Beiträge von NC-750-X

    Exakt das, was ich schrieb: Wer zugibt, den Einheitsbrei nicht zu mögen macht sich zum Freiwild. Es ist nicht nur erlaubt ihn zu verhöhnen und zu verspotten, es ist für manch Zeitgenossen offenbar so etwas wie eine Pflicht.



    Gruß Michael

    Lies doch mal die Postings der anderen User, dann erübrigen sich solche dummen Fragen. Ich will Dich aber nicht dumm sterben lassen: Das fehlende Angebot hindert einen. Wie soll man etwas kaufen, das der Handel nicht oder nur in homöopathischen Dosen anbietet?


    Gerade bei den Autolacken ist es immer wieder herrlich die Folgen zu betrachten: Bei Porsche kostet ein banaler Unilack mal eben mehrere tausend Euro Aufpreis (ja, tatsächlich. Miami Blau. Zwischen rund 2.500 und über 4.000 € Mehrpreis, je nach Fahrzeugmodell!) und die Farbe verkauft sich bestens.


    Das geht sogar bei billigen Kleinwagen, dazu ein Beispiel von Citroën: Vor ein paar Jahren gab es ein tolles Uni-Hellblau für C1, C2 und C3. Eigentlich war bei uns noch gar kein neuer Zweitwagen fällig, aber den Kauf kann man auch vorziehen, wenn es attraktive Angebote gibt - also ab zum nächsten Händler! Der seine Zuteilung von 5 Fahrzeugen längst verkauft und der sich bei Citroën erfolglos um 32 weitere Neuwagen verschiedener Modelle in verschiedenen Ausstattungen bemüht hatte (warum gerade 32? Keine Ahnung, aber die Zahl hat sich mir eingeprägt). Er schilderte mir, dass er immerhin die 5 hellblauen Autos entgegen der bei Citroën üblichen hohen Rabatte zum Listenpreis verkauft habe - die Käufer haben also bei Kleinwagen effektiv vierstellige Aufpreise bezahlt. Nur um ein farbiges Auto zu bekommen.


    Eine Geschichte aus dem Motorradbereich: Bei keinem Modell wie der großen BMW GS sind die Kundenmeinungen so gespalten wie bei den jüngeren Modellen. Die hat BMW nämlich mit "besserem" Sound als von den früheren Modellen gewohnt ausgestattet. Vielen gefällt's, weil Krawalltüten ja laut Marketing und unterstützender Meinungsbildung durch die Medien ein Must-Have sind. Dass man die neuen GS' nur mit gut gedämpften Helmen und Gehörschutz ertragen kann ist dabei egal, schließlich liegt man mit Brülltüten im Trend der Zeit.


    Nur wenige Käufer sind so konsequent, sich keine GS mehr zu kaufen. Was der Grund für das fehlende Angebot ist, die Leute kaufen ja dennoch. Bei den Autos zahlen sie hohe Aufpreise für Metallic, das sie eigentlich gar nicht wollen, aber wozu sie letztlich erpresst werden, da es meist überhaupt nur eine möglichst unattraktive Uni-Farbe gibt. Die alte Geschichte: Wenn sich alle Händler einig sind funktioniert das Prinzip Angebot und Nachfrage nicht.


    Und wozu führt das? Gerade im Motorradbereich gibt man sich wie der TE oder ich der Lächerlichkeit preis, wenn man zugibt, das Must-Have gar nicht zu wollen. Was für die verfügbaren Farben von Klamotten, Helmen oder Mopeds, aber auch für solche Eigenschaften wie den überflüssigen Lärm gilt. Die Fahrt mit dem Moped auch ohne den heute üblichen Krach genießen zu können ist in der gesellschaftlichen Akzeptanz ungefähr auf dem Niveau des Befalls mit offener Krätze angesiedelt.



    Gruß Michael

    Der PL 1156 hat meines Wissens das normale Monokey-System. Das habe ich an meiner X auch dran (inzwischen mit anderen Koffern):





    In den letzten 35 Jahren ist mir kein einziger GIVI-Monokey-Träger untergekommen, der schlecht gewesen wäre. Klar, Hepco&Becker ist dank Doppelrohr noch etwas stabiler, aber das wirkt sich allenfalls bei schweren Unfällen oder Stürzen aus. Mit normalem Überladen schafft man es nicht, so einen normalen GIVI-Träger zu überlasten. Was für die verschweißten Modelle gilt, wie gut dieses Locking-Gedöns ist weiß ich nicht. Aber das macht für mich auch keinen Sinn, denn ich habe meine Koffer immer dran und wenn ich sie doch mal abnehme (etwa um die Sachen drin komfortabel mitnehmen zu können), dann habe ich keine Angst vor Augenkrebs o. ä., denn so scheußlich ist die Optik eines Gepäckträgers nun auch nicht.



    Gruß Michael

    Nix is' gut. Das stimmt nämlich nicht. Das ist wie bei den bekloppten Farben der Autos. Handel und Industrie versuchen den Leuten einzureden, dass sie das wollen oder besser zu wollen haben. Also machen alle mehr oder weniger wiederwillig mit.


    Wenn man sich mit normalen Durchschnittsfahrern unterhält kommt sehr oft die Klage über den nur in der Werbung und den Tests ach so tollen Sound, im Alltag nervt der Lärm nämlich auf Dauer einfach nur. Exakt dasselbe wie bei den besch....eidenen Un-Farben der Autos: Silber als Kompromiss oder ansonsten dunkle, mehr oder weniger matte Metalliclacke, die nur selten etwas mit "Farbe" zu tun haben. Fragt man die Leute, warum sie die "Farbe" ihres Autos gewählt haben hört man öfter "wegen des Wiederverkaufs" als "gefällt mir"! Also: Weil alle Welt den Mist kauft muss das die beste Wahl sein und jeder kauft den Mist deshalb. Womit sich der Teufelskreis schließt.


    Ich wünsche mir viel mehr Autos in glänzenden Farben und leisere Autos und Motorräder. Die müssen dabei gar nicht schlechter klingen, im Gegenteil: Ein tieferer Klang kann gleichzeitig schöner und leiser sein. Ich hatte mal eine US-Yamaha, die im Alltag mit ihrem tieferen Klang einen deutlich schöneren und in den meist genutzten Drehzahlen leiseren Sound hatte. Es ginge, wenn man wollte.


    Meine augenblickliche Lösung heißt leiser Helm von Schuberth und Ohrenstöpsel. Damit kann ich ganz gut leben.



    Gruß Michael

    Ich persönlich bin grundsätzlich Ganzjahresfahrer, fahre aber momentan eher seltener bei schlechtem Wetter. Trotzdem finde ich die Eigenschaften bei Regen eigentlich wichtiger als bei trockener Straße. Die Dunlop-Werksausrüstung war bei jedem Straßenzustand besch....eiden, die Reifen rutschten auf jedem Untergrund ohne Vorankündigung weg. Damit habe ich etliche unfreiwillige Haken geschlagen. Das habe ich aus Geiz 8.500 km lang mitgemacht und habe noch jetzt, nach 5.000 km mit richtig guter Bereifung immer noch Schiss!


    Wenn man dem Ruf der Michelin Road Reifen folgt, sollte der Road 5 ganz gut sein, angeblich gehört er ja nicht zu den nur auf trockener Straße brauchbaren Reifen, sondern soll auch die wichtigen guten Regeneigenschaften liefern. Ich selber kaufe bei Autos und Motorrädern seit Jahrzehnten besonders gerne Contis, da es bei den Gummis von Continental eben normal ist, dass die Reifen für jedes Wetter und jeden Straßenzustand taugen. Bei Regen gut und bei trockenem Wetter sowieso. Michelin wäre also eine Alternative zu Conti und umgekehrt.


    Im direkten Vergleich sind aber viele Reifen von Michelin nur wegen ihrer oft weichen Reifenmischung so gut wie die Reifen von Conti. Das hat sich mit verschiedenen Auto- und Motorradreifen über die Jahre mehrfach bestätigt. Lange Rede, kurzer Sinn: Für die NC 750 X gilt meiner Ansicht nach, dass der Conti TKC 70 erheblich wirtschaftlicher ist, denn der TKC 70 kostet etwa das gleiche wie der Michelin Road 5 Trail, verspricht aber eine höhere Laufleistung(*).


    Für die S dürfte analog zum Beispiel der Conti Sport Attack 3 ebenfalls die bessere Wahl als der Michelin Road 5 sein. Vermute ich aufgrund meiner Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, diverser Reifentests und dem, was man so hört und liest.


    Meine Zusammenfassung: Wer den Michelin Road 5 oder den Michelin Road 5 Trail kauft, kauft sicher gut, wer stattdessen Conti Sport Attack 3 oder den Conti TKC 70 kauft, kauft zumindest wirtschaftlicher. Nach meiner Überzeugung also besser, auch wenn sich unsere Hondas mit den Michelins natürlich auch gut fahren lassen.



    Gruß Michael



    (*) Auf 5.000 km habe ich jetzt mittig etwa die Hälfte der nutzbaren Profiltiefe abgefahren (= Ausgangsprofil minus 2 mm). Nun fahre ich aber zur Zeit locker 90 % nur geradeaus (Autobahn und Landstraße), d. h. bei mehr Freizeitfahrten würde sich der Verschleiß mehr verteilen, da wären also höhere Laufleistungen drin. Trotzdem erwarte ich jetzt auch bei meiner Fahrweise bis zu 10.000 km insgesamt bzw. deutlich über 10.000 km für reine Freizeitfahrer. Die Voraussetzung ist, dass die Reifen weiter gleichmäßig verschleißen, was nicht immer so sein muss. Ich bin gespannt und werde bei Gelegenheit berichten.

    Von einem zusätzlichen dB-Killer steht da auch nichts. Gut möglich, dass er auf der Suche nach einem zum Originalschalldämpfer kompatiblen Ersatz ist, weil sein augenblicklicher Endschalldämpfer lauter gemacht worden ist (von wem auch immer) und er den manipulierten Auspuff nun kostengünstig wieder auf Originallautstärke bringen möchte. Beantworten kann man seine Frage aber nicht, weil nicht klar ist, was er tatsächlich sucht. Immerhin gibt es ja mit der RC 72 und der RC 90 zwei NC 750 X Modelle mit völlig verschiedenen Endschalldämpfern.


    Übrigens wegen der Bemerkung mit dem Damenrad: Warum es erstrebenswert sein soll einen lauten Auspuff zu haben verstehe ich sowieso nicht. So etwas ist Kinderkram. Als kleine Kinder haben wir möglichst selbst gemachten Lärm geliebt und auf leeren Behältern getrommelt, um auf uns aufmerksam zu machen. Bei Erwachsenen sollte das anders gehen. Offenbar ist aber bei einigen in der Pubertät was falsch gelaufen und die geschlechtliche Identidät konnte sich nicht richtig entwickeln, weshalb die geistigen Damenradfahrer nun bescheuerte Schwanzvergleichsriten entwickelt haben und sich wie die kleinen Kinder über Lärm definieren.


    Nur meine 2 Cent zu diesem Thema.



    Gruß Michael

    Kann theoretisch schon. Ein erhöhter Verschleiß ist denkbar, weil größere Mengen unverbrannten Benzins den Schmierfilm abwaschen und der Kolben sich eher Metall auf Metall bewegt. Aufgrund der gemeinsamen Lambdasonde erhält auch der arbeitende Zylinder ein völlig falsches Gemisch, was zu Schäden führen kann.


    Allerdings denke ich nicht, dass die Schäden sehr groß ausfallen dürften (sagt mein Bauch, weil keiner da echte Erfahrungen hat, ich auch nicht). Außerdem denke ich, wenn Deine NC nun statt 200.000 schon nach 175.000 km einen überholungswürdigen Motor haben sollte, dann kann das auch an anderen Faktoren liegen und evtl. ohnehin erst nach der Lebensdauer des ganzen Mopeds liegen.


    Ich würde lediglich bei einem Bauteil handfeste Schäden erwarten: Beim Katalysator. Wenn der bei laufendem Motor im Benzin baden muss, dann nimmt er massiven Schaden. Bei keramischen Trägermaterialien sogar dann, wenn er nach der Tortour anfänglich noch ausreichende Abgaswerte zeigt, weil das Material durch die Überhitzung des Kats rissig wird und nach und nach in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten mit den Abgasen in Krümmeln ausgehustet wird. Katalysatoren mit metallischen Trägermaterialien sind da robuster, die halten mehr aus. Was für einen Kat die NC hat weiß ich allerdings nicht. Trotzdem: Unverbranntes Benzin ist für einen Kat das Schädlichste überhaupt.



    Gruß Michael