Beiträge von -BW-

    Über 26.500 km schaffe ich mit dem ersten KK beim Integra ganz locker und das soll ja nicht von so guter Qualität sein. Ganzjährig, Schmierung nur mit Dry Lube, Regen und Salz sind auch dabei.

    Bei meiner GSX-R (GR7AB) waren es zum Schluß, der andere Gründe hatte, ca. 45.000 km mit Scottoiler und da war noch einiges mehr drin. Freunde haben jeweils über 50.000 km geschafft (XJ600S, DR Big, TL1000S). Das weiß ich noch weil ich sie mit dem Scotty infiziert habe.

    Was mich am aktuellen "Versuchsaufbau" stört ist der Umstand, dass es durch die hervorragende, automatische Schmierung und die sehr frühzeitigen Kettenwechsel noch gar keinen ernsthaften Verschleiß an den Ketten gab, der die Zähne hätte verschleißen können weil die Abstände nicht mehr passten. Ich will ja nicht wissen, wie es sich bei einer nahezu intakten Kette verhält.
    Das Ergebnis lässt in meinen Augen leider keine Aussage zum alten Streitthema zu, ob nach einem Kettenleben das komplette KK getauscht werden sollte.

    Schade, da wäre mehr drin gewesen.

    Meine oben beschriebene Erfahrung stammt aus einer Zeit, in der ich ausschließlich Motorrad fuhr. Ich hatte damals über das gesamte Jahr eine Kilometerleistung von mindestens 2.000 km pro Monat. Gefahren wurde bei jedem Wetter, also absolut vergleichbar mit Winni.


    Es stellt sich mir einfach die Frage, warum eine Kette überhaupt getauscht wurde wenn sie erst 7/6 Umdrehungen am Kettenspanner gespannt wurde, bis zum Schluss gleichmäßig gelängt war, sich kaum vom Kettenrad abheben ließ und keine steifen Glieder hatte. Die Kette hätte nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher noch etliche weitere Kilometer gehalten.

    Bei mir hielt eine Kette unter vergleichbaren Bedingungen mit Scottoiler auch über 50.000 km.


    Mein Fazit lautet:

    Wenn man die Kette so früh und ohne nennenswerten Verschleiß wechselt kann man natürlich zwei Ketten auf nur einem Satz Ritzel/Kettenrad fahren. Es ist nur absolut unwirtschaftlich eine Kette nicht so lange zu fahren, bis sie ernsthaft verschlissen ist.

    Standlicht ist W5W.
    Gibt es von diversen Herstellern in LED. Ich hab welche mit 6.000K von Philips drin, das trifft ganz gut die Lichtfarbe vom LED-Scheinwerfer.
    Wenn man etwas gelenkig ist kann man die Leuchmittel von unten tauschen ohne etwas abbauen zu müssen.

    Wenn ich die "Kraft" wohlwollend umgangssprachlich verstehe und physikalisch mit "Drehmoment" übersetze hast du vollkommen recht.

    Die Leistung ist das Produkt aus Drehzahl, Drehmoment und einem konstanten Faktor. Sie stehen im direkten Verhältnis zueinander.

    Daraus folgt zum Beispiel, dass zwei Motoren, die sich leistungsmäßig in einem Drehzahlbereich annähernd gleichen, sich dort auch im Drehmoment nicht wesentlich unterscheiden können. Und wo sich die Drehmomentkurven zweier Motoren schneiden müssen sich bei der selben Drehzahl auch die Leistungskurven schneiden.

    Beides ist in der oben angehängten Grafik leider falsch dargestellt, worauf ich früher schon in einem anderen Thread hingewiesen habe.

    Wie ich bereits geschrieben habe hat bei mir ein Alu-Kettenrad bei über 100 PS und Scottoiler insgesamt über 60.000 km ohne Haifischzähne, deutlichen Verschleiß und nur mit leichten Eindruckspuren der Rollen in Zugrichtung überstanden.

    Ich finde daher die Laufleistung deines Kettenrads absolut nicht ungewöhnlich und auch den Verschleiß am Ritzel vollkommen normal.
    Die Laufleistungen der beiden Ketten sind für die Nutzung eines automatischen Ölers eher unterdurchschnittlich.
    Ich denke, dass du das teuerste Teil eines Kettenkits - die Kette - viel zu früh und mit noch tollerierbarer ungleichmäßiger Längung austauschst.

    So macht sich dein recht teurer Kettenöler nur durch mehr Komfort aber nicht durch höhere Laufleistungen der Kettenkits bezahlt.

    Die Laufleistung von rund 54 TKm kann man bei automatischer Schmierung nach meiner Erfahrung leicht mit einem einzigen Kettenkit erreichen und sogar überschreiten.

    Wenn jemand über viel Schotter(straßen) schreibt und fragt, ob das ABS abschaltbar ist, dann ist das sicher keine rhetorische, sondern eine sehr berechtigte Frage und zeugt von Erfahrung.

    Auf Schotterstraßen verlängert das ABS Bremswege extrem und ist ebenso hinderlich wie eine Traktionskontrolle, die den Vortrieb auf losem Untergrund behindert und ein Anfahren am Berg sogar ganz verhindern kann.

    Nö, das hat mich damals dazu gebracht, einen neuen Intergra und keinen gebrauchten zu kaufen. Wenn ich beide Bremse benutzen möchte dann mache ich das. Möchte ich aber bewußt nur die hintere oder vordere Bremse benutzen dann kann ich das Combined nicht gebrauchen.