Hallo "-BW-"
ich habe bewusst darauf verzichtet "oszillierende Massenkräfte erster und zweiter Ordnung" hier anzuführen.
Das zu erklären und zu begreifen ist alles andere als trivial und würde einige unnötig überfordern.
Du hast mit deiner Aussage nicht unrecht!
Aber je größer die von der Kurbelwelle angetriebene Masse ist desto runder ist der Motorlauf. Je größer die
angetriebene Masse je kleiner ist die Drehschwingungsamplitude, das spürt der Fahrer.
Wenn man es genau betrachtet wir die Kurbellwelle bei jeder Zündung ja beschleunigt und dann durch die
Gegenkraft z.B beim Beschleunigen wieder langsamer bevor der nächste Zylinder zündet. Einfach gesagt ein
Auf und Ab der Kurbellwellenrotationsgeschwindigkeit.
Um dieses in Fachkreisen genannte "ecken" des Motors zu minimieren ist Masse ein adäquates Mittel.
Je größer die angetriebene, durch die Zündung beschleunigte Masse ist, je mehr Rotationsenergie kann
zwischengespeichert werden und gibt diese Rotationsenergie zwischen den Zündtakten wieder ab.
Als Beispiel nehme ich einmal den "Lanz Bulldog" einen 1-Zylinder Diesel-Trecker der bis zu 10-Liter Hubraum hatte.
Dieser Motor hatte eine riesige sichtbare Schwungmasse. Hätte er die nicht gehabt wäre er unfahrbar gewesen.
Er hätte so stark "geeckt" das er sich quasi selbst zerstört hätte.
Ich denke deine und meine Aussagen zusamengenommen treffen es schon ganz gut.
Gruß aus Lemgo, Thomas