Ich habe den Eindruck, dass ihr den Schaltassistent (pro) für ein Komfort-Feature haltet.
Das will es aber, so wie ich es verstehe, nicht sein. Die Technik stammt eigentlich aus dem Rennsport und will die Längsdynamik erhöhen. Sie will dem Fahrer nicht das schalten abnehmen, sondern die Schaltzeiten verkürzen und sicher auch Fehlbedingungen verhindern und das Material bei Schalten unter Volllast schonen. Der Fahrer hat volle Kontrolle über das System und wählt die Schaltpunkte selbstständig. Es ist einfach nur ein Assistent, der das dynamische Schalten ohne Kupplung unterstützen soll.
Die Erweiterung um Downshifts ist technisch sicherlich interessant (Stichwort Drehzahlanpassung und Schleppmoment), aber genauso wenig ein Hinweis auf Komfortauslegung, wie die Einführung bei 1200RT bzw. GS. Das richtet sich letztenendes nach Entwicklungsabschluss und Modell-Start sowie Integrierbarkeit in die Systembaukästen.
Ich sehe für die beiden Systeme völlig verschiedene Anwendungsgebiete und Kundenkreise.
Ich denke auch nicht, dass die Nachfrage für BMWs mit echter Automatik besonders hoch ist, bzw. dass der Markt insgesamt besonders groß ist. Honda hat den Markt sicherlich erweitert, indem Sie das System in tieferen Preisregionen anbieten und es dort auch sinnvoll zur Commuter-Platform der NC passt.
Nebenbei wird BMW sicher nicht selbst ein Automatikgetriebe für Motorräder entwickeln, sondern wenn, dann kommst das von Getriebespezialisten wie Getrag oder ZF; und ob die da einen Markt für eine Neuentwicklung sehen, wage ich zu bezweifeln.
Letztenendes sollen beide Systeme technische Alleinstellungsmerkmale sein (wie z.B. auch das Kurven-ABS von Bosch bei KTM) erfüllen aber völlig verschiedene Funktionen für die Kundec.
Ich hoffe, das kommt jetzt nicht Contra DCT rüber, so ist es nämlich überhaupt nicht gemeint.