Kettenhaltbarkeit

  • #42

    Nö, dann sind sie erstmal nur kaputt!

    Was der Grund dafür ist, darum geht es ja hier unter anderem.

    ___________________


    Also ich habe in meiner sehr langen und überaus erfahrungsreichen Motorradkarriere, die schon nach dem großen Krieg begann* (Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter) zwar schon einige weiche, aufgequollene Gummiteile gesehen, ein O-Ring einer Kette war aber noch nicht darunter.

    Die Ketten-O-Ringe, nicht nur meine, waren - wenn kaputt - immer spröde und hart.


    Deswegen würde mich jetzt auch interessieren, woher das Wissen über das Aufquellen als Ursache oder Begleiterscheinung für das Festgehen der Kettenglieder und den Kettenverschleiß kommt.

    Vielleicht nur eine individuelle Falschbehandlung?


    *Sorry, ich wollte auch mal.

    "Das Widerlegen von Schwachsinn erfordert eine Größenordnung mehr Energie als dessen Produktion."

    (Brandolinis Gesetz, auch Bullshit-Asymmetrie-Prinzip genannt)

  • #43

    Ach Ollly


    wir beide werden uns wohl nicht mehr grün, sei's drum.


    Tu mir einen Gefallen und google einmal nach der Begriffsbestimmung von "Geschwelge bzw. schwelgen".

    Hätte ich geschrieben: "Ach ja, früher da gab es noch Qualitätsketten die...aber heute...."

    Das wäre in Richtung "schwelgen in alten Zeiten" gegangen.


    Ich hingegen habe lediglich meine Beobachtung die zum "Kettensterben" führt genau beschrieben.

    Die Tatsache das das schon Jahrzehnte her ist ist nebensächlich.

    Prinzipiell hat sich nichts geändert. Sobald die O bzw. X-Ringe moderner Ketten defekt sind und die

    Dauerschmierung austritt geschieht auch bei diesen genau das von mir beschriebene, X-Ring hin oder

    her, ob alt ob neu, schei..egal.


    Folgenden Satz den ich extra freigestellt habe hast du wohl bewusst oder unbewusst überlesen:

    "Ich gehe Sachen immer gern auf den Grund um zu verstehen was da genau passiert."


    Wenn du da anders denkst ist das für mich vollkommen in Ordnung. Aber bitte tolleriere doch einfach

    das es Menschen gibt die der Sache gern auf den Grund gehen.


    Ich akzeptiere doch auch das von dir Geschriebene ohne dich anzugreifen und polemisch zu

    werden:


    "Persönlich kümmere ich mich wenig um die Ketten meiner Motorräder.

    Die meisten hatte ich auch nur bis 10000 km.

    Ich bin "Schönwetterfahrer".

    Alle 1000 km weißes Kettenspray drauf...gut is...

    Und wenn die Kette hinüber ist, kommt halt ne neue.

    Ich mach da halt keine Wissenschaft draus...

    Was da irgendwelche O-Ringe machen oder in welchem Grad sich die Kette biegt ist mir

    nicht so wichtig zu wissen.

    Dat muss funktionieren...und wenn verschlissen, dann wird's gewechselt...und fertig.."


    Übrigens, wenn du genau gelesen hättest, hättest du festgestellt das auch ich keine Wissenschaft

    aus der Kettenpflege mache.

    Wie schon gesagt, gefühlt ging es dir weniger um die Sache als darum wer es geschrieben hat.


    Deshalb hat es mich auch nicht großartig verwundert das "klaus-0902" einen "Daumen hoch" unter

    deinen Beitrag gesetzt hat, "same procedure…" nicht das erste Mal, schon auffällig.


    Gott sei Dank gibt es ja noch Beiträge wie den von "-BW-" der sich mit dem Thema an sich befasst. :handgestures-thumbupright:


    Gruß, Thomas :boywink:

  • #44

    ...alles ist gut...

    Wir sind halt sehr verschieden, ja.

    Ich lass gern vieles laufen...hinterfrage nicht..."zerlege" nicht..."zerrede" nicht...

    Einfach mal laufen lassen...

    Macht weniger Probleme...

    Ich melde mich dann wieder, wenn bei meiner NC die Kette "durch" ist.

    Dauert aber noch.

    Hat erst 4000 km mit 3 x einsprühen...

    Wenn's denn soweit ist, isses mir aber auch egal welcher O-Ring was gemacht hat.

    Was du wahrscheinlich hinterfragen würdest!? 🤭😉

    Für mich hat's funktioniert und kommt dann neu...fertig... 8)

  • #45

    -BW-


    (Aus gegebenem Anlass: Wen das Thema nicht interessiert, bitte nicht weiterlesen! Wer einfach nur

    meckern will möchte das bitte woanders tun. DANKE):handgestures-thumbupright:


    Du schriebst: "Die Ketten-O-Ringe, nicht nur meine, waren - wenn kaputt - immer spröde und hart.?"


    Leider fehlt mir wegen langjährigem Fahren mit Kardanantrieb die Erfahrung mit O und X-Ring-Ketten.


    Aufgequollene O-Ringe die ja meist aus Synthesekautschuk in unterschiedlicher Zusammensetzung bestehen

    sind mir über die Jahre schon mehrfach unter die Finger gekommen.

    Bei diesen ist allerdings die Einbausituation meist eine andere und es fand keine Bewegung statt,

    sie waren meist statisch verbaut. Diese gequollenen Ringe waren meist stark thermisch belastet und

    kamen in Kontakt mit heißem Öl, Kühlmittel, Benzin etc..


    Die Ketten X-Ringe sind hingegen kaum thermisch belastet und UV-Strahlung die zur Aushärtung führt

    kann man wegen der Einbaulage fast ausschließen.


    Aber deine Beobachtung das die X-Ringe spröde und rissig werden finde ich interessant.


    Bloß wie kommt das? Härten die Ringe über die Jahre einfach aus, also verlieren sie die Weichmacher

    bzw. Elastifizierer?

    Oder sind es aggressive Inhaltsstoffe von Kettenreinigern bzw. Kettenfetten und Ölen die das Aus-

    härten im Zusammenspiel mit der oszillierenden Bewegung begünstigen?


    Solange die richtigen Werkstoffe wie HNBR, EPDM oder FKM etc. verwendet werden sollte das eigentlich

    nicht der Fall sein.


    Eine Verhärtung und Versprödung durch zu hohe Temperaturen macht sich bemerkbar durch kleine feine

    Risse die sehr tief gehen. Das können wir auf Grund der mäßigen Temperaturen aber fast ausschließen.


    H-Risse die senkrecht zur Spannungsrichtung verlaufen entstehen durch UV-Einstrahlung und Ozon-

    einwirkung. Je nachdem wie das Motorrad steht und auf Grund der Einbausituation und Abdeckung durch

    Kettenfett oder Öl kann man das aber auch quasi ausschließen.


    Ich habe ja immer noch die Kettenreiniger in Verdacht aber es könnten auch Inhaltsstoffe in Fett bzw.

    Öl sein.

    Ärgerlich wäre es wenn es auf die minderwertige Qualität der verwendeten X-Ringe zurückzuführen
    ist. Denn je resistenter ein X-Ring gegen vielerlei Einflüsse ist je teurer ist er.


    Nee, iss das kompliziert. :?

    Die genauen Hintergründe werden wir wohl nie Erfahren warum beim einen die Kette A länger hält wie

    Kette B bei jemand anderem.


    Aber falls noch jemand etwas in Erfahrung bringt. Ist bei mir nur rein interessehalber und es mag so

    manchen langweilen.


    Solange keine neuen Erkenntnisse vorliegen warum die X-Ringe den Geist aufgeben werde ich wohl bei

    meiner recht unaufwändigen Kettenpflegemethode bleiben.


    APROPO Kettenpflege, es gibt ja immer wieder Hirnies die die Kettenpflege übertreiben! :lachen:


    Gefunden auf honda-board:


    Mein DID Kettensatz ist nach nur ca. 10.000 KM und ca. 1,5 Jahren "durch"... (525VX3).....

    .....Zusätzlich habe ich die Kette gequält mit dem Hochdruckreiniger von der Reifen Lorenz SB-Wasch-

    anlage. Motorrad auf Hauptständer - 1. Gang rein und im Standgas laufen lassen, dazu mit dem Hoch-

    druckreiniger immer voll auf die Kette drauf...

    Irgendwie schon voll absichtlich, weil ich dachte, so geht der Dreck am besten runter, aber nicht

    gewollt, dass ich dadurch die Kette beschädige...

    Wollte aber immer ein sauberes Kettenblatt haben und man sollte natürlich auch die schöne gold-

    farbene Kette auch sehen und nicht den ganzen Dreck der dran hing.


    Sachen gibt's :doh:


    Gruß, Thomas :boywink:

  • #46

    Die häufige Einwirkung von Kettenreinigern kann ich in meinem Fall quasi ausschließen.

    "Das Widerlegen von Schwachsinn erfordert eine Größenordnung mehr Energie als dessen Produktion."

    (Brandolinis Gesetz, auch Bullshit-Asymmetrie-Prinzip genannt)

  • #48

    ThomasLIP

    Hallo Thomas, zunächst erst mal Folgendes:

    Ich bin auch immer daran interessiert, technische Zusammenhänge zu verstehen.

    Und es gibt sicher viele Menschen, denen es genauso ergeht.

    Aber manchmal gehen mir deine ausführlichen Ausführungen so ein kleines Bischen auf die Nerven.

    Gut, man muss ja nicht alles lesen - soweit korrekt!

    Aber das ist ja der der Punkt, ich ertappe mich immer öfter, dass ich einfach keinen Bock habe, deine Romane zu lesen.

    Und dann lese ich das auch nicht, das ist sicher nicht das, was du erreichen möchtest.

    Ich meine das wirklich nicht böse, es ist wirklich nur ein wenig gut gemeintes Feedback.

    Ich selber neige auch manchmal dazu, ein wenig ausschweifender zu sein.

    Allerdings bin ich mir dessen bewusst, und schreibe dann manchmal lieber nichts als einen Roman rauszuhauen.


    (Dieser Post ist etwas länger, weil er eben an dich gerichtet ist)


    Versuch doch einfach mal, dich etwas einzubrensen, kürzer zu fassen - ich weiß - das ist leichter gesagt als getan.


    Ach ja, was auch immer,

    Gruß vom Frank 👍

  • #50

    Vielleicht mal von der Belletristik zurück zu den Antriebsketten:

    Empirie ist schon bissel wichtiger als Theorie und Glaube:

    Diejenigen im Forum, deren Ketten so ewig lang halten machen`s

    halt richtig und wir können davon was lernen. Mit ein Sinn eines Forums.

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