Beiträge von tompeter

    Endlich.


    Meine erste und nagelneue NTV 650 ( 60 PS) war endlich eingefahren.

    Auf den ersten 1.000km war meine Frau sogar mal auf dem Soziussitz eingeschlafen.

    Das sollte heute nicht passieren.

    Endlich konnte und wollte ich ihr beweisen, wie gut so ein 60 PS- Motorrad geht, nachdem wir vorher auf recht zahmen 27 Ponys unterwegs gewesen waren.


    Also Helme auf und los, warmfahren durch die City und dann an die Pole-Position der letzten Kreuzung vor der Autobahn.

    Nach einer letzten Aufforderung, sich doch gut festzuhalten, wartete ich gespannt auf grünes Licht....


    Ab ging die Post, flugs durch die Gänge gesteppt und Fahrt aufgenommen.

    Komisch, ab 160km/h kam plötzlich eine ungeheure Unruhe in das Fahrwerk, die NTV zappelte wie verrückt.

    Im Rückspiegel sah ich dann den Grund und bremste sofort herunter, um auf dem Standstreifen anzuhalten.


    Der Helm wars, der meiner Frau, vielmehr eigentlich der meines Vaters. Und ihr ein wenig zu groß.

    Störte vorher nicht beim Fahren mit 27 PS ( lassen wir Unfallschutz- Fragen jetzt mal außen vor, wir waren jung und mutig), nun aber hatte der Wind den Helm von unten einfach hochgehebelt, meine Frau trug den Kinnschutz als Sichtschutz, was der Aerodynamik mehr als abträglich war und für heftiges Kopfschütteln meiner Mitfahrerin sorgte.


    Eine Stunde später schenkte ich ihr einen schönen roten SCHUBERTH- Helm und noch am gleichen Tag starteten wir einen zweiten Test.

    Dieses Mal dann ohne Shimmy- Effekte ^^ .

    Mich führt bei Bedarf ein ( mittlerweile 10 Jahre altes) ELEBEST-Navi durch die Republik.

    Das Aktuelle kostet jetzt um die 150 Euro.

    Vorteil ggü. Beeline: ich sehe , wo ich hinfahren, Restkilometer, Zeit bis Ankunft, Tankstellen, kann nach Sonderzielen suchen...

    Vorteil ggü. den üblichen Mitorradnavis ist der deutlich günstigere Preis.


    Echter Nachteil : keine aktuellen Stauwarnungen.

    Da fällt es mir wieder ein....


    Vespa PK 80 S, sogarxumbringen wollte sie mich...


    Ich übernahm sie irgendwann als Zweitmoped, da mei Vater nach einer Handverletzung nicht mehr schalten konnte. Sie fristete ihr Dasein draußen, unter einer Plane, die sie nicht vollständig bedeckte, und wurde oft monatelang nicht bewegt...

    Bis zu jenem Tag, wo ich eben noch schnell einen Salat zu kaufen von meiner Regierung beauftragt wurde.

    Die Vespa hatte ja ein Topcase, es war sommerlich warm und der Weg zum Minimal überschaubar.


    Also rauf auf die Vespa mit Sommer-Sicherheitsbekleidung, bestehend aus Flip-Flops, kurzer Shorts, Jet-Helm und T-Shirt.


    Bis zum Parkplatz alles gut, bis dann ein Rentner im F1-Modus Audis der Parklücke schoss und mich zu einer Notbremsung Zwang.

    Dabei blockierte die Vorderradbremse und löste'sich auch nicht, als ich den Hebel losließ. Der Nocken wurde vom Rost festgehalten...

    Ich flog also vornüber, stützte mit Händen und Knien meinen Aufprall auf erm Boden ab und blutete aus den Kontaktstellen wie ein frisch abestochenes Opferlamm.

    Der Rentner fuhr fluchtartig davon...


    Aber ich hatte einen Auftrag zu erfüllen: Salat kaufen, also rein in den Markt, der Kassierin einen blutigen 10DM-Schein in die Hand gedrückt, raus zur Vespa und den Bremsnocken mit Gewalt zurückgedrückt ( ich musste ja schließlich wieder nach Hause).


    Da hatte ich endlich den Sinn in der Betriebsanleitung verstanden, man solle das Fahrzeug nach längerem Nichtgebrauch gründlich inspizieren...

    Wer seine Vespa liebt, der schiebt ..


    Ein toller, kalter aber trockener Wintertag.

    Die Vespa PK 80 E meines Vaters lockte zu einem kleinen Ausflug. Also packten meine Freundin und ich uns dick ein und fuhren los, um am Nord-Ostsee-Kanal ein Stück spazieren zu gehen.

    Noch ahnten wir nicht, wie lang der Spaziergang werden würde.....


    Kurz vor dem eigentlichen Ziel nahm die Vespa kein Gas an ...und verstummte dann völlig.


    Dabei lief auch Benzin aus. Also abgestiegen und Ursachenforschung....

    "So eine Sch...", entfuhr es mir.

    Die Spritleitung der Vespa vom Tank zum Vergaser ist aus transparentem Kunststoff gefertigt. Durch die Kombi aus Alter und Kälte war dieser nun zweiteilg...einfach durchgebrochen...mitten im Nichts, dem gefühlten Ende der Welt..


    Also schieben, gute 10km weit....Ich wollte meine Feeundin noch in einen Linienbus verfrachten, aber sie meinte nur, dass wir das jetzt zusammen durchstehen müssen ( schon mit ein Grund sie später zu heiraten).

    So eine PK 80 ist nicht sonderlich schwer...solange es ebenerdig vorangeht.


    Aber bei Steigungen ( unter anderem der Levensauer Hochbrücke) ersetzt sie durchaus im Schiebebetrieb das kostenpflichtige Fitness-Studio...

    Hocherfreut waren wir auch über den nach der ersten Hälfte der Strecke einsetzenden Schneeregen, der dann in Schnee überging, was das Schieben nicht wirklich erleichterte...

    Man kam sich vor wie auf einer nicht enden wollenden Expedition.

    Dazu kam, dass mein weiblicher Beistand ein Paar meiner Bundeswehrstiefel trug, die ihr ein wenig zu groß waren und sie sich die Hacken wund und blutig lief...


    Als wir nach Einbruch der Dunkelheit endlich zu Hause eintrafen, waren wir einfach nur fertig...


    Den Schlauch ersetzte ich tags drauf durch einen richtigen Gewebeschlauch...und Ersatz fuhr stets im Helmfach mit...

    Die Badezimmersanierung lag in den letzten Zügen, ich brauchte nur ein paar Kleinteile aus dem Baumarkt. Da dieser Samstag bereits um 07:00 Uhr öffnet, schwang ich mich auf meine Sportster 1200 und rollte lässig mit offenem Visier in Richtung Kiel über die Autobahn.


    Kurz vor der Abfahrt überholte ich recht zügig einen LKW als...ich plötzlich ohne Helm auf dem Motorrad saß.

    Beim Blick in den Rückspiegel sah ich ihn über die Autobahn rollen, ein Golf erwischte ihn mit dem Vorderrad, woraufhin derHelm an der Leitplanke einschlug.

    Also ab auf den Standstreifen und den Helm geborgen, oder vielmehr gesagt dessen Fragmente: Visier weg, auf der linken Seite fehlte fast der halbe Helm im Kopfbereich, dazu schwarzer Abrieb vom Golf-Reifen. Racing-Edition sozusagen..

    Aber, er ließ sich noch aufsetzen und sogar schließen. Schließlich kostet fahren ohne Helm ein Verwarngeld ;)

    Genau das hatte ich zuvor vergessen,also den Riemen zu schließen und durch den Windsog und das offene Visier war mir der Helm ruckartig vom Kopf gezogen worden.


    So fuhr ich erst zum Baumarkt, dann zu Tante Louise. Irgendwie machte der Spontankauf eines Helmes plötzlich Sinn..

    Auf dem Weg erntete ich an den Ampeln manch verwunderte Blicke. Meine Kopfbedeckung entsprach nicht mehr wirklich irgendwelchen ECE-Normen.


    Zwischendurch rief ich meine Frau an mit einem dezenten Hinweis auf meine verspätete Rückkehr ( Louis machte erst um 09:00 Uhr auf.


    Also später den neuen Helm schnell gefunden, ab zur Kasse und gefragt, ob ich den Alten gleich da lassen könne.


    Die Dame nickte und ich hob meine Fragment-Sammlung auf den Tresen mit den Worten: "Hatte einen kleinen Unfall auf dem Weg hierher".

    Sie war sichtlich erschrocken, also fügte ich schnell hinzu:


    "Also nur der Helm, ich nicht.... :)".


    Moral von der Geschicht:


    Immer schön den Verschluss kontrollieren und auch schließen. Deshalb heißt er ja so 8o.

    Händler-Schrauberpleite.

    Ich fuhr zwischendurch mal eine zweite Virago XV 535.

    Aber mit der quer durch die Republik in den Uzrlsub zu fahren bei 9 Litern Tankvolumen?

    Nö.

    Also wurde kurz vor drn Urlaub eine NTV 650 gekauft, deren 10 Jahre alten Reifen gewechselt und wegen Zeitmangel ein Termin beim Freundlichen gemacht: Ventile einstellen und Ölwechsel, also kein Hexenwerk.

    Als ich die Ente abholen wollte, stand sie auf der Bühne und hatte Öl aus dem Luftfilterkasten gefördert.

    Der Mechaniker war verwirrt, ich ebenso.

    Auf der Probefahrt sei alles normal gewesen und plötzlich fing sie an zu siffen.

    Okay, Fehler kommen vor und ich meinte, er solle nochmal gucken, wo er sich bei der Ventileinstellung oder auf dem Weg dorthin und zurück verschraubt hätte.

    Bis dahin ärgerlich, aber kein Drama.


    Bis zum Auftritt des Chefs, der mich erst einmal gepflegt anbrüllte, was ich wohl in der Werkstatt zu suchen hätte.

    "Erst einmal guten Tag. So lange mein Motorrad hier weiter aus dem Luftfiltergehäuse Öl fördert, bleibe ich hier stehen."

    Kurz meckerte er den armen Schrauber an, den ich sofort im Schutz nahm ( Fehler passieren halt), dann besprechen er sich mit einem zweiten Meister seines Fachs.

    Was dann folgte, war unglaublich.

    Er steuerte auf mich zu und lamentierte:

    " Mwin Meister meint, durch das Einstellen der Ventile ist wohl der Kompressionsdruck so hoch geworden, dass es einen Kolbenring zerlegt hat. Aber wir gucken da gerne nach und melden uns dann bei Ihnen."


    " ist der Kollege Bäcker- oder Konditormeister?", erwiderte ich und fuhr fort: WENN sich ein Kolbenring verabschiedet, dann geht das Öl als Rauch oder flüssig furch den Abgastrakt, aber niemals nicht in den Luftfilter!"


    "Meinen Sie etwa, dass wir Sie anlügen?", giftete er.


    "Entweder das oder Ihr Meister hat keinen Plan. Können Sie sich aussuchen."


    Er lief rot an und packte dann den Hammer aus:

    "Tja, wir erleben das öfter, das Kunden uns ihre alten Gurken zur Reparatur geben und hoffen, daß dann dabei was kaputt geht, was wie dann umsonst reparieren sollen."


    Ich schnappte nach Luft: " Sie unterstellen MIR das wirklich?"


    Dann wandte ich mich an den armen Mechaniker, der völlig belämmert neben mir stand: " Hol mal mein Motorrad da runter, dein Chef hat sie nicht mehr alle."

    Er tat, wie ihm geheißen und ich schob meine Ente aus der Halle. Der arme Tropf folgte mir, dich mehrfach entschuldigend.

    Ich versuchte ihn zu trösten: " Auf dich bin ich nicht sauer, Fehler passieren, aber ich lasse mich nicht als Betrüger abstempeln.

    Und jetzt kipp noch mal Öl nach, damit ich damit nach Hause komme."


    Der Chef kam noch hinterher und schwafelte immer noch was von Kolbenringen.


    Ich hörte gar nicht mehr hin und brachte meine waidwunde Ente über 40km nach Hause, langsam, mit wenig Drehzahl.

    Sie dankte es mir mit genug Restöl bis zur Ankunft.

    Dort googelte ich am Laptop...ca 2 Minuten.. und hatte die Lösung:

    Die olle Ventildeckeldichtung dichtet mittig auch den Steuerkettenschacht ab, darüber liegt. Wenn die nicht richtig aufliegt, dann schleudert das Öl nach oben, nämlich das Motoröl und schafft es über die Kurbelgehäudeentlüftung bis in den Luftfilter.

    Ein offenbar bei diesem Motor schon mal auftretendes Problem.

    Also Licht ins Carport geschafft, Tank und Ventildeckel abgebaut und...BINGO!!

    Alles dieses Mal ordentlich zusammengebaut, den alten K@N Filter meiner ersten NTV reanimiert, Öl aufgefüllt, Probefahrt bestanden.


    Nur meine Wut, die war noch da.

    Punkt 9 Uhr am nächsten Tag, einem Samstag, machte ich dem Händler meine Aufwartung, zitierte ihn vor die Tür, startete die ( betriebswarme) NTV und gab dem Motor alles.

    Dabei brüllte ich ihn an: Kolbenringe, aha.

    Wunderheilung oder was???? Es war nur eine falsch montierte Dichtung, warum weiß Google das aber ihr Meister nicht????"


    Ich machte den Motor aus und machte ein paar Schritte auf ihn zu: "Aber mir Betrug unterstellen wollen? Sie sollten Ihren Umgang mit Kunden mal gründlich überdenken!"


    Er schwieg, aber nur einen Moment lang. Dann fragte er allen Ernstes:

    " Was ist jetzt mit der Rechnung?"


    "Wofür? Dafür, dass Sie mich anlügen und ich mein Motorrad selbst reparieren durfte? Wagen Sie es nicht mir eine Rechnung zu schicken, dann gibt es Post vom Anwalt. Und das wird keine Grußkarte werden. Bei Ihnen würde ich nicht mal mehr den Luftdruck kontrollieren lassen. Nicht wegen des Fehlers Ihres Angestellten, sondern wegen der Dinge, die Sie oder Ihr Meister dann zu finden glauben." :cursing:


    Damit ließ ich ihn stehen und fuhr nach Hause.


    PS:


    Mit der alten NTV hatte ich noch 10.000 schöne Kilometer, bevor Sie einer Deauville 650 Platz machen musste...

    Bei dem Händler war ich nie wieder, aber eine Rechnung habe ich auch nie erhalten.. ;)

    Meine erste NTV 650 war eine Woche alt und ich hatte die wundervolle Idee, meine damalige Freundin und jetzige Frau für das Motorradfahren zu begeistern.

    Also ab mit ihr auf den Übungsplatz. Dort an der Schranke zur Zufahrt musste man anhalten, absteigen, zu einem Büro laufen, eine Wertmarke kaufen, zurück laufen, die Schranke mit der Marke füttern, damit diese dich endlich erhob und die Zufahrt ermöglichte. Was ein Aufwand..


    Ich zog es vor, diesen Vorgang zeittechnisch optimieren zu wollen...


    Als der PKW vor uns durchfuhr gab ich Gas um so mit durch zu huschen.

    Dann fiel die Schranke...Viel schneller als erwartet...Also schnell auf den Tank gelegt und klonk...schlug diese Schranke gegen den Helm meiner Frau, die nach meinem blitzartigen Abtauchen nur noch rot-weiss sah.

    Immerhin, sie konnte sich auf dem Motorrad halten, aber der Helm hatte seine ersten Kampfspuren.

    Der Platzwart schimpfte wie ein Rohrspatz, ließ uns dann aber dann doch auf den Platz.

    Eine halbe Stunde später fiel meine Frau nach einer Schreckbremsung vorne in Schräglage mit dem Motorrad um:

    Sie zum Glück unversehrt, dem Motorrad fehlte dann Spiegel links und Fußrasten...Karma?

    Wahrscheinlich.

    Sie hat sich dann doch für immer( und trotz der Schrankenerfahrung) für den Platz hinter mir entschieden und bewundert noch heute all jene, die diese zweirädrigen Fahrzeuge überhaupt fahren können...


    Ist übrigens ein komisches Gefühl ohne Fußraste zu schalten und bei der Fahrt die ganze Zeit das Bein hochziehen zu müssen, irgendwie verdammt unbequem...

    Teil 2


    Nach dem Frühstück ging es nun weiter:

    Mit dem Spiegel und Taschenlampexden OP-Bereich beleuchtet und versucht, mit Karosseriedichtmasse und Draht die Reste des Steckers zu bergen.

    Nach gefühlten Ewigkeiten war es dann vollbracht.

    Also den Stecker-Schlüssel angesetzt, aus zwei Knarrengelenken einen besseren Hebel gebastelt, weil die Kerze offensichtlich mit Gewalt angezogen oder noch nie nicht gewechselt worden war.


    Gut...irgenwann lag das Mistding neben der Maschine....und ich durfte erst einmal 20km zu Tante Louise fahren, wo der neue Stecker zum Glück vorrätig war.


    Sie wurde aus " mal eben vor dem Frühstück " eine vormittagfüllende Beschäftigung. :cursing:

    Mal schnell die Kerzen wechseln....


    Meine letzte Deauville 650 sollte frische Kerzen bekommen, mehr nicht.

    Der Rest einer großen Inspektion nach Kauf mit Ölen, Filtern, Bremsscheiben und Belägen war längst erledigt, die Lieferung der Kerzen zog sich halt hin.

    Also dachte ich, Samstag, in einer Stunde will die Ehefrau frühstücken, das schaffst du locker, mal eben 4xKerzchen, auch wenn die vorne links recht bescheiden zu erreichen ist.

    Also fängst du am besten mit der gleich an.

    Werkzeugsatz der Deauville gesichtet....war klar, was fehlte, nämlich der originale Aufsatz zum Bergen der Kerze.

    Egal, irgendwo....

    Ja, ich fand schließlich ein Exemplar, allerdings'erst nach ca. 15 Minuten, da dieser hinter ein Regal gerutscht war.


    Noch 45 Minuten, ich war entspannt...noch.


    Ich quetschte meine Hand in den schmalen Spalt zwischen Rahmen, Tank und Kühler und zog am Kabel, weil ich den Stecker gar nicht greifen konnte.


    Natürlich blieb der Stecker bombenfest sitzen, nur das Kabel löste sich aus dem Stecker.

    Glückwunsch!


    Keine Zange passte in den Schacht, um den elendigen Stecker zu lösen, also versuchte ich schließlich, dieses verdammte Stück Kunststoff mit einem Schraubenzieher und etwas Hebelei zu lösen.

    Jo, klappte super, also zu etwa 10%.


    Das war in etwa der Anteil den ich nach einem lauten Knacken mit Hilfe von Karosseriedichtmasse und Draht aus dem Schacht bekam. Fehlten nur noch 90%, die nach wie vor auf ewig mit der Kerze zu einer Einheit verschmolzen schienen.

    Noch25 Minuten...


    Irgenwann ist man soweit, handwerkliche Überlegungen gegen rohe Gewalt einzutauschen.

    Fühlte mich an diesem Punkt angelangt, griff zu einem kleinen Schraubenzieher und einem Hammer und meißelte die Plaste in tausend Stücke.

    Noch 2 Minuten...

    Taschenlampe, Taschenspiegel meiner Frau besorgt....

    " Wir wollen jetzt frühstücken", vernahm ich die liebreizende Stimme meiner Frau.

    Sie spricht gerne mal im Plural, um im Falle einer gegenteiligen Meinung dennoch in Besitz der klaren Mehrheitsverhältnisse zu sein.


    "Du blutest ja", fügte sie emotionslos hinzu ( vor dem Frühstück läuft sie auf Notstrom).

    Natürlich. Als das Zündkabel sich ruckartig aus dem Joch des Steckers befreite und meine Hand zurückschnellte, wurde diese jäh vom scharfkantigen Kühlergehäuse gestoppt....


    Teil 2 folgt....