wie ist das wetter bei euch?

  • #41

    Wir hatten heute nun schon den zweiten Sonnentag hintereinander!!! Ist ja ganz was neues dieses Jahr!! :whistle: :violin: Heute wars sogar richtig sommerlich warm und in den nachsten 2-3 Tagen solle noch so bleiben. Ich hoffe das stimmt auch!!

  • #42

    Zweiter Tag :happy-sunshine: pur. Da wurde das Baby nach dem Geschäft nicht gleich wieder in die Garage gestellt, sondern noch eine Ehrenrunde gedreht. Im Enzkreis sah es nicht so aus, als wäre groß etwas passiert. Aber ein Geschäftskollege erzählte, dass nicht die Enz, sondern die kleinen Bäche übergelaufen sind und eine Menge Schaden angerichtet haben. Unterwegs habe ich gesehen, dass ein paar Felder gut unter Wasser standen. Aber Verglichen mit den echten Fluten ist das natürlich gar nichts. Wollen wir stark hoffen, dass die Betroffenen wieder schnell zur Normalität zurückkehren können.

    Nicht der Fahrer findet sein Motorrad, sondern das Motorrad seinen Fahrer.

  • #43

    Auch wenn ich jetzt im Ländle wohne und das Ganze nur per TV und Telefon mit den Eltern, Geschwistern und Schwiegereltern vor Ort mitverfolgen konnte, war ich 2002 mittendrin statt nur dabei. Hab live erleben dürfen, was das Wasser damals mit Grimma angestellt hat. Das kann sich keiner vorstellen nur mit Fernsehbildern und Zeitungsfotos. Effektiv hat die Mulde damals nur 6-10 Stunden in der Stadt gewütet, das aber ordentlich und kein Stein stand auf dem Anderen. Häuserfassaden waren weggerissen, ganze Strassen bis zu 2m tief ausgespült, Wohnungen bis in den 2 Stock komplett durchnässt. Und wenn das Wasser erstmal weg ist, gehts erst richtig los! Schlamm knietief, Wohnungen müssen so schnell wie möglich ausgeräumt werden, damit die Wände trockengelegt werden können. Trockengeräte gibts natürlich nicht - ausverkauft. Kein Strom, kein Wasser, kein Gas. Wir haben damals fast 1 Woche als Fluthelfer in der ganzen Stadt mit angepackt. Auf den Strassen mußtest du über kaputte Möbel, Elektrogeräte, Holzdielen von Wänden und Fußböden und Dreck und Schlamm klettern. Autos konnten keine fahren. Der Müll und nasse Kram flog aus allen Fenstern bevor es zu schimmeln anfängt. Bulldozer haben sich dann durch die Strassen gekämpft und den ganzen nassen Kram aus der Stadt gefahren und eine neue Deponie nur mit Flutmüll aufgemacht. Zu allem Überfluß hast du um die Kleinstädte sehr viele Dörfer, Bauern und Ställe - d.h. der ganze Mist, Kuh- und Schweineschei**e, Dünger, Chemikalien etc.pp. ist in dem Schlamm, klebt am Boden, an jeder Hauswand, in jeder Wohnung, in jedem Haus. Zwischendrin saßen dann die Eigentümer, Ladenbesitzer und mußten mit ansehen, wie alles auf die Deponie wanderte. Versicherungen hatte kaum einer, weil die Anstalten nicht versichern wollten oder zu üblen Beiträgen, die sich für einen Privatmann nicht rechneten.


    Ganz ehrlich - das war wie im Krieg und viele alte hatten Tränen in den Augen, Erinnerungen kamen hoch und durchweg ein Satz: so schlimm wie jetzt war es damals nicht!


    Zur Normalität kann da keiner zurückkehren, das Dauer ewig und sehr viele haben damals die Altstadt verlassen. Die die geblieben sind, waren meist Hauseigentümer - wer würde sein Geburtsthaus, das Haus wo er und die eigenen Kinder aufgewachsen sind, was seit Jahren in Familienbesitz ist so eben mal gerade aufgeben und in eine Mietwohnung ziehen? Das läßt Narben bei allen Beteiligten, Opfern wie Helfer. Damals sind aus allen Teilen der Republik Leute zum Anpacken gekommen, das war Wahnsinn. Keine blöden Fluttouristen (ok, die gab es auch zur Genüge), sondern Leute die Helfen wollten. Das hat vielen Kraft gegeben.

    Mit den ersten Bildern jetzt war das Kopfkino wieder voll am Laufen! Grimma ist nochmal halbwegs glimpflich davongekommen, glaube ich. Die Sanierung der Strassen und Häuser hat sicher schlimmeres verhindert. Viele Strassen waren damals gepflastert, heute sind sie asphaltiert. Marode Bausubstanz ist damals direkt eingestürzt oder hat die Schwachstellen gezeigt und wurde saniert, von daher halten sich die krassen Gebäudeschäden im Zaum, Wasserschäden und komplett schrottreife Wohnungen samt Möbeliar wird trotzdem die Norm sein. Das Wasser hatte diesmal auch nicht so eine hohe Fließgeschwindigkeit. Damals sind nur Bundeswehrboote mit extrem starken Außenbordmotoren überhaupt vorwärts gekommen. Boote der Feuerwehr und THW sind nur wie Ping-Pong-Bälle zwischen den Häuserwänden hin und hergehüpft und bei voller Motorleistung keinen Meter vorwärts gefahren, tonnenschwere Schaufellader sind einfach davongeschwommen. Die eingeschlossenen Leute (das Wasser kam Nachts) mußten größtenteils mit Hubschraubern von den Dächern geholt werden.


    Ich glaube, viele werden jetzt hinschmeißen. In 11 Jahren zweimal bei Null anfangen ist heftig und übersteigt wohl auch die größten Kraftreserven der Einwohner. Das ist der finanzielle Ruin für viele. Hilfsgelder gabs zwar damals, aber da ist alles drunter und drüber gegangen. Wer Hilfsgelder bekommen hat, mußte anschließen lückenlos nachweisen, was mit dem Geld gekauft wurde. In dem ganzen Chaos ist hier und da dann mal ne Rechnung, ein Kassenzettel o.ä. weggekommen, alle stürmten die Handwerker, Baumärkte, Baustoffhändler. Aber keiner hatte ein Arbeitszimmer, Büroordner usw., und bei wem irgendwo eine Lücke klaffte und die Ausgaben auch nur ein paar Euro Differenz aufwiesen, der mußte sofort Rückzahlungen leisten und hatte Stress mit den Banken. Hab schon gelesen, dass sich das viele Ladenbesitzer diesmal ersparen wollen. Die Privatleute sind allerdings darauf angewiesen. Man wird sehen, wie es weitergeht...


    Ich drücke erstmal den Elbbewohnern die Daumen, dass die Pegel nicht die Marken von damals knacken!! Da heißt es noch ein paar Tage zittern. Elbaufwärts laufen die Vorbereitungen sicher schon auf Hochtouren und das wird wohl dieses mal auch bitter nötig sein.

  • #44

    Wir hatten hier in diesem Jahr erst gefühlte 10 Tage ordentliches Moppedwetter.


    Erst biste nicht durch den Schnee gekommen und erfroren, danach abgesoffen und jetzt stirbt man ab mittags den Hitzetod.
    Und das alles innerhalb weniger Wochen. :think:

  • #45

    Und ich freu mich immer wieder, wenn man lesen darf: "Klimalüge - alles Schwindel mit dem Wandel" :doh:


    Mich nervt das Wetter ungemein...

  • #46

    Gemeldet sind 31°.
    So wie jetzt, müsste es am Wochenende sein, aber da sollen dann kaum mehr 20° werden.


    Es grüßt
    sin_moto,
    der jetzt den Ventilator einschaltet... ;)

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  • #47

    in berlin werdens heute 30 grad. bis donnerstag sind sogar fast 40 angekündigt und dann gibts temperatursturz und gewitter. schauen wir mal.

    Gruß René


    Früher war ich Schizophren, aber heute geht's uns gut!


    Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages ist frei erfunden.
    Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.


  • #48

    Hallo, hier in Heidelberg sind es jetzt schon 35°, nicht unbedingt geeignet für eine Ausfahrt. Bis da der Fahrtwind einem etwas Abkühlung bringen würde, hätte man sicherlich reichlich "Punkte" :lol: gesammelt. Was hatten wir doch da für ein Glück mit dem Wetter in Bebra. Für diese tollen Ausfahrten genau richtig. :clap:

    es grüßt die SoziaEla

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