Beiträge von ThomasLIP

    tdmschurli


    Du schriebst: "So nebenbei, die Verbrauchsanzeige in der Baureihe ist so ziemlich das unnötigste Feature"


    Ich würde sagen jein, ist halt Ansichtssache. Ich halte sie für nicht ganz unnütz.


    Anfangs habe ich bei meiner NC-SD (RC88) die Tankquittungen aufgehoben und den Verbrauch ausgerechnet.

    Zur Kontrolle habe ich bei jedem Tanken den TRIP-Zähler "B" genullt und den beim nächsten Tanken angezeigten

    Durchschnittsverbrauch mit dem per Tankquittung errechneten Verbrauch verglichen.


    Das Ergebnis war das die Verbrauchsanzeige bei meiner RC88, egal ob ich eher sportlich oder eher relaxter unterwegs

    war "sehr genau" war. Sie zeigt maximal 0,2 Liter zu wenig an.


    Kein einziges Mal war ein Aussreisser dabei!

    Bedeutet das man sich recht gut auf die Anzeige verlassen kann, einfach 0,1 bis max 0,2 draufrechnen und es passt.


    In wie weit das bei diesem recht sparsamen Moped eine Rolle spielt und in wie weit es jemanden interessiert sei

    einmal dahingestellt, aber wen es interessiert der kann sich schon recht genau auf die Anzeige verlassen, zumindest

    bei der RC88.


    Was es mit dem "RechenBUG" der angesprochenen RH09 auf sich hat und wie er zustande kommt kann ich nicht sagen.

    Einen solchen "Fehler" konnte ich bei mir nicht beobachten.


    Was ich interessant finde ist wie der anfängliche Verbrauch nach dem Kaltstart mit den höheren bzw. niedrigeren Aussen-

    temperaturen variiert. Gerade bei meinen letzten Touren im November hat sie sich Anfangs doch einiges mehr an Sprit

    reingeschlabbert.


    Das liegt bekanntermassen an den von dir schon angesprochenen "Kondensationsverlusten", also der Tröpfchenbildung

    des "Kraftstoffnebels" an den kalten Zylinderwänden.


    Mit der von dir angesprochenen Ölverdünnung, bei der auf wundersame Weise der Ölstand steigt, ist wohl kaum zu rechnen.

    Die meisten Motorräder werden ja nicht als Kurzstreckenfahrzeuge missbraucht und dementsprechend ist mit einer Öl-

    verdünnung durch Kraftstoff auch bei niedrigen Temperaturen nicht zu rechnen.

    Der Motor wird bei unseren Mopeds meist warm genug, eventueller Kraftstoffeintrag im Öl verdunstet und wird über die

    Kurbelgehäuseentlüftung abgesogen und mit verbrannt.


    Bei einer Sache muß ich dir definitiv zustimmen, eine "Öltemperaturanzeige" hätte ich auch gerne! Auch wenn ich meine

    NC nach dem Kaltstart warmfahre wüsste ich doch gerne wann sie tatsächlich warm ist und ich sie ohne Reue "fordern kann".

    O.K. der NC-Motor ist ein solider unkaputtbarer Dauerläufer, aber mir tut es immer etwas weh wenn so manch einer seinen

    kalten Motor ordentlich tritt. Ich leide mit der toten Materie. :shock: :angry-tappingfoot:


    Kurz noch einmal zur Verbrauchsanzeige:

    Im Zeitalter der digitalen Motorelektronik ist das ganz einfach umzusetzen. Die MCU wertet Daten wie z.B. die Drosselklappen-

    stellung, bzw. den momentanen Luftdurchsatz, die Motortemperatur etc. aus. Daraus errechnet sie wie lange (in Millisekunden)

    die Einspritzventile im jeweiligen Lastzustand geöffnet werden müssen um das ideale Kraftstoff-Luftgemisch zu erreichen.

    Bei der dann errechneten Öffnungszeit wird eine definierte Spritmenge eingespritzt.


    Jetzt macht die MCU einfach gesagt nichts anderes als die Einspritzmengen pro Arbeitstakt und Zylinder zu addieren und diese

    Menge mit der zurückgelegten Wegstrecke zu vergleichen. Und schon haben wir unseren Momentanverbrauch.

    Dann werden noch die schwankenden Momentanverbräuche auf 100 Km hochgerechnet und wir haben unseren Durchschnitts-

    verbrauch pro 100Km. O.k. stark vereinfacht aber im Prinzip läuft es so ab.


    So, das war es schon :laughing-rolling:


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Pipolux


    Das ist ja verrückt, ich habe gerade eben in der Rubrik: "Frisch gekauft - eure neuesten Anschaffungen"

    eine Beitrag der auch Fotos vom Aufpolstern meiner Sitzbank zeigt, eingestellt.


    Falls es interessiert hier der Link:


    Gruß, Thomas :boywink:

    Tordi


    Schön geschrieben und für mich absolut nachvollziehbar. Ist halt eine Frage der Einstellung sowie eigener Vorlieben.


    "tompeter" hat es meiner Meinung nach mit folgenden Worten auf den Punkt gebracht:

    "Langhuber sind Seelen-Masseure"


    Ich für meinen Teil bin mir sicher das ich mit einem für viele wohl "untermotorisierten" Langhuber auch sehr viel

    stressfreien, entspannten Spaß haben könnte.


    Als "Universalmoped" ist für mich die NC allerdings passender, aber das eine schließt das andere ja nicht aus.


    Gruß, Thomas :boywink:

    Linus 2


    Hallo aus Lemgo,


    Wow, der Niklas scheint sein Handwerk zu beherrschen, saubere Arbeit.


    Wie auch ich bei meiner Sitzbank verwendet er, wie fast alle Polsterer, Verbundschaumstoff.

    Obwohl sich dieser bei mir Anfangs härter wie der original-Schaum von Honda anfühlte sitze

    ich auf dem Verbundschaum gerade auf längeren Etappen besser. Meinen Popo freut's.


    Wo liegt nur der Unterschied zwischen dem standardmäßig meist verwendeten PU-Schaum

    und Verbundschaum. Mehr als eine Vermutung habe ich nicht, weiß jemand mehr?


    Verbundschaum wird ja in verschiedenen Härtegraden angeboten. Bei dir wurden ja auch 2

    verschiedene Härtegrade verwendet, vorne grauer und hinten roter Verbundschaum. Die Festigkeit

    richtet sich hier nach dem Raumgewicht "RG".

    Ich habe mich auf Grund meines geringen Gewichts und nach etwas Recherche z.B. für RG100

    entschieden. Du weißt nicht zufällig welche Härtegrade bei dir vorne bzw. hinten verwendet wurden?


    Hier einmal ein paar Fotos von meiner "Operation Sitzbank".

    Bei dieser hatte ich leider den Schaum etwas tief eingeschnitten weil ich wohl unaufmerksam war

    und nicht beachtet habe das ich die Fläche ja im Gegensatz zum Original gerade haben wollte, also

    hinten mehr abarbeiten wollte.

    Egal, sitzt sich prima und ich kann die Sitzposition immer einmal leicht verändern ohne mich zu

    verkrampfen.


    Hier die Fotos:



    Gruß aus Lemgo, Thomas  :boywink:

    Hallo,


    der hauptsächliche Grund warum man Bremsflüssigkeit einmal wechseln sollte ist meiner Meinung

    nach wohl folgender:


    Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das bedeutet das sie Wasser aufnehmen und binden kann.

    Hat die Bremsflüssigkeit über die Jahre Wasser gebunden das z.B. durch die Bremsschläuche in die

    Flüssigkeit diffundiert ist, sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit.


    Das bedeutet sie siedet, "kocht" schon bei niedrigeren Temperaturen, der im Wasser "H2O" gebundene

    Sauerstoff "O" gast aus. Da der ausgetretene Sauerstoff kompressibel ist, sich also verdichten lässt wird

    die Bremse "weich" und man kann den Bremshebel weiter durchziehen. Im Extremfall reicht dann ein

    voll durchgezogener Bremshebel-Fußbremshebel nicht mehr aus um stark zu verzögern.


    Das geschieht allerdings erst wenn die Bremse z.B. bei einer Bergabfahrt länger beansprucht wird und

    der Bremssattel so heiss wird das die Flüssigkeit bzw. das gebundene Wasser zu sieden beginnt und der

    komprimierbare Sauerstoff ausgast.


    Da sich die Gasblasen am Bremssattel bilden ist die Wahrscheinlichkeit das sie bis zum ABS-Block gelangen

    meiner Meinung nach gleich 0.


    Was ich damit eigentlich nur sagen will:

    Befüllt und entlüftet man die Bremse wie gewohnt an den Bremssätteln bzw. dem Ausgleichsbehälter ist das

    vollkommen o.k.. Sollte noch etwas "alte Bremsflüssigkeit" am ABS-Block verbleiben ist das nicht wild. Die Gas-

    blasen haben kaum eine Chance bis hierhin vorzudringen und der ABS-Block wird auch niemals so heiss das

    hier die Flüssigkeit sieden könnte.


    Eine Standardmässige Neubefüllung über den Ausgleichsbehälter und das gleichzeitige Entlüften über

    den Entlüftungsnippel am Bremssattel, möglichst mit einer Unterdruckpumpe, reicht meiner Erfahrung nach

    voll und ganz aus.


    Und wie so oft halte ich die "Wechselintervalle" die so mancher Motorradhersteller vorgibt für absolut

    übertrieben und für Geldschneiderei. Das gilt übrigens auch für die Kühlflüssigkeit.

    Ich habe in all den Jahren bei meinen Kraftfahrzeugen diese Intervalle nie eingehalten und bin bestens

    damit gefahren. Hier wird meiner Meinung nach mit der Angst und Unwissenheit vieler Konsumenten gespielt.


    Bei meiner K75 habe ich nach dem Kauf die Bremsflüssigkeit gewechselt und wir sind dann 14 Jahre später

    spontan nach Italien gefahren. Da gab es vollbeladen so einiges zu bremsen, alles im grünen Bereich,

    kein weicher Bremshebel, nichts, alles normal. (Danach habe ich sie allerdings dann doch gewechselt).


    Macht euch euren Reim drauf. Im Endeffekt muß es doch jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich halte

    die "einzuhaltenden Intervalle" so mach eines Herstellers, Honda einbezogen, für übertrieben.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    Lord_Buster


    Du schriebst:

    "Retro .... Ist wie mit Kassetten. Wenn man sich nochmal damit beschäftigt ist es für ein paar Stunden nett,

    danach aber definitiv Vergangenheit.

    Dann lieber etwas Modernes mit 350ccm."


    Das kann ich so nicht unterschreiben. :naughty:

    Ich schrieb ja schon im obigen Beitrag an -BW- wortwörtlich:

    "Und ja, über Geschmack und Vorlieben lässt sich trefflich streiten, das ist auch gut so und legitim."


    Die Geschmäcker sind halt so unterschiedlich wie die Menschen.


    Gruß, Thomas :boywink:

    -BW-


    Als echtes Retro - Motorrad ist für mich die Interceptor definitiv auf Platz 1. Für den Preis für mich unschlagbar

    da sie für meine Ansprüche genügend Leistug bietet und mich optisch voll abholt und auch technisch fast alles

    bietet was ich von einem Motorrad erwarte. Natürlich gibt es noch die Triumph und Kawa 800 etc.Aber für mich

    wär's die "Enni"


    Als ich die NC gekauft habe hatte ich sie noch garnicht auf dem Schirm. Aber jetzt habe ich mich an die NC und

    ihre "Vorteile" gewöhnt und fahre sie sehr gern.

    Ich weiß garnicht ob ich noch ohne DCT fahren möchte. Und da ich schlanke Motorräder ohne Koffer etc.

    mag und ich "das Fach" regelmäßig nutze und insgesamt mit ihr zufrieden bin bleibt sie. Bei meiner Kilometer-

    leistung wäre ein Zweitmotorrad der Overkill. Wenn überhaupt dann soetwas wie die die von dir erwähnte

    Guerrilla für die spaßigere aktivere Runde.


    Nochmal zu GB350. "Tompeter" hatte ja seine Videos zur Meteor und kürzlich auch zur Guerrilla verlinkt. Hier

    werden die Unterschiede zwischen der langhubigen Meteor und der kurzhubigeren, agileren Guerilla doch recht

    deutlich, wobei der Motor der Meteor dem der GB350 von der Charakteristik her sehr ähnelt, also vergleichbar ist.

    Wie man erfährt ist Eintopf nicht gleich Eintopf. Ich hatte weiter vorne ja schon geschrieben für wen meiner

    Meinung nach die GB350 attraktiv sein könnte, für die Guerilla trifft das nur bedingt zu.

    Und ja, über Geschmack und Vorlieben lässt sich trefflich streiten, das ist auch gut so und legitim.


    Ja, ich konnt's wieder nicht lassen.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink:

    viericks


    Bei den reien Skidisziplinen haben wir leider nicht viel zu bieten.

    Eher beim Biathlon und Bobfahren, da sind wir gut dabei.

    Beim Skispringen fing die Saison gut an aber dann. So schlecht waren die Springer schon lange nicht mehr.


    Ich bin da aber eher Europäer und freue mich auch für andere Nationen, nehme das nicht so ernst.


    Gruß, Thomas :boywink:

    viericks


    Manchmal kommt man zu einem Hobby bzw. Interesse wie die Jungfrau zum Kind, das ergibt sich einfach

    so, durch Zufall, durch Freunde oder wer weiß wie.

    Und wenn man Spaß daran hat ist das doch das Wichtigste.


    Ich schaue unter anderem im Winter gerne einmal Biathlon oder Skispringen, ab und zu auch Bobfahren

    Skislalom, Ski-Abfahrtslauf.

    Warum ich daran Spaß habe? Kann ich garnicht genau sagen, hat sich so ergeben.

    Hätte mich vor 20 Jahren jemand gefragt was ich z.B vom Skispringen halte:

    Skispringen? Watt datt denn, brauch man das? Och nö, wie langweilig. Und heute. Das kommt und geht

    oder auch nicht, je nach Lust und Laune.


    Soetwas kann man rational meist nicht begründen, muß man auch nicht, hauptsache es macht einem Spaß,

    man kann dabei entspannen und abschalten.


    Alles gut.


    Gruß aus Lemgo, Thomas :boywink: