Beiträge von Ned Flanders

    Wer es ncht so exklusiv, teuer und kompliziert mag, holt sich einen manuellen Kettenöler, ich (und viele andere) schwören hier auf den COBRRA NEMO 2. Man schraubt ihn entweder an den Rahmen (siehe Foto) oder an den Lenker oder sonstwo hin, wo man gut rankommt, verlegt die mitgelieferte Leitung an der Schwinge entlang zum Kettenrad, füllt ihn mit Getriebeöl und dreht dann zukünftig alle 150 - 200 km während der Fahrt, vorzugsweise wegen der geringeren Kettenumlaufgeschwindigkeit bei einer Ortsduchfahrt, , eine 1/4 Umdrehung weiter. Dann tropft eine gewisse Zeit Öl auf die Kette.

    Mir gefällt daran die simple Technik. Da gibt es keinen Geschwindigkeitssensor, keinen Regensensor und keine Temperaturüberwachung und was sonst noch alles miteingebaut werden muss. Bei einer Regenfahrt drehe ich eben ein bisschen früher oder ein bisschen mehr, alles machbar. Der Inhalt reicht ewig. Mag sein, das die kompliziert berechnete Beträufelung der elektronischen Kettenöler bisschen weniger Öl verbraucht, aber dafür ist der NEMO auch deutlich günstiger, quasi unkaputtbar, da könnte höchstens mal ein O-Ring ausleiern, ist mir aber bisher nicht passiert oder bekannt geworden.

    Ich habe so einen manuellen NEMO seit über 5 Jahren und 25.000 km seit dem Neukauf an meinem anderen Motorrad, keine Probleme , kaum Kettenlängung. Wenn man bisschen den Markt beobachtet, findet man ab und zu auch günstige Angebote (zB Louis).

    Abraten möchte ich von den vielen Billig-Klonen, die es in identischer Optik bei den üblichen Verkaufsportalen zu deutlich günstigeren Preisen gibt. die sehen zwar genau gleich aus, aber sie taugen nichts. Ich hatte für die NC auch so einen gekauft, aber nach einem Vierteljahr werden sie undicht und verlieren das ganze ÖL auf einen Schlag, weil sie ungenauer mit einem primitiveren Verstellgewinde gefertigt sind.

    Ich weiss aus dem Forum meines anderen Motorrades, das das Thema "elektronischer oder manueller Kettenöler" ein ausgezeichnetes Popcorn-Thema für ausgedehnte Grabenkämpfe zwischen Verfechtern der unterschiedlichen Seiten ist: Der eine (wie ich) mag gerne die Kontrolle über seine Technik, der andere möchte das große Sorglos-Paket, losfahren und nicht mehr an die Kette denken. Nicht zu vergessen die Kettenspray-Fraktion, wobei es dann noch die Untergattung der Gar-Nicht-Schmierer gibt, die lieber jährlich die Kette wechseln lassen als mit einer versauten Felge rumzufahren.

    Jeder nach seinem Gusto. Ich finde es gut, das es verschiedene Möglichkeiten gibt, seine Kette bei Laune zu halten.

    Das Problem dürfte sein, das der Händler in Italien sitzt, wo manche Dinge nicht so streng betrachtet werden, evtl also auch ABEs.

    Du kannst zb versuchen, ob Du für diese Scheibe im Internet, vorzugsweise in Deutschland wg der deutschen Ausführung, einen Downloadlink für exakt diese Scheibe findest.

    Oder gleich einen deutschen Händler suchen, der die Scheibe mit ABE ausliefert, das könnte auch eine evtl Rückgabe erleichtern, schon, weil die Versandkosten ins Ausland manschmal doch erschreckend hoch sind.

    An PUIG zu schreiben, kannst du Dir sparen, die antworten nicht, ich habe zumindest diese Erfahrung gemacht.

    Bevor ich mich aus dieser "unendlichen Geschichte" endgültig ausklinke, ich bin mit meinem anderen Motorrad in einem anderen dazu passenden Forum. Dort gibt es auch Leute, die auch Ahnung haben (zumindest klingen sie so). Und obwohl mein anderes Motorrad immerhin 71 PS aus bloss 650 ccm holt, ist doch der allgemeine Konsens, das man das ultimative Benzin höchstens vor der Winterpause voll tankt, weil es während der meist feuchten Wintermonate (Laternenparker) durch den geringeren Alkoholanteil weniger Wasser zieht.

    Ansonsten bin ich der Meinung, wer was Besseres tanken will , soll es tun, ist ja nicht mein Geld.

    Und tschüss.

    Hat sie nicht? || Dann habe ich das mit meinem anderen Motorrad verwechselt und nehme alles zurück.


    Trotzdem bin ich der Meinung, dass ein Motor , der vergleichsweise eine doch recht geringe Leistung aus immerhin 750 ccm holt, keinen ultimativen Treibstoff braucht.

    Ich muss ehrlich sagen, die letzten 3 oder 4 Seiten habe ich nur überflogen, weil nichts Neues dazu kam. Aber eins möchte ich noch dazu machen:

    1.) Ich habe noch eine uralte AfricaTwin 650 von 1988 , die ja in mehrfacher Weise bahnbrechend war und ich erinnere mich, dass, als sie herauskam , ein großes Tamtam um die Doppelzündung (2 Zündkerzen pro Zylinder - etwas ganz Neues) gemacht wurde: "Damit kommt die AT auch in entlegenen Weltregionen mit miesem oder sogar gepanschtem Benzin zurecht" , bei 50 PS aus 650 ccm. Die NC hat ca 60 PS aus 750 ccm, also sollte man unterstellen, das auch sie mit miesem oder ( mit Alkohol ) gepanschtem Benzin zurecht kommt und kein Ultimate braucht.

    Was ich bei solchen Threads immer gerne anmerke: In Italien , abseits der Autobahnen, auf dem flachen Land, haben die Tankstellen 2 Zapfstellen, Benzin und Diesel. Und da tanken alle aus der Umgebung, egal ob Daimler oder Vespa und alle fahren damit . Und wir Deutschen tanken da auch unsere mit 3 oder 4 Benzinsorten verwöhnten Motoren und fahren damit auch wieder heim . Und wie ist das erst in Afrika oder in der Mongolei.

    Ich bin in diversen KFZ-Foren unterwegs und ich finde, solche Diskussionen sind eine deutsche Spezialität, ob Oktanzahl beim Benzin, Russwerte beim Motoröl, welche Drehzahl bei welcher Motortemperatur, SAE 60 oder 90 im Kettenöler, ...

    Die Fahrzeuge, die wir hier fahren, werden in der Regel auf vielen Kontinenten unter deutlich bescheideneren Bedingungen bewegt und sie fahren trotzdem.

    Aber diskutiert weiter...

    Ich wohne ca 70 km von der Schweiz entfernt. Dadurch, das meine Tochter in der Schweiz wohnt, bin ich oft in der Schweiz und hatte noch nie einen Strafzettel. Bei uns Anrainern ist bekannt, das es in der Schweiz teuer wird, darum passt man sich eben an.

    Schlimmer finde ich, wie Unibiker, die Sache mit dem Mobilfunk, das kostet nämlich wirklich, darum habe ich seit neuestem auch einen Vertrag, wo die Schweiz inklusive ist.

    Und übrigens, nicht nur die Schweizer sahnen ab: Auch die Österreicher finanzieren sich über Bussgelder. Ich fahre ja regelmäßig auf der Arlberg-Reschenpass-Route in die Alpen und ab Bregenz bis zum Reschenpass lauern die Polizisten. In den zahlreichen Tunnels lauern sie in den Haltebuchten und fahren dann in Zivilfahrzeugen hinter einem her, in der Hoffnung auf einen Tempoverstoß, an Ampeln, auch Baustellenampeln, sitzen sie sogar versteckt auf Hügeln und schauen, wer trotz Überholverbot nach vorne fährt , alles schon gesehen.