Für mich klingt der Beitrag in der Augustausgabe der „Motorrad“ stellenweise so, als hätte ihn der Schreiber im Urlaub, in einem holländischen Coffee-Shop sitzend, verfasst…
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In einem kleinen Dojo mit Papierwänden baut der grauhaarige Meister jede H2 im Feuerschein zusammen. Er hält jedes Bauteil gegen das Licht, benutzt einen Drehmomentschlüssel aus Damast, verabschiedet jede fertige H2 mit einer traditionellen Teezeremonie. Anschließend segnet der Tenno die Transportkiste, es gibt Häppchen. Kein Witz: Der pompöse Lack basiert auf echtem Silber. Der zauberhaft geschweißte Stahlrohrramen glitzert grün in der sonne, der überfette Endtopf strahlt goldener als Frodos Ring. Selbst das dunkel glänzende Instrument kommt aus irgendeiner japanischen Schatztruhe, ist allerdings nur mäßig ablesbar. Die Brembo-Bremsen werden tatsächlich handverlesen und die Felgen sehen aus wie geschmiedete Ninjasterne. Die H2 wirkt in der Abendsonne wie Darth Vaders Dienstfahrzeug und glotzt böse aus dem LED-Zyklobenauge – auch wenn das Design durchaus polarisiert, ist das Finish der H2 perfekt.
Dieses Kleinod ist das Powerbike des Jahres und macht Freunde sinnloser Gewalt einfach nur glücklich… 
Es grüßt
sin_moto,
der erst mal weiterarbeitet und vielleicht später noch was (ab-) schreibt… 