Hallo,
ich habe ja jetzt einen CLS Öler dran. Testen muss ich noch, bin dieses Jahr leider noch nicht zum Fahren gekommen. Das Öl ist von CLS und auch eine Art synthetisches Kettensägenöl. Ob das krebserregend ist, weiß ich nicht. Wenn ja, wäre die Frage, ob schon bei Hautkontakt? Was ich gehört habe ist, dass biologisch abbaubares Kettensägenöl schneller verharzt und daher nix für automatische Öler ist.
Vorher hatte ich die Sache mit dem Getriebeöl hier im Forum angesprochen. Da haben sich hier einige drüber lustig gemacht. Ich verstehe aber nicht warum. Erstens steht das so im Honda Handbuch (bei meinen früheren Moppeds übrigens auch schon) und zweitens hat mir das sogar der Mechaniker vom Freundlichen empfohlen (hinter vorgehaltener Hand, weil sie daran nix verdienen).
Vor dem Einmotten für den Winter habe ich unsere Ketten mit Petroleum gesäubert und mit 90er Getriebeöl bepinselt. Danach das überschüssige Öl mit einem fusselfreien Lappen abgewischt. Die Kette lief danach super leicht, glänzte leicht und es hat auf mich einen guten Eindruck gemacht. Bilder von der Kette sieht man in meiner Galerie bei den Öler-Anbau-Bildern. Das ist noch der Zustand mit Getriebeöl. Über den Winter hat sich trotz nasser und salziger Autos in der gleichen Garage wie die Möps an dem Bild nichts verändert. Der Korossionsschutz ist also schon mal ok.
meine Erfahrungen zum Thema Kettenschmierung:
Kettenspray (weiß oder wie auch immer):
Schon ok, aber es pappt halt und damit auch der Schmodder dran. Man muss halt öfter mal die Kette reinigen, sonst schmirgelt der Dreck, der an der Kette kleben bleibt. Sprayt man abends und nicht übermäßig, dann kann man am nächsten Tag fahren, ohne viel auf der Felge zu finden. Man muss regelmäßig nachsprayen (ca. alle 500km, wenn man nicht im Regen fährt).
Profi Dry Lube:
Super saubere Geschichte. Felge sauber, Kette gut geschmiert. Habe ich längere Zeit auf DR650 und Africa Twin gehabt. ABER: auf unseren DR’s war irgendwann mal Flugrost auf den Ketten und das OHNE Regenfahrt
. Die standen in der trockenen Garage und das PDL war noch nicht „weggefahren“. Nach diesem Schreck habe ich wieder auf „normales“ weißes Kettenspray umgestellt. Der Flugrost ging zum Glück wieder recht gut mit Petroleum runter.
HKS (mit Aufträufler):
Das hatte ich auf meiner AT, bevor ich sie verkauft habe. Das Zeug macht einen guten Eindruck. Es bildet einen dünnen Überzug. Die Kette läuft sehr leicht. ABER: Es pappt wie sau. Der Vorteil ist, da fliegt nichts weg, aber es klebt auch der Staub gut dran. Langzeiterfahrungen habe ich nicht mehr machen können. Da kam mir die NC dazwischen ;). Aber es gibt einige, die schwören drauf. Die Dose HKS im Keller ist noch fast voll.
Getriebeöl:
Super günstig, klebt nicht, schmiert gut, Korrosionsschutz gut. Ich hab etwas gesucht, das nicht so pappt, aber auch nicht gleich wegfliegt. Daher habe ich das dickste Getriebeöl genommen, das ich bekommen konnte (SAE90). Ich bin’s leider noch nicht gefahren. Jetzt ist der Öler dran. Ich hatte aber ein gutes Gefühl. Allerdings muss man da sicher doppelt so oft nachpinseln wie mit Kettenspray (-> kleines Döschen + Pinsel in den Kofferraum
).
Kettenöler:
Erfahrungen folgen, aber ich nehme an, dass das das Optimum ist. Die ersten km werden wohl noch vom Getriebeöl geprägt sein, das noch (dünn) drauf ist. Ich hoffe auf eine konstant gut Schmierung ohne viel „Nebenwirkungen“ auf der Felge und weniger Arbeit (kein Nachsprayen nach der Fahrt, keine Kettenreinigen mehr, seltener Kette nachspannen müssen, da sie länger hält).
Viele Grüße
Jürgen