Zitat von ManfredAlles anzeigenmikewett, da hast du was falsch verstanden. In der ehemaligen DDR gab es keinen Kommunismus.
Das stimmt, den gab es nicht, der Kommunismus war viel mehr das angestrebte Ziel für die Zukunft.
Ich habe in der Schule, in all diesen einschläfernden Staatsbürgerkundestunden, am Rande mitbekommen, dass die SU (Sowjetunion) diesem angestrebten Ziel schon am nächsten wäre, und dass deshalb der Sowjetmensch unser aller Vorbild zu sein habe.
Meine Frau könnte das vielleicht besser erklären, hat sie doch bis zur „Wende“ Staatsbürgerkunde und Deutsch als Lehramt studiert, nur will sie von solchen Gesprächsthemen schon seit Jahrzehnten nichts mehr wissen…
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Jedenfalls wäre ohne die deutsche „Wiedervereinigung“ keine eheliche Vereinigung mit meiner Frau möglich gewesen, denn eine Staatsbürgerkundelehrerin hätte einer, der sich sogar mit Ausreisegedanken trägt höchstens mit einem Messer im Rücken zum Altar geführt.
Ich bin also den Montagsdemonstranten und Kerzenträgern schon deshalb zu Dank verpflichtet.
Hört man sich heute, 25 Jahre später, unter dem revolutionärem Fußvolk von damals um, macht sich, von ein paar Ausnahmen abgesehen, oft Verbitterung und Resignation breit – so hat man sich das nicht vorgestellt, dafür ist man seinerzeit nicht auf die Straße gegangen, der Schnitzler hatte irgendwie doch recht…et cetera.
Ich persönlich habe den Kommunismus immer schon für eine undurchführbare Utopie gehalten, erdacht von bärtigen alten Schraten, die keine Skrupel hatten, sich ihr Philosophendasein vom Großkapital finanzieren zu lassen.
Von den kläglich-jämmerlichen Umsetzungsversuchen eines russischen Trabantenstaates auf deutschem Boden ganz zu schweigen.
Es grüßt
sin_moto