Beiträge von Ulrich


    Entegen allen reisserichen BLÖD-Schlagzeilen funktioniert real die von Deutschland dominierte Transferunion allerdings genau umgekehrt: während Deutschland überdimensional profitiert, verarmen insbesondere die Südländer rapide. "Laut der OECD stellt Griechenland das Land dar, dass in den vergangen sieben Jahren die meisten (neoliberalen) Reformen durchgesetzt hat - gefolgt von Portugal, Irland und Spanien." (Quelle: TELEPOLIS) "Die Arbeitslosigkeit in Griechenland liegt bei 27 Prozent, in Portugal sind es 15, in Irland 12 und in Spanien 25. Das sind sehr, sehr kranke Ökonomien. Und sie sich zugleich die Top-Reformer der OECD." (Forbes)


    Aber genau das ist alles andere als im Interesse deutscher Exportteure:


    Originalquelle: Dr. Theo Waigel verteidigt beim traditionellen Mindener Mühlenkreisgespräch den Euro :text-link:


    Ich setze voraus, dass Du den Artikel vollständig und aufmerksam zur Kenntnis genommen hast, aus dem meinen Zitate und die Grafiken stammen, wenn Du diese kommentierst ...


    Die mit solcher Antwort unter Beweis gestellte Ignoranz und Faktenresistenz spricht für sich ... :handgestures-thumbdown:



    (Hervorhebung durch Fettdruck nicht im Original sondern von Ulrich)


    Quelle: TELEPOLIS (Link siehe oben)


    Quelle: NZZ :text-link:



    Quelle: TELEPOLIS :text-link:



    In den 60ern hatten wir längst nicht die Produktivität heutiger Zeit und es gab meistens nur einen Beitragszahler in der Familie, weil Mutti noch nicht arbeiten musste, heute sind das i.d.R. mindestens 2 Beitragszahler, sofern Herr Hartz noch nicht zugeschlagen hat.


    Dann sind es inzwischen immense Summen, die der Staat in die Förderung der Riester-Renten gepumpt hat und weiter pumpt, Geld das die privaten Versicherungen mittels Abschlussgebühren fast vollständig absaugen. Dieses Geld und die Beiträge der Sparer hätten auch in die Umlage-Rente fließen können und wenn dann noch der politische Wille bestehen würde, alle Berufsgruppen solidarisch in eine Kasse der Sozialgemeinschaft einzahlen zu lassen, ähnlich wie das die Schweiz uns vormacht, dann hätten wir auch heute noch eine Rente, die nicht mehr und mehr auf das Niveau einer Sozialhilfe absinken müsste.


    Statt dessen sahnten Schröders Duzfreund Maschmeyer und Co. ab, während die Beiträge für die Sozialversicherungen weiter steigen und die Umschichtung der Beitragslast zugunsten der Arbeitgeber immer mehr die Arbeitnehmer belasten, die sehen müssen, von was sie die private Vorsorge bestreiten. Mit dem Verzicht auf ein 500EUR-Teil für's Mopped ist es damit eben nicht getan ... mal ganz abgesehen vom Alter, welches man erreichen müsste, um eine vernünftige Rendite für's Riestern erwarten zu dürfen.


    Wohin die Anlage in Aktien führen kann, für den "Normalverdiener", haben manche anscheinend schon wieder vergessen ... weil sich der Dax gerade mal wieder im Höhenflug befindet ... :doh:

    Das Problem ist doch, dass die vermeintlich "freie" Marktwirtschaft alles andere als frei ist. Jeder, der einmal Monopoly gespielt hat, weiss wie es läuft. Wenn erstmal Oligarchie und Monopole und Banken regieren, ist's vorbei mit der Freiheit des Marktes. Deshalb kann eine soziale Marktwirtschaft, wenn sie denn diese Bezeichnung verdienen soll, nicht ohne Reglementierung durch den Staat (das sind wir alle, nämlich das Volk) funktionieren. Allerdings muss der Staat dann auch wirklich demokratisch organisiert sein. Die Reglementierung ist vor allem in den Bereichen unumgänglich, die für die existentiellen Bedürnisse der Menschen unentbehrlich sind. Diese Überlegungen haben überhaupt nichts damit zu tun, dass Linke heute die Verhältnisse des "realen Sozialismus" wieder herauf beschwören wollen, sondern mit der Einsicht, dass das neoliberale Wirtschaftsmodell auf Dauer genau so versagt, wie eine undemokratische Planwirtschaft, die sich mehr an Ideologie orientiert, als an den wirklichen Bedürfnissen der Menschen ...


    :o :shifty: