Beiträge von Winterfahrer

    Die aktuelle Motoretta, Heft 4/23, S. 30ff. hat einen Fahrbericht zur X-ADV 750, wobei sich für mich kaum neue Erkenntnisse zum Konzeptvergleich aus dem letzten Jahr (s.o.) ergeben. Hingewiesen wird auf die guten Verkaufszahlen, in Europa seien es inzwischen fast 60.000! "Hondas Zwittermodell" sein kein normaler Roller, die Japaner würden sich nicht mehr ganz so heftig gegen die Einstufung als Roller wehren wie noch zur Präsentation, "als man auf die Bezeichnung Adventure-Bike bestand". (Anmerkung meinerseits: Der X-ADV 750 findet sich bei Honda aktuell im Katalog "Adventure 2023".)

    Ansonsten nur Positives, außer zum Preis - ab 13.000€.


    Interessanter finde ich die kurze Erklärung zu Aufbau und Funktion des DCT ab S. 33 und die Übersicht mit Tabelle zur Entwicklung und zum Einsatz von DCT in den verschiedenen Modellen von Honda, z.B. auch im Forza 750.

    Jetzt wird es ernst, der Top-Test in MOTORRAD, Heft 10/23, S. 24ff.

    Auf der Waage wurden vollgetankt 223kg gemessen, bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 415kg bleiben nur 192kg Zuladung!

    Allerdings hatte Honda gewichtiges Zubehör in die Testmaschine verbaut, u.a. den riesigen Front-Sturzbügel, den Motorschutz sowie den Motorschutzbügel. Ganz nebenbei heben die zwei entsprechenden Ausstattungspakete den Preis um satte 2.210€ (BMW lässt grüßen).


    Die Transalp bei Motorrad-News, hier im Vergleichstest mit der Tenere 700 (Heft 7/23, S. 6ff.) dagegen war fast nackt und wurde mit 212kg vollgetankt gemessen. Verbaut war nur der Schaltassistent (Quickshifter), der ja kaum mehr wiegen wird. Dementsprechend kommt man hier auf 203kg Zuladung.


    MOTORRAD erzielt einen Verbrauch von 3,8l a 100km, Mot.-News 4,1l a 100km. Auch sonst gibt es bei den Messungen kaum Unterschiede (0-100km/h in 4,2 zu 4,3sek, 60 - 100km/h im letzten Gang in beiden Zeitschriften 7,0sek). Beide Tests weisen darauf hin, dass der sechste Gang als Overdrive ausgelegt ist.

    Bemängelt wird in beiden Testberichten das lasche Federbein mit schwacher Dämpfung, ansonsten viel Lob!

    Neben all den Videos, die hier auch Platz hätten, hab ich mal die Printmedien durchforstet. Immerhin wurden bis einschließlich Mai in Deutschland 415 Transalp zugelassen.

    Das MO-Adventure-Magazin, Ausgabe 1/2023, S. 18ff, gibt einen Überblick über den "Transalp-Stammbaum". Der Fahrbericht bleibt vage, die Gewichtsangabe "vollgetankt 208kg" entspricht den Prospektwerten von Honda (anders als das zulässige Gesamtgewicht (388kg bei MO, 415kg im Prospekt).


    Der Fahrbericht in Motorrad-News, Heft 5/23, S. 6ff. weist auch die 208kg aus und spricht von einer "höher gelegten Hornet" mit einem Fahrwerk, das auf der komfortablen Seite bleibt. Leichte Kritik gibt es für die Federelemente, aber irgendwie müsse sich der Preisunterschied zur AT ja erklären.

    Wirklich?

    In der MOTORRAD 26/07, S. 6 findet sich: "Das Interesse am Motorradführerschein lässt nach: Der Rekord lag bei 403931 Menschen, die 1982 den Führerschein der Klasse 1 (heute unbeschränkte A) erhielten. Im vergangen Jahr haben nur noch 76198 Leute den offenen Führerschein A bekommen..."

    Neben den Angaben für das Jahr 2006 findet sich noch die Zahl von 101068 für das Jahr 2002.

    Kurzer Blick auf die Zahlen bis einschließlich Mai:

    Sagenhafte 13 Hondas haben es in die Top 50 geschafft! Honda kann so den zweiten Platz in der Zulassungsstatistik vor Kawa (mit 16,34% zu 10,04% Marktanteil) leicht ausbauen. Anteil daran haben auch weitere 406 Hornet und insgesamt 415 Transalp (Platz 2 und 46).

    Die X-Modelle ziehen nicht so (113 weitere NC und 88 weitere CB 500X), dafür läuft es für die kleine und die große Rebel mit jetzt Platz 9 und 24 (vorher 10 und 31).

    Na ja, neben den Vorgaben der Hersteller an den Showroom müssen wir uns ja auch ein wenig an die eigene Nase fassen.

    Zubehör und Ersatzteile kaufen wir bei Tante Louise oder im Netz, ist ja bequem und dazu günstiger - aber wie soll der HH bei seinen Verkaufszahlen bei der Angebotsvielfalt und der Kalkulation der Großen mithalten?

    Früher musste man alle paar tausend Kilometer die Zündung oder die Ventile einstellen. Dazu ist die durchschnittliche Fahrleistung geringer geworden - und die "Inspektion" lassen wir dann alle paar Jahre den freien Händler erledigen.