Beiträge von DetMainzel

    Werde ich in den nächsten Tagen mal überprüfen ob das Kettenrad rund und mittig läuft. Mal schauen ob mir das gelingt.


    Beim Ritzel setze ich das wegen dem geringen Durchmesser mal voraus und ich bin auch zu faul die Ritzelabdeckung ab- und anzubauen.

    Wie in meinem Beitrag #11 angekündigt habe ich mir heute Vormittag die alte Kette näher angesehen. Drei Nietköpfe habe ich aufgeflext und die Bolzen ausgetrieben, so kam ich an die einzelnen Bauteile ran.

    Die Rollen drehten sauber und rund auf den Hülsen und hatten kein fühlbares Spiel. Mit meinen Messkünsten habe ich den Außendurchmesser der Rollen gemessen und diese dabei immer ein Stückchen weiter gedreht. Die Abweichung lag bei einem Hundertstel Millimeter, also weit weg von "eiförmig". Also alles so wie es sein soll. Über die gesamte Kettenlänge konnten die Rollen mit dem Finger gedreht werden, also habe ich nicht zufällig die intakten Rollen erwischt sondern alle Rollen sind in ordnungsgemäßem Zustand.


    Zwischen Hülse und Bolzen war auch kein fühlbares Spiel, auch hier alles in Ordnung.


    Zwischen Rollen und Hülsen war ein gleichmäßiger Ölfilm, so wie es sein soll. Für mich die Bestätigung das der Scottoiler seine Aufgabe bestens erfüllt und sich das Öl gleichmäßig in der Lagerstelle verteilt.


    Weitere Messungen habe ich aus den in Beitrag #26 beschriebenen Gründen nicht durchgeführt.


    Wem das jetzt wieder zu theoretisch war der möge mir verzeihen und das alles ganz schnell wieder vergessen.

    Hallo Fritz,

    ich war heute auch froh eine stinknormale Blei-Gel-Batterie in meiner NC zu haben. In der Garage waren Null Grad, der Anlasser drehte etwas langsamer als sonst aber der Motor sprang problemlos an. Für mich kommt auch nichts anderes in Frage.


    Heute habe ich wieder eine Winterausfahrt gemacht. Zuhause im Stadtgebiet war es Null Grad, im Münsterland -1 Grad und im Teutoburger Wald kurzzeitig -2 Grad und Schneegriesel. Bei -1 Grad blieb es dann bis ich wieder vor der Garage stand. Dank guter Bekleidung, beheizten Strümpfen, Heizgriffen und Schaffell auf dem Sitz war es auszuhalten.


    Insgesamt sind mir nur zwei Motorradfahrer entgegen gekommen, beide male im Stadtgebiet.


    Im ersten Bild ist auf der Windschutzschutzscheibe des Autos eine leichte Schneelage zu erkennen. Auf den beiden unteren Bildern sind die "Angststreifen" links und rechts auf dem Hinterreifen zu sehen. Finde ich doch erstaunlich das ich trotz der winterlichen Rahmenbedingung so viel Schräglage gefahren bin bzw. fahren konnte. Aber der Road 5 ist auch ein toller Reifen.


    Hallo Sonnschein,



    Hallo Sonnschein,


    dieses Kettennietwerkzeug für Hohlnietschlösser von AFAM habe ich auch schon mehrmals eingesetzt. Funktioniert einwandfrei, ist halt nicht so komfortabel wie ein professionelles, dafür aber deutlich teureres Nietwerkzeug.


    Die alte Kette flexe ich immer durch, geht schnell und einfach.

    1/3 Umdrehungen wäre nicht besser gewesen!


    Die M8-er Einstellmutter am Kettenspanner hat als Normmutter einen Sechskant. Und da ich beim Spannen immer um Sechstel-Umdrehungen weiterdrehe waren es zweimal 1/6 oder 2/6 Umdrehungen.


    Jetzt aber bitte Schluss damit, es wird schon wieder zu theoretisch.

    Danke für die vielen theoretischen Beiträge. Mein dem zugrunde liegender Beitrag war dafür gedacht, einmal ein Gefühl für die Längung der Kette zu bekommen. Da nun, aus meiner Sicht, ausreichend darüber diskutiert ist möchte ich hier auch nicht weiter machen und zur Praxis kommen.


    Heute habe ich den Kettendurchhang überprüft. Nach nun 1.189 km habe ich den Kettenspanner um 2/6 Umdrehungen nachgestellt. Das Clipschloss sieht, wie erwartet, immer noch topfit aus.


    Danke für die Rückmeldungen, Ideen und Theorien. Schön das die Berechnung fehlerfrei ist.


    Wegen dem Clipschloss habe ich keine Bedenken und Befürchtungen, denn sonst hätte ich es nicht montiert. An den Schwingenschleifschutz hatte ich bisher gar nicht gedacht, wäre eine Möglichkeit den Clip abzustreifen. Aber bei meiner RC72 war der nach 190 tkm immer noch in Ordnung, also ist dieses Risiko wohl nicht sehr hoch.


    Die alte Kette hatte ich um 5/6 Umdrehungen, entsprechend 1,04 mm am Kettenspanner, über die 27 tkm Laufleistung gespannt. Wenn der kurze Abschnitt nicht deutlich stärker gelängt gewesen wäre hätte ich die Kette daher gerne noch länger genutzt.


    Wie von mir erläutert dürfte eine Messung der Kettenlängung mit „Hausmitteln“ ungenau und schwierig sein. Und eine grafische oder rechnerische Ermittlung wäre auch möglich. Weil das alles aber den Erkenntnishorizont nicht unbedingt erweitert lasse ich es.


    Die alte Methode die Kettenlängung durch abheben der Kette am Kettenrad zu erkennen ist auf alle Fälle verlässlich und auch ausreichend.

    Nun möchte ich noch etwas Theorie zum Thema Kettenlängung einfügen.


    Ein Messschieber mit digitaler Anzeige auf 1/100 mm Genauigkeit ist vorhanden, aber kann man damit eine Längung der Kette messen? Was kann man überhaupt messen, nur ein einzelnes oder mehrere Kettenglieder? Viele Fragen die beantwortet werden wollen, ich versuche es mal.


    Nun zur Theorie:

    • Wie lang ist ein Kettentrum, also der Bereich der Kette zwischen den eingreifenden Zähnen der Kettenräder? Das ist der Abschnitt der Kette an dem der Durchhang gemessen wird. Die RH09 mit DCT hat Kettenräder mit 17 und 41 Zähnen und eine Kette mit 114 Gliedern. Zwischen der auf- und ablaufenden Seite der Kette liegen am vorderen Kettenrad 8 und am hinteren 20 Kettenglieder auf. Damit hat ein Kettentrum eine Länge von (114 - 8 - 20) / 2, also 43 Kettengliedern. Diese Annahme sollte hinreichend genau sein.
    • Beim einstellen des Kettendurchhanges wird die Einstellmutter am Kettenspanner gedreht. Hier handelt es sich um ein M8 Regelgewinde, die Gewindesteigung beträgt 1,25 mm.
    • Verdreht man die Einstellmutter um 1/6 Umdrehung ändert sich der Kettendurchhang nach meiner Erfahrung um 5 mm, das ist jetzt der Ausgangspunkt der weiteren Überlegung.
    • Nach dieser 1/6 Umdrehung ist der Kettendurchhang wieder so groß wie vorher. Die Hinterradachse ist dadurch um 1,25 mm / 6 = 0,20833 mm nach hinten versetzt worden.
    • Ein Kettenglied hat sich demnach um 0,20833 mm / 43 = 0,0048 mm gelängt.
    • Oder anders gesagt: Ein Kettenglied hat sich um 4,8 Tausendstel mm gelängt wenn der Kettendurchhang sich um 5 mm erhöht hat.

    Und nun die Frage: Kann man das an einem Kettenglied messen?


    Von mir die klare Antwort: Nein, ich kann das nicht. Dafür habe ich keine Messwerkzeuge.


    Selbst wenn die Mutter des Kettenspanners im Laufe des Kettenlebens 2 Umdrehungen angezogen worden ist sind das immer noch nur 12 x 0,20833 mm / 43 = 0,0581 mm. Das sind knapp 6 Hundertstel mm, die mein Messschieber zwar hergibt. Aber ob ich die Kette so präparieren kann das das messbar ist? Eher nicht, die Messungenauigkeit wäre mir zu groß.


    Könnte ich dann die Messung über mehrere Kettenglieder, sagen wir mal 20, durchführen? Auch hier die gleiche Antwort. Dafür fehlt mir das Messwerkzeug und eine verlässliche Messanordnung bekäme ich auch nicht hin.


    Hoffentlich sind obige Ausführungen verständlich dargestellt und fehlerfrei. Vielleicht hat jemand eine andere Theorie oder weiß wie man das messen kann, ich bin gespannt.