Ich denke, dass das schon ein einschneidendes Erlebniss ist und ich habe zum Glück noch niemanden beim Motorradfahren sterben gesehen. Ich würde mir die Zeit nehmen um mich mit dem Erlebten zu beschäftigen. Und ob ich das Erlebte auf mich projizieren kann. Nur weil es diesem Fahrer passiert ist heißt es nicht, das es Dir auch passieren wird!
Vielleicht fällt mir das etwas leichter, da ich an Vorsehung glaube. Sprich, alles ist vorprogrammiert und nur sehr bedingt änderbar (bitte keine Grundsatzdiskussion). Dabei ist es egal ob ich in einem Flugzeug, unter einer Hebebühne oder auf meinem Motorrad bin. Wenn meine Zeit da ist, werde ich gehen. Nicht falsch verstehen. Ich lebe sehr gern und freue mich auf meinen Sohn, der jetzt bald kommt. Ich bin auch vorsichtig und riskiere deshalb nicht Kopf und Kragen. Es macht es für mich nur einfacher Dinge zu akzeptieren und ich frage mich nicht nach einem "Warum", auf das ich dann eh keine Antwort bekomme.
Beispiel: Ein alter Freund den ich Jahrelang nicht gesehen habe hat sich aufgehangen. Warum weiß keiner. Natürlich hat mich das getroffen und zwar nicht wenig. Aber ich konnte es akzeptieren und mich nicht fragend nach dem Grund quälen.
Zur Angst: Damit sich eine Angst nicht manifestiert muss man in sie "hinein" gehen. Sprich wenn du Dich dazu bereit fühlst ist wohl tatsächlich Fahren das Beste, was du tun kannst. Natürlich nur, wenn du voll bei der Sache bist. Stell Dir nicht immer wieder vor was alles passieren kann, weil das dann wirklich dazu führen kann, dass du Dich nicht mehr ans Bike traust.
Schnapp Dir ein, zwei gute Freunde und arbeite es auf. Mit allen Gefühlen und Emotionen die rausmüssen. Ich hoffe sehr, dass du dann wieder Angstfrei Spaß am Fahren haben wirst.