Motorradfahren und Emotionen, so vielfältig wie wir Menschen.
Der eine liebt es sportlich, fährt oft im Grenzbereich, liebt den Sound
des Motors und jeden Schaltvorgang, hat nur einen Blick für den Straßen-
verlauf und die Natur bleibt draußen vor. Das ist seine Art Motorrad-
fahren zu genießen.
Der nächste fährt eher spazieren, genießt die Natur, liebt kleine ver-
winkelte Straßen, macht an schönen Stellen ein Päuschen und lässt es
eher ruhig angehen.
Wieder einer fährt gern allein, andere wiederum gern zu zweit oder in
der Gruppe und genießt unter anderem das Gemeinschaftserlebnis.
Das könnte man beliebig fortführen. Und je nach Typ ist es auch oft von
der Tagesform abhängig.
Und wenn "Bastian" Spaß am Autobahnfahren hat, die Natur wie in einem
Film an sich vorbeiziehen lässt, ist das ein Teil dessen was ihm Freude
am Motorradfahren bereitet.
Und ich muss gestehen das die Autobahnen in südlichen Ländern oftmals
doch visuell wesentlich mehr zu bieten haben als viele deutsche Auto-
bahnen. Deutschland kennt man halt, das fremdländische ist meist inte-
ressanter und reizvoller.
Wie gesagt, der eine so, der andere so.
Hauptsache ist doch das wir alle unseren Spaß am Motorradfahren haben,
egal auf welche Art und Weise.
Und je nach Alter können sich die Prioritäten was das Motorrad sowie das
Fahrerlebnis anbelangen auch durchaus verschieben.
Bei mir hat sich das über die Jahre ganz klar gezeigt. Heute bin ich ruhiger,
fahre meist langsamer, mache mehr Pausen an schönen Stellen und genieße
mehr die Natur.
Ab und zu bin ich auch mit Jüngeren unterwegs, da wird's dann flotter und
die Pausenabstände werden größer, hat auch seinen Reiz, aber auf Dauer
wär es mir mittlerweile (mit 66) dann doch zu stressig.
Aber eins ist sicher, das Motorradfahren eint uns alle.
Und wenn sich Motorradfahrer irgendwo treffen hat jeder seine individuelle
Geschichte zu erzählen und das finde ich aus meiner Erfahrung heraus sehr
unterhaltsam.
Habt einfach Spaß mit eurem 2-rädrigen Untersatz, egal wie, egal wo.