Beiträge von NC-750-X

    Die bewußt grenzwertigen bzw. für mich und meinen sonst üblichen Sprachgebrauch sogar grenzverletzenden Formulierungen wie Affen für Dummerland benutze ich gezielt. Das ist wenn man so will eine Art zielgruppengerechter Sprachgebrauch.


    Ich empfinde gerade die Sprache von AfD-Anhängern sehr oft massiv beleidigend und herabwürdigend. Politische Gegner werden systematisch zu hart angegangen. Nun, wenn die AfD und ihre Anhänger das dürfen, dann darf ich den Spieß auch umdrehen, um ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie unterschiedlich sprachliche Grenzverletzungen gesehen und bewertet werden. Was man selber darf darf der andere aber noch lange nicht? Komische Weltsicht...



    Gruß Michael

    Hmmm. Versagen? Gab es denn ein Versagen?


    Ich denke, die Regierung hätte versagt, wenn sie sich in den verschiedenen Krisen der letzten Jahre so verhalten hätte, wie es die lautesten Schreihälse gefordert haben. Nehmen wir Frau Merkel, die nachdem (!) etliche Länder in Europa ihren völkerrechtlichen und durch europäische Verträge begründeten Verpflichtungen nicht nachkamen nur die Wahl zwischen Menschlichkeit und Unmenschlichkeit hatte. Da hat sie die richtige Entscheidung getroffen (auch wenn es de facto ohnehin die einzige Möglichkeit war), was eben kein Versagen war, ganz im Gegenteil!


    Es trifft ja nicht zu nur weil die Affen für Dummerland AfD das permanent behaupten. So oft und so laut behaupten, daß leider eine große Zahl an unkritischen Gemütern mitzieht und unsere Kanzlerin - die eine der erfolgreichsten und zu Recht im In- und Ausland sehr geschätzte Regierungscheffin ist - in völlig falschem Licht sehen. Und dieses falsche Bild inzwischen selber fest glauben und als Multiplikatoren verbreiten. Was uns wahrscheinlich bei der nächsten Bundestagswahl eine zweistellige Zahl an gewählten Schwachköpfen ohne Alternative trotz gegenteiliger Behauptung im Parteinamen ins Parlament spülen wird.


    Wir alle werden darunter noch massiv zu leiden haben. Wirklich zu leiden haben, nicht nur in den Köpfen der Menschen, wie es bei den Flüchtlingen der Fall ist.



    Gruß Michael

    Bravo! Ein sehr wahres Wort! Ich bilde mir zwar nichts auf das Deutschsein ein (ist schließlich nur einem Zufall zu verdanken, daß ich hier und nicht woanders geboren wurde), aber ich freue mich darüber und bin auch stolz darauf, diesem Laden hier anzugehören. Der allen Unkenrufen zum Trotz einer der besten der Welt ist.



    Gruß Michael

    Nein, ich denke es ist genau andersrum! Es geht uns in Deutschland einfach viel zu gut. Dem kleinen Finger folgte die Hand und dann der Arm und schon bald der ganze Oberkörper. Die Etablierten haben nicht versagt, die ruhige und beständige Politik vieler Jahre hat uns einen Wohlverstand verschafft, der den Charakter vieler Menschen hier im Land versaut hat. Und diese vielen werden immer mehr, die Gier geht mit ihnen durch.


    Ein wenig mehr Bescheidenheit täte vielen Deutschen und in Deutschland lebenden Sonstwoherkommer ganz gut.



    Gruß Michael

    Eine 16-jährige Tochter? Pfff.... Meine Töchter sind 20 und 22 und leben unter meinem Dach. Meine Frau auch. DAS macht Angst! DREI Frauen! Und ich bin nur EIN Mann. Ich habe keine Chance.


    Habt Mitleid mit mir. Es ist angemessen.



    Gruß Michael

    Die erste Hälfte sehe ich auch so, die zweite Hälfte ist streng genommen falsch: Der Nagel bedeutet nicht meist einen Schaden an der Karkasse, er bedeutet immer einen Schaden an der Karkasse.


    Den Reifen luftdicht zu flicken ist kein Problem. Das ist weiß Gott nicht schwer. So gesehen hätte ich in Sachen Dichtigkeit auch keinerlei Bedenken - der Reifen wird den Luftdruck halten. Aber die Karkasse ist beschädigt und das kann zu einem Folgeschaden führen. Das muß nicht so sein, aber es kann.



    Gruß Michael

    Als einer, der als Teenie selber nur mit Helm auf dem Kopf, Nierengurt, Boxershorts, kurzärmligem Netzshirt und Espandrillos fuhr habe ich das vollste Verständnis für diese leichten Klamotten. Das ist einfach ein geniales Gefühl im Sommer!


    Durch Unfälle in meinem Umfeld und in der Familie, Monate und Jahre mit regelmäßigen Krankenhausbesuchen und dadurch noch mehr Kontakt mit Unfallopfern habe ich über die Jahre und Jahrzehnte aber dazugelernt. Auch in meinem beruflichen Werdegang hatte ich über die Jahre auf unterschiedliche Weise viel mit Unfällen und Sicherheit zu tun - da ist es doch klar, daß sich die eigene Einstellung ändert. Der Mensch an sich ist ja lernfähig.


    Nur mit welchem Recht sollte ich nun anderen das verbieten, das ich selber gemacht habe? Und auch unfallfrei überstanden habe? Ich bin heute schlauer und versuche andere in die Lage zu versetzen, ebenfalls schlauer zu werden. Das ist und bleibt aber eine Leistung jedes einzelnen Menschen. Ich schrieb es schon, ich kann Denkanstöße geben, mehr nicht. Jeder bleibt für sich verantwortlich und muß selber nachdenken.


    Wenn einer mit Skihelm statt Motorradhelm fährt (in Cruiserkreisen sehr beliebt!) oder mit blankem Oberkörper (alles schon gesehen), dann ist das sein persönliches Problem, auch wenn er mit einem Unfall seinen Angehörigen oder Hinterbliebenen viel antun würde. Meine Grenze ist dort, wo eine direkte Gefährdung Dritter besteht. Etwa bei abgefahrenen Reifen.


    Ich durfte z. B. mal die Reste einer BMW GS und eines Opel Cabrios einsammeln. Der Opel hatte Reifen, die nahezu blank waren und bei Regen und schneller Fahrt zum Schleudern führten. Der Wagen schleuderte gegen die GS, deren Fahrerin Minuten später ihren schwersten Verletzungen erlag. Bei der Fahrt mit solchen Reifen ist meine Grenze überschritten. Das kann und darf es nicht geben.


    Falschparker bekamen ihre mangelhaften Autos bei mir schon das eine oder andere Mal nicht wieder. Blanke Reifen? Weiterfahrt erst nach der Beschaffung neuer Reifen. Basta. Die Kommune als Auftraggeberin und auch die Polizei stand da stets voll hinter uns. Es beeinflusst einen, wenn man unschuldig getötete Verkehrsopfer sieht.


    So, das soll für heute reichen. Ich habe morgen dank Seminar einen 14-Stundentag vor mir und soll dabei auch aufnahmefähig sein. Also ruft das Bett!



    Gruß Michael

    Interessante These. Aber ganz ehrlich, da glaube ich nicht dran. 1970 wurden bei knapp 17 Millionen Fahrzeugen in der Bundesrepublik Deutschland fast 20.000 Menchen im Verkehr getötet, also 114 pro 100.000 Kraftfahrzeuge. Je weiter man in der Zeit zurück geht, desto mehr Tote werden es. 2015 waren es in der inzwischen größeren Bundesrepublik Deutschland knapp 54 Millionen Kraftfahrzeuge, getötet wurden knapp 3.500 Menschen, also 6 pro 100.000 Kraftfahrzeuge. Das Unfallgeschehen, also die Zahl der Unfälle hat dabei natürlich erheblich zugenommen! Kommt man heute auf der Landstraße auf die Gegenfahrbahn, ist ein schwerer Unfall sehr wahrscheinlich, das war 1970 noch anders. Weil es schlicht so wenig Fahrzeuge gab, daß dank der geringeren Verkehrsdichte nur alle Jubeljahre mal ein anderes Fahrzeug vorbei kam. Da hat keiner aufgepasst oder nachgedacht, da hat man einen Unfall als unabwendbares Schicksal gesehen.

    Klare Sache, wir sind alle alt genug um selbst zu entscheiden was wir tun und was nicht. Ich versuche Denkanstöße zu geben, mehr nicht.



    Gruß Michael

    Tut mir leid, aber das ist Unsinn. Früher gab es vieles noch nicht. Die Helme waren schlechter, die Schutzkleidung war nicht annähernd so gut wie heute, die Fahrwerke und Bremsen der Motorräder waren mieser - das könnte man noch lange fortsetzen.


    Soll ich mich in leichter Stoffhose ohne Nierengurt mit einem Calimero-Gedächtniseierschale auf ein 70er-Jahre-Moped mit viel Bumms, aber grottenschlechten Bremsen und der Angewohnheit schon lange vor der Höschtgeschwidnigkeit so zu pendeln, daß die Hersteller selber vor dem Ausfahren warnen setzen? War früher doch auch kein Problem! Ja, aber nach einem ordentlichen Sturz hatten es die damaligen Zweiradfahrer oft schon hinter sich. Im Auto war es nicht viel anders.


    Heute kann man viele dieser Unfälle vermeiden und die, die man nicht vermeiden kann erheblich abmildern. Ich bin ein leidenschaftlicher Motorradfahrer und ich habe wenige Wochen nach meinem Unfall wieder auf meiner als Ersatz für die geschrottete 1000er Honda gekaufte 1200er Yamaha gesessen. Nein, nicht nur gesessen, ich bin mit ihr gefahren. Aber gerade weil ich niemals freiwillig aufs Moped verzichten würde, achte ich darauf, das Risiko in einem tolerablen Bereich zu halten. Gute Bremsen, Reifen, Beleuchtung und solche Dinge tun mir nicht weh, aber sie reduzieren mein Risiko. Damit ich mit gutem Gewissen ohne Angst meinen Spaß auf dem Moped haben kann.



    Gruß Michael