Beiträge von Reinglas

    Hallo,

    du hattest mich sehr verunsichert. Man kann ja Jahrzehnte etwas Vermeintliches richtig machen und es stellt sich dann als falsch heraus.


    - elektro-chemische Korrossion kann auch schon bei feuchter Luft auftreten. Das Wasser muss kein Salzwasser sein.

    Es kann auch destil. Wasser sein. Salzwasser verstärkt diese Korrossion.


    - Was ist härter ? Kupfer oder Aluminium ?

    Im Internet (Foren) wimmelt es von Meinungen, Mutmaßungen, persönlichen Empfindungen und Mißdeutungen.

    Al hat die Mohs-Härte 2,75. Kupfer hat die Mohs-Härte von 2,5.

    Mit der Mohs-Härte wird im allgemeinen die Härte von Mineralien angegeben. Sie ist hier ungeeignet (s.Grafik)

    Die Härte nach Vickers oder Brinell ist besser geeignet (ich fand aber nichts).

    Immer wird die Härte des Materials angegeben.

    Alu bildet schon nach kurzer Zeit eine harte Oxidschicht. Nach Bearbeitung kann man schon nach einer Stunde eine Oyidschicht nachweisen. Schweißer wissen das.

    Kupfer bildet auch eine Oxidschicht, die viel weicher ist und viel langsamer in der Bildung ist (Grünspan).

    Wenn es um die Minimierung des Anzugsmomentes geht, dann also Kupfer-Dichtung.

    Der Unterschied ist aber vernachlässigbar.


    Reinhard

    . . . Warum ? . . . doch nicht etwa wegen der elektochemischen Spannungsreihe ?

    Dann müsste wohl eine Ölwanne aus Stahlblech viel eher eine Stahldichtung erhalten.

    Das gibt es in der Hochdruck-Technik auch (Linsendichtung und konische Ringe)

    Ja, man kann auch eine Plastik- oder Kautasitdichtung benutzen. Ebenso kann die Verschraubung mit Silcon abgedichtet werden.

    Hanf ist verständlicherweise ungeeignet. Man kann es auch mit Teflonband versuchen. Hauptsache, es ist dicht und die Schraube löst sich nicht während der Fahrt.

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    Nun hat sich aber eine Kupferdichtung an dieser Stelle im Lauf der letzten 100 Jahre als die beste Möglichkeit herausgestellt.


    Reinhard

    Ach "-BW-",

    das Polemisieren liegt dir offenbar.

    Komm an die Müritz. Hier kann man wunderbar Segeln und Fahrradfahren. Nun ja - man kann auch Motorradfahren.

    Dann kann ich dir hier beim Rotwein oder Bier die Vorgänge im Gefüge erklären.

    Wir könnten bis die Sonne aufgeht auch über das "Eisen-Kohlenstoff-Diagramm" oder dem "Spannungs-Dehnungs-Diagramm" diskutieren. Hier im Forum nicht ! Ganz bestimmt waren meine Lehrer und Dozenten früher der Meinung, dass ich hätte besser aufpassen können. Na und . . . es hat gereicht. Später in der Praxis passte ich viel mehr auf.

    Lass also gut sein. Hier geht es nicht um dich und auch nicht um mich.

    Hier geht es um Motorräder und nicht um deren Fahrer. Das solltest du mir glauben.


    Reinhard

    Hallo,

    ich schrieb im # 21 "schwach rotglühend" . Dieses Glühen ist bei Sonnenschein noch nicht erkennbar.

    In der Küche mit Fenster-Nordseite ist es schwach rotglühend.

    Das entspricht etwa 500°C - 600°C. Der Schmelzpunkt von Kupfer liegt etwas über 1.000°C.

    Was Praktiker als "Weichglühen" bezeichnen, nennen diplomierte Werkstoffkundler als "Rekristallisation".

    Du empfindest das Abschrecken hinderlich. Werkstoffkundler empfinden das förderlich.

    Ich habe das jahrzehntelang so gehanhabt, in einer Zeit, wo fast alles knapp war - auch Kupfer. Als Ersatz gab es oft Alu.

    natürlich kann man auch jahrzehntelang etwas falsch machen. Ich kann dir auch die Prozesse im Gefüge beschreiben, die sich beim Weichglühen und anschließendem Abschrecken vollziehen. Man wird aber schnell zum Naseweiß.

    Also halte ich hier an und gebe mich nicht zu erkennen. :)


    Reinhard

    Hallo,

    Klopfen (Frühzündung) kann verschiedene Ursachen haben.

    - Frühzündung durch Selbstentzündung durch zu geringe Oktanzahl oder zu hoher Verdichtung

    - Fremdzündung durch zu heiße Zündkerze, Ablagerungen am Zylinerkopf oder/und an der Zünkerze, Überstand der Kopfdichtung.


    Die Beinflussung durch 5% oder 10%-igen Zugabe von Äthanol auf die Klopffestigkeit ist sehr gering und in der Praxis nicht bemerkbar.

    Ich weiß nicht, ob das in einem Labor nachweisbar ist.


    Reinhard

    Hallo "seeyou",

    meines Wissens hat die NC keinen solchen Sensor. Hier in Europa sicherlich auch nicht notwendig.

    Es gibt Motore, die eine solche Klopferscheinung erkennen und den Zündzeitpunkt entsprechend anpassen.

    Ich kannte einen Schlosser, der wurde altersbedingt "Klopfschlosser". Er wechselte die Produktions-Direktion und prüfte Benzin mit einem Klopfmotor (verstellbare Verdichtung)

    Hier kann man mehr erfahren:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Klopfen_(Verbrennungsmotor)

    https://www.google.de/search?q…HIAQjAAQE&sclient=gws-wiz


    Reinhard

    Hallo vkr ,

    dein Beitrag gefällt mir. Er enthält nicht nur Details, sondern auch eigene Erfahrungen.

    Ich tanke E5. Obwohl ich ansonsten nicht zu den Vorsichtigen gehöre. In dem Fall jedoch sage ich: "Im Zweifel gegen das Neue".

    Das ist wohl mehr emotional als sachlich begründet.

    Auch vor Einführung von E5/E10 versagten Simmeringe und Membranpumpen oder härteten Benzinschläuche aus.

    Jedoch gibt es einige Indizien für die verminderte Lanzeitlagerung. Beim Diesel gibt es zahlreiche Beweise (s. # 3).


    Reinhard

    . . . wenn ich etwas nicht brauche, nehme ich es auch nicht geschenkt.

    nun ja - ich übertrieb ein wenig. :)


    Reinhard

    Hallo,

    ". . . falls sie einmal zu wechseln wäre", schreibst du. Wenn es so weit ist, kaufst du dir eine neue Schraube,

    weil du nicht mehr weißt, wo die Ersatzschraube liegt.

    Cu-Dichtung jedesmal neu, ist auch nicht nötig. Kupfer kann man in der Küche weichglühen.

    Auf dem Gas- oder Elektroherd die Dichtung schwach rotglühend machen und im kaltem Wasser abschrecken.


    Reinhard

    . . . Was ? Schon wieder Urlaub. Du warst erst kürzlich in Potsdam (s. # 13) :)

    Trotzdem wünsche ich dir einen schönen Urlaub.


    Reinhard