kurven, beim Aufstellmoment war das in allen Belangen ein ganz aderer Reifen. Die Metzler haben in Kurven oft geschmiert, hatten also wesentlich weniger Grip, mehr Aufstellmoment etc. Und von dieser Sorte Reifen gab es damals viele!


    Damals bin ich oftmals noch wesentlich sportlicher unterwegs gewesen. Aber auch ich habe wie so viele andere auch die im Vergleich zu heutigen Reifen grottig schlechten Reifen überlebt ohne einmal Asphaltkontakt zu haben.


    Das waren wirklich schlechte Reifen. Es scheint sich zu bestätigen das der Roadhound ein recht guter Reifen ohne größere Schwächen ist.


    Bei Reifen hat sich in den letzten 25 Jahren richtig was getan.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Hallo aus Lemgo,


    ich habe einmal versucht so kurz und knapp wie möglich zusammenzufassen wie Motoröl aufgebaut ist, wie seine Eigenschaften beeinflusst werden können, bzw. warum es altert.


    Leider ist das Thema so komplex das ich viele Teilaspekte nicht angesprochen habe, das würde so lang und unverständlich wie eine Doktorarbeit. eventuell interessiert es jemanden.


    Bitte keine großen Diskussionen über den Text. Wie ich hier schon einmal schrieb ist das Thema Öl eine "Never ending Story".

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    Durch den Betrieb wird das Öl im Laufe der Zeit mit Schmutz, Metallpartikeln, Verbrennungsrückständen etc. verunreinigt und durch Alterung sowie Oxidation in seiner Schmier- und Schutzfunktionen beeinträchtigt. Bei häufigem Kurzstreckenbetrieb und eventuell noch begünstigt durch verkokte, festsitzende Kolben und Abstreifringe etc. kommt zusätzlich noch mehr oder weniger Wasser sowie Öleintrag hinzu.


    Das Öl allgemein:


    Prinzipiell besteht Öl aus Kohlenwasserstoffketten, das sind mehr oder weniger lange Molekülketten, in denen sich Kohlenwasserstoffatome aneinander reihen. Ein besonderes Merkmal dieser Molekülketten ist ihre wechselseitige Anziehungskraft. Je länger die Molekülketten sind, um so stärker ziehen sie sich gegenseitig an.

    Die Konsistenz eines Öles beruht auf der wechselseitigen Anziehungskraft der Molekülketten, die ein elastisches Netz bilden. Dieses Netz ist in der Lage, Oberflächen voneinander zu trennen. Die Fähigkeit, Oberflächen voneinander zu trennen und auf Abstand zu halten, nennt man „Scherstabilität“.


    Auf dieser molekularen Anziehungskraft beruht jede Schmierkraft. Die Länge dieser Molekülketten beeinflußt allerdings die Viskosität des Öls. Je länger diese sind je höher die Viskosität, bis hin zu zähem Fett. Es gibt bei Motorölen einen Bereich "von bis" in dem die Kettenlänge designt wird.

    Dabei spielen die zugefügten Additive, die unter anderem die temperaturabhängige Viskosität des Öls beeinflussen eine grosse Rolle. Einfach gesagt, die Mischung machts.

    Motoröle können bis zu 20% Additive beinhalten die die verschiedensten Aufgaben erfüllen können.


    Wichtig ist das diese Kohlenwasserstoffketten des "Grundöls" möglichst geschlossen sind so das sich keine freien Atome mehr anschließen können.

    Frische Öle sind heute größtenteils so designt das sich keine freien Sauerstoffatome, die zu einer schnelleren Ölalterung durch Oxidation führen, anhängen können.


    Leider ist es so das diese "idealen Kohlenwasserstoffketten" im Betrieb einfach gesagt nach und nach "zerschlagen", also kürzer werden und sich an diesen kürzeren Ketten andere Atome, vorrangig Sauerstoffatome anhängen und die Ölalterung durch Oxydation beschleunigen. Durch diesen "Vorgang" nimmt die Viskosität des Öls ab, es wird dünner.

    Was noch zusätzlich zur Ölalterung beiträgt hatte ich ganz oben schon einmal kurz zusammengefasst.

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    Ich denke das eine durchschnittlich bewegte NC, die kaum im Kurzstreckenbetrieb eingesetzt wird und bei den wenigsten auch im Winter bewegt wird mit einem Standard API-SG-Öl (JASO-MA) auf z.B. HC-Basis, welches der Honda-Empfehlung entspricht, schon bestens bedient ist. Regelmäßige Öl und Filterwechsel vorausgesetzt.


    Allein die niedrigen Ölanforderungen von Honda gemäß Handbuch sagen schon einiges über das Anforderungsprofil eines zu verwendenden Öls aus:

    Es wird kein vollsynthetisches Öl gefordert! Lediglich ein Öl nach der API-Spezifikation SG und selbstredend muß dieses Öl den

    JASO-T903 Standard: MA (nicht MA2) für Nasskupplungen erfüllen.


    Das dieses SG-Öl dann sogar nur ein 10w 30 sein muß zeigt das der Motor auch thermisch nicht hochbelastet ist. An einem heissen Sommertag kann ein Standard 10w 30 Öl bei thermisch hochbelasteten Motoren schon recht dünn werden und im Extremfall der Schmierfilm reissen.


    Aber Honda sagt das ein API-SG Öl welches den JASO-T903 Standard: MA erfüllt vollkommen ausreicht.


    Natürlich gibt es auch höherwertige z.B. vollsynthetische 10w 30 Öle die unter anderem eine andere Additivierung haben und temperatur- fester sind. Das sind dann allerdings keine API-SG-Öle.


    Kurz gesagt, der NC-Motor ist ein Traktormotor der niedrigste Anforderungen an ein Öl stellt. Wen es beruhigt darf natürlich ein "höherwertiges Öl" einfüllen aber muß es nicht.

    Honda steht garantiert und aus gutem Grund hinter seiner Ölempfehlung und müßte im Fall der Fälle zahlen.

    Hat schon jemand hier im Forum einen Motorschaden, der auf das Öl zurückzuführen ist, erlitten? Ich wüßte nicht.


    Ja neee, wieder so lang geworden, kürzer ging es nicht, sorry.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    -BW-

    Ich danke dir für deine Reaktion.


    So einfach ist das.


    Das dir der Sachverhalt klar war davon bin ich ausgegangen und habe es erwartet.

    Die Länge meiner Ausführungen, o.k. zugegeben nicht jedermanns Sache. Der eine so der andere so.

    Ist wie in der Politik, der eine drischt nur Phrasen, ein anderer versucht zu argumentieren.

    Der eine versucht zu verstehen, der andere hat seine vorgefasste "Meinung" so falsch oder richtig

    sie auch sein mag.


    Dein Schlusssatz ist wohl an mich adressiert. Damit kann ich aber leben, ist ja auch nicht immer ganz

    einfach mit mir. Soviel Selbstreflektion muß sein.


    Auch wenn wir uns nicht immer grün sind gehörst du doch zu den Leuten die etwas zu sagen haben.

    Ich war noch nie der "beleidigte Leberwurst Typ" und versuche bestmöglich mit kontrovers diskutierten

    Themen umzugehen. Wenn ich dann einmal daneben gelegen habe habe ich das korrigiert und mich

    entschuldigt.


    Ich bin ja der Meinung das bestimmte Sachverhalte einer gewissen Erklärung bedürfen um verstanden

    zu werden, und da wird's halt mal ein wenig länger. Eine bloße Behauptung ohne jegliche Erklärung

    einfach mal so in den Raum zu stellen ist nicht mein Ding.


    Und wieder ist es länger als gedacht geworden, bin aber Schnelltipper.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Na dann biete ich hier doch einmal den Aufreger der Woche.

    Denkt dran, es besteht keinerlei Lesepflicht.


    @Jr's NC


    Du schriebst:

    "Ich habe mir nichts zurechtgebogen, sondern lediglich viele Texte durchgelesen zu der Spezifikation MA2, kannst ja selber mal

    danach Googlen!"


    Genau deshalb habe ich auch einmal gegoogelt.

    Zu deiner Information und um Klarheit zu schaffen habe ich den kompletten Text, der die MA-Spezifikationen bzw. den sinnvollen

    Einsatz von Ölen der MA2-Spezifikation beschreibt, 1:1, uneditiert und in voller Länge eingestellt.


    Damit klar ist wofür die MA2-Spezifikation eingeführt wurde habe ich die relevanten Textpassagen in Fettschrift hervor-

    gehoben. Wenn du konsequent ignorierst was dort zu lesen ist kann ich dir auch nicht helfen.


    Auch deine Behauptung "JASO MA2 steht für die bestmögliche Nasskupplungsverträglichkeit." ist das so nicht richtig.


    Wortwörtlich ist zu lesen:

    "Die neue JASO MA2 Spezifikation steht für noch höhere Reibwerte an der Nasskupplung und somit für eine optimale Kupp-

    lungsverträglichkeit selbst bei Modellen mit extrem hohem Drehmoment."


    Du hast diesen Satz einfach aus dem Zusammenhang gerissen!

    Der vollständige Satz bezieht sich darauf das MA2 eine optimale Kupplungsverträglichkeit "selbst" bei Modellen mit extrem

    hohem Drehmoment bietet.

    Du hast allerdings daraus geschlossen das MA2 eine bessere Kupplungsverträglichkeit als MA hat. Das ist falsch und wird

    so nirgends geschrieben.


    Ferner schrieb ich:

    Bei den Max. 69Nm die der NC Motor stemmt bringt ein MA2 Öl wohl keinerlei Vorteile.

    Diese Aussage ist gerechtfertigt und richtig, diese wird durch den Text zu 100% bestätigt.


    Dort steht wortwörtlich folgendes:

    "JASO MA2 ist das richtige Motorrad-Öl für Leistungs- und Drehmomentstarke Bikes und ist abwärtskompatibel zu

    JASO MA."


    Da die NC nicht zu den Leistungs- und drehmomentstarken Bikes gehört ist es nicht unbedingt das falsche Öl aber absolut

    nicht nötig.


    Und ja ich habe geschrieben das sich durch eine eventuelle Veränderung der Reibwerte das DCT anders verhalten könnte.

    Das ist tatsächlich eine Vermutung/Theorie von mir. Das es eine solche ist habe ich nie bestritten und ist durch das von mir

    bewusst von Anfang an verwendete Wort "könnte" wohl auch als solche zu erkennen!


    Du schriebst:

    "Deine Aussagen erinnern mich irgendwie an jemanden......."


    Egal an wen dich meine Aussagen erinnern, selbst wenn ich eine Vermutung habe, halte ich sie persönlich für fundierter

    als das was du bis jetzt von dir gegeben hast.

    Eigentlich willst du doch hören das das MA2 besser für die Kupplung ist, aber aus dem gelesenen und dem obigen von mir

    1:1 übernommenen Text ist das nirgendwo abzuleiten.


    Eigentlich wärst du jetzt dran deine vagen Aussagen zu untermauern! Aber.....


    Du schriebst:

    "Ich wäre dir Dankbar wenn du nicht Antworten würdest, sonst wird es deinerseits eine "never ending Story"


    Den Gefallen konnte ich dir leider nicht tun. Auch wenn es absolut sinnlos war. Ich denke du hast deine vorgefasste Meinung,

    egal wie falsch oder richtig oder fundiert sie auch sein mag und ich glaube zu erkennen das ich sie auf Grund des von dir

    geschriebenen auch nicht ansatzweise ändern werde.


    se la vie


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    @Jr's NC


    1. Du schriebst:

    "JASO MA2 steht für die bestmögliche Nasskupplungsverträglichkeit."

    Da hast du dir aber etwas hingebogen was nicht den Tatsachen entspricht!


    Ich habe dir beispielhaft mal einen Text von "motor-oel-guenstig" 1:1 kopiert der so auch bei anderen Anbietern zu finden ist.

    Da steht nichts von "JASO MA2 steht für die bestmögliche Nasskupplungsverträglichkeit."


    Motor-oel-guenstig schreibt:


    4-Takt Motoröl

    Für 4 Takt Motorräder mit Nasskupplung sind die JASO MA Zertifizierungen interessant. Bei JASO MA Zertifizierungen werden

    genau die wichtigen Parameter für Nasskupplungen in Motorrädern überprüft und nur bei den JASO MA Normen wird ein

    Kupplungsreibwerttest verlangt, nicht bei ACEA oder API. In der neuesten Zertifizierung JASO MA2 berücksichtigt man die

    immer weiter steigenden Drehmomente von modernen Motorradmotoren.


    Die neue JASO MA2 Spezifikation steht für noch höhere Reibwerte an der Nasskupplung und somit für eine optimale Kupplungs-

    verträglichkeit selbst bei Modellen mit extrem hohem Drehmoment. JASO MA2 ist das richtige Motorrad-Öl für Leistungs- und

    Drehmomentstarke Bikes und ist abwärtskompatibel zu JASO MA. Die bestehende JASO MA ist weiterhin gültig und wird aktuell

    von vielen Motorradherstellern als Mindeststandard empfohlen.


    Die NC erzeugt zwar in der 750ccm-Klasse das höchste Drehmoment aber sie zählt nicht zu den oben angesprochenen

    Leistungs und drehmomentstarken Motorrädern.


    Was ist an der Aussage,

    "JASO MA2 ist das richtige Motorrad-Öl für Leistungs- und Drehmomentstarke Bikes und ist abwärtskompatibel zu JASO MA."

    falsch zu verstehen?

    Es wird weiterhin gesagt das:

    "....somit für eine optimale Kupplungsverträglichkeit selbst bei Modellen mit extrem hohem Drehmoment."


    Du schliesst daraus das MA2 generell die bestmögliche Nasskupplungsverträglichkeit, also eine bessere als MA bietet. Das

    wird niergends gesagt und ist schlichtweg falsch!


    2. Du schriebst:

    "Gibt es nachweislich einen oder mehrere Fälle, wo dieser " Kropf MA2 " mit DCT verbauten Getriebe die Kupplung negativ be-

    einflußt wurde oder gar eine Kupplungsdefekt erlegen waren/sind oder ist das von dir nur reine Theorie?"


    Diese Frage habe ich doch schon in meinem Text beantwortet indem ich schrieb:

    "Sie ist vorgesehen für Motoren mit sehr hohem Drehmoment die wohl jenseits der 100Nm liegen. Da könnte eine Kupplung schon

    einmal ins rutschen kommen bzw. das Einkuppelverhalten bei einem "normalen MA-Öl" könnte etwas indifferent werden."


    Ich habe nie etwas von eventuellen Schäden durch MA2 geschrieben. Meine Vermutung war lediglich das sich bei Verwendung

    eines MA2 Öl's bei einer NC mit DCT eventuell durch veränderte Reibwerte das Kuppelverhalten des DCT's negativ beeinflusst

    werden könnte. Das das so sein könnte ist alles andere als abwegig!


    Und wo wir gerade bei Spezifikationen und Zertifizierungen sind:

    Ich habe noch niemals davon gehört das ein NC-Motor durch Verwendung eines, z.B. des von Honda angegebenen SG-Öl der Motor

    einen Schaden davongetragen hätte. Hat überhaupt jemand hier im Forum schon einmal einen Motorschaden durch die

    "falsche Ölsorte" gehabt?

    Ich glaube nein. Wenn doch würde es mich freuen wenn sich derjenige einmal meldet.


    Natürlich kann man ein 10w50 Öl fahren das die MA2 Norm erfüllt, den Motor wird es nicht schädigen. Aber dieses Öl mit einer

    höheren Viskosität im jeweiligen Arbeitsbereich wird in unseren Breitengraden nicht benötigt und ist weniger sinnvoll.

    Und MA2 ergibt keinen Sinn bei 68 Nm Drehmoment.


    Wie ich schon schrieb: "Das Thema Öl scheint eine "never ending Story" zu sein."

    Jeder so wie er mag, ob sinnvoll oder nicht. Beim Öl scheiden sich die Geister.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Sven1976


    Du schriebst:

    "Etwas unterhalb der Standdartwerte wird schwer zu finden sein. API SG ist ja total veraltet und unterste Schublade."


    Dazu sage ich:

    Meines Wissens nach war die vorletzte API-Aktualisierung 2010 als die API-SN eingeführt wurde! Nach deiner

    Lesart also auch absolut veraltet!

    Nur die API-SP, die 2020 eingeführt wurde, wäre als halbwegs aktuell zu bezeichnen.


    Nochmal zu deiner Meinung nach "veralteten API-SG"

    Da steht bei der API-SH-Spezifikation die der API-SG-Spezifikation 1993 folgte folgendes:


    API-SH: Motoröl für höchste Anforderungen wie SG, zusätzlich Anforderungen an dem Schmierfilmabriss bei

    hohen Temperaturen und hoher Scherbelastung (engl.: HTHS für High Temperature High Shear) sowie der

    Verdampfungsverluste (von 1993 bis 1996)


    Und du sagst SG ist unterste Schublade! Wie kommt's?

    Glaubst du denn das Honda, die ja im Fall eines Motorschadens durch einfüllen eines von ihnen empfohlenen

    SG-Öl's voll in der Haftung stehen würde, das sie dieses empfehlen würden? Natürlich ist ein SG-Öl den An-

    forderungen mehr als gewachsen sonst würde Honda sich im Falle eines Falles ja ins eigene Fleisch schneiden

    und seinen Ruf unnötig schädigen. Glaubst du das?


    Der NC-Motor mit seinen gerade einmal 73 bzw. 78PS pro Liter/1000ccm ist alles andere als ein hochgezüchteter

    auf Leistung getrimmter Motor.

    Selbst die Kolbengeschwindigkeit bei Höchstdrehzahl von ca. 18,5m/Sek. ist bei den thermischen Verhältnissen des

    Motors alles andere als besorgniserregend und es wird wohl nie einen Schmierfilmabriss geben.


    Das alles ist Honda bekannt und getestet und folglich ist laut Honda ein SG-Öl mehr als ausreichend für den

    Motor. Es deckt alle Leistungs,- Fahr und Temperaturzustände hinreichend ab. Ich denke das ist nachvollziehbar.


    Wer regelmäßig sein Öl wechselt, wenig Kurzstrecke fährt und dann noch wohlmöglich Saisonfahrer ist, der ist mit

    einem SG-Öl bestens beraten. Preis und Leistung passen hier.

    Aber das ist, wie so oft beim Thema Öl, nur meine Meinung.


    @Jr's NC


    Du schriebst:

    "Mein Öl hat z.B. API SN Plus was ja deutlich höher angesetzt ist, so wie MA2"


    Natürlich kann man so ein Öl einfüllen aber muß man halt nicht (siehe oben). Den Mehrpreis wirst du kaum wieder

    einfahren können, ist eher was für's gute Gewissen, rein technisch nicht begründbar.


    Und ein JASO MA2 Öl ist für die NC so nützlich wie ein Kropf. Warum? Die neue JASO MA2 Spezifikation steht für

    noch höhere Reibwerte an der Nasskupplung. Sie ist vorgesehen für Motoren mit sehr hohem Drehmoment die wohl

    jenseits der 100Nm liegen. Da könnte eine Kupplung schon einmal ins rutschen kommen bzw. das Einkuppel-

    verhalten bei einem "normalen MA-Öl" könnte etwas indifferent werden.


    Bei den Max. 69Nm die der NC Motor stemmt bringt ein MA2 Öl wohl keinerlei Vorteile. Bei einer NC mit DCT könnte

    eventuell durch veränderte Reibwerte sogar das Kuppelverhalten des DCT negativ beeinflusst werden.


    Das Thema Öl scheint eine "never ending Story" zu sein.

    Ich frage mich nur warum den Motorradfahrern in den 70er 80er Jahren ihre meist luftgekühlten und meist mit stink-

    normalem mineralischen Öl befüllten Motoren nicht reihenweise um die Ohren geflogen sind?


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Leute,


    macht mich doch nicht so neidisch, ;(

    konnte doch keiner ahnen das 6 Tage vorm Wiedereintritt in die Erdatmosphäre (Saison)

    der Klimawandel wieder einmal verrückt spielt.


    Aber ich gönne es euch! :)

    Bei dem heutigen Wetter war bei mir allerdings ein kaum zu unterdrückender Anflug von Vorfreude zu spüren.

    Die 6-Tage sitze ich doch auf einer Ar...backe ab.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Hallo aus Lemgo,


    Generell geben die grunlegenden Angaben wie 10w40 den Fließwiderstand eines Öls bei niedrigen

    Temperaturen (10w) sowie bei Betriebstemperatur des Motors (40) an.

    Das sind grobe Orientierungsmarken für den Verbraucher die noch keine Aussage über die spezifischen

    Eigenschaften des Öls darstellen.


    Diese spezielleren Eigenschaften des Öls sind in den API-Spezifikationen festgelegt. Diese speziellen Eigen-

    schaften unterscheiden sich unter anderem durch die Art des Grundöls. Mineralisches Öl, teilsynthetisches

    Öl sowie vollsynthetisches Öl.

    Durch die Additivierung werden dann diesen Grundölen erst ihre ganz speziellen, spezifischen Eigenschaften

    verliehen.


    10w40 z.B. sagt über das Öl und seine Eigenschaften noch nicht viel aus, aber es gibt, wie schon oben erklärt,

    einen Anhaltspunkt über sein Fließverhalten .


    Wenn "Maddoc" demnächst einen Trip an den Äquator planen sollte ist ein 10w50 Öl eventuell sinnvoll.

    Hier in unseren Breitengraden reicht ein 10w30 bzw. ein 10w40 voll und ganz aus. Da wird auch bei

    höheren Temperaturen niemals der Schmierfilm reißen. Gerade bei dem thermisch eher weniger belasteten

    NC-Motor ist man damit voll im grünen Bereich.


    Wie "Lord-Buster" schon erkärt ist ein 10w50 Öl in unseren Gefilden eher kontraproduktiv.


    Was Castrol dazu schreibt:


    Die Viskositätsbezeichnung eines Öls richtet sich nach seinem Fließwiderstand, beziehungsweise seiner

    Zähflüssigkeit. Zur Bezeichnung der Viskosität werden zwei Ziffern verwendet. Die erste davon steht vor

    dem Buchstaben W (für „Winter“). Diese Zahl gibt die Fließfähigkeit des Öls bei niedrigen Temperaturen an,

    etwa beim Kaltstart des Motors. Die zweite Ziffer gibt die Fließfähigkeit des Öls bei Betriebstemperatur des

    Motors an.


    Je kleiner die Ziffer, desto dünnflüssiger das Öl. Demnach ist ein 5W-30 Öl bei niedriger Kaltstarttemperatur

    dünnflüssiger als ein 10W-30, und ein 10W-30 ist bei normaler Motorbetriebstemperatur dünnflüssiger als ein

    10W-40. Diese Kenntnis des Fließverhaltens ist wichtig, weil Motorenöle natürlicherweise bei niedrigen Tempe-

    raturen zähflüssiger sind als in erwärmtem Zustand. Dünnflüssige Öle niedriger Viskositätsklassen sorgen bei

    niedrigen Temperaturen für einen besseren Motorschutz. Demgegenüber eignen sich dickflüssige Öle höherer

    Viskositätsklassen besser zur Gewährleistung ausreichender Ölfilmstärke bei hohen Temperaturen.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Lorenz


    Hallo Lorenz, ja, du hast schon recht, die K kommt auffallend oft vor.


    Hintergrund ist allerdings das ich eine 22-jährige Langzeiterfahrung mit der K habe, das Motorrad

    in und auswändig kenne und mich mit der Technik intensiv befasst habe. Ich habe im K-Forum etliche

    Beiträge eingestellt die sehr technikbezogen sind, ihren Platz im K-Wiki gefunden haben und vielfach

    gelesen und als positiv und hilfreich bewertet wurden.


    Ich wechsele im Gegensatz zu den meisten meine 2 und 4-Räder nicht so häufig, warte und repariere

    diese selbst und kann dementsprechend in vielen Dingen durch gemachte Erfahrungen mitreden

    bzw. Tipps geben.


    Und auch hier wieder beim Thema Öl: 22 Jahre mineralisches Öl 10w40, läuft!


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink: